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Fahrvorstellung
Der SEAT Altea 2.0 FSI Stylance als Vertreter einer neuen Autogeneration im Fahrbericht

 
  • Der erste SEAT, der seit der Integration der spanischen Marke in die Audi-Markengruppe entwickelt wurde
  • Innovatives Formenspiel des Altea ist DNA-Träger des künftigen Seat-Designs
  • Der Seat Altea setzt auf Dynamik und Design im Segment der Kompaktvans
 

Schön praktisch sind viele Vans, hübsch nur wenige. Der Seat Altea möchte beides zugleich sein. Der Altea ist weder klassischer Van noch Kompaktwagen, doch deshalb nicht weniger attraktiv.

Als die viel beachtete Roadsterstudie Seat Tango im Anschluss an die IAA nicht gebaut wurde, hatten viele bereits die schlimmsten Befürchtungen. Doch die Zeiten der Tatenlosigkeit im Hause Seat gehören der Vergangenheit an. Dem entsprechend hoch sind die Erwartungen an den variablen Altea.






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rund genug für uns den neuen Emporkömmling und Hingucker genauer unter die Lupe zu nehmen. Nachfolgend ein ausführlicher Fahrbericht über den Seat Altea mit dem 2.0 FSI-Aggregat, welches momentan mit 110 kW/150 PS die Benziner-Spitzenmotorisierung für den tollen neuen Spanier darstellt.


Bild oben: Auch ein Rücken kann entzücken. Seat Altea in der Heckansicht


Neue aufregende Formensprache

Getreu der sportlich-emotionalen Orientierung der Marke Seat interpretieren die Spanier das Thema Kompaktvan auf ihre eigene, temperamentvolle Art. Fahrspass und Design sind beim neuen Altea ebenso wichtig wie Platz und Alltagstauglichkeit. Seat hat es nicht zuletzt über den Altea und die ihm eigene neue Formensprache geschafft, sich als Anbieter betont design-orientierter und sportlicher Fahrzeuge innerhalb des VW-Konzerns zu etablieren. Der Altea baut auf der Plattform des Golf V auf. Er macht aber auf Grund seiner kompakteren Abmessungen und vor allem dank seines knackigen Designs eine wesentlich bessere Figur als sein nüchterner etwas grösserer Van-Bruder Touran aus Wolfsburg. Sei es durch Oberflächen, die sich hier nach innen, dort wieder nach außen wölben. Sei es durch eine charaktervolle Linie, die schräg durch die Flanke läuft. Aber auch durch Liebe zum Detail, wie die kantenlose Windschutzscheibe, die aussieht wie ein großer moderner LCD-Flachbildschirm. In den massigen A-Säulen verbergen sich gegenläufige Scheibenwischer - was die Frage aufwirft - wohin Politessen künftig die Knöllchen stecken sollen.


Die neue Fahrzeugklasse des Multi Sport Vehicle (MSV)

Mit dem Altea begründet Seat nicht nur die neue Fahrzeugklasse des Multi Sport Vehicle (MSV), sondern startet damit auch in ein neues Zeitalter. Der Altea ist der erste Seat, der seit der Integration der spanischen Marke in die Audi-Markengruppe im Jahr 2002 entwickelt wurde. Mitte letzten Jahres kam der neue Seat Altea in Deutschland auf den Markt. Mit neuer FSI Motorengeneration, neu konstruierter Federbeinvorderachse, die Mehrlenkerhinterachse, eine neue elektromechanische Servolenkung sowie die individuelle Klimaregulierung für Fahrer und Beifahrer. Hinzu kommt eine exklusive Seat-Entwicklung: Die gegenläufigen Scheibenwischer liegen unter den Blenden der A-Säulen.




Die Seitenlinie mit frechen Kanten und Sicken wirkt ebenso imposant und dynamisch wie das rundliche Heck. Keine Frage: Dieser Hintern begeistert. Allein die Lichtmodule für Nebel- und Rückfahrlicht tief in der Heckschürze wirken etwas verloren.


