KurzTest
Überarbeiteter
SLK schneller, schöner und sparsamer
Mercedes wagt mehr Sport
- Neue Schürze und
Gesichts-OP
- 650 neu entwickelte
Komponenten
- Einstiegsamschine
im SLK 200 K liefert jetzt 184 PS (plus 21 PS)
- Ab April zu Grundpreisen
zwischen 43.576 und 82.615 Euro
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Im
Frühling 2008 rollt Mercedes eine neue Generation des Traum-Roadster
an den Start
Mehr Kraft, weniger Durst
Der facegeliftete Klappdach-Roadster
kommt ab April 2008 noch einmal deutlich sportlicher zu
den Händlern - außen wie innen. Nicht nur an der Optik,
sondern auch unter der Haube hat sich grundlegendes getan.
Wesentliche Neuheit ist ein neuer Sechszylinder der jetzt
305 statt 272 PS leistet.
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Rund 650 veränderte Kompenenten
Seit elf Jahren rollt der SLK von den Mercedes-Bändern.
Fast eine halbe Million Exemplare verkaufte Mercedes seit
1996. Nun renovierten die Schwaben ihren Kult-Roadster mit
rund 650 veränderten Komponenten auf. Die erste Generation
wurde acht Jahre lang gebaut, bevor 2004 die Ablösung kam.
Bei dieser zweiten Generation wäre also Halbzeit - höchste
Zeit also für eine Renovierung. Solange man noch vor dem
Auto steht, muss man zweimal hinschauen, um das Neue am
neuen Mercedes SLK zu sehen. Die wichtigsten Änderungen
sind schnell aufgezählt. Ins Auge stechen dem SLK-Kenner
die optischen Retuschen an der Schürzenoptik am Heck, die
geschärfte Front mit den neu gestalteten unteren Lufteinlässen
und der intensivierten Formel-1-Optik. Dazu die inzwischen
obligaten Blinker in den Außenspiegeln in LED-Technik, eine
neue Heckschürze mit angedeutetem Diffusor, eckige Auspuffendrohre,
nach AMG-Vorbild, abgedunkelte Heckleuchten und eine fast
komplett neue Palette an Leichtmetallrädern. Innen gