Porsche
911
Cabrio
-
Typ
997 Angetestet:
Die
sechste
Generation
des
Sportwagenklassikers
Porsche
911
Carrera
Cabrio.
Porsche-Modelloffensive
geht
weiter
Europaweite
Markteinführung
zu
Preisen
ab
85
176
Euro
zum
02.
April
2005
Verbesserungen
in
der
aktiven
und
passiven
Sicherheit
etwas
freigiebigere
Ausstattungspolitik
Beide
Modelle
erreichen
exakt
die
Höchstgeschwindigkeit
der
Coupés
Kaum
ist
der
neue
911
Coupé
zu
haben,
schiebt
Porsche
das
Cabrio
nach
Ein
halbes
Jahr
nach
der
Premiere
des
neuen
911er
als
Coupé
rücken
die
Schwaben
jetzt
auch
das
Cabrio
ins
Blickfeld.
Höchste
Zeit
also,
dem
im
Juli
vorgestellten
neuen
Coupé
das
offene
Pendant
zur
Seite
zu
stellen.
Wie
beim
911,
Cayenne
und
Boxster
wird
es
auch
vom
Cabrio
eine
einfache
und
eine
S-Version
geben.
Während
Deutschland
noch
fest
im
Griff
des
Winters
ist,
macht
Porsche
der
gut
betuchten
Cabrio-Fraktion
schon
heute
Lust
auf
den
kommenden
Frühling.
Anzeige:
Hierzu
lud
der
Sportwagenhersteller
Motorjournalisten
nach
Sevilla
ein,
um
erstmalig
die
Gelegenheit
zu
bieten
das
neue
Cabrio
probezufahren.
Zurück
in
die
Zukunft:
Das
ist
das
neue
Porsche
911
Carrera
Cabriolet
Der
Klassiker
aus
Zuffenhausen
gilt
seit
Mitte
des
letzten
Jahrhunderts
als
der
deutsche
Sportwagen
schlechthin,
und
klugerweise
modernisierten
die
Designer
und
Techniker
ihn
immer
nur
vorsichtig.
Das
gilt
auch
für
die
neueste
Auflage,
die
werksintern
beim
Coupé
wie
auch
Cabrio
unter
dem
Kürzel
997
firmiert.
Das
sportliche
Open-Air-Modell
feierte
sein
Debüt
im
Januar
auf
der
Detroit
Auto
Show
und
kommt
Anfang
April
in
den
Handel.
Optisch
geht
Porsche
beim
997
einen
Schritt
vor
und
gleichzeitig
quasi
zwei
zurück
-
die
Neuauflage
orientiert
sich
in
wesentlichen
Details
am
inzwischen
als
Vor-Vorgänger
zu
bezeichnendem
Typ
993
(1993-97).
Auffälligste
Änderung
ist
allerdings
die
Rückkehr
zu
der
runden
Frontscheinwerferform,
deren
Gestaltung
beim
Vorgänger
hämische
Stimmen
schon
mal
abfällig
als
ausgelaufene
Spiegeleier
gegeißelt
hatten.
Zusatzscheinwerfer
und
Blinker
wandern
zurück
in
die
Frontschürze.
Auch
wenn
der
997
dem
996
stark
ähnelt,
ist
die
gesamte
Außenhaut
neu
gestaltet
worden.
Der
Wagen
ist
also
kein
Facelift,
sondern
zu
80
Prozent
ein
neues
Modell,
das
aber
auf
der
Plattform
des
Vorgängers
basiert.
Kenner
werden
den
Unterschied
nicht
nur
beim
Blick
auf
die
Scheinwerfer
feststellen:
Das
Heck
und
damit
der
gesamte
Wagen
sind
gut
vier
Zentimeter
breiter
geworden,
auch
verlaufen
einige
Fugen
jetzt
anders.
Gewichts-diät
Eine
Gewichtsreduktion
war
eines
der
obersten
Ziele
der
Karosserieentwicklung.
Technsich
bedingt
wiegen
Cabriomodelle
deutlich
mehr
als
ihre
Coupé-Geschwister,
was
in
aufwendigen
und
damit
schweren
Faltdachkonstruktionen
sowie
zusätzlichen
Versteifungen
der
Karosserie
begründet
liegt.