Mit dem Altea definiert SEAT die athletische Formensprache seiner zukünftigen Modelle

Die unverwechselbare Frontpartie mit ihren Luchsaugen sowie dem großen, in Chrom umrandeten Kühlergrill unterstreicht den selbstbewussten Auftritt. Die vom Spoiler über den Kotflügel aufsteigenden Linien fließen dynamisch zu den Fahrzeugseiten und profilieren eine Seitenansicht, die Design-Direktor Walter de´Silva auch für die zukünftigen Modelle festgelegt hat: Seat - auto emoción.

Auch beim neuen Altea blieb Seat seiner Linie treu, die Modelle nach einer Stadt in Spanien zu benennen. Altea ist eine Stadt an der Costa Blanca nahe Benidorm.

Jugendlich und frisch steht der Altea am Beginn seines Autolebens da und transportiert diese Gefühle auch mit seiner gekonnt forschen und selbstbewussten Formensprache. Aber auch konservativere Gemüter dürfte der Seat nach einiger Zeit durchaus positiv ansprechen. Eine weitere positive Überraschung bietet der Innenraum, er stellt sich doch hochwertig anmutend dem Auge des Betrachters und vermag dieses zu erfreuen.



Die Gestaltung des Bleches ist beim Altea von jeder Seite abwechslungsreich und beeindruckt immer wieder aufs Neue. Die animalisch anmutenden Scheinwerfer zeigen dem Vorausfahrenden schon im Rückspiegel, das sich hier kein braver Familien-Van nähert.


Karrosserie mit hoher Steifigkeit

Eine der herausragenden Eigenschaften der Struktur ist ihre Steifigkeit. Durch den Einsatz von Materialien zur Schallisolierung und Dämpfung bei fast allen Blechen werden Vibrationen und Torsionsbewegungen eliminiert. In dieser Hinsicht ist die Verstärkung des Seitenschwellers mit konstantem Profil eines der Schlüsselteile. Der Grad der statischen Steifigkeit liegt 25 Prozent über dem Normwert einer vergleichbaren Limousine, während die dynamische Steifigkeit eine Fahrt ohne störende Vibrationen garantiert. Die Torsions- und Querbiegungsfrequenz verbessert den Komfort im Innenraum erheblich.

Auch die restliche Verarbeitung des inneraums konnte voll überzeugen. Während der Fahrt klappert wirklich nichts.



Innenraum

Mit 4,28 Metern Länge, 1,77 Metern Breite und 1,57 Metern Fahrzeughöhe bietet der Altea komfortable Geräumigkeit auf allen fünf Sitzplätzen. Dabei kommt der Laderaum nicht zu kurz. Der doppelbödige Kofferraum hat ein Volumen von über 400 Litern. Der gute Eindruck setzt sich im Innenraum nahtlos fort. Auch im Innenraum geht es großzügig zu. Der Fahrer fühlt sich auf Anhieb wohl in dem charaktervollen Interieur, in dem runde und ovale Formen dominieren. Sonst haben die Spanier dem Altea für ein derartig konzipiertes Fahrzeug relativ wenig Variabilität im Innenraum gegönnt. So lässt sich zwar die Rückbank getrennt umklappen, mit der Sitzvielfalt seines Konzernbruders VW Touran vermag der Altea jedoch nicht aufzuwarten. Kein Ein- und Ausbauen der Sitze, kein Verschieben.

Das Platzangebot vorne und hinten ist gut. So eignet sich der Altea mehr als geräumiger Viersitzer. Zu fünft geht es im Fond recht eng zu. Die verarbeitete Materialien wirken hochwertig und das Design ist gelungen. Die Wabenstruktur im Armaturenbrett gefällt ebenso wie die Optik der griffigen, aber schweißtreibenden Sitzoberflächen. Die Sitze sind bequem und lassen sich für jede Körpergröße perfekt einstellen. Die Bedienelemente des Altea liegen gut im Blick.

