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Forschung und Technik
58. internationalen Motorpressekolloquium auf dem Bosch-Testgelände in Boxberg
Verbrennungsmotor auch noch in 20 Jahren

 
  • Verbrennungsmotor auch noch in 20Jahren Antrieb der wahl
  • Noch Entwicklungspotenzial
  • Internationales Motorpressekolloquium in Boxberg
  • Vision: emissionsarm und unfallfrei fahren
 


Bosch investiert eine Quote von 10% seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung


Bosch-Technik macht Autos weltweit noch sicherer, sauberer und sparsamer

Bosch forscht, um Fahrzeugmotoren noch sparsamer, dynamischer und sauberer zu machen. Im Mittelpunkt des Motorpressekolloquiums, an dem insgesamt rund 350 Journalisten aus 35 Ländern teilnahmen, standen die Themen Antriebs- und Abgasnachbehandlungssysteme, Sicherheits- und Komfortsysteme sowie Produktkonzepte für den stark wachsenden Markt der Niedrigpreisfahrzeuge, so genannter Low Price Vehicles.

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Der Verbrennungsmotor wird noch lange der primäre Antrieb der Wahl sein, stellte Bosch jetzt auf dem Motorpressekolloquium klar. Alternative Antriebe könnten sich zwar in kleineren Marktsegmenten verstärkt durchsetzen, aber der Verbrennungsmotor biete noch viel Verbesserungspotenzial, zumal es in der Zukunft neben Benzin und Diesel beim Kraftstoff mehrere Alternativen geben werde.



Hohe Vorleistungen für die Autos der Zukunft

Innovationen haben für Bosch traditionell hohe Priorität: Für Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen im Jahr 2006 allein im Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik mehr als 2,7 Milliarden Euro aufgewendet. Dies entspricht rund zehn Prozent des Umsatzes in diesem Bereich von 27,2 Milliarden Euro - ein Anteil, der weit über dem Durchschnitt der Branche liegt. Auch im Jahr 2007 sollen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erneut bei rund zehn Prozent vom Umsatz liegen. Nahezu die Hälfte dieser Zukunftsausgaben kommt Systemen zugute, die unmittelbar dazu beitragen, Umwelt und Ressourcen zu schonen. laut Bosch muss es langfristiges Ziel sein, das Autofahren Schritt für Schritt noch kohlendioxidärmer zu machen. Deswegen beschäftigen sich die stuttgarter beispielsweise auch mit der Anpassung ihrer Einspritzsysteme an Biokraftstoffe, mit Brennstoffzellen-Technik oder dem batteriegestützten Autoantrieb.

Zunächst aber will man sich dafür einsetzen, den Dieselmotor weiter voranzubringen. Denn der moderne Selbstzünder mit Direkteinspritzung verbraucht rund 30 Prozent weniger Kraftstoff und erzeugt rund ein Viertel weniger Kohlendioxid als vergleichbare konventionelle Benzinmotoren mit Saugrohreinspritzung. Deswegen wird sich auch Bosch dafür einsetzen, den Diesel in den USA und in anderen Benziner-Märkten zu etablieren.

Viele Diesel-Fahrzeuge können heute auch mit kleineren Turbo-Dieseln bei gleicher Leistung und gleichem Drehmoment "leben". Eine geringere Zylinderzahl und weniger Hubraum führen zu geringerer innerer Reibung und damit zu einem besseren Wirkungsgrad des Motors. Bei gleichem Drehmoment ergeben 25 Prozent weniger Hubraum bei einem modernen Diesel rund ein Zehntel weniger Kraftstoffverbrauch.

Vom Diesel lernen - downsizing

Die zweite Generation der Benzindirekteinspritzung von Bosch ermöglicht im Zusammenspiel mit Turboaufladung kleinere Motoren. Dieses "Downsizing" bedeutet: Dieselbe Leistung bei weniger Hubraum und eine CO2-Ersparnis von rund 15 Prozent gegenüber konventionellen Saugrohreinspritzern. Hier lernt der Benziner vom Diesel. Kleinere Motoren, Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung mit hohen Drücken bestimmen heute auch die Entwicklung beim Benzinmotor. Neue Einspritzungen führen beim Benziner in Verbindung mit einem reduzieren Hubraum zu Kraftstoffeinsparungen von zehn bis zwölf Prozent. Die neuen Benziner unterschreiten selbst die strengen US-Emissionswerte für "Super Ultra Low Emssions Vehicles". Beides sollte in den USA zu großen Marktchancen für die Benzindirekteinspritzung führen. Bosch rechnet damit, bis 2015 einen Anteil von mehr als zehn Prozent erreichen zu können. Heute sind es weniger als ein Prozent.

Bosch liefert im Jahr 2007 rund 900 000 Systeme der Benzindirekteinspritzung – 2010 werden es voraussichtlich bereits mehr als zwei Millionen Systeme sein.

Für Start-Stop-Systeme, die Bosch in Zukunft als Regelausrüstung sieht, erwartet das Unternehmen im Stadtverkehr Einsparungen von bis zu acht Prozent. Über einen besseren Wirkungsgrad des Generators sind noch einmal zwei Prozent zu holen. Die Rückspeicherung von Bremsenergie bringt ebenfalls zwei bis drei Prozent, wenn möglichst viele Nebenaggregate des Motors in Zukunft nur dann elektrisch angetrieben werden, wenn sie wirklich benötigt werden. In einer neuen Sprachregelung nennt man derart ausgestattete Fahrzeuge heute Micro-Hybrid, wohl um den publikumswirksamen Begriff Hybrid einbringen zu können.

Potenzial sieht Bosch auch für den Hybrid, also der Verbindung von Verbrennungs- und Elektromotor. Natürlich befasst sich Bosch auch mit allen wirklichen Hybrid-Ansätzen - vom Mild Hybrid, über den Voll-Hybrid bis zum Plug in-Hybrid. Das Unternehmen wird voraussichtlich im kommenden Jahr Systeme an Volkswagen, Audi und Porsche liefern. Und auch von einem Diesel-Hybrid war in Boxberg die Rede. Eine solche Kombination von einem Dieselmotor mit einem Elektroantrieb würde im Vergleich zu einem konventionellen Benzinmotor rund 40 Prozent CO2 einsparen können. Der Benzin-Hybrid liegt bei gut 25 Prozent. Beide können diese Werte aber nur bei entsprechenden Einsatzprofilen erzielen, etwa im Stadtverkehr. Deswegen ist auch Bosch davon überzeugt, dass nicht der Voll-Hybrid der Antrieb der Zukunft sein wird, sondern der optimierte Verbrennungsmotor

Weitere Informationen unter: www.bosch.de


 

Bosch: Das Automobil lernt sehen. Neue Fahrerassistenzsysteme mit Videokamera können sehen, erkennen und entsprechend reagieren...

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