Anzeige:






Vorstellung
Angetestet: Die neue 4-türige Ford Focus Limousine
2.0 Duratorq TDCi Ghia

   
  • Weltpremiere der 4-türigen Limousine
  • 2.0 TDCi mit 100KW/136PS äusserst durchzugsstark
  • ab 23.525,- Euro

Focus: Die 4türige Limousine geht an den Start

Mit dem neuen viertürigen Ford Focus feiert im Frühjahr 2005 die elegante, dynamische vierte Karosserie-Variante der erfolgreichen Focus-Baureihe ihr Debüt. Die hochwertig verarbeitete Stufenheck-Limousine fügt sich harmonisch in die Design-Linie ein, die von den drei- und fünftürigen Versionen bekannt ist und die sich auch beim Ford Focus C-MAX wiederfindet
.


 


Der viertürige Ford Focus teilt sich neben der Bodengruppe auch die Gestaltung des Vorderwagens mit seinen Schwestermodellen, während die hintere Karosseriehälfte ein Stufenheck-Design auf klassisch-moderne Weise interpretiert. Dabei zieht sich der dynamische Schwung der Frontpartie vom Kühlergrill über die Motorhaube, die flach angestellten A-Säulen des Frontscheiben-Rahmens und die fließende Form des Dachs sind bis zum Gepäckraum fortgeführt.

Die neueste Focus-Generation teilt sich Plattformelemente mit Focus C-MAX, Volvo S40 und Mazda 3. Optisch ist eine solche Verwandtschaft allerdings nicht einmal auf den zweiten Blick zu erkennen. Da liegt er auf einer Linie mit dem erfolgreichen Vorgänger. Die ausgestellten Radläufe und die Scheinwerfer markieren ihn eindeutig als Nachfolger des bisherigen Modells. Front- und Heck- leuchten dagegen zeigen die Verwandtschaft zum größeren Bruder Mondeo.

Gutes besser machen war die schwere Vorgabe für die Ford-Ingenieure bei der Entwicklung des neuen Focus. Nachdem die Fließheckversion bereits die ersten Tests erfolgreich hinter sich gebracht hat, wird nun die 4türige Limousine ins Rennen geschickt.

 









Die Rückleuchten nehmen die grundsätzliche Form der Hauptscheinwerfer auf, erzeugen durch ihre Zweiteilung jedoch einen "Iris"-Effekt. Die mit einer Breite von 1.020 mm großzügig angelegte Kofferraum-Öffnung erstreckt sich bis in den hinteren Stoßfänger und ermöglicht so eine Ladekante, die mit einer besonders niedrigen Höhe von gerade mal 656 mm das Beladen deutlich erleichtert.

 

Nie gab es in der Kompaktklasse so viele ausgefeilte Wettbewerber wie heute. Jetzt lässt Ford die Muskeln spielen und schickt den neuen Focus ins Gefecht. Mit einem kräftigen 2-Liter Diesel im Bug tritt er insbesondere gegen die Selbstzünder-Konkurrenz aus Wolfsburg und Rüsselheim an. Die zweite Focus-Generation tritt dabei ein schweres Erbe an - fand doch der Vorgänger über vier Millionen Käufer -und trifft zudem auf gut gerüstete, erst jüngst erneuerte Wettbewerber.

Im Gegensatz zur Konkurrenz - der Astra Caravan kam ein halbes Jahr nach der Limousine und beim Golf warteten viele über einem Jahr auf die Hochdachvariante "Golf Plus"- bringt Ford beim Focus die Kombiversion zeitgleich zusammen mit der klassischen Limousine auf den Markt.

Die neue Ford Focus Limousine liegt optisch ganz auf einer Linie mit den drei- und fünftürigen Versionen

Die weit aufschwingende Heckklappe ermöglicht ein leichtes Be- und Entladen. Der Kofferraum schluckt 526 Liter. Das Platzangebot vorne und im Fond ist gut. Ärgerlich: Die hinteren Kopfstützen im Focus rutschen immer wieder herunter.


