Detroit Auto Show
Konzeptstudie
Volvo C30 gibt schon einen sehr seriennahen Ausblick auf
Volvos Ambitionen in der Kompaktklasse
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- Zweitürer auf S40-Basis
mit vier Sitzen und Glas-Heckklappe
- Noch 2006 wird Volvo
seine Modellpalette nach unten ausbauen
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Angriff in der Kompaktklasse
Die skandinavische Ford-Tochter Volvo greift an und zwar
in der Kompaktklasse an. Einen schon recht seriennahen Eindruck
des künftigen C30 vermittelt eine Studie, die die Schweden
derzeit auf der Detroit Auto Show präsentieren.
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Das zweifarbig lackierte Ausstellungsstück
mit mächtigen 19-Zoll-Rädern, üppigen Stoßfängern und einem
Fünfzylinder-Turbomotor mit 260 PS unter der Haube macht
zwar auf Kraftbolzen, doch unter der rasanten Schminke steckt
schon das Serienauto, das gegen Ende dieses Jahres auf die
Straßen rollen wird. Der C30 wird sich bis zur Markteinführung
gegen Ende des Jahres nur noch marginal verändern. Der zweitürige
Sportkombi bringt viele neue Ideen in den Club der "Golfklasse".
Volvo folgt damit den Beispielen der etablierten deutschen
Herstellern wie BMW oder Mercedes, die inzwischen auch in
den kleineren Fahrzeugklassen mit eigenen Automodellen präsent
sind. Der C30 spielt für die Schweden eine wichtige Rolle
in dem Vorhaben, den Fahrzeugabsatz auf mindestens 600.000
Einheiten pro Jahr zu steigern.

Bild oben: Der neue kleine Volvo nutzt die Plattform des
S40
Schweden-Golf kommt noch dieses Jahr
Volvo ist es vortrefflich gelungen, bei dieser Studie die
aktuelle Markenmerkmale wie etwa die auffällige Gürtellinie
oder die markant-klobige Frontpartie mit Interpretationen
aus der Historie im C30 zusammenzuführen. Der Zweitürer
auf S40-Basis mit vier Sitzen und Glas-Heckklappe präsentiert
sich in kontrastreicher Zweifarb-Ausführung und zitiert
Elemente des legendären "Schneewittchensargs"
P 1800 ES ebenso wie der 2001 vorgestellten Studie "Volvo
Safety Concept Car" (SCC). Auch der C30 hat eine gläserne
Heckklappe, über die ein Gepäckabteil erreicht wird, das
sich durch Umklappen der beiden Einzelsitze im Fond vergrößern
lässt. Von dem Volvo P 1800 ES wurden damalig zwischen 1971
und 1973 kaum 800 Exemplare gebaut.
Das Design der Studie prägt
eine eher konservative, Volvo-typische Frontpartie mit Rechteck-Scheinwerfern
und einem breiten, niedrigen Kühlergrill. In der Seitenansicht
sollen ausgeprägte Radhäuser, eine nach hinten abfallende
Dachlinie und die "bootsartige Kontur" der Fahrerkabine
Dynamik vermitteln. Die ausgeprägten Rundungen der hinteren
Schulterpartie werden durch die Form der gläsernen Heckklappe
und ein hufeisenförmiges Muster in der Heckleuchtengrafik
betont.
Der neue kleine Volvo nutzt die Plattform des S40, der weiderum
eng mit dem Focus der Mutter Ford verwandt ist. D.h. Frontantrieb
mit quer eingebauten Motoren und aufwändiger Mehrlenkerhinterachse.
Fahrdynamisch garantierte die Ford bislang immer ausgezeichnete
Fahreigenschaften.

Bild
oben: C30 in Heckansicht. Die
Auspuffendrohre lugen links und rechts aus einem gelochten
Diffusor-Blech heraus.
Mini-Kofferraum
Mit 4,24 Metern Länge und 1,78 Meter Breite ist der C30
praktisch genauso lang wie der 1er und 23 Zentimeter kürzer
als der Volvo S40. Der Kofferraum wird somit naturgemäß
sehr klein ausfallen, was nicht nur mit der Fahrzeugklasse
zu tun hat, sondern auch damit, dass Volvo herausgefunden
haben will, dass die angepeilte Zielgruppe - junge, beruflich
erfolgreiche, kinderlose, designorientierte und "urban
geprägte" Menschen - dort sowieso meist nur Aktenkoffer
oder Sporttaschen verstauen wird. Wer mehr transportieren
möchte, muss auf die Hecksitzplätze verzichten und die Rücksitze
umklappen. Für den Fall der Fälle lassen sich aber natürlich
die Rücksitze einzeln umklappen.
Surroundsound-Hifi-Anlage
Eine hochwertige Audioanlage mit Hochleistungsverstärker
(5x130 Watt) und Zehnfach-Lautsprechersystem soll mit Surround-Technik
eine Konzertsaal-Atmosphäre schaffen.
Das Interieur weitgehend
seriennah
Im Innenraum orientiert sich Volvo beim C30 an seine Mittelklasse-Baureihe
(S40, V50). Hier wurde die markante Mittelkonsole auf der
alle Bedienelemente für Musik- und Klimaanlage, Navigation
und Telefon versammelt sind auf den neuen Volvo adaptiert.
Das Interieur der Studie scheint stärker noch als das Außendesign
bereits weitgehend seriennah. Zwei Rundinstrumente mit jeweils
einer weiteren kleinen integrierten Analoganzeige und die
aus S40/V50 bekannte, sehr dünne Mittelkonsole sind die
Zutaten. Der Bildschirm für das Navigationssystem klappt
oben aus dem Armaturenbrett heraus, wie man es etwa auch
vom S40/50 kennt.
Bild
oben: as Interieur der Studie scheint stärker noch als das
Außendesign bereits weitgehend seriennah
Motor und Fahrwerk
Als Antriebsquelle dient dem
Messeauto ein 2,4-Liter-Fünfzylinder mit Turboaufladung,
der 260 PS und 350 Newtonmeter (2.100-5.000 Umdrehungen)
bereitstellt. Nach Volvo-Angaben soll die Bestzeit für den
Spurt von Null auf 100 km/h bei 6,0 Sekunden liegen. Die
Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 Sachen begrenzt. Weitere
Besonderheiten der Studie, die so naturgemäß nicht in Serie
gehen werden, sind 19-Zoll-Aluräder mit 225/35er-Bereifung,
eine Bremsanlage vom italienischen Spezialisten Brembo und
ein aufwändiges Soundsystem mit u.a. zehn Lautsprechern,
Surround-Technik und 5x130 Watt Leistung.
Fazit: Die Eroberungstaktik
des C30 ist von den Schweden geschickt gegen die Mitbewerber
ausgerichtet. Das Design des coupéhaften kleinen "Schwedengolf"
ist innovativ und könnte sich durchaus seinen Marktanteil
ggü. direkten Mitwettbewerbern wie den Audi A3 oder dem
des polarisierenden 1er BMWs erorbern.