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Angetestet
Porsche Cayman: Neues Einstiegsmodell mit 245 PS

   
  • 50 PS weniger gegenüber der S-Variante
  • Ein echter "Einstiegs"-Porsche ab Juli bei den Händlern
  • Ohne S und "Ohne Speck" - nur 1300Kg


Cayman mit edlen Felgen

Porsche-like auch ohne "S"?

Befreit von seinem S steht der Cayman bereit den Freundeskreis schneller schwäbischer Sportwagentechnik den Einstieg in die Porsche-Coupé-Welt zu erleichtern. Porsche hält seine Modellpaletten in Schwung und rundet nun den Cayman nach unten ab. Ab sofort ist der Cayman auch ohne das bislang obligatorische "S" erhältlich.




Der senkt die preisliche Einstiegsschwelle um ca. 11.000 Euro für Freunde der geschlossenen Coupé Bauweise. Der noch preiswertere Basis-Boxster ist ja ein waschechter Roadster was nicht jeden Käufer ansprechen muss. Die Zuffenhausener wollen im kommenden Geschäftsjahr rund 20 000 Caymans beider Modelle verkaufen und zum Beispiel Mitwettbewerbern vom Schlage eines Mercedes SLK, Audi TT oder auch Nissan 350 Z das Leben am Markt erschweren.




Tempo 100 nach 6,1 Sekunden

Das Porsche-Fahrgefühl beginnt jetzt mit 245 PS/180 kW die aus einem 2,7-Liter-Sechszylinder geschöpft werden. Sein maximalen Drehmoment von 273 Newtonmeter gibt der Motor zwischen 4500 Umdrehungen pro Minuten (Upm) und 6000 Upm ab. Das reicht um das Leichtgewicht von 1300 Kilogramminnerhalb von 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit mit dem serienmäßigen Fünf-Gang-Getriebe von 258 km/h zu erreichen. Dies reicht um damit Fahrzeuge - die bei 250 km/h abgeregelt sind - immer noch recht zügig überholen zu können.


 

Erste Ausfahrt

Nur wer ganz genau hinschaut, kann die beiden Cayman-Brüder auseinander halten. Der Cayman bietet im Vergleich zum Cayman S schwarze Bremssättel, dunkle Bugspoilerlippen und ein ovales Endrohr. Das wars auch schon. Nach einem Rundgang um das Fahtzeug nehmen wir in dem neuen Cayman Platz. Aufgrund des Mittelmotorkonzepts befindet sich bereits 30 Zentimeter hinter den Sitzen der "unsichtbare" aber unüberhörbare Motor. Gespannt drehen wir, wie es sich für Porsche gehört links vom Lenkrad, den Schlüssel um. Das Aggregat brummt knörrig los. Klingt schon mal gut. Ein kräftiger Tritt aufs Gas und ab gehts. Das Motor versorgt die Kabine mit dem Porsche-typischen Sound. Insbesondere bei den hohen Drehzahlen, für den dieser moderne Sportwagenmotor ausgelegt wurde.


Die Kraftübertragung erfolgt beim "Basis"-Cayman über ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Sechs Gänge oder die fünfstufige Automatik sind optional erhältlich.


Der solide und formschöne Spoiler läßt sich auch im Stand per Knopfdruck voll ausfahren


Fettreduziert

Auch wenn beide Aggregate von der Grundkonzeption her identisch sind:Den deutlichsten, durch das fehlende S gekennzeichneten Unterschied, liefert der diszipliniert abgepeckte Motor. Während das kräftigere Schwestermodell den Boxermotor mit 3.387 Kubikzentimetern Hubraum und 295 PS sein eigen nennt, wird der Neue von einem 2,7-Liter-Sechzylinder mit 245 PS angetrieben. Dem Motor - der demnächst auch dem Porsche Boxster zu Gute kommt - wurde ein neuer Zylinderkopf mit VarioCam Plus entwickelt. Dieses System passt die Öffnungs- und Schließzeiten der Ventile der Motorlast an und ist eine Anleihe aus dem großen 911er-Aggregat. Die Ventilhub-Umschaltung auf der Einlassseite steigert Drehmoment, Leistung und Ansprechverhalten bei gleichzeitig reduzierten Verbrauchswerten. So soll sich der 1,3 Tonnen schwere heckgetriebene Cayman mit 9,3 Litern SuperPlus auf 100 Kilometern im Drittelmix begnügen. Die ersten Testfahrten belegen, dass ein realer Verbrauch um die 10 Liter nicht völlig abwegig sind. Ferner fallen Kurbelwelle, Kolben und Kolbenbolzen etwas kleiner aus und sind somit leichter als beim Cayman S. Ferner wurde die Verdichtung erhöht. Jede Pferdestärke muss nur 5,3 Kilogramm Fahrzeuggewicht bewegen. Der Motor nimmt willig Gas an und entfaltet seine Leistung insbesondere bei höheren Drehzahlen.