Das Fahrverhalten der Limousine lässt sich als agil bezeichnen. Die Lenkung ist überaus präzise und ein wichtiger Bestandteil des Focus-Spaßfaktors. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung ist straff und gleichermaßen komfortabel. Auf schnell gefahrenen Landstraßenkursen spielt der Kölner Fronttriebler seine Stärken aus.



Qualitativ hat der neue Kölner klar aufgeholt. Die im Innenraum verarbeiteten Materialien wirken griffsympathischer als beim Vorgänger. Die Karosserie ist ordentlich verarbeitet, solide und steif. Die Klappergeräusche im Innenraum des Vorgängers sind beseitigt worden, der Neue glänzt durch innere Ruhe.

Das nunmehr konventioneller, aber auch stilsicherer gestaltete Cockpit macht einen wertigen Eindruck. Den Festungscharakter des tadellosen Golf-Cockpits erreicht der Ford indes nicht.






Prima: Beim Focus lässt sich neben der asymmetrisch geteilten, umlegbaren Rücksitzlehne auch die Sitzfläche vorklappen. Der Gepäckraum des neuen Modells ist bewusst so gestaltet, dass er nicht nur ein überdurchschnittlich großzügiges Stauvolumen bietet, sondern sich im täglichen Gebrauch auch besonders einfach nutzen lässt. So wartet das Gepäckabteil bereits in Grundkonfiguration mit einem souveränen Volumen von 526 Liter auf und ist in der Lage, Gegenstände von bis zu 1.058 mm Länge aufzunehmen -im Vergleich zum Vorgängermodell ein Gewinn von 54 mm. Der Abstand von 1.048 mm zwischen den Radhäusern erleichtert das Verstauen von Golftaschen ebenso wie das Beladen mit zwei großen Hartschalen-Koffern. Speziell konstruierte, besonders Platz sparende Scharniere verhindern zudem, dass das Gepäck beim Schließen der Heckklappe beschädigt wird. Ein zusätzlicher Griff auf der Innenseite des Gepäckraumdeckels erleichtert das Schließen.

Werden die im Verhältnis 40:60 geteilt umklappbaren Rücksitzlehnen auf "flach" gestellt, verlängert sich die Ladelänge des neuen Ford Focus Viertürers sogar auf bis zu 1.659 mm. Damit übertrifft er seinen Vorgänger um 180 mm.

Tadeloses Fahrverhalten


Der Focus zeigt sich auch in Extremsituationen äußerst vorbildlich und fahrsicher. Die Kurvengeschwindigkeiten sind jenseits der Familientauglichkeit. Das serienmäßige Sechsganggetriebe und die Leistungsreserven versprechen entspanntes Chauffieren.

Plötzliche Lastwechsel in schnell durchfahrenen Kurven sind völlig unkritisch. Lenkkorrekturen sind aufgrund ESP somit kaum nötig. Die Bremsen packen kräftig zu und passen zur kompletten Sicherheitshausstattung mit ABS, ESP, Front-, Seiten- und Kopfairbags. Im geprüften Focus störten bei schneller Fahrt allerdings leichte Windgeräusche aus dem Bereich der Frontscheibe.





Sicherheit

Intelligent Protection System (IPS) mit zweistufig auslösenden Frontairbags auf Fahrer- und Beifahrerseite und Sensorsystem für die Erkennung der Aufprallschwere sowie Seiten-Airbags auf Fahrer- und Beifahrerseite. Kopf-Schulterairbags vorn und hinten. Serienmäßig elektronisch geregeltes Vierkanal-ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD), Antriebsschlupf-Regelung (ASR), Sicherheits-Bremsassistent (EBA) sowie Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) serienmäßig, Seitenaufprallschutz, höhenverstellbare Sicherheitsgurte vorn, Sicherheitsgurtstraffer und -gurtkraftbegrenzer vorn, Sicherheitsschalter für die automatische Unterbrechung der Benzinzufuhr, dritte Bremsleuchte, Lenkrad in Höhe und Reichweite verstellbar, Park-Pilot-System ab Trend auf Wunsch.


