Anzeige:







Porsche 997er Baureihe
Angetestet: Die beiden neuen allradgetriebenen Porsche Cabrios 911 Carrera 4 und Carrera 4s

 
  • Kraftvolle 911 Allrad-Varianten der 997er Cabrios
  • Der Grundpreis in Deutschland liegt bei 92.865 Euro für das Carrera 4 Cabrio und bei 103.073 Euro für das Carrera 4S Cabrio
  • Europaweite Markteinführung der neuen Allrad-Cabriolets vom Typ 911 erfolgt am 22. Okt. 2005
 


Windmaschine par excellence: Das neue allradgetriebene Porsche 911 Carrera 4 Cabriolet

Porsche präsentiert eine neue Generation der offenen 11er Version mit Allradantrieb

Die erfolgsverwöhnten Zuffenhausener Sportwagenbauer befinden sich unverändert auf der Straße des Erfolges. Kurz vor Ende des Geschäftsjahres am 30. Juli kündigte Porsche einen neuen Absatzrekord an. Mehr als 80 000 Einheiten sollen bis zu diesem Termin an die Käuferin oder den Käufer gebracht werden. Die 911-Baureihe konnte in den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres ein Absatzplus von 21 Prozent verzeichnen. Die Porsche-Aktie befindet sich auf einem Allzeit-Hoch und in den Vereinigten Staaten konnte das beste Monatsergebnis, seit Porsche dort seine Renner vertreibt, erzielt werden. Und dann wäre da noch ein neuer Produktionsrekord von 100. 000 Fahrzeugen beim Cayenne. Aber der Porsche-Chef Dr. Wendelin Wiedeking wäre nicht Wiedeking, wenn er sich damit zufrieden gäbe. Bevor nun die Markteinführung des Cayman S erfolgt oder der Bau einer vierten Baureihe beschlossen wird, wird die neue 911er-Baureihe (Typ 997) um die allradgetriebenen Versionen Carrera 4 und Carrera 4S ergänzt. Schließlich kann man nicht ein Viertel der Kundschaft zum Heckantrieb zwingen, die schon beim Vorgängermodell des Typs 996 ihren Porsche allradgetrieben orderten
.

Anzeige:


Wie bereits bei der Coupé-Version des Carrera 4 und Carrera 4s erfolgt die Kraftübertragung bei den Cabriolets durch einen Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung, der permanent zwischen fünf und 40 Prozent der Antriebskraft über die Vorderräder auf die Straße bringt. Die europaweite Markteinführung der neuen Cabriolets vom Typ 911 Carrera 4 und 911 Carrera 4S erfolgt am 22. Oktober 2005.

Wir haben die neuen Allradgetrieben Cabriolets bereits zur Probe gefahren - nein wir korrigieren - zur Probe genossen.


 

Die Karosserie der neuen offenen Sportwagen-Modelle ist 44 Millimeter breiter als beim heckgetriebenen 911 Cabriolet und verbindet dank ihrer hohen Steifigkeit den Genuss des Offenfahrens mit der Dynamik und Fahrstabilität des Allradantriebs.

Dier verbreiterten hinteren Kotflügel ermöglichen beim Carrera 4 den Einsatz von Hinterrädern mit Reifen in der Dimension 295/35 ZR 18, beim größeren Bruder "4s" sind es wahnsinnige Pneues der Dimension 305/30 ZR 19. Der Carrera 4 wird von dem bekannten 3,6 Liter großen Sechszylinder mit 239 kW (325 PS) angetrieben. Er beschleunigt in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 280 Stundenkilometer. In der 4S-Variante kommt ein 3,8 Liter-Motor mit 261 kW (355 PS) zum Einsatz. Der Sprint auf 100 km/h gelingt hier in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 288 Stundenkilometer.


Carrera "4": Dank Allradantrieb noch bessere Traktion

Durch den permaneten Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung, der permanent zwischen fünf und 40 Prozent der Antriebskraft über die Vorderräder auf die Straße bringt, glänzen die beiden neuen Cabriolets mit ausgeglichenem Vortrieb in Kurven bis in den Grenzbereich, absolut stabilem Geradeauslauf bis zur Höchstgeschwindigkeit sowie mit verbesserter Traktion auch auf wenig griffiger Fahrbahn.



