KurzTest
Chevrolet Aveo 1.4 LT
Praktischer Kompaktwagen
nun auch als 3-Türer
- Made in Europe/Polska
- Günstiger Basispreis
und ordentliches Platzangebot
- Übersichtliche
Karosserie
- Ausschliesslich Benzinmotoren
im Angebot
- Für 2 350 Euro
Aufpreis mit Autogasanlage (LPG)
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Chevrolet
Aveo soll das neue Weltauto der amerikanischen Volumenmarke
Chevrolet werden
Get Real: Kleiner erschwinglicher
Euro-Ami
Get Real lautet der Werbespruch für den Chevrolet Aveo.
Passend zum Slogan möchte chevrolet solide Durchschnittskost
für den unemotionalen Auto-Alltag bieten. Chevrolet
kann sich zurzeit nicht beklagen. Die Marke hat ihre Verkaufszahlen
zuletzt deutlich gesteigert und stemmte sich damit erfolgreich
gegen den Schwund auf dem Gesamtmarkt. Dies obwohl Chevrolet
seine Autos zu 90% Prozent auf dem gebeutelten Privatkundensektor
absetzt. Vor gut zwei Jahren wurde in Deutschland aus Daewoo
Chevrolet. Das Symbol mit der Lotusblüte machte dem
Chevrolet-Kreuz Platz. Mit dem Namenswechsel stieg auch
der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad der Fahrzeuge, die
zwar unter einem neuen Namen fuhren, aber weiterhin aus
Südkorea stammten. Mit dem Aveo schlägt Chevrolet
nun ein neues Kapitel auf. Der dreitürige Nachfolger
des Kalos ist der erste moderne Chevrolet, der im neuen
Werk in Polen hergestellt wird, geht deutlich stärker
auf die europäischen Bedürfnisse ein.
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Große Hoffnungen setzt GM´s Volumenmarke Chevrolet
auf den Aveo, der nach dem Stufenheck auch als viertürigem
Steilheck nunmehr auch mit drei Türen zu haben ist.
Die Front wirkt kraftvoll und der Auftritt des 3,9 Meter
langen Dreitürers ist durchaus dynamisch.

Gefälliges
Design und bewährte Technik
Die falschen Lufteinlässe vor der A-Säule mag
man übertrieben finden. Sie verleiht dem Kleinwagen
einen gewissen Pfiff. Von Autos wie dem Aveo erwarten Kunden
knapp kalkulierte Preise. Der Dreitürer erfüllt
diese Vorgabe mit 9990 Euro. Der Fünftürer ist
1100 Euro teurer. Front- und Seitenairbags sowie ein MP3-fähiges
Radio gehören zur Serienausstattung. Wärmedämmende
Scheiben und Klimaanlage sind Teil der LS-Ausstattung, die
beim Drei-türer 1500 Euro mehr kostet. Der Aveo ist
- laut Jürgen Keller, Geschäftsführer von
Chevrolet Deutschland - der erste Schritt in die neue Design-Sprache
von Chevrolet Europe. Eine neue Front mit einem zweigeteilten
Kühlergrill und den außen integrierten Nebelscheinwerfer
verleiht dem Kleinwagen den nötigen Pfiff wie die Lufteinlassschlitze
und die neu gestaltete Heckleuchten.

Interieur
Das Aveo-Cockpit ist nüchtern,
aber immer noch freundlicher gestaltet als die Plastikwüsten
eines Citroën C1 oder Renault Twingo. Im Interieur
fallen eine gute Anmutung der Kunststoffmaterialien und
die hübsch und übersichtlich gezeichnete Instrumententafel
angenehm auf. Der Aveo ist hier ehrlich und solide. Wünsche
nach Luxus oder Lifestyle werden nicht erfüllt. Aber
die durchaus ordentliche Qualität erfüllt Ihren
Zweck. Und dies auch im rauhen Auto-Alltag. Die weit öffnenden
Türen sorgen für einen bequemen Einstieg. Der
Einstieg zu den hinteren Sitzen des Dreitürers erfolgt
ohne Probleme. 2,48 Meter Radstand sorgen nicht gerade für
üppigste Beinfreiheit. Der von 220 auf 980 Liter erweiterbare
Kofferraum nimmt auch im Normalzustand zwei kleine Koffer
auf.
Die Armaturen lassen sich
gut ablesen, die Bedienung ist zweckorientiert einfach.
Die Verarbeitung wirkt solide, wenn man von kleineren Klapper
oder Knarzgeräuschen absieht. Das Platzangebot ist
ordentlich, mit der Kopffreiheit kann man auch im Dreitürer
gut leben. Zur Frischluftzufuhr stehen den Fond-Passagieren
Ausstellfenster zur Verfügung.
Fahrwerk
Der Aveo benimmt sich recht gesittet, lässt sich mit
seiner folgsamen Lenkung leicht auf Kurs halten und federt
angenehm. Was fehlt, ist ein Stabilitätssystem, das
es erst in zwei Jahren geben wird, wenn Chevrolet ein komplett
neu entwickeltes Modell auf die Räder stellt.
Dabei ist das Fahrwerk des
Aveo gutmütig - so lange man es nicht übertreibt.
Bei flott gefahrenen Kurven schiebt der Aveo geradewegs
über die Vorderachse, bleibt dabei jedoch jederzeit
kalkulierbar. Etwas mehr Dynamik darf man jedoch auch in
dieser Klasse längst verlangen.