Die im Stylance verbauten Sportsitzen schneiderte Seat sehr tailiert auf Figur mit ausgeprägten Wangen für perfekten Seitenhalt, den insbesondere fahraktive Fahrerinnen und Fahrer zu schätzen wissen. Die Sitze vermitteln generell einen sehr guten Halt gepaart mit Komfort, wenn auch die Sitzfläche etwas lang geraten ist. Hier hat man mehr an die groß gewachsenen gedacht, die im Altea keine Kompromisse eingehen müssen.

Auch die oft störende A – Säule trat bei keiner Fahrsituation negativ auf, so dass hier ein sehr gutes Sichtfeld gestaltet wurde.






Punkten kann der Altea wieder beim Kapitel Kofferraum. Hier wurde in Form eines doppelten Bodens ein sich vergrössernder Stauraum geschaffen und das sogar aufpreisfrei ab Werk. Ohne Umklappen der Rücklehnen nennt Seat 409 Liter, mit Umklappen 1320 Liter Ladevolumen. Gut: Robuste Verankerungen für das Gepäcknetz und kleine Haken für die Einkaufstaschen sind besonders im Alltag willkommene, weil praktische Detaillösungen.




Nicht weniger als 30 Mini-Staufächer

Während der Fahrer in die sportwagen-ähnlichen Rundinstrumente blickt, genießen die übrigen Mitfahrer das Riesen-Angebot an Ablagen und Staufächern. Die Fahrgäste im Fond erfreuen sich zudem an einer ausreichend dimensionierten Beinfreiheit. Erstaunlich ist auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Aufbewahrungsorte. Nicht weniger als 30 Mini-Staufächer hält der Touran-Konkurrent bereit. Brillen- und Handschuhfächer, Getränkehalter und Schubladen unter den Vordersitzen.



Zweizonen-Climatronic

Diese vollautomatische Klimaanlage wurde als Zweizonen-System ausgelegt. Fahrer und Beifahrer können dabei unabhängig voneinander ihr individuelles Klima einstellen. Die Climatronic ermöglicht einen Temperaturunterschied von bis zu zwei Grad. Alle weiteren Funktionen sind vollautomatisch. Die Steuersensoren und ein elektronisch geregelter Kompressor übernehmen die Temperaturkontrolle in den jeweiligen Fahrzeugbereichen. Ein Nachregeln bei wechselnden Außenbedingungen ist nicht notwendig. Zum hohen Komfort der Anlage trägt die Tatsache bei, dass die Intensität der Sonneneinstrahlung für die Fahrer- und Beifahrerseite ebenfalls separat ermittelt und in die Steuerung eingespeist wird.

Sicherheit mit sechs Airbags serienmäßig

Alle Altea-Modelle für den europäischen Markt sind mit sechs Airbags - Fahrer-, Beifahrer-, Seiten-, und Kopfairbags - ausgestattet. Der Altea mit einem umfangreichen Sicherheitspaket wie ABS, TCS und ESP sowie dem Bremsassistenten HBA zur optimalen Nutzung der Bremskraft ausgestattet. Für Fahrsicherheit und herausragendes Handling sorgen die neue elektromechanische Servolenkung sowie das neu konstruierte Fahrwerk in Verbindung mit der SEAT spezifischen "Agile Chassis" Technologie. Neu bei Swat ist auch die Anordnung der hinteren Bremssättel, die jetzt vor den Bremsscheiben montiert werden, um die Bremsstabilität zu optimieren.

Der Beifahrer-Airbag kann mit Hilfe eines Schlosses im Handschuhfach ein- und ausgeschaltet werden. Wenn auf dem Beifahrersitz ein Kleinkind in seinem Kindersitz transportiert wird, muss der Airbag immer abgeschaltet werden. Mit dem Zündschlüssel lässt sich das Schloss in die Position "off" derehen und eine Anzeige vor dem Beifahrersitz zeigt diese Einstellung durch Aufleuchten an.

