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Fahrbericht
Koreanischer Sportler mit neuer Optik: Hyundai Coupé 2.7 V6
Schicke Nase plus gestraffter Hintern


Das neue Hyundai Coupé mit neuen Scheinwerfern und einem vergrößerten Lufteinlass

 
  • Dritte Generation mit sportlichem Auftritt
  • Bezahlbarer Fahrspass mit guter Grundausttatung
  • Xenon nicht erhältlich
  • Ab 28 990 Euro
 

Dritte Generation Hyundai Coupé

Mit dem gelifteten Coupé zeigt Hyundai auf der Guangzhou Motorshow die 2007er Version seines Sportwagens. Die Koreaner begnügen sich längst nicht mehr damit, gleichermaßen preiswerte und gute Autos auf die Reifen zu stellen. Zunehmend schwingt man sich auf etablierte Marken wie Toyota, Honda und Lexus anzugreifen. Als Hyundai vor nun 15 Jahren sein erstes Coupé in Deutschland auf den Markt brachte, erntete der barock geschwungene Zweisitzer bei den meisten nur ein mitleidiges Lächeln: Zu rundlich, zu billig, zu asiatisch.

 

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Europa-Premiere feierte das geliftete Coupé auf dem Pariser Automobilsalon 2006

Dies hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Die jüngste Ausgabe des Coupés verabschiedet sich von Ecken und Kanten. Mit optischem Feinschliff an Front und Heck steht der Korea-Sportler jetzt beim Händler. Marktstart war vor wenigen Wochen. In dem nachfolgenden Fahrbericht testen wir die dritte Generation des Hynundai Coupé und überprüfen, ob aus dem Coupé mit sportlichen Antlitz tatsächlich ein ernstzunehmender Sportwagen geworden ist, der es auch locker mit seinen europäischen Wettbewerbern aufnehmen kann.

   

Beim jüngsten Facelift ist es vor allem äußere Kosmetik, die Hyundai dem Coupé mit dem aktuellen Facelift angedeihen liess. Front und Heckpartie wurden gründlich - und wie wir meinen sehr gelungen - überarbeitet. Am Heck gibt es eine neue Schürze. Im Innenraum wurden die Mittelkonsole und die Instrumente neu gestaltet. Zu erkennen ist das verbesserte Modell in erster Linie an neuen Scheinwerfern und einem vergrößerten Lufteinlass. Innen fallen blau leuchtende Instrumente und die überarbeitete Mittelkonsole auf. Nicht zu erkennen sind die neuen Sicherheitsfeatures. Unberührt blieben die technischen Werte. Die beiden angebotenen Motoren und das Fahrwerk. Das Basismodell wird von einem 2,0-Liter-Vierzylinder mit 143 PS angetrieben (208 km/h Spitze, ab 25.590 Euro). In unserem Fahrtest hatten wir das Topmodell mit dem 165 PS starken 2,7-Liter- Sechszylinder(220 km/h, 28 990 Euro) unter der Haube.

Mit Verkaufszahlen von zuletzt nur rund 1400 Fahrzeugen pro Jahr wurde das Coupé bei uns nie ein Renner im Hyundai Modellprogramm. Aber während viele Wettbewerber sich mit ähnlichen Erfahrungen umgehend wieder frustriert vom europäischen Markt zurückzogen, haben die Koreaner all die Jahre tapfer durchgehalten. Und es hat sich gelohnt: Aus dem belächelten Sekretärinnen-Ferrari ist ein toller bezahlbarer Sportwagen geworden.


Sportlicher Auftritt mit neuer Optik

Die neue Front macht das Hyundai Coupé noch einmal deutlich dynamischer. Schon auf den ersten Blick wirkt es durch die 1,33 Meter Höhe bei 4,40 Meter Länge und 1,76 Meter Breite geduckt und sprungbereit. Das Gesicht wird geprägt durch den modifizierten Stoßfänger mit seinen vergrößerten und nun über die ganze Breite verlaufenden Kühlluftöffnungen. Interessant ist dabei das Design, das laufend zwischen harten und weichen Kanten wechselt. Unterhalb der neuen Klarglasscheinwerfer beginnen die seitlichen Sicken, die kräftiger herausgebildet wurden als beim Vorgänger und sich bis zu den hinteren Kotflügeln ziehen. Mit den bulligen Seitenschwellern, dem Heck mit zwei verchromten Auspuffrohren ist Hyundai eine interessante Mischung aus Sportlichkeit und Eleganz gelungen. Kleines aber feines Detail ist der mit sichtbaren Schrauben fixierte Tankstutzen. Eine Antenne sucht man vergebens: Um den Formenfluß nicht zu unterbrechen, wurde sie in die Heckscheibe integriert.

 

Optisch erscheint das Coupé so noch einmal gestreckter. Die Haifischkiemen hinter den vorderen Radhäusern sind - leider - verschwunden und durch wesentlich kleinere Lüftungsschlitze ersetzt worden, die nun parallel zur seitlichen Kante verlaufen.

 

Interieur

Sportlich knapp aber keinesfalls beengt geht es im Hyundai Coupé zu. Beide Türen öffnen weit und gestatten einen bequemen Einstieg auf die straff gepolsterten und gut konturierten Sportsitze. Die lassen sich nach vorne klappen, wenn sich unbedingt jemand auf die hinteren Plätze quetschen will. Sie bieten selbst bei flotter Kurvenfahrt einen ausgezeichneten Seitenhalt. Sicher: Auch hier erfüllen die hinteren beiden Sitze eher eine Funktion als zusätzliches Gepäckabteil oder Kleinkinderzimmer (Isofixhalterungen sind serienmäßig).