Die Fünfgangschaltung
könnte ein bisschen dirketer sein. In scharf angefahrenen
Kurven wankt der Wagen ein wenig. Die Lenkung vermittelt
einen ausreichend guten Kontakt zur Fahrbahn. Der kleine
Euro-Ami bleibt gutmütig und beherrschbar, auch wenn
er in schnellen Kurven gern über die Vorderräder
nach außen schiebt. Ein Dieseltriebwerk ist ebenso
wenig lieferbar wie ein elektronisches Stabilitätsprogramm
(ESP), dass bei einem Fahrzeug dieser Klasse eigentlich
nicht mehr fehlen sollte. Auf die optimale Sicherheit werden
Aveo-Freunde noch ein bisschen warten müssen. Ein ESP
soll es erst in der nächsten Aveo-Generation geben,
die in rund zwei Jahren an den Start geht.
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Verbrauch runter
Der schon bekannte 1,4 Liter-Motor mit 74 kW (101 PS) und
131 Nm wurde überarbeitet und begnügt sich mit
weniger Kraftstoff. Laiut Herstellerangaben betragen die
nun im Schnitt 5,9 Liter. Das entspricht 142 g/km Kohlendioxid
pro Kilometer. Der 1,4 Liter kann gegen Aufpreis auch mit
einer Vier-Gang-Automatik kombiniert werden.
Dennoch: Die 1,4-Liter-Version mit 74 kW(101 PS) kann nicht
ganz überzeugen. Auch ohne sportliche Ambitionen dürfte
es ruhig etwas mehr sein. Der Motor präsentiert sich
unter Leistungsdruck nur wenig engagiert. Die Leistungsentfaltung
ist eher zäh, und wer etwas flotter vorankommen will,
muss häufig die Gänge wechseln und hohe Drehzahlen
in Kauf nehmen. Die Motorleistung von immerhin 101 PS präsentieren
sich nur wenig spritzig. Mit Automatik erreicht der 1,4
Liter eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h, mit
Handschalter 175 km/h.
Interessant: Der Aveo lässt
sich für 2 350 Euro Aufpreis mit Autogasanlage ausrüsten.
Eine Investition, die sich bereits nach 25 000 Kilometern
Gesamtfahrleistung im Gasbetrieb amortisiert haben sollte.
Die Treibstoffkosten für Flüssiggas (LPG) sind
um etwa die Hälfte günstiger als bei Benzin. Die
Steuerreduzierung für LPG gilt in Deutschland noch
bis 2018. zudem gibt es bereits ein dichtes Tankstellennetz.
Der zusätzliche Gastank wird in die Reserveradmulde
integriert und erlaubt eine Fahrtstrecke von etwa 350 Kilometer.
Außerdem wird der CO2-Ausstoß im Flüssiggasbetrieb
um rund 20 Prozent reduziert. Chevrolet schätzt, dass
etwa jeder zehnte Aveo mit Autogasantrieb bestellt werden
wird.
Ausstattung
Die Ausstattung des Aveo entspricht dem Klassenstandard
- unter anderem sind Front- und Seitenairbags, elektrische
Fensterheber und ein CD-Radio mit MP3-Player, elektrisch
einstellbaren Außenspiegeln und optionaler Vier-Gang-Automatik
an Bord. Eine Klimaanlage ist erst in der LS-Ausstattung
zu haben und kostet Aufpreis. Im LT ist unter anderem eine
Klimaautomatik serienmäßig an Bord.
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| Technische
Daten Chevrolet Aveo 1.4 LT |
| Hersteller: |
Chevrolet |
| Karosserie: |
Limousine
Steilheck |
| Motor: |
4
Zylinder-Reihe (DOHC) |
| Hubraum: |
3614
ccm |
| Leistung: |
74
kW (101 PS) |
| Drehmoment: |
131
Nm/4200 UPM |
| Von 0 auf
100: |
11,9
s |
| Höchstgeschwindigkeit: |
175
km/h |
| Verbrauch
(ECE): |
5,9
Liter |
| CO2-Ausstoß: |
140
g/km |
| Kraftstoff: |
Super
95 ROZ |
| Leergewicht
|
1.415
kg |
| Länge/Breite/Höhe
in mm: |
3920/1680/1505 |
| Zuladung
|
398
kg |
| Preis brutto: |
ab
13.490,- Euro |
Fazit: Ein empfehlenswerter
Kleinwagen
Der Dreitürer des Aveo gibt ein stimmiges Bild
ab und fügt sich in die europäische Angebotspalette
von Chevrolet ein. In Märkten wie Deutschland sieht
Chevrolet ihn als typischen Zweitwagen. In anderen Märkten
wie den osteuropäischen Märkten zielt er eher
auf die Rolle als Familienfahrzeug. Zwar besteht kein Platz
für große Emotionen. Dieser Chevrolet soll die
Käufer in erster Linie mit dem Preis überzeugen.
Allerdings besitzt der Aveo auch keine gravierenden Schwächen.
In den meisten Disziplinen erweist sich der Aveo als Durchschnittsauto,
das wenige Dinge besser, aber auch kaum schlechter macht
als die Konkurrenz. Der Aveo bietet bewährte Technik
mit etwas rauen, aber sparsamen Benzinern an. Als ganz besondere
Option sei hier der für alle Modellvarianten erhältlichen
Flüssiggas-Antrieb erwähnt. Positiv sticht das
gute Platzangebot vorn, sogar für Erwachsene noch ausreichendem
Sitzkomfort hinten und viel Stauraum hervor. Als Dreitürer
in der Version 1.2 bleibt das Fahrzeug in der Basisversion
nunmehr unter der wichtigen 10.000-Euro-Marke. Für
diesen Preis bekommt der Kunde ein grundehrliches und attraktiv
ausschauendes Fahrzeug.
Weitere Informationen unter:
www.chevrolet.de
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Preisoffensive:
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