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Vorstellung
Das kalifornische Unternehmen Tesla Motors bringt 2007 einen sportlichen Roadster mit bulligem Elektroantrieb

 
  • 7000 Lithium-Ionen-Akkuzellen
  • 185 kW/252 PS und in etwa vier Sekunden auf 100 km/h
  • 402 Kilometern Reichweite - Tankfüllung für knapp 3 Euro
  • Kostet ca. 70.000 Euro
 



Fährt der Sportwagen der Zukunft emissionsfrei mit Strom ?

Tesla Motors, der erste Autohersteller Kaliforniens, ist der Hoffnungsträger im Silicon Valley. In nur zweieinhalb Jahren hat das junge Unternehmen mit dem vergleichsweise winzigen Budget von nur 60 Millionen Dollar das Wunder vollbracht einen Sportwagen mit Elektroantrieb zur Serienreife zu entwickeln. Wie der Hersteller in San Carlos mitteilte, wird der Tesla Roadster von einem 185 kW/252 PS starken Elektromotor angetrieben. Der mit der Unterstützung von Experten des Sportwagenherstellers Lotus gestylte Zweisitzer schafft den Paradesprint auf 100 km/h in nur 4,2 Sekundenr. Selbst der Supersportwagen Porsche Carrera GT ist nur ganze drei Zehntel Sekunden schneller.

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Tesla-Roadster ist kein Spielzeugauto

Der Tesla Roadster soll Motorsport-Fans mit Benzin im Blut eines Besseren belehren und stattdessen mit einem elektrisierenden Fahrgefühl nichts vermissen lassen. Mit dem Elektro-Roadster sagen die kalifornier jenem Klischee dem Kampf an, das Elektroautos in die Kategorie "langweiliges Öko-Auto" einstuft. Inzwischen ist die Technik jedoch ein ganzes Stück weiter. Aufgrund des steigenden Bedarfs an immer leistungsfähigeren Akkus etwa für Laptop-Computer und Mobiltelefone hat sich die Kapazität der aufladbaren Stromspeicher in den vergangenen Jahren bei sinkenden Preisen druch den technologischen Fortschritt deutlich verbessert. Wenn man diese Akkus nutzen könnte, so das Kalkül des Herstellers, wäre man das Reichweitenproblem los, ohne selbst groß in Technik investieren zu müssen. Für den beeindruckenden Vortrieb und eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h sorgt ein 248 PS starker Elektromotor. Seine Energie zieht der Motor aus einem Akku-Pack, daß aus sage und schreibe 6.831 wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus besteht. Vor allem an der Batterietechnik. Mit dem Einkauf handelsüblicher Akkus war es nicht getan. Die größte Herausforderung: die empfindlichen, leicht entzündlichen Stromspeicher so zusammenzufügen, dass sie nicht explodieren oder dem Fahrer bei einem Unfall tödliche Stromschläge verpassen.

Die modernen Lithium-Ionen-Akkumulatoren sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte nicht ohne Risko. Die Tesla-Ingenieure lösten das Problem, indem sie jede einzelne Zelle zwecks Kühlung ummantelten und zusätzlich an einen Kühlkreislauf montierten.

Eine Tankfüllung für 2,5 US-Dollar

Mit einer Ladung kommt der Roadster bei zurückhaltender Fahrweise immerhin etwa 400 Kilometer weit. Die Akkus können laut Tesla Motors in 3,5 Stunden geladen werden. Die Vollladung ermöglicht eine Reichweite von 402 Kilometern. Dabei wird ähnlich wie bei einem Hybridfahrzeug die Bremsenergie zurückgewonnen und zurück in den Akku gespeichert. Die Zellen wiegen 500 Kilogramm und werden im Tesla-Roadster in einer durch Crashsstrukturen geschützten Box hinter dem Innenraum untergebracht. Die Zellen sollen eine Lebensdauer von rund 160.000 Kilometern haben.

Die Konzeption soll ideal für Kurztrips am Tag sein. In der Nacht wird das Auto ans Stromnetz gehängt. Das Aufladen an der heimischen Steckdose über eine Mini-Elektrotankstelle, die in der Garage der Besitzer ans Stromnetz angeschlossen wird, dauert etwas mehr als drei Stunden und kostet beim derzeitigen Strompreis in Kalifornien nur etwa 2,50 Dollar. Der Verbrauch an Strom beträgt im Stadtverkehr umgerechnet - bezogen auf den Energiegehalt von Benzin nur 1,74 Liter auf 100 km. Da kommt kein konventionelles Auto mit.