Zur Verkürzung der Reaktionszeit im Falle eines Seitenaufpralls hat der Seat Altea Drucksensoren in den Türen. In Verbindung mit dem Beschleunigungssensor, der sich im Mitteltunnel, dem bestgeschützten Ort des Fahrzeug befindet, kann die Reaktionszeit der Sicherheitssysteme um 30 Prozent verkürzt werden. Wenn der Drucksensor einen Aufprall erkennt, lässt er diesen durch den Beschleunigungssensor bestätigen und das System zum Auslösen der Airbags wird in nur sieben Millisekunden aktiviert und bereits 20 Millisekunden später ist der Seitenairbag vollständig ausgelöst. Bei einem Aufprall schaltet das Steuergerät die Warnblinker und Innenbeleuchtung ein, öffnet die Türsperren und schaltet Kraftstoffpumpe sowie Motor aus.

Zahlreiche technische Neuerungen machen den Altea zum echten Hightech-Juwel


Sehr gut abgestimmtes Fahragiles Fahrwerk

Die Fahrwerksabstimmung ist den Seat-Ingenieuren überzeugend gelungen. Fahrdynamisch hat uns der Altea vollstens überzeugt. Eine gut gelungene Abstimmung des Fahrwerks sammelt hier ebenso Punkte, wie die elektromechanische Lenkung, die hier im Gegensatz zum Golf einen viel besseren Fahrbahnkontakt transportiert. Das Gefühl selbst zu fahren, bleibt beim Altea voll erhalten. Hinter dem Lenkrad gibt sich der Van sehr sportlich. Die elektromechanische Servolenkung des Seat arbeitet harmonisch, direkt und denkt für den Fahrer mit, so dass dieser jederzeit Herr der Lage bleibt.. Bei Seitenwind oder abfallenden Straßenrändern lenkt sie automatisch gegen. Diese Technik vom Konzernbruder Golf übernommen, auf dem der Altea basiert. Ebenso wie das sportliche Fahrwerk mit Mehrlenker-Hinterachse, das supersicher reagiert. Zudem fährt noch ESP in Serie mit, das den Seat auf Kurs hält, falls er auszubrechen droht.

Seitenneigung und Wankbewegungen - absolute Fehlanzeige. Einzig bei grenzseitiger Beladung wird es im Grenzbereich etwas unruhig.

 


Hervorzuheben ist die gute Straßenlage auch bei niedrigen Außentemperaturen und starkem Regen.
Dank "Agil-Fahrwerk" lässt sich der Altea mühelos durch anspruchsvolle, kurvenreiche Strecken steuern. Das elektronische Stabilitätsprogramm hat noch eine Neuerung zu bieten. Beim Betätigen der Bremse wird die Schwelle für den Einsatz von ESP begrenzt. Diese aktive Sicherheitsfunktion moduliert das Bremssystem automatisch und selektiv und wirkt auf jedes einzelne Rad, um ein Unter- oder Übersteuern zu unterbinden.


Die Bremsanlage zeichnet sich durch eine hervorragende Standfestigkeit, hohen Betätigungskomfort, kurze Ansprechzeiten sowie sehr kurze Bremswege aus. Den konstruktiven Widerspruch eines sehr schnellen Ansprechverhaltens der Bremsen bei gleichzeitig ausgezeichneter Dosierbarkeit löste die Entwicklungsmannschaft mit einem neuen Bremskraftverstärker.

Bei Einwirkung einer durchschnittlichen Kraft auf das Pedal wird eine gleichmäßige und progressive Verzögerung erreicht. Tritt man mit mehr Kraft , wird die Verzögerung entsprechend stärker und ab einem bestimmten Zeitpunkt nimmt die Bremskraft erheblich zu.


Motor und Getriebe

Ganz geschmeidig gelingen die Gangwechsel mit dem Sechsgang-Getriebe. Die flexible Auslegung verzeiht, wenn beispielsweise an Autobahnbaustellen das Zurückschalten vergessen wird. Im Seat sitzt der Knüppel wie bei einem Pkw im Mitteltunnel. Der Handschalter hat kurze knackige Wege, ohne sich in den Gassen unnötig aufzuhalten.

