Der neue CrossGolf startet
durch
Mit einer um 20 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit und
SUV-Designelementen feierte der VW Cross Golf eben noch
auf dem Automobilsalon in Paris seine Weltpremiere und nun
steht er schon bei den Händlern. Wir haben ihn in Zürich
ausführlich fahren können.
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Mit dem CrossGolf bringen die Wolfsburger ab dem 2. Februar
2007 nach dem höchst erfolgreichen CrossPolo nun ein
zweites Fahrzeug der erfolgreichen Modelllinie mit Offroad-Optik
auf den Markt.
Der praktische FamilienVan
Golf Plus bekommt jetzt seinen coolen Auftritt als CrossGolf
Für die Konzeption des CrossGolf ist VW Individual,
die unternehmenseigene Division für Veredlung und Spezialfahrzeuge,
verantwortlich und postioniert den neuen zwischen CrossPolo
und den im Frühjahr startenden CrossTouran. Zielsetzung
war, ein individualisiertes Auto für jene Kundengruppe
zu komponieren, denen ein herkömmlicher GolfPlus zu
bieder und ein CrossPolo zu klein geraten ist. Das Konzept
wurde analog dem CrossPolo angelegt: Bereits die pure Optik
soll schon Offroad-Phantasien wecken. Der CrossGolf basiert
auf dem Golf Plus und soll nun die Lücke zwischen SUV
und Kompakt-Van schließen. Marktforscher haben herausgefunden,
dass ein Großteil der SUV-Käufer eher auf die
Sicherheit und robuste Solidität ausstrahlende Optik
sowie die erhöhte Sitzposition eines Geländewagens
Wert legen, als auf die echten Offroad-Möglichkeiten,
mit ihrem Gefährt auch mal abseits befestigter Straßen
unterwegs sein zu können. Das Abenteuer findet eher
im Kopf statt

CrossGolf
möchte mit SUV-artiger Optik neue Zielgruppe erschließen
Dritte Derivat der Golf-Baureihe
Der neue CrossGolf sticht aus der Menge, nicht zuletzt durch
seine Aufbauhöhe. Wer jedoch auf echte Offroad-Attribute
wie beispielsweise einen Allrad-Antrieb hofft, findet die
bei diesem Fahrzeug nicht. Den CrossGolf gibt es vorerst
generell ausschliesslich frontgetrieben, verfügt aber
dank dem Schlechtwegefahrwerk über 20 Millimeter mehr
Bodenfreiheit. Mit der serienmäßigen Dachreling
scheint er seinen Bruder Golf Plus deutlich zu überragen,
tatsächlich sind es aber nur drei Zentimeter. Der Cross
Golf verfügt serienmäßig über seitliche
Beplankungen an Radhäusern, Türen und Schwellern,
die Lack und Blech vor Steinschlägen schützen.
Markante Stoßfänger vorn und hinten mit angedeutetem
Unterfahrschutz (lackiert in Silber) und ein Schlechtwegefahrwerk
mit 20 Millimeter höherer Bodenfreiheit sowie 17-Zoll-Räder
von BBS garantieren einen optisch starken Auftritt. Durch
die im Vergleich zum klassischen Golf um etwa zehn Zentimeter
erhöhte Sitzposition verbessert sich die Übersicht
im Stadtverkehr deutlich.