   
   


Elektropower mit einer Höchstdrehzahl von 13.500 Umdrehungen pro Minute

Schon bei 2.000/min soll der aus Taiwan stammende Rotationsmotor sein maximales Drehmoment entwickeln, die Höchstdrehzahl liegt bei 13.500/min. Für die Kraftübertragung reichen dem Tesla zwei Vorwärtsgänge. Ein Kupplungspedal ist überflüssig.


Plattform kommt von Lotus

Auch wenn der 3,95 Meter lange und 1,13 Meter hohe Zweisitzer ein Auto für "umweltbewusste Kunden" sein soll, gibt es einigen Komfort an Bord: Neben zwei Airbags, ABS und Traktionskontrolle gehören auch eine Klimaanlage, Sitzheizung sowie elektrische Fensterheber zur Serienausstattung.

Ähnlich unkonventionell wie die Gründung von Tesla Motors verlief die Suche nach einem Unternehmen, das die Autos im Auftrag fertigen konnte. Entwicklung und Produktion erfolgen in Kooperation mit dem britischen Sportwagenhersteller Lotus.
Das Auto ist eng mit dem Lotus Elise verwandt.

Trotz der beachtlichen 1.300 Kilogramm, die der Wagen bei knapp vier Metern Länge auf die Waage bringt, sorgt der Elektromotor der von einer Reihe von Hochleistungsakkus gespeist wird für eine Leistung von über 240 PS, die den smarten Boliden in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen sollen. Ein wenig skurril mag es ja schon erscheinen, dass der Tesla Roadster im herkömmlichen Sinne über keinen Verbrennungsmotor verfügt. Hier ist Umdenken angesagt.

Gründungserfolge

So bemerkenswert wie das Auto ist seine Entstehungsgeschichte. Die Geschichte von Tesla Motors erzählt von einem Elektrotechnik-Ingenieur, der in der Computerbranche zu viel Kapital kam und eines Tages aus Spaß und Neugier beschloss, einen Elektro-Sportwagen zu entwerfen. Einfach so, ohne jegliche Erfahrung in der Automobilbranche und ohne Spezialkenntnisse. Gegründet wurde Tesla Motors von Multimillionär Martin Eberhard, dessen Vater für den US-Baukonzern Bechtel arbeitete. Martin Eberhard gründete gleich nach dem Studium die Computerfirma Network Computing Devices, die er 1992 an die Börse brachte. Mit einem Teil dieser Einnahmen gründete der Autoliebhaber in Palo Alto gleich das neues Unternehmen NuvoMedia. NuvoMedia konnte dann im Frühjahr 2000 für 187 Millionen Dollar an den Wettbewerber Gemstar weiterveräußert werden.

   


Tesla Roadster
hat das Zeug zu einem Lehrstück für Innovation made in USA

Tesla - deren Slogan "Burn rubber, not gasoline" lautet - möchte von Silicon Valley aus die gesamte Autobranche gehörig aufmischen. Eberhards Finanziers gehören die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin, der Ebay-Milliardär Jeff Skoll sowie der Hyatt-Vorstandschef und Hotelerbe Nick Pritzker. Hollywood-Star George Clooney soll nicht lange gezaudert haben und stellte nach einer Testfahrt gleich einen Scheck über den vollen Kaufpreis aus. Gezahlt werden muss bei Tesla übrigens sofort, noch vor der Auslieferung des Autos. Der neue Roadster soll bereits Mitte 2007 in Serie gehen. Allerdings wenn auch vorerst nur in geringer Stückzahl. Die sportliche Variante von Tesla Motors soll aber nur den Auftakt darstellen. Es ist eventuell auch ein Viertürer geplant , sofern der rund 70.000 Euro (100.000 US-Dollar) teure Roadster erfolgreich ist. Und das könnte eventuell nicht nur aufgrund des Exterieurs gelingen. Der gespannten Beoachtung durch die Massenhersteller können sich die Kalifornier sicher sein. Über eine Markteinführung in Europa ist derzeit noch nicht entschieden.

Weitere Informationen unter: www.tesla-motors.com


 


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