Die
Rohkarosserie
des
Porsche
Cabriolets
jedoch
wiegt
lediglich
sieben
Kilogramm
mehr
-
insgesamt
1490
kG-
als
die
des
Coupés.
Erreicht
wurde
dies
durch
ein
neues
Punktschweißklebeverfahren,
das
einzelne
Bauteile
fester
als
bislang
miteinander
verbindet,
ohne
dass
zusätzliche
Streben
oder
Versteifungen
nötig
wären.
Schnelle
Offenbarung
Wie
alle
bisherigen
Cabrios
von
Porsche
bekommt
auch
das
neue
911er
Cabrio
traditionsbewusst
wieder
ein
klassisches
Stoffverdeck.
Die
Sportmütze
öffnet
und
schließt
sich
per
Knopfdruck
binnen
20
Sekunden
und
verschwindet
bei
schönem
Wetter
unter
einem
kleinen
Wulst
vor
dem
Motor.
Wer
der
Sonne
gar
nicht
schnell
genug
entgegensehen
kann,
darf
das
Verdeck
auch
künftig
nicht
nur
im
Stand,
sondern
bei
bis
zu
50
km/h
betätigen.
Wie
eh
und
je
ein
Sechszylinder-Boxer
im
Heck
Wie
das
Coupé
gibt
es
das
Cabrio
vom
Start
weg
als
Carrera
und
Carrera
S.
Und
Porsche
wäre
nicht
Porsche,
wenn
das
neue
Modell
nicht
wieder
etwas
flotterer
als
der
Vorgänger
unterwegs
wäre.
Die
Motorisierungen
des
offenen
Elfers
unterscheiden
sich
nicht
vom
Coupé.
An
der
Basis
röhrt
dann
weiterhin
die
3,6-Liter-Variante
des
Boxers
mit
239
kW/325
PS,
und
beim
S
steckt
unter
dem
Heck
der
3,8-Liter
mit
261
kW/355
PS.
Das
maximale
Drehmoment
von
370
Nm
bei
4250
U/min
sowie
400
Nm
bei
4600
U/min
im
S
sorgt
für
ordentlich
Dampf
in
jeder
Lebenslage.
Erstaunt
hat
uns
während
der
Testfahrten
der
moderate
Verbrauch
von
nur
knapp
14
Litern
auf
100km.
Bei
den
Fahrleistungen
stehen
die
offenen
Versionen
den
Coupés
praktisch
in
nichts
nach.
Während
die
Höchstgeschwindigkeitswerte
mit
285
km/h
Carrera
und
293
km/h
Carrera
S
identisch
sind,
sind
die
Cabriolets
beim
Prestigespurt
von
null
auf
Tempo
100
mit
4,9
bzw.
5,2
Sekunden
nur
eine
bzw.
zwei
Zehntelsekunden
langsamer.
Außerdem
haben
die
997-Modelle
wieder
ausgeprägter
modellierte
Kotflügel
und
eine
stärkere
Taillierung
der
Karosserie.
Dies
sind
beides
Attribute,
die
eingefleischte
Porsche
Fans
das
Herz
höher
schlagen
lassen.
Die
gewachsene
Spurbreite
trägt
darüber
hinaus
zum
nochmals
etwas
kraftvolleren
Auftritt
bei.
Unterstützt
nicht
zuletzt
durch
größere
Räderdimensionen:
Der
Carrera
rollt
nun
serienmäßig
auf
18
Zoll-Rädern
mit
Reifen
der
Dimension
235/40
vorne
und
265/40
hinten,
die
S-Variante
gar
auf
235/35-
bzw.
295/30-Pneus
im
19
Zoll-Format.
Während
der
Carrera
zwei
große
einzelne
Auspuffendrohre
hat,
differenziert
sich
das
S-Modell
hier
mit
zwei
serh
gelungenen
zweiflutigen
Anlagen.
Ein
extrem
fahraktiver
Frühlingsbote
Aber
was
die
Zahlen
nicht
auszudrücken
vermögen
sind
die
echten
Fahrwerte.
In
Andalusien
wo
der
Frühling
schon
etwas
früher
frohlockt
konnte
das
neue
911er
Cabrio
in
jeder
Hinsicht
überzeugen.
Trotz
85
Kilogramm
Mehrgewicht
für
ausreichende
Steifigkeit
steht
das
neue
Cabrio
in
punkto
Agilität
und
Kurvendynamik
dem
Coupé
in
nichts
nach.