Kombination aus SUV und
MPV - aber im Kern ganz Golf
Der neue CrossGolf möchte eine Brücke zwischen
SUV- und MPV-Welt schlagen. Das Kürzel SUV (Sport Utility
Vehicle) bezeichnet gegenüber den traditionellen Geländewagen
eine "zivilere"Ausführung. Mit dieser Fahrzeugart
teilt sich der Cross Golf die Nehmerqualitäten der
Karosserie und des modifizierten Fahrwerks. MPV bedeutet
Multi Purpose Vehicle und steht für einen Van. Beim
CrossGolf verschmelzen die Nehmerqualitäten eines kompakten
SUV und die Vielseitigkeit eines kleinen MPV zu einem neuen
Crossover-Modell. Der Cross-Golf pfeift auf typische SUV-Kennzahlen
wie Rampenwinkel oder Wattiefe und begnügt sich mit
der Rolle eines Großstadt-Cowboys. Einen direkten
Konkurrenten hat der CrossGolf in seiner Klasse bisher noch
nicht.
Der neue CrossGolf basiert
auf dem Golf Plus Sportline mit den Anleihen eines Geländewagens.
Betrachtet man den CrossGolf als Ausstattungspaket, so kostet
es im Vergleich zum Golf Plus Sportline 2100 Euro Aufpreis.
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Interieur
Auch im Innenraum werden Akzente gesetzt: Innenraum auf
Basis des Golf Plus bietet hohe Variabilität, frische
Farben und starke Ideen im durchdachten Interieur. Sportsitze
und Türverkleidungen in modischem Design gesellen sich
zu griffigem Dreispeichen-Lederlenkrad und Applikationen
in Aluminium-Optik. Eine Klimaanlage und die praktische
längs verschiebbare Rücksitzbank zählen darüber
hinaus ebenso zur Serienausstattung wie ESP und sechs Airbags.
Die serienmäßigen Sportsitze unterstützen
gut im Schulter- und Beckenbereich, gegen Aufpreis sind
sie sogar mit Alcantara erhältlich.
Ohne Aufpreis dagegen der sportive Look des Cockpit. Silberapplikationen
an Lüftungsdüsen und Mittelkonsole signalisieren
deutlioch, dass der CrossGolf etwas ganz besonderes sein
möchte. Durch die um bis zu 16 Zentimeter längs
verschiebbare Rückbank, ist das Platzangebot im Fond
variierbar. Je nach Position beträgt das Kofferraumvolumen
395 bis 505 Liter. Zudem lässt sich die Lehne in mehreren
Stufen in der Neigung verstellen. Wird sie komplett umgeklappt,
stehen bis zu 1.450 Liter Stauraum mit ebener Ladefläche
zur Verfügung. Unter dem nach oben klappbaren Kofferraumboden
befindet sich ein zusätzliches Utensilien-Fach.
Die Grundausstattung des
VW CrossGolf basiert auf der Sportsline-Variante des Golf
Plus
Die Grundausstattung des VW CrossGolf enthält ohne
Aufpreis unter anderem ein Lederlenkrad, Sportsitze mit
integrierten Schubladen unter den Sitzflächen, Klimaanlage
und ein kühlbares Handschuhfach. Im CrossGolf kommen
die bereits erwähnten 17-Zoll-Räder von BBS, Nebelscheinwerfer
und Schlechtwegefahrwerk hinzu. Sehr praktisch ist die optionale
230-Volt-Steckdose im Fond. So können auf großer
Fahrt Handy, Notebook oder Ähnliches geladen werden.
An den Lehnen der Vordersitze befinden sich Klapptische
mit Getränkehalter. Gegen Aufpreis sind für das
neue Golf-Modell beispielsweise eine iPod-Vorbereitung,
eine DVD-Anlage für die Rücksitze, Parksensoren
und Bi-Xenon-Scheinwerfer erhältlich.

Vier Motoren mit
einem Leistungsspektrum von 102 PS bis 140 PS
Für den Antrieb stehen vier Motoren zur Verfügung.
Den Einstieg bilden ein 1,6-Liter-Ottomotor mit 75 kW/102
PS und ein Selbstzünder mit 77 kW/105 PS. Zudem wird
der doppelt aufgeladene 1,4-Liter-TSI-Motor mit 103 kW/140
PS angeboten. Ferner ein gleich starker Diesel mit zwei
Litern Hubraum. Die noch stärkeren 170 PS starken TDI-
und TSI-Triebwerke aus dem VW-Regal wird es im CrossGolf
leider nicht geben.
Besonderes Interesse galt
den neuen TSI-Benzindirekteinspritzern. Dank doppelter Aufladung
(TwinCharge) per Kompressor und Turbolader zeigt der TSI
eine drehmomentstarke und ausgewogene Laufcharakteristik
über ein breites Drehzahlband. Hauptvorteil ist aber
sein genügsamer Benzindurst. Wie die beiden mit Partikelfilter
ausgestatteten TDI können TSI-Varianten optional mit
dem Doppelkupplungsgetriebe DSG bestellt werden. Wirklich
überzeugen konnten die
beiden Topversionen 2.0 TDI und 1.4 TFSI. Die Handschaltung
überzeugt mit kurzen, präzisen Schaltwegen und
ist optimal auf den Motor abgestimmt. Noch besser ist es
aber in der Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe
DSG. Der TSI und beiden TDI können optional mit dem
Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet werden.




