Die Karosserie der neuen offenen
Sportwagen-Modelle ist 44 Millimeter breiter als beim heckgetriebenen
911 Cabriolet und verbindet dank ihrer hohen Steifigkeit
den Genuss des Offenfahrens mit der Dynamik und Fahrstabilität
des Allradantriebs.
Dier verbreiterten hinteren Kotflügel ermöglichen beim Carrera
4 den Einsatz von Hinterrädern mit Reifen in der Dimension
295/35 ZR 18, beim größeren Bruder "4s" sind es
wahnsinnige Pneues der Dimension 305/30 ZR 19. Der Carrera
4 wird von dem bekannten 3,6 Liter großen Sechszylinder
mit 239 kW (325 PS) angetrieben. Er beschleunigt in 5,1
Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit
von 280 Stundenkilometer. In der 4S-Variante kommt ein 3,8
Liter-Motor mit 261 kW (355 PS) zum Einsatz. Der Sprint
auf 100 km/h gelingt hier in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit
liegt bei 288 Stundenkilometer.
Carrera "4": Dank Allradantrieb noch bessere Traktion
Durch den
permaneten Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung, der
permanent zwischen fünf und 40 Prozent der Antriebskraft
über die Vorderräder auf die Straße bringt, glänzen die
beiden neuen Cabriolets mit ausgeglichenem Vortrieb in
Kurven bis in den Grenzbereich, absolut stabilem Geradeauslauf
bis zur Höchstgeschwindigkeit sowie mit verbesserter Traktion
auch auf wenig griffiger Fahrbahn.

Nicht nur ein Plus an Traktion, sondern
ein 44mm breiterer Hintern ggü. den ausschliesslich
heckangetriebenen Elfern
Das passiert blitzschnell
und ohne Rucken: Verlieren die Hinterräder an Traktion,
wird in Millisekunden der Vorderradantrieb aktiviert.
Das sorgt für ein fast neutrales, beim Gaswegnehmen
leicht übersteuerndes Fahrverhalten, dessen Grenzbereich
zu ertasten auf normaler Straße rein juristisch
betrachtet als grob fahrlässig einzustufen wäre.
Noch mehr Fahrstabilität
Die Unterschiede zum reinen Heckantrieb zeigen sich
insbesondere bei ungestümer grenzseitiger Fahrweise,
etwa bei brutalem Leistungseinsatz in engen Kurven.
Da bringen der Carrera 4 und Carrera 4s ihre Kraft
noch besser auf den Boden - und das ohne übermütig
werdende Heckpartie. DIe Reifen krallen sich regelrecht
in den Asphalt und vermögen dabei eine Querbeschleunigung
aufzubauen, die bei Serienfahrzeugen bisher kaum
für möglich gehalten wurde.
Geöffnet wie geschlossen eine
Ikone
Die Fahrwerk-Eigenschaften beider Allrad-Cabrios
entsprechen dem hohen Niveau der Coupé-Varianten.
Das heißt, die Federn des Cabrio haben dieselbe
Kennung, sind aber geringfügig länger. Dadurch erhöht
sich im eingebauten Zustand die Vorspannung, wodurch
das leichte Mehrgewicht des offenen Carrera kompensiert
wird. An der Vorderachse des Cabrio mit Porsche
Active Suspension Management (PASM) ist außerdem
die Federrate um zehn Prozent abgesenkt (ausgenommen
3,6 Liter-Carrera mit Tiptronic). So empfindet der
Fahrer die veränderte Abstimmung in Verbindung mit
dem höheren Fahrzeug-Gewicht als Komfortgewinn im
Vergleich zum Coupé.
