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Fahrbericht
Nur Abenteuer im Kopf: CrossGolf im Kurztest
Kompaktvan im SUV-Look auf Basis des Golf Plus

 
  • "Cross" steht bei VW für vielseitige Konzepte
  • Ausstattung basiert auf Golf Plus Sportsline
  • Variablen und geräumiger Innenraum
  • 102 PS ab 22.851 Euro
 


VW CrossGolf: Als SUV verkleidet in erster Linie optisch geländetauglich

Der neue CrossGolf startet durch

Mit einer um 20 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit und SUV-Designelementen feierte der VW Cross Golf eben noch auf dem Automobilsalon in Paris seine Weltpremiere und nun steht er schon bei den Händlern. Wir haben ihn in Zürich ausführlich fahren können.

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Mit dem CrossGolf bringen die Wolfsburger ab dem 2. Februar 2007 nach dem höchst erfolgreichen CrossPolo nun ein zweites Fahrzeug der erfolgreichen Modelllinie mit Offroad-Optik auf den Markt.

Der praktische FamilienVan Golf Plus bekommt jetzt seinen coolen Auftritt als CrossGolf

Für die Konzeption des CrossGolf ist VW Individual, die unternehmenseigene Division für Veredlung und Spezialfahrzeuge, verantwortlich und postioniert den neuen zwischen CrossPolo und den im Frühjahr startenden CrossTouran. Zielsetzung war, ein individualisiertes Auto für jene Kundengruppe zu komponieren, denen ein herkömmlicher GolfPlus zu bieder und ein CrossPolo zu klein geraten ist. Das Konzept wurde analog dem CrossPolo angelegt: Bereits die pure Optik soll schon Offroad-Phantasien wecken. Der CrossGolf basiert auf dem Golf Plus und soll nun die Lücke zwischen SUV und Kompakt-Van schließen. Marktforscher haben herausgefunden, dass ein Großteil der SUV-Käufer eher auf die Sicherheit und robuste Solidität ausstrahlende Optik sowie die erhöhte Sitzposition eines Geländewagens Wert legen, als auf die echten Offroad-Möglichkeiten, mit ihrem Gefährt auch mal abseits befestigter Straßen unterwegs sein zu können. Das Abenteuer findet eher im Kopf statt


CrossGolf möchte mit SUV-artiger Optik neue Zielgruppe erschließen

Dritte Derivat der Golf-Baureihe

Der neue CrossGolf sticht aus der Menge, nicht zuletzt durch seine Aufbauhöhe. Wer jedoch auf echte Offroad-Attribute wie beispielsweise einen Allrad-Antrieb hofft, findet die bei diesem Fahrzeug nicht. Den CrossGolf gibt es vorerst generell ausschliesslich frontgetrieben, verfügt aber dank dem Schlechtwegefahrwerk über 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Mit der serienmäßigen Dachreling scheint er seinen Bruder Golf Plus deutlich zu überragen, tatsächlich sind es aber nur drei Zentimeter. Der Cross Golf verfügt serienmäßig über seitliche Beplankungen an Radhäusern, Türen und Schwellern, die Lack und Blech vor Steinschlägen schützen. Markante Stoßfänger vorn und hinten mit angedeutetem Unterfahrschutz (lackiert in Silber) und ein Schlechtwegefahrwerk mit 20 Millimeter höherer Bodenfreiheit sowie 17-Zoll-Räder von BBS garantieren einen optisch starken Auftritt. Durch die im Vergleich zum klassischen Golf um etwa zehn Zentimeter erhöhte Sitzposition verbessert sich die Übersicht im Stadtverkehr deutlich.

Kombination aus SUV und MPV - aber im Kern ganz Golf

Der neue CrossGolf möchte eine Brücke zwischen SUV- und MPV-Welt schlagen. Das Kürzel SUV (Sport Utility Vehicle) bezeichnet gegenüber den traditionellen Geländewagen eine "zivilere"Ausführung. Mit dieser Fahrzeugart teilt sich der Cross Golf die Nehmerqualitäten der Karosserie und des modifizierten Fahrwerks. MPV bedeutet Multi Purpose Vehicle und steht für einen Van. Beim CrossGolf verschmelzen die Nehmerqualitäten eines kompakten SUV und die Vielseitigkeit eines kleinen MPV zu einem neuen Crossover-Modell. Der Cross-Golf pfeift auf typische SUV-Kennzahlen wie Rampenwinkel oder Wattiefe und begnügt sich mit der Rolle eines Großstadt-Cowboys. Einen direkten Konkurrenten hat der CrossGolf in seiner Klasse bisher noch nicht.