Motoren

Im neuen Ford Focus kommen vorerst mit vier Benzin- und zwei Dieselmotoren zum Einsatz: vom bekannten 1.4-Liter Duratec mit 80 PS und 124 Nm bis hin zum 2.0-Liter Duratec mit 145 PS und 185 Nm. Neu ist im Focus der 1.6 Duractec Ti-VCT (115 PS/155 Nm) mit variablen Ventilsteuerzeiten für reduzierten Verbrauch. Außer dem neuen Motor komplettieren die beiden Turbodiesel 1.6 Duratorq (109 PS/240 Nm) und 2.0 Duratorq (136 PS/320 Nm) die Motorenpalette. Sie erfüllen nur mit dem optionalen Partikelfilter die Euro-4-Norm. Der Filter zur Erfüllung von Euro 4 kostet 600 Euro Aufpreis.

Wir fuhren die neue 4-türige Limousine mit dem 2-Liter Diesel-Aggregat. Der neue von Ford und PSA (Peugeot/Citroën) gemeinsam entwickelte 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel 2.0 Duratorq TDCi überzeugt. Nahezu jeder dritte Focus Käufer entscheidet sich für einen Diesel.


Der Duratorq TCDi genannte Vierzylinder arbeitet mit einer Common Rail-Einspritzung von Delphi, hat 2 Liter Hubraum und leistet 136 PS. Das maximale Drehmoment von 320 Newtonmetern liegt bei 2.000 Umdrehungen pro Minute an.
Der Graugussmotor kommt mit einer oben liegenden Nockenwelle und zwei Ventilen pro Zylinder aus. Hohe Laufruhe soll das elektronische Motormanagement mit Hilfe einer Vielzahl von Sensoren gewährleisten.Der TCDi trägt eine Sonde im Motorblock, die ähnlich einem Klopfsensor bei Benzinmotoren sich anbahnende Geräusche meldet. Die Elektronik verändert dann die Einspritzwerte. Das klassische Nageln soll mit dem neuen Aggregat der Vergangenheit angehören.


Zudem ist das Haupteinsatzgebiet der Kompakten längst nicht mehr der Kurzstreckenverkehr. Ausgezeichnetes Sprintvermögen und Spitzen-Tempi jenseits der 200-km/h-Marke befähigen den 2.0 TDCi-Focus zu mehr als dem bloßen Mitschwimmen auf der Autobahn. Sehr harmonisch entfaltet der Motor seine Kraft über das gesamte Drehzahlband und liefert sehr gute Beschleunigungs- und Zwischenspurtwerte.




Für sich genommen bietet der 136 PS leistende Selbstzünder ein ordentliches Spurtvermögen. Es könnte jedoch kraftvoller sein, wäre sein Sechsgang-Getriebe kürzer übersetzt. Fleißige Schaltarbeit ist daher vonnöten. Lob verdient insbsondere der bis auf die Kaltstartphase kultivierte Motorlauf.


Der neue Focus 2.0 Duratorq TDCi folgt dem lobenswerten Trend zum Nichtraucher - allerdings gegen Aufpreis: 600 Euro verlangt Ford für den Rußpartikelfilter. Im ab Ausstattungslinie "Trend" erhältlichen Focus 2.0 TDCi ist die Kühleinrichtung bereits ab Werk installiert.

Technische Daten Ford Focus 2.0 Duratorq TDCi Ghia 4Türige Lim.
Motor 2,0l Duratorq TDCi
Hubraum 1997 ccm
Durchschnittsverbrauch 5,6 l
Leistung 100 kW (136 PS)
max. Drehmoment 320 Nm bei 2000/min
Widerstandsbeiwert 0,31cw
Länge/Breite/Höhe 4488/1840/1497 mm
Kofferraum 526 Liter
Leergewicht/Zuladung 1383 kg/482
Reifen 205/50 R 16
0-100 km/h 9,3 s
Höchstgeschwindigkeit 203 km/h
Preis ab ab 23.525,- Euro
 



Fazit: Die 4-türige Limousine des neuen Focus bietet ein hervorragendes Platzangebot, lässt qualitativ einen Fortschritt zum Vorgänger erkennen und wird fahrdynamisch selbst gehobenen Ansprüchen gerecht.






Weitere Informationen unter: www.ford.de


 

Ausführlicher Fahrbericht des neuen Kompaktvan Ford Focus C-Max
2.0 TDCi..

________________________