Bild oben:
Der 3,6 Liter Boxer-Motor des Carrera 4
PSM denkt mit
Das Fahrwerkkonzept
entspricht dem neuen Elfer-Prinzip: Der offene Carrera 4
rollt serienmäßig mit einem konventionellen Fahrwerk vom
Band, der Carrera 4S wird ab Werk mit dem Porsche Active
Suspension Management (PASM) ausgerüstet. Diese aktive Dämpfung
mit zwei vorwählbaren Programmen ist für das Basismodell
optional lieferbar: Das PASM bietet bei Normal-Einstellung
eine sportlich-komfortable Grundabstimmung der Dämpfer,
steuert aber nach Betätigung der Sport-Taste Kennfelder
mit betont strafferer Abstimmung an. In beiden Stellungen
orientiert sich die Abstimmung jedoch permanent an der jeweiligen
Fahrweise und Straßenbeschaffenheit. Das aktive Dämpfersystem
wird beim Carrera 4 Cabriolet optional angeboten. Auf Wunsch
können auch beide Modelle mit einem um 20 Millimeter tiefergelegten
Sportfahrwerk inklusive mechanischer Hinterachs-Quersperre
ausgerüstet werden.
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Sport Chrono Paket
Plus
Das optionale Sport
Chrono Paket Plus ist auch für die neuen Allrad-Modelle
verfügbar. Es verändert die Eigenschaften der Motorsteuerung
und gegebenenfalls der Tiptronic S sowie das Regelverhalten
von PSM und - wenn vorhanden - PASM (Porsche Active Suspension
Management). Per Lenkrad-Hebel wird die prominent über der
Mittelkonsole thronende Uhr gesteuert.
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Wer die breiten Walzen zum Qualmen bringen will, sollte
eine abgesperrte Rennstrecke aufsuchen und das Sport Chrono
Paket Plus ordern. Das im Grunde sehr alltagstauglich -
will heissen massvoll komfortabel - abgestimmte Fahrwerk
kann dann nach Belieben härter eingestellt werden. Eine
analog/digitale Stoppuhr hilft beim Zeitnehmen. Die Toleranzschwelle
der Fahrdynamik-Regelung PSM (Porsche Stability Management)
wird erhöht. Im Normalmodus lässt diese größere Drift-Winkel
zu. Im Stand-by-Modus (nachdem sich PSM nicht ganz abschalten
lässt) greift sie jetzt erst im allerletzten Moment und
somit kurz vor dem Totalverlust des Wagens ein - wenn nämlich
ein überforderter Fahrer in einer Kurve so panisch bremst,
dass ABS eingreift. Besonders lobenswert ist, dass bei beiden
Allradlern nunmehr erweiterte PSM. Es drückt jetzt bereits
beim schnellen Gaswegnehmen die Bremsbeläge dicht an die
Scheiben. Eine Notbremsung könnte also noch ein bisschen
schneller erfolgen.
Das Cockpit im bewährt klassischen Porsche-Design
Zum puren Fahrvergnügen trägt die Motorisierung bei
Dank exzellenter Gewichtung und sehr guter Kraftübertragung
glänzt der knapp 1,5 Tonnen schwere Sportwagen mit einen
Höchstmaß an Agilität. Bei einem Leistungsgewicht von 6,4
Kilogramm pro Kilowatt (4,7 kg/PS) dominiert bereits beim
Basismodell das Gefühl der Leichtigkeit, mit der das Cabrio
seine Dynamik entfaltet. Selbst bei reduziertem Einsatz
der Elektronik lassen sich die 325 Pferdestärken sicher
und sportlich handeln. Der 3,6-Liter- Sechszylinder-Boxermotor
des Carrera 4 Cabriolets powert nicht nur mit 325 PS bei
6.600 Touren, sondern auch mit einem satten Drehmoment von
370 Newtonmetern bei 4.250 Umdrehungen.
Das beflügelt zu imposanten Fahrleistungen: Den Prestige-Sprint
von 0 auf 100 km/h erreicht der Carrera 4 in 5,3 Sekunden
und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit bei 280 km/h Spitze.
Den Verbrauch gibt Porsche mit 11,3 Litern an. Noch agiler
arbeitet das Carrera 4S Cabrio mit 3,8 Liter großem Hubraum,
einem Drehmoment von 400 Newtonmetern bei 4.600 Umdrehungen
und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,9 Sekunden.