Vier Motorvarianten - wir fuhren den stärksten Benziner in Form des 2.0 FSI mit 110 kW/150 PS
Die Einführung dieses Motors mit einer Leistung von 110 kW ist ein Meilenstein in der Geschichte von SEAT, da die Marke erstmalig einen sequentiellen Benzin-Direkteinspritzer in die Motorenpalette aufnimmt. Dank dieser Technologie hat der 2,0 FSI-Motor einen Durchschnittsverbrauch von 7,7 l/100 km, was ein sehr niedriger und wettbewerbsfähiger Wert für einen Motor in dieser Leistungsklasse ist. Diese Technologie der Gemischaufbereitung wird durch die Direkteinspritzung des Benzins in den Zylinder charakterisiert.

Den Altea gibt es in 4 Motorvarianten vom 1.6 Liter Benziner mit 102 PS über die beiden Diesel Varianten mit 1.9 mit 105 PS und 2.0 Litern mit 140 PS bis zum 2 Liter Benziner mit 150 PS. Allesamt aus dem VW-Konzernregal.


Motor: Der 2.0 FSI ist ein sparsamer und zugleich leistungstarker Super-Plus Benziner


Die Zweiliter FSI- Version ist serienmäßig mit einem Sechsganggetriebe gekoppelt. Für den FSI ist zudem eine Sechsgangautomatik mit sequenzieller Tiptronic, für den 2.0 TDI die neue direkt schaltende Sechsgangautomatik DSG verfügbar. Die Kombination von 150 PS und Sechsgang-Handschalter passt hervorragend zum Toledo. In 9,6 Sekunden beschleunigt er den Toledo von 0 auf 100 km/h und bis auf eine Spitze von 206 km/h. Dass er sich dafür mit nur etwas mehr als 8,2 Liter Super Plus auf 100 Kilometern bescheidet hat uns sehr überrascht.

Der FSI Motor arbeitet mit einem höheren Verdichtungsverhältnis (11,5:1), was die Motorleistung erhöht. Außerdem senkt die direkte Einspritzung durch den geringeren Wärmeeintrag in die Bauteile den Verbrauch.

Die Geschwindigkeit der Gemischverbrennung wird durch eine Tumbelklappe im Ansaugtrakt beeinflusst, da diese den Durchfluss der Ansaugluft bei niedrigen und mittleren Drehzahlen reduziert. Die Tumbelklappe produziert Walzenströmung nur im Leerlauf und teilweise in der Teillast. Tumble wird verursacht um die gewünschten Verwirbelungen im Zylinderinnenraum zu beschleunigen. Hinzu kommt die spezielle Muldenform des Kolbenbodens.

Die beschleunigte Verbrennungsgeschwindigkeit bringt mehr Leistung und erlaubt dank der höheren EGR-Verträglichkeit eine Abstimmung mit höheren Abgasrückführungsraten und somit einen geringeren NOx-Ausstoß. Außerdem ergeben sich ein besseres Ansprechverhalten und eine bessere Anbindung an die Schubphasen.

Andererseits ermöglicht die Kombination eines variablen Einlasssystems mit einem zweistufigen Schaltsaugrohr (langer Weg bei niedrigen Drehzahlen und kurzer Weg bei hohen Drehzahlen) einen optimalen Füllungsverlauf und damit ein hohes Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich.

Zu einem späteren Zeitpunkt folgt übrigens als Topmotorisierung der 2.0 TFSI, ein Vierzylinder mit Turbolader und Ladeluftkühler, der aus dem Audi A3 Sportback bekannt ist und 147 kW/200 PS leistet.


Altea pilotierte erfolgreich einen neuen innovativen Entwicklungsprozess

Das Altea Projekt durchlief einen vollkommen neuen Prozess, bei dem nur eine Prototypphase durchgeführt wurde. Ermöglicht wurde dies durch virtuelle Entwicklungstechniken, beispielsweise bei der Berechnung und Simulation von Fertigelementen. Anhand digitaler Modelle kann analysiert werden, ob die jeweilige Lösung den Anforderungen entspricht und auch realisierbar ist.

