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3M
Hightech fürs Kennzeichen

 
  • 3M bringt selbstleuchtendes Nummernschild
  • Die ersten 300 Fahrzeuge erhielten eine Straßenzulassung
  • Das nur wenige Millimeter starke Kennzeichen ist dank der verwendeten Kunststoffe außergewöhnlich flexibel
  • LEDs sorgen für die Beleuchtung
 


Bild oben: Von innen beleuchtetes Kennzeichen (li.) vs. konventionell beleuchtetes Kennzeichen (re.)

Damit das hintere Autokennzeichen gut lesbar ist, muss es beleuchtet sein

Die gegenüber herkömmlicher Kennzeichen-Beleuchtung erhöhte Helligkeit soll nach Angaben des Herstellers ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal bei Nachtfahrten oder schlechter Witterung sein. Außerdem ist das Leucht-Kennzeichen flexibel. Auf diese Weise kann es besser an die Form des Fahrzeugs angepasst werden. 3M stellte stellte kürzlich in Mönchengladbach das neue Schild vor, für das nun die ersten 300 Fahrzeuge eine Straßenzulassung erhielten.


 


Bisher ist insbesondere der Versuch von Volkswagen bekannt. Die Wolfsburger hatten ein selbstleuchtendes Schild beim Phaeton als Sonderausstattung im Programm. Es wird inzwischen aber nicht mehr angeboten. Zuvor hatte Mercedes bereits 2001 ein selbstleuchtendes Nummernschild entwickelt, welches bis zur Serienreife gebracht werden sollte. Daraus ist offenbar nichts geworden, doch die Idee kommt nun doch auf den Markt - von jener Firma, die man von Teppichmprägnierungen und gelben Haftnotizen kennt.

Bisher sorgten dafür von außen angebrachte Leuchten. Das neue, von 3M entwickelte System besteht aus einer Flächenleuchte und einem transparenten Kennzeichen. Bei dieser innovativen Kombination ist praktisch alles anders. Gleich geblieben sind lediglich die vorgeschriebenen Maße, die Schrift und die retroreflektierenden Eigenschaften.

  Das Herzstück des neuen Selbstleuchtenden Nummernschildes (SLN) ist eine nur wenige Millimeter starke Flächenleuchte mit Licht Emittierenden Dioden (LED). Dank dieser LED-Technik ist die Beleuchtung langlebig und robust. Für eine gleichmäßige und gezielte Verteilung des Lichts auf der Oberfläche sorgt eine spezielle optische Folie aus dem Sortiment des Erfinderkonzerns.

Ein Kunststoffrahmen schafft die Verbindung zwischen der Beleuchtungseinheit und dem eigentlichen durchscheinenden Nummernschild. Das nur wenige Millimeter starke Kennzeichen ist dank der verwendeten Kunststoffe außergewöhnlich flexibel.

 

Leuchte und Reflektor in Einem

Als führender Hersteller von Reflexmaterialien konnte 3M bei der Entwicklung des neuen Produktes auf seine langjährige Kompetenz im Bereich Verkehrssicherheit zurückgreifen. Das retroreflektierende Kennzeichen ist durch einen Rahmen eingefasst und damit austauschbar mit der Flächenleuchte verbunden. Hergestellt und weiterverarbeitet wird es mittels bereits existierender Verfahren und kann nach Markteinführung von etablierten Schilderprägern angeboten werden.

Zur Energieversorgung nutzt das Selbstleuchtende Nummernschild (SLN) die 12-Volt-Bordspannung des Autos. Trotz höherer Leuchtkraft und wesentlich besserer Lesbarkeit verbraucht die neue Technik deutlich weniger Energie als die heute übliche Kennzeichenbeleuchtung. Daher bietet das 3M System nicht nur modernste Technik fürs Fahrzeugheck, sondern trägt gerade dann zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei, wenn Sichtbarkeit am wichtigsten ist: bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit.

Neue Designmöglichkeiten

Mussten die Nummernschilder bisher einen Winkel von acht Grad zwischen Kennzeichenoberfläche und Beleuchtungseinheit aufweisen, so ist diese designtechnisch aufwändige Anordnung mit dem neuen System nicht mehr notwendig, da Hinterleuchtung und Kennzeichen jetzt eine Einheit bilden. Automobildesignern bieten sich dadurch neue Möglichkeiten der Fahrzeugheckgestaltung. Ein Raumgewinn von bis zu sieben Zentimetern kann erreicht werden. Für künftige Modellreihen ergeben sich damit individuellere Gestaltungsvarianten.

Weitere Info: www.selbstleuchtendes-nummernschild.de

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