Der neue CrossGolf basiert auf dem Golf Plus Sportline mit den Anleihen eines Geländewagens. Betrachtet man den CrossGolf als Ausstattungspaket, so kostet es im Vergleich zum Golf Plus Sportline 2100 Euro Aufpreis.

 

Interieur

Auch im Innenraum werden Akzente gesetzt: Innenraum auf Basis des Golf Plus bietet hohe Variabilität, frische Farben und starke Ideen im durchdachten Interieur. Sportsitze und Türverkleidungen in modischem Design gesellen sich zu griffigem Dreispeichen-Lederlenkrad und Applikationen in Aluminium-Optik. Eine Klimaanlage und die praktische längs verschiebbare Rücksitzbank zählen darüber hinaus ebenso zur Serienausstattung wie ESP und sechs Airbags. Die serienmäßigen Sportsitze unterstützen gut im Schulter- und Beckenbereich, gegen Aufpreis sind sie sogar mit Alcantara erhältlich
. Ohne Aufpreis dagegen der sportive Look des Cockpit. Silberapplikationen an Lüftungsdüsen und Mittelkonsole signalisieren deutlioch, dass der CrossGolf etwas ganz besonderes sein möchte. Durch die um bis zu 16 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank, ist das Platzangebot im Fond variierbar. Je nach Position beträgt das Kofferraumvolumen 395 bis 505 Liter. Zudem lässt sich die Lehne in mehreren Stufen in der Neigung verstellen. Wird sie komplett umgeklappt, stehen bis zu 1.450 Liter Stauraum mit ebener Ladefläche zur Verfügung. Unter dem nach oben klappbaren Kofferraumboden befindet sich ein zusätzliches Utensilien-Fach.

Die Grundausstattung des VW CrossGolf basiert auf der Sportsline-Variante des Golf Plus

Die Grundausstattung des VW CrossGolf enthält ohne Aufpreis unter anderem ein Lederlenkrad, Sportsitze mit integrierten Schubladen unter den Sitzflächen, Klimaanlage und ein kühlbares Handschuhfach. Im CrossGolf kommen die bereits erwähnten 17-Zoll-Räder von BBS, Nebelscheinwerfer und Schlechtwegefahrwerk hinzu. Sehr praktisch ist die optionale 230-Volt-Steckdose im Fond. So können auf großer Fahrt Handy, Notebook oder Ähnliches geladen werden. An den Lehnen der Vordersitze befinden sich Klapptische mit Getränkehalter. Gegen Aufpreis sind für das neue Golf-Modell beispielsweise eine iPod-Vorbereitung, eine DVD-Anlage für die Rücksitze, Parksensoren und Bi-Xenon-Scheinwerfer erhältlich.

Vier Motoren mit einem Leistungsspektrum von 102 PS bis 140 PS

Für den Antrieb stehen vier Motoren zur Verfügung. Den Einstieg bilden ein 1,6-Liter-Ottomotor mit 75 kW/102 PS und ein Selbstzünder mit 77 kW/105 PS. Zudem wird der doppelt aufgeladene 1,4-Liter-TSI-Motor mit 103 kW/140 PS angeboten. Ferner ein gleich starker Diesel mit zwei Litern Hubraum. Die noch stärkeren 170 PS starken TDI- und TSI-Triebwerke aus dem VW-Regal wird es im CrossGolf leider nicht geben.

Besonderes Interesse galt den neuen TSI-Benzindirekteinspritzern. Dank doppelter Aufladung (TwinCharge) per Kompressor und Turbolader zeigt der TSI eine drehmomentstarke und ausgewogene Laufcharakteristik über ein breites Drehzahlband. Hauptvorteil ist aber sein genügsamer Benzindurst. Wie die beiden mit Partikelfilter ausgestatteten TDI können TSI-Varianten optional mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG bestellt werden. Wirklich überzeugen konnten die beiden Topversionen 2.0 TDI und 1.4 TFSI. Die Handschaltung überzeugt mit kurzen, präzisen Schaltwegen und ist optimal auf den Motor abgestimmt. Noch besser ist es aber in der Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG. Der TSI und beiden TDI können optional mit dem Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet werden.