  Mit diesen virtuellen Prototypen werden verschiedene Experimente am Rechner durchgeführt. Beispielsweise Arbeitsmodi und Interaktion von Bauteilen, das Verhalten des Ganzen, Steifigkeit, Akustik, Ergonomie, Aerodynamik oder Crash-Tests sowie Testläufe für die Entwicklung des Fußgängerschutzes.


Erst nach der virtuellen Validierung wird der erste physische Prototyp gebaut, anhand dessen die Tauglichkeit der virtuellen Konstruktion überprüft werden kann. Danach läuft die Herstellung der ersten Exemplare der Vorserie an, die dann in die Serienproduktion mündet.


Die Frontpartie mit ihren Luchsaugen sowie dem großen, in Chrom umrandeten Kühlergrill,
in dessen Zentrum selbstbewusst das Markenlogo thront



FAZIT

Der Altea leitete eine mutige optische Trendwende ein. Futuristisch rund, verkörperte er die geballte Kraft eines Design-Neuanfangs Seats unter Walter de Silva. Nach unseren Fahrbericht lässt sich konstatieren, dass hier nicht wegen eines günstigen Preises gespart wurde, sondern dass sich hier eine Entwicklung hin zur Qualität durchgesetzt hat. Der Seat Altea hält das was das Design verspricht. Grosse Schwächen hat er nicht. Die Entwickler haben es mit der Variabilität des Spaniers im inneraum nicht übertrieben. Ansonsten ein spanischens Auto mit südländischem Design aber ansonsten sehr deutschen Tugenden.

Der Seat Altea setzt auf Dynamik und Design im Segment der Kompaktvans. Ob er damit seine direkten Konkurrenten Ford Focus C-MAX, Renault Scénic und VW Touran überflügeln kann wird letzlich die Käufergunst entscheiden. Die hierzu notwendigen Attraktivitätsgene zur Verführung besitzt er auf jeden Fall.

Das neue MSV-Fahrzeugkonzept des Seat Altea verbindet aufregend innovatives Design mit sportlicher Ausstattungsnote, sehr agilen Fahrleistungen und souveränem Handling. Lenkung, Fahrwerk, Bremsen sind auf dem Niveau einer Top-Limousine.

Der Altea dürfte auf Grund seiner Konzeption nicht nur die jüngeren Käuferschichten ansprechen. Zwar hat Seat hier ein Auto geschaffen, das den Anspruch nach Dynamik und Sportlichkeit erfüllt, aber dann wenn Kinder dazukommen, auch mit seinen praktischen Seiten zum Tragen kommt. Die älteren Käuferschichten dürften vor allem das bequeme Einsteigen ansprechen.
 

Die Preise beginnen bei 16 890 Euro für den Altea 1.6 Reference und enden bei 24 270 Euro für den Altea 2.0 TDI mit Sechsgang-DSG.

Technische Daten Seat Altea 2.0 FSI
Motor 2,0 FSI
Hubraum 1998ccm
Getriebe Sechsgang Handschalter
Antrieb Frontantrieb
(Test)Durchschnittsverbrauch 8.3 Liter
Leistung 110 kW (150 PS)
max. Drehmoment 200 Nm bei 3500 U/min
Haftflicht- / Voll- / Teilkasko 15 / 17 / 18
Länge/Breite/Höhe 4488/1840/1497 mm
Kofferraum 409 Liter; 1320 Liter umgeklappt
Leergewicht/Zuladung 1375 kg / 595 kg
Serienbeifen 225/45 R 17
0-100 km/h 9,6 s
Höchstgeschwindigkeit 206 km/h
Preis ab ab 21.770,- Euro
 




 



Mit dem Altea XL erweitert Seat die Baureihe um eine zusätzliche Karosserievariante..


 

Auto emoción: Der SEAT Altea definiert eine neue Fahrzeuggeneration und feiert seine Weltpremiere auf dem Automobilsalon 2004 in Genf...


Weitere Informationen unter: www.seat.de
 

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