Nicht nur ein Plus an Traktion, sondern ein 44mm breiterer Hintern ggü. den ausschliesslich
heckangetriebenen Elfern


Das passiert blitzschnell und ohne Rucken: Verlieren die Hinterräder an Traktion, wird in Millisekunden der Vorderradantrieb aktiviert. Das sorgt für ein fast neutrales, beim Gaswegnehmen leicht übersteuerndes Fahrverhalten, dessen Grenzbereich zu ertasten auf normaler Straße rein juristisch betrachtet als grob fahrlässig einzustufen wäre.


Noch mehr Fahrstabilität

Die Unterschiede zum reinen Heckantrieb zeigen sich insbesondere bei ungestümer grenzseitiger Fahrweise, etwa bei brutalem Leistungseinsatz in engen Kurven. Da bringen der Carrera 4 und Carrera 4s ihre Kraft noch besser auf den Boden - und das ohne übermütig werdende Heckpartie. DIe Reifen krallen sich regelrecht in den Asphalt und vermögen dabei eine Querbeschleunigung aufzubauen, die bei Serienfahrzeugen bisher kaum für möglich gehalten wurde.




Geöffnet wie geschlossen eine Ikone


Die Fahrwerk-Eigenschaften beider Allrad-Cabrios entsprechen dem hohen Niveau der Coupé-Varianten. Das heißt, die Federn des Cabrio haben dieselbe Kennung, sind aber geringfügig länger. Dadurch erhöht sich im eingebauten Zustand die Vorspannung, wodurch das leichte Mehrgewicht des offenen Carrera kompensiert wird. An der Vorderachse des Cabrio mit Porsche Active Suspension Management (PASM) ist außerdem die Federrate um zehn Prozent abgesenkt (ausgenommen 3,6 Liter-Carrera mit Tiptronic). So empfindet der Fahrer die veränderte Abstimmung in Verbindung mit dem höheren Fahrzeug-Gewicht als Komfortgewinn im Vergleich zum Coupé.



Bild oben: Der 3,6 Liter Boxer-Motor des Carrera 4


PSM denkt mit


Das Fahrwerkkonzept entspricht dem neuen Elfer-Prinzip: Der offene Carrera 4 rollt serienmäßig mit einem konventionellen Fahrwerk vom Band, der Carrera 4S wird ab Werk mit dem Porsche Active Suspension Management (PASM) ausgerüstet. Diese aktive Dämpfung mit zwei vorwählbaren Programmen ist für das Basismodell optional lieferbar: Das PASM bietet bei Normal-Einstellung eine sportlich-komfortable Grundabstimmung der Dämpfer, steuert aber nach Betätigung der Sport-Taste Kennfelder mit betont strafferer Abstimmung an. In beiden Stellungen orientiert sich die Abstimmung jedoch permanent an der jeweiligen Fahrweise und Straßenbeschaffenheit. Das aktive Dämpfersystem wird beim Carrera 4 Cabriolet optional angeboten. Auf Wunsch können auch beide Modelle mit einem um 20 Millimeter tiefergelegten Sportfahrwerk inklusive mechanischer Hinterachs-Quersperre ausgerüstet werden.

 


Sport Chrono Paket Plus

Das optionale Sport Chrono Paket Plus ist auch für die neuen Allrad-Modelle verfügbar. Es verändert die Eigenschaften der Motorsteuerung und gegebenenfalls der Tiptronic S sowie das Regelverhalten von PSM und - wenn vorhanden - PASM (Porsche Active Suspension Management). Per Lenkrad-Hebel wird die prominent über der Mittelkonsole thronende Uhr gesteuert.

 


Wer die breiten Walzen zum Qualmen bringen will, sollte eine abgesperrte Rennstrecke aufsuchen und das Sport Chrono Paket Plus ordern. Das im Grunde sehr alltagstauglich - will heissen massvoll komfortabel - abgestimmte Fahrwerk kann dann nach Belieben härter eingestellt werden. Eine analog/digitale Stoppuhr hilft beim Zeitnehmen. Die Toleranzschwelle der Fahrdynamik-Regelung PSM (Porsche Stability Management) wird erhöht. Im Normalmodus lässt diese größere Drift-Winkel zu. Im Stand-by-Modus (nachdem sich PSM nicht ganz abschalten lässt) greift sie jetzt erst im allerletzten Moment und somit kurz vor dem Totalverlust des Wagens ein - wenn nämlich ein überforderter Fahrer in einer Kurve so panisch bremst, dass ABS eingreift. Besonders lobenswert ist, dass bei beiden Allradlern nunmehr erweiterte PSM. Es drückt jetzt bereits beim schnellen Gaswegnehmen die Bremsbeläge dicht an die Scheiben. Eine Notbremsung könnte also noch ein bisschen schneller erfolgen.