Die
Kraftübertragung
auf
die
Hinterachse
erledigt
eine
neue
Sechsgang-Handschaltung.
Alternativ
gibt
es
die
Tiptronic
S,
deren
Schaltprogramm
überarbeitet
wurde.
Die
erstmals
eingesetzte
Zahnstangenlenkung
mit
variabler
Lenkübersetzung
erhöht
die
Agilität
auf
kurvenreichen
Strecken
und
verbessert
im
Stadtverkehr
die
Handlichkeit
beim
Einparken
und
Abbiegen.
Ohne
Zweifel
erfüllt
auch
die
jüngste
Auflage
des
"Elfer-Cabrios"
alle
Voraussetzungen,
um
den
Mythos
der
Marke
Porsche
weiter
zu
festigen.
Unsere
ersten
Fahrten
über
Andalusischen
Autobahnen
und
Landstrassen
überzeugte
einmal
mehr
von
den
unübertroffenen
Fahreigenschaften
des
sehr
wendigen,
kräftigen
Zuffenhauseners.
Freigiebigere
Ausstattungspolitik
Wie
das
Coupé
profitiert
auch
das
Cabrio
von
einer
etwas
freigiebigeren
Ausstattungspolitik.
Porsche
hat
nach
eigenen
Angaben
die
Serienausstattung
erweitert.
Demnach
gibt´s
größere
Räder,
ein
Windschott,
das
hauseigene
ESP
und
das
Porsche
Communication
Management
inklusive
Porsche
Sound
Package
Plus
mit
CD-Radio
und
neun
Lautsprechern
ab
Werk.
Reduziert
wurde
der
Serienumfang
allerdings
um
das
Hardtop,
dass
aber
weiterhin
optional
erhältlich
sein
wird.
Das
S-Cabrio
setzt
mit
dem
serienmäßigen
PASM-Fahrwerk
sogar
völlig
neue
Standards
Natürlich
haben
die
Porsche-Ingenieure
in
Weissach
auch
das
Fahrwerk
im
Rahmen
der
neusten
technischen
Möglichkeiten
weiter
optimiert.
Mit
der
Mehrlenker-Hinterachse
ist
den
Ingieuren
ein
Meisterstück
gelungen.
Sie
lässt
den
Sportwagen
förmlich
am
Boden
kleben.
Beim
S-Modell
ist
die
aktive
Dämpfung
sogar
im
Umfang
der
Serie.
Für
den
911
Carrera
ist
dieses
Fahrwerk
mit
der
Bezeichnung
"Porsche
Active
Suspension
Management"
optional
lieferbar.
PASM
bietet
in
der
"Normal"-Stellung
eine
sportlich-komfortable
Grundabstimmung
der
Stoßdämpfer.
Nach
dem
Drücken
der
Taste
"Sport"
hingegen
wird
eine
härtere
Dämpferkennung
angesteuert,
die
eine
besonders
agile
und
sportliche
Fahrweise
unterstützt.
Neben
PASM
wird
außerdem
als
weitere
Option
für
beide
Modelle
ein
um
20
Millimeter
abgesenktes
Sportfahrwerk
mit
mechanischer
Hinterachs-Quersperre
angeboten.
Sicherheit
Zur
Sicherheitsausstattung
der
Cabriolets
gehören
kissenförmige
Kopfairbags
in
den
Türbrüstungen,
die
speziell
für
offene
Fahrzeuge
entwickelt
wurden
und
die
Porsche
nach
eigenen
Angaben
als
weltweit
erster
Hersteller
serienmäßig
einsetzt.
Das
Stoffverdeck
der
Cabrios
lässt
sich
auch
während
der
Fahrt
bis
zu
Geschwindigkeiten
von
50
Stundenkilometern
öffnen
und
schließen.
Knapp
zusammengefasst
sind
die
Hautptneuerungen
des
neuen
911
Carrera
Cabriolet
des
Typs
997:
-
Grosse
Rundscheinwerfer
in
Klarglasoptik
-
harmonischere
Gesamtoptik
-
vergrösserte
und
gewölbte
Kofferraumklappe
-
breiterer
Vorder-und
Hinterwagen
-
neue
Türen-
Türgriffe
-
neue
Rückspiegel
-
geänderte
Rückleuchten
-
Motor
bis
3.8Liter
(333PS)
Wertiger
Innenraum
Im
Innenraum
ist
der
Fortschritt
objektiv
feststellbar.