Vor dem Fahrer liegen gut ablesbar Tacho und Drehzahlmesser samt der wichtigsten anderen Anzeigen. Alle Anzeigen und Bedienelemente, die der Fahrer nicht ständig im Blick haben muss, sind dort griffgünstig und sinnvoll um die neue Klimaautomatik herum arrangiert und verbessern die Ergonomie. Die Bedienung erfolgt intuitiv, ein langes Studium des Handbuches ist im Hyundai Coupé nicht zwingend nötig.

   
   

Der Gepäckraum, zugänglich durch eine weit aufschwingende Heckklappe, bietet 312 Liter, welche durch ein Umklappen der hinteren Sitzlehnen (50:50) noch einmal auf über 600 Liter vergrößert werden können.

Sechszylinder mit sonoren Sound

Das sehr laufruhige und vibrationsarme Aggregat reagiert prompt und durchzugsstark. Am Berg oder beim Überholen - der V6 enttäuscht nicht. Das gilt auch für den Sound des Sechszylinders, der bei mittleren Drehzahlen sonor vor sich hinbrummt und mit seinen 165 PS genügens Kraft bereithält. 245 Newtonmeter stehen bei 4000 Touren bereit, ausreichend für flotte Beschleunigungsvorgänge, wenn man den Motor mit Drehzahlen bei Laune hält. 220 km/h Höchstgeschwindigkeit sind für ein Hyundai Coupé keine Offenbahrung, aber ausreichend. Genau wie ein Spurt von Null auf 100 km/h in 8,2 Sekunden. Die 6-Gang-Schaltung hat Sportwagentypisch kurze Wege und lässt sich - weitgehend - präzise schalten. Hakelig wurde es gelegentlich beim schnellen Herunterschalten während flotter Fahrt. Das Hyundai Coupé gibt sich mit Normalbenzin zufrieden. Im Test hatten wir einen Druchschnittsverbrauch von knapp elf Litern.

(Sport-)Fahrwerk

Ähnlich viel Spaß wie der V6 macht das Fahrwerk. Das Fahrwerk lässt sich als angenehm straff -wie es sich für einen Sportler gehört - beschreiben. Das Coupé läßt sich spursicher und agil über kurvenreiche Landstraßen bewegen. Besonders auf schlechten Straßen ist die Rückmeldung jeder Unebenheit auf dem Asphalt fühlbar. Aber genau diese sportliche Auslegung sorgt eben auch für den gewünschten Fahrspaß. Ein gutes Einlenkverhalten, gute Bremsen, sauber geführte Sechsgang-Schaltung, so muss ein Coupé sich anfühlen. Zu extreme Bewegungen bremst das ESP wirksam ein. Das ESP setzt wei ebi sportwagen üblich sehr spät ein. Damit läss sich der Hyundai in engen Kurven sogar noch ein wenig driften. Zur Not geht die Elektronik energischer zur Sache. Und die zupackenden Bremsen sind ja auch noch da.


   

Technische Daten Hyundai Coupé 2.7 V6
Motor 6-Zylinder V-Motor
Hubraum 2.656 ccm
Max. Leistung 165 PS / 121 KW
Max. Drehmoment 343 Nm bei 1.750 - 3.500 U/min
Getriebe Manuell (6-Gang)
Beschleunigung 0 - 100 km/h 8,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h (Werksangabe)
Kombinierter Verbrauch / Tankinhalt 9.9 Liter Diesel / 55 Liter
Abgasnorm Euro 4
Kraftsoff Normalbenzin
Länge / Breite / Höhe 4.545 / 1.820 / 1.720 mm
Leergewicht / Zuladung 1428-1485 kg /275-332
Kofferraumvolumen 312 Liter
Preis ab 28.990 Euro


Extras und Preise

Gegen Aufpreis sind im neu eingekle4ideten Coupé u.a. Metallic-Lack (470 Euro), Vierstufen-Automatik (1390 Euro) zu haben. Die Aufpreisliste ist kurz. Die Koreaner packten in den V6 schon alles hinein, was das Leben im Auto angenehm macht. Von den Türeinstiegsleuchten über die fernbedienbare Zentralverriegelung, Tempomat, beheizbare Außenspiegel und Bordcomputer bis zu elektrischen Fensterhebern ist fast alles an Bord. Auch die Lederausstattung ist Serie für den Sechszylinder. Äußerlich ist das Topmodell an 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Bereifung der Dimension 215/45 R 17 erkennbar. In der Aufpreisliste finden sich nur noch die - verzichtbare - Vierstufenautomatik (1390 Euro) und die Metallic-Lackierung (470 Euro). Xenonleuchten sind allerdings auch nicht gegen Aufpreis zu bekommen.

Fazit: Coupés mögen zwar eher Nachteile haben, was ihre Praxistauglichkeit angeht. Aber sie sind schön. Und flotte, bezahlbare Coupés sind selten geworden. Auf das Hyundai-Coupe trifft dies zu. Mit 25.590 Euro für den 2.0 GLS und 28.990 Euro für den V6 ist Hyundais Sportler längst kein billiges, aber immer noch ein faires und unterm Strich auch preiswertes Angebot. Wer sportlich unterwegs sein will, ohne gleich sein Konto zu plündern, der ist mittlerweile auch mit einem Hyundai Coupé bestens bedient. Erst recht nach dem aktuellen Facelift.

Weitere Informationen unter: www.hyundai.de


 

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