Das Cockpit im bewährt klassischen Porsche-Design


Zum puren Fahrvergnügen trägt die Motorisierung bei

Dank exzellenter Gewichtung und sehr guter Kraftübertragung glänzt der knapp 1,5 Tonnen schwere Sportwagen mit einen Höchstmaß an Agilität. Bei einem Leistungsgewicht von 6,4 Kilogramm pro Kilowatt (4,7 kg/PS) dominiert bereits beim Basismodell das Gefühl der Leichtigkeit, mit der das Cabrio seine Dynamik entfaltet. Selbst bei reduziertem Einsatz der Elektronik lassen sich die 325 Pferdestärken sicher und sportlich handeln. Der 3,6-Liter- Sechszylinder-Boxermotor des Carrera 4 Cabriolets powert nicht nur mit 325 PS bei 6.600 Touren, sondern auch mit einem satten Drehmoment von 370 Newtonmetern bei 4.250 Umdrehungen.




Das beflügelt zu imposanten Fahrleistungen: Den Prestige-Sprint von 0 auf 100 km/h erreicht der Carrera 4 in 5,3 Sekunden und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit bei 280 km/h Spitze. Den Verbrauch gibt Porsche mit 11,3 Litern an. Noch agiler arbeitet das Carrera 4S Cabrio mit 3,8 Liter großem Hubraum, einem Drehmoment von 400 Newtonmetern bei 4.600 Umdrehungen und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,9 Sekunden. Hier gibt Porsche den Verbrauch mit 11,8 Litern an. Die Sechszylindermotoren wurden unverändert von den regulären Modellen übernommen. Ihr spezifischer Sound, ihr aggressives Ansprechen auf Gaspedalbewegungen, ihr dank der Boxerbauweise vibrationsfreier Lauf und ihr hohes Drehvermögen prägen das Porsche-Gefühl und machen den Carrera zu einer unverwechselbaren Erscheinung im Segment der Hochleistungs- Sportwagen.

Die wunderbar elastischen Maschinen bieten Fahrgenuß von der Spielstraße bis zur Nordschleife.

 



Höchstmass an Sicherheit

Als Option steht auch den beiden neuen Cabrio-Versionen die Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) zur Verfügung. Das Überrollschutzsystem der neuen Cabriolets besteht aus höchstfesten Stahlrohren in beiden A-Säulen und zwei automatisch ausfahrenden Bügeln hinter den Fondsitzen. Zwei Kopfairbags ergänzen das System der passiven Sicherheit. Sie ruhen in Form flacher Kissen in der Türtafel und entfalten sich bei einem Seitenaufprall von unten nach oben. Damit gewähren sie auch bei geöffnetem Verdeck einen einzigartigen Kopfschutz. Zwei Thorax-Airbags in den Seitenlehnen und zwei Frontairbags komplettieren den Insassenschutz.

 


 


Hardtop auf Wunsch

Das Stoffverdeck lässt sich in nur 20 Sekunden auf Knopfdruck automatisch öffnen und schließen und zwar bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Mit 42 Kilogramm wiegt das Cabrio-Verdeck nur knapp die Hälfte eines vergleichbaren Vario-Klappdaches und sorgt so für einen niedrigen Schwerpunkt und eine erhöhte Querdynamik. Das Fahrwerkkonzept entspricht dem der konventionell angetriebenen Elfer-Modelle. Das Hardtop, das dank seiner Aluminiumkonstruktion nur 33 Kilogramm wiegt, ist als Sonderausstattung lieferbar. Benötigen tut manes nicht, da das Cabrio auch ohne Hardtop voll wintertauglich ist. Zur Geräuschoptimierung wird das Hardtop nun im hinteren Bereich nicht mehr über Bajonettverschlüsse, sondern mit zwei Schraubverschlüssen befestigt. Die Montage ist wie beim Vorgängermodell aufgrund des geringen Gewichts sehr einfach. So wird beispielsweise über die hinteren Aufnahmepunkte automatisch und ohne zusätzliche Kabel die elektrische Verbindung zur Heckscheibenheizung hergestellt. Wie beim Stoffverdeck sorgen auch beim Hardtop neue Dichtungen für ein besseres Ableiten des Regenwassers.