Die
Materialien
wirken
jetzt
sicht-
und
spürbar
hochwertiger
als
im
996.
Die
Tasten,
die
mit
ihrem
glänzenden
Hartplastik
einfach
beim
besten
Willen
nicht
zu
einem
Luxussportwagen
zu
passen
schienen,
sind
jetzt
durch
matte,
griffige
Schalter
ersetzt.
Aluminium
und
Leder
erzeugen
Sportwagen-Atmosphäre
-
wobei
letzteres
serienmäßig
nur
an
den
Vordersitzen
zu
finden
ist,
während
die
Notsitze
hinten
nach
wie
vor
mit
Kunstleder
-
sprich
Plastik
-
bezogen
sind.
Cockpit
wurde
verbessert
Wie
im
Vorgänger
sind
die
klar
gezeichneten
fünf
Cockpit-Rundinstrumente
zwar
noch
ineinander
verschachtelt,
allerdings
nicht
mehr
gar
so
eng
wie
früher
bei
porsche
üblich.
Sie
sind
nun
problemlos
mit
einem
Blick
ablesbar.
Auch
ist
die
Digitalanzeige
des
Tempos
wieder
ins
Zentrum
gerückt.
Sportlich
ambitionierte
Fahrer
wissen
das
ebenso
zu
schätzen
wie
die
Stoppuhr,
die
als
Teil
des
Paketes
"Sport
Chrono"
auf
dem
Armaturenträger
thront.
Wer
sich
an
schnellen
Runden
auf
der
Nordschleife
versucht,
sollte
dann
auch
gleich
die
Lordosen-Stützen
für
den
Sitz
mitbestellen:
Sie
können
den
sportlich
ambitionierten
Fahrer
per
Knopfdruck
so
fest
umschließen
wie
ein
maßgeformter
Schalensitz.
Bleibt
wie
immer
am
Schluß
die
Preisfrage
Vom
geschlossenen
Modell
allerdings
trennen
das
neue
Cabrio
fast
10.000
Euro.
Das
neue
Porsche
911
Carrera
Cabriolet
kostet
inklusive
Mehrwertsteuer
85.176
Euro.
Das
S-Cabriolet
liegt
bei
95.152
Euro
und
damit
ebenfalls
rund
10.000
Euro
über
dem
vergleichbaren
Coupé.
Noch
1998
kostete
das
911
Carrera
Cabrio
umgerechnet
79.300
Euro.
Das
bedeutet,
dass
die
Zuffenhausener
Jahr
für
Jahr
ungefähr
ein
Prozent
am
Verkaufspreis
zugelegt
haben.
Dies
ist
unterhalb
der
allgemeinen
Teuerungsrate.
Porsche
bleibt
unverändert
innovativ
und
weiterhin
strategisch
optimal
ausgerichtet.
Sei
es
die
erwogene
vierte
Baureihe,
der
Hybridantrieb
für
den
Cayenne
oder
das
Boxster
Coupé.
Somit
deutet
also
alles
darauf
hin,
dass
Porsche´s
Höhenflug
unvermindert
anhält,
wenn
nicht
sogar
noch
zunimmt.
Der
Frühling
2005
darf
kommen...
Technische Daten Porsche Carrrera Cabriolet/
S
Hersteller:
Porsche
Porsche
Typ:
911
Carrera
Cabriolet
S
911
Carrera
Cabriolet
Karosserie:
Cabriolet
Cabriolet
Motor:
6-Zylinder-Boxer
6-Zylinder-Boxer
Hubraum:
3824
ccm
3.596
ccm
Leistung:
261kW
(355PS)
239
kW
(325PS)
Höchstdrehzahl
7.300/min
7300/min
Drehmoment:
400
Nm
370
Nm
Von
0
auf
100:
4,9
s
5,2
s
Höchstgeschw.:
293
km/h
285
km/h
Verbrauch
(ECE):
11,6
Liter
11,2
Liter
Leergewicht:
1505
kg
1480
kg
Räder
und
Reifen
vorn
8Jx19
mit
235/40
ZR
18
hinten
11Jx19
mit
295/30ZR
19
vorn
8Jx18
mit
235/40
ZR18
hinten
10Jx18
mit
265/40
ZR
18