Fahreigenschaften

Kaum Überraschungen zeigt der Cross Golf bei Fahrwerk und Technik. Wie alle Golf hat auch der CrossGolf das elektronische Stabilitätsprogramm ESP samt Gegenlenkfunktion und Gespannstabilisierung, ABS und Bremsassistent serienmäßig an Bord. Sechs Airbags zählen ebenfalls zur Serienausstattung. Das beim CrossGolf zum Einsatz kommende Schlechtwegefahrwerk hat eine im Vergleich zum Golf Plus etwas härtere Federung.

 
















DVD für den Fondplätze. Die Bedienelemente sind unterhalb der Lüftungsdüsen in der Mittelkonsole untergebracht.

Darunter leidet zwar der der Komfort, aber das tut der Fahrfreude - sportlich straff wie ein Coupé - letztlich keinen Abbruch. Selbst die flachen 45er Niederquerschnittsreifen ändern daran nichts. Grund für das straffere Auslegung des Fahrwerk ist die stärkere Wankneigung bedingt durch die höhere Karosserie. Das Fahrwerk läßt sich immer noch als ausgewogen bezeichnen. Obwohl die Lenkung etwas direkter sein könnte, läßt sich dem CrossGolf ein perfektes Handling bescheinigen. Im Grenzbereich schiebt der Cross Golf leicht beherrschbar über die Vorderräder.

Technische Daten VW Cross Golf 1.4 TSI DSG
Hersteller: Volkswagen
Typ: CrossGolf
Karosserie: Kompaktwagen
Motor: Vierzlyinder-Direkteinspritzer
Hubraum: 1.390 ccm
Leistung: 103 kW/140 PS
Drehmoment: 220 Nm
Von 0 auf 100: 9,5 s
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
Verbrauch (ECE): 7,3 Liter
CO2-Ausstoß: 174 g/km
Kraftstoff: Benzin Super / 95 Oktan
Kofferraumvolumen: 395 Liter/1.450 Liter
Reifen Bereifung rundum 225/45 ZR 17
Felgen rundum 7 x 17
Typklasse 14 HP/18 VK/22 TK
Normverbrauch l/100km: 7,8 Liter
Preis in EUR 26.749,36

Den Einstieg in die CrossGolf-Palette markiert für 22.851 Euro die Variante mit 102 PS starkem Benziner-Motor. Das von uns getestete Modell mit 1,4-Liter-TSI-Motor und einer Leistung von 140 PS kostet 26.749 Euro. Vergleicht man den Preis mit dem des Golf Plus Sportsline mit ähnlicher Ausstattung, ergibt sich laut VW ein Preisvorteil von 2.100 Euro.

Modell Preis in EUR
VW Cross Golf 1.6 22.851,08
VW Cross Golf 1.4 TSI 25.031,03
VW Cross Golf 1.4 TSI DSG 26.749,36
VW Cross Golf 1.9 TDI 25.543,97
VW Cross Golf 1.9 TDI DSG 27.595,70
VW Cross Golf 2.0 TDI 27.800,86
VW Cross Golf 2.0 TDI DSG 29.519,18




Fazit: Leider fehlt auch dem CrossGolf ein Allradantrieb. Ein CrossGolf 4Motion würde technisch das optische Versprechen einlösen. Aber Volkswagen hat mit dem Erfolg des CrossPolo bewiesen, dass sich auch für die Nische "Offroad-Optik ohne Geländetauglichkeit" Kunden finden lassen. Und zwar weitaus zahlreicher als urprünglich gedacht. So wird sich das neueste Modell CrossGolf neben dem demnächst auch erhältlichen CrossTouran aller Voraussicht nach mindestens genauso gut verkaufen lassen wie der kleine Bruder CrossPolo. Auch VW-Käufer sind eben bereit, etwas mehr auszugeben, wenn sie dafür ein individuelleres Auto bekommen.


Weitere Informationen unter: www.volkswagen.de


 




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