Bild oben: Hier nun das leistungstärkere Carrera 4s Cabriolet mit den beiden Doppelauspuffendstutzen


Enteratinment und elektronisches Fahrtenbuch

Porsche wartet mit sehnlichst erwarteten Weiterentwicklungen im Porsche Communication Management (PCM) auf. Der CD-Spieler des serienmäßigen PCM kann jetzt auch CD´s mit MP3-Sounddateien abspielen. Auf Wunsch ist darüber hinaus ein elektronisches Fahrtenbuch erhältlich, dessen gespeicherte Daten mittels Infrarot-Schnittstelle ausgelesen werden können.

 


Fazit

Mit den Carrera-Allradmodellen schickt der schwäbische Hersteller erneut Sportwagen der Extraklasse ins Rennen. Nicht nur die Technik ist vom Feinsten, auch das sportliche Fahrverhalten rangiert ungeachtet der offenen bauweise auf höchstem Sportwagen-Niveau.
Der Einstiegspreis für den 4s beträgt stolze 103.073 Euro, der Carrera 4 (3,6 Liter, 325 PS) ist für 92.865 Euro (die Versionen ohne Allrad kosten zirka 7.500 Euro weniger) zu haben. Aber der Preis ist die eine Sache. Die über den Allradantrieb hinausgehenden Optimierungen machen aus unserer Sicht das Carrera 4 Cabriolet mal wieder zum besten Elfer Cabrio aller Zeiten.

 


Technische Daten Porsche Carrrera 4/4s Cabriolet
Hersteller:
Porsche Porsche
Typ:
911 Carrera 4S Cabriolet
911 Carrera 4 Cabriolet
Karosserie:
Cabriolet Cabriolet
Motor:
6-Zylinder-Boxer 6-Zylinder-Boxer
Hubraum:
3824 ccm 3.596 ccm
Leistung:
261kW (355PS) 239 kW (325PS)
Höchstdrehzahl
7.300/min 7300/min
Drehmoment:
400 Nm 370 Nm
Von 0 auf 100:
Mit Schaltgetriebe 4,9 s Mit Schaltgetriebe 5,3 s
Höchstgeschw.:
288 km/h 280 km/h
Höchstdrehzahl 7300/min 7300/min
Verbrauch (ECE):
11,8 Liter 11,3 Liter
Leergewicht: Mit Schaltgetriebe 1560 kg 1535 kg
Räder und Reifen vorn 8Jx19 mit 235/45 ZR 19
hinten 11Jx19 mit 305/30ZR 19
vorn 8Jx18 mit 235/40 ZR18
hinten 10Jx18 mit 295/35 ZR 18
Kraftstoff:
Super Plus (ROZ 98) bleifrei Super Plus (Roz 98) bleifrei
Tankinhalt
67 Liter 67 liter
Kofferraum:
105 Literr 105 Liter
Preis (brutto):
EUR 103.073,- EUR 92.865,-

 

 

 

 

 

 

   

 

Weitere Infos: www.porsche.de


 



Porsche Boxster und der Boxster S gehen ab 01. August 2006 gestärkt ins Modelljahr 2007...


 




Schon gefahren: Neuer Porsche Cayman "ohne S" im Kurztest...


 




Allradgetriebenes Glashaus: Der neue Porsche 911 Targa...


 




Schon gefahren: Neuer Porsche 911 Turbo im Kurztest...


 


Porsche: Die Spekulationen um eine vierte Baureihe haben ein Ende und es gibt grünes Licht für den "Panamera". Zugleich wurden auch erste Skizzen des viersitzigen Coupés veröffentlicht...


 



Porsche: Im Herbst kommen die neuen allradgetriebenen 911er Carrera Modelle...


 



Angetestet: Das neue Porsche 911 Carrera Cabriolet Typ 997...

 


Porsche Cayman S: Erste Bilder von der Coupé-Version des Porsche Boxster...


________________________