Große Klappe - kleiner Heckkofferraum

245 PS, 258 km/h und 2,7 Liter Hubraum sollten für die meisten reichen. Oder muss es doch etwas mehr sein? Es ist wie so oft und kommt ganz darauf an. Wer nur den Cayman kennen lernt und nicht den Bruder mit dem "S" im Logo, der wird mit seinem Leistungspotenzial vermutlich mehr als zufrieden sein. Doch wer im Vergleich den deutlich bulligeren Cayman S auf Autobahnen und Landstraßen bewegt, der wird vermutlich ein klein wenig mehr Leistung sehr vermissen. Es ist sicher nicht die Höchstgeschwindigkeit, denn 258 km/h sind beide allemal genug. Aber Ausritte mit Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn sind nicht das Lebensziel eines Porsche. Das beherrscht er zwar auch, aber kurvenreiche Landstraßen sind da schon eher das Metier des Zuffenhausener Sportwagen. Das echte Fahrvergnügen im Porsche braucht Kurven. So auch beim Cayman ohne "S". Der Mittelmotor bringt nicht nur einen zweiteiligen Laderaum von 410 Litern, sondern auch eine exzellente Gewichtsverteilung auf die Straße. Fahrwerk und Lenkung sind übrigens bei beiden Cayman-Versionen identisch - und jeweils ein Genuss. Auch die etwas kleinere Bremsanlage des Basis-Cayman arbeitet erstklassig und geben keinen Anlass zur Kritik. Dass man sich auch in dem kleinen Cayman wie in einem echten Sportwagen fühlt, ist auch den Soundingenieuren zu verdanken. Da sie ausgezeichnet komponiert haben, röhrt selbst der Kleine fast wie ein Großer.




Alles eine Frage der Farbe?

Wohlgeformtes Blech

Blech spannt sich über die wohlgeformten Rundungen. Mit dem Blick in die Außenspiegel sieht man das wohl gerundete Heck. Das Endrohr ist trapezförmig. Mit dieser Grundform wartet zwar auch der Cayman S auf. Dort schaut aber ein zusammengeklebter Doppelauspuff aus dem Heck. Vorne offenbaren sich gleich zwei der versteckt gesäten Unterschiede zum stärkeren Bruder. Zum einen wurde die untere Frontspoilerlippe mit einem schwarzen Gummiprofil versehen. Zum anderen sieht der mittlere Lufteinlass nur auf den ersten Blick aus wie ein Lufteinlass. In Wirklichkeit sitzt dort ein geschlossenes Stück Kunststoff. Dem neuen Cayman reichen die Nasenlöcher rechts und links.



Austattung und Preise

Sehr karg ist die Serienausstattung. Der Grundpreis des Cayman liegt bei mindestens 47.647 Euro. Mehr als teilelektrische Sitze, eine Klimaanlage, 17-Zoll-Alufelgen und das komplette Sicherheitspaket sind dann aber noch nicht dabei. Jede Winzigkeit lassen sich bei den knauserigen Schwaben extra bezahlen. Angenehme Nützlichkeiten wie elektrische Ledersitze, Xenonlicht, Klimaautomatik oder ein Navigationssystem lassen sich die Schwaben fürstlich entlohnen. Realistisch betrachtet dürfte kaum ein Cayman unter 55.000 Euro vom Hof eines Händlers rollen.

Technische Daten Porsche Cayman
Karosserie Sportcoupé mit Mittelmotor
Motor 6-Zylinder Boxer
Hubraum 2687 ccm
Max. Drehmoment 270 Nm
Max. Leistung 245 PS / 180 KW
Beschleunigung 0 - 100 km/h 6,1 Sekunden
Getriebe 5-Gang Handschalter
Höchstgeschwindigkeit 258 km/h
Kombinierter Verbrauch 9,3 Liter
Kraftstoff SuperPlus
Leergewicht 1300Kg
Zuladung 320
Kofferraumvolumen 425 Liter
Grundpreis 47.647,- Euro

Fazit: Bissig bleibt der kleine Alligator auch ohne "S"

Der Cayman ohne S bietet trotz Minderleistung einen präzisen Fahrspaß im geliebten Porsche-Stil. Dabei ist es den Zuffenhausenern tatsächlich gelungen, ein Auto zu bauen, was den Absatz des Cayman S kaum schmälern dürfte. Dennoch besitzt die Cayman-Basisvariante alle Tugenden die einen Porsche auszeichnen. Insbesondere die Alltagstauglichkeit machen ihn je nach Nutzungshintergrund für den ein oder anderen Käufer dennoch zur ersten Wahl.

Weitere Infos: www.porsche.de

 




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