Hier gibt Porsche den Verbrauch mit 11,8 Litern an. Die
Sechszylindermotoren wurden unverändert von den regulären
Modellen übernommen. Ihr spezifischer Sound, ihr aggressives
Ansprechen auf Gaspedalbewegungen, ihr dank der Boxerbauweise
vibrationsfreier Lauf und ihr hohes Drehvermögen prägen
das Porsche-Gefühl und machen den Carrera zu einer unverwechselbaren
Erscheinung im Segment der Hochleistungs- Sportwagen.
Die wunderbar elastischen Maschinen bieten Fahrgenuß von
der Spielstraße bis zur Nordschleife.
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Höchstmass an Sicherheit
Als Option steht auch den beiden neuen Cabrio-Versionen
die Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) zur Verfügung.
Das Überrollschutzsystem der neuen Cabriolets besteht aus
höchstfesten Stahlrohren in beiden A-Säulen und zwei automatisch
ausfahrenden Bügeln hinter den Fondsitzen. Zwei Kopfairbags
ergänzen das System der passiven Sicherheit. Sie ruhen in
Form flacher Kissen in der Türtafel und entfalten sich bei
einem Seitenaufprall von unten nach oben. Damit gewähren
sie auch bei geöffnetem Verdeck einen einzigartigen Kopfschutz.
Zwei Thorax-Airbags in den Seitenlehnen und zwei Frontairbags
komplettieren den Insassenschutz.
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Hardtop auf Wunsch
Das Stoffverdeck lässt sich in nur 20 Sekunden auf
Knopfdruck automatisch öffnen und schließen und zwar bis
zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Mit 42 Kilogramm wiegt
das Cabrio-Verdeck nur knapp die Hälfte eines vergleichbaren
Vario-Klappdaches und sorgt so für einen niedrigen Schwerpunkt
und eine erhöhte Querdynamik. Das Fahrwerkkonzept entspricht
dem der konventionell angetriebenen Elfer-Modelle. Das Hardtop,
das dank seiner Aluminiumkonstruktion nur 33 Kilogramm wiegt,
ist als Sonderausstattung lieferbar. Benötigen tut manes
nicht, da das Cabrio auch ohne Hardtop voll wintertauglich
ist. Zur Geräuschoptimierung wird das Hardtop nun im hinteren
Bereich nicht mehr über Bajonettverschlüsse, sondern mit
zwei Schraubverschlüssen befestigt. Die Montage ist wie
beim Vorgängermodell aufgrund des geringen Gewichts sehr
einfach. So wird beispielsweise über die hinteren Aufnahmepunkte
automatisch und ohne zusätzliche Kabel die elektrische Verbindung
zur Heckscheibenheizung hergestellt. Wie beim Stoffverdeck
sorgen auch beim Hardtop neue Dichtungen für ein besseres
Ableiten des Regenwassers.

Bild oben: Hier nun das leistungstärkere
Carrera 4s Cabriolet mit den beiden Doppelauspuffendstutzen
Enteratinment und elektronisches
Fahrtenbuch
Porsche wartet mit sehnlichst
erwarteten Weiterentwicklungen im Porsche Communication
Management (PCM) auf. Der CD-Spieler des serienmäßigen PCM
kann jetzt auch CD´s mit MP3-Sounddateien abspielen. Auf
Wunsch ist darüber hinaus ein elektronisches Fahrtenbuch
erhältlich, dessen gespeicherte Daten mittels Infrarot-Schnittstelle
ausgelesen werden können.
Fazit
Mit den Carrera-Allradmodellen schickt der schwäbische Hersteller
erneut Sportwagen der Extraklasse ins Rennen. Nicht nur
die Technik ist vom Feinsten, auch das sportliche Fahrverhalten
rangiert ungeachtet der offenen bauweise auf höchstem Sportwagen-Niveau.
Der Einstiegspreis für den
4s beträgt stolze 103.073
Euro, der Carrera 4 (3,6 Liter, 325 PS) ist für 92.865
Euro (die Versionen
ohne Allrad kosten zirka 7.500 Euro weniger) zu haben. Aber
der Preis ist die eine Sache. Die über den Allradantrieb
hinausgehenden Optimierungen machen aus unserer Sicht das
Carrera 4 Cabriolet mal wieder zum besten Elfer Cabrio aller
Zeiten.