Fahreigenschaften
Kaum Überraschungen zeigt
der Cross Golf bei Fahrwerk und Technik. Wie alle Golf hat
auch der CrossGolf das elektronische Stabilitätsprogramm
ESP samt Gegenlenkfunktion und Gespannstabilisierung, ABS
und Bremsassistent serienmäßig an Bord. Sechs
Airbags zählen ebenfalls zur Serienausstattung. Das
beim CrossGolf zum Einsatz kommende Schlechtwegefahrwerk
hat eine im Vergleich zum Golf Plus etwas härtere Federung.
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DVD für den Fondplätze. Die Bedienelemente
sind unterhalb der Lüftungsdüsen in der Mittelkonsole
untergebracht. |
Darunter leidet zwar der der
Komfort, aber das tut der Fahrfreude - sportlich straff
wie ein Coupé - letztlich keinen Abbruch. Selbst
die flachen 45er Niederquerschnittsreifen ändern daran
nichts. Grund für das straffere Auslegung des Fahrwerk
ist die stärkere Wankneigung bedingt durch die höhere
Karosserie. Das Fahrwerk läßt sich immer noch
als ausgewogen bezeichnen. Obwohl die Lenkung etwas direkter
sein könnte, läßt sich dem CrossGolf ein
perfektes Handling bescheinigen.
Im Grenzbereich schiebt der Cross Golf leicht beherrschbar
über die Vorderräder.
| Technische
Daten VW Cross Golf 1.4 TSI DSG |
| Hersteller: |
Volkswagen |
| Typ: |
CrossGolf |
| Karosserie: |
Kompaktwagen |
| Motor: |
Vierzlyinder-Direkteinspritzer |
| Hubraum: |
1.390
ccm |
| Leistung: |
103
kW/140 PS |
| Drehmoment: |
220
Nm |
| Von 0 auf
100: |
9,5
s |
| Höchstgeschwindigkeit |
195
km/h |
| Verbrauch
(ECE): |
7,3
Liter |
| CO2-Ausstoß: |
174
g/km |
| Kraftstoff: |
Benzin
Super / 95 Oktan |
| Kofferraumvolumen: |
395
Liter/1.450 Liter |
| Reifen |
Bereifung
rundum 225/45 ZR 17
Felgen rundum 7 x 17 |
| Typklasse |
14
HP/18 VK/22 TK |
| Normverbrauch
l/100km: |
7,8
Liter |
| Preis
in EUR |
26.749,36 |
Den Einstieg in die CrossGolf-Palette
markiert für 22.851 Euro die Variante mit 102 PS starkem
Benziner-Motor. Das von uns getestete Modell mit 1,4-Liter-TSI-Motor
und einer Leistung von 140 PS kostet 26.749 Euro. Vergleicht
man den Preis mit dem des Golf Plus Sportsline mit ähnlicher
Ausstattung, ergibt sich laut VW ein Preisvorteil von 2.100
Euro.
| Modell |
Preis
in EUR |
| VW
Cross Golf 1.6 |
22.851,08 |
| VW
Cross Golf 1.4 TSI |
25.031,03 |
| VW
Cross Golf 1.4 TSI DSG |
26.749,36 |
| VW
Cross Golf 1.9 TDI |
25.543,97 |
| VW
Cross Golf 1.9 TDI DSG |
27.595,70 |
| VW
Cross Golf 2.0 TDI |
27.800,86 |
| VW
Cross Golf 2.0 TDI DSG |
29.519,18 |


Fazit: Leider fehlt
auch dem CrossGolf ein Allradantrieb. Ein CrossGolf 4Motion
würde technisch das optische Versprechen einlösen.
Aber Volkswagen hat mit dem Erfolg des CrossPolo bewiesen,
dass sich auch für die Nische "Offroad-Optik ohne
Geländetauglichkeit" Kunden finden lassen. Und
zwar weitaus zahlreicher als urprünglich gedacht. So
wird sich das neueste Modell CrossGolf neben dem demnächst
auch erhältlichen CrossTouran aller Voraussicht nach
mindestens genauso gut verkaufen lassen wie der kleine Bruder
CrossPolo. Auch VW-Käufer sind eben bereit, etwas mehr
auszugeben, wenn sie dafür ein individuelleres Auto
bekommen.

Weitere Informationen unter:
www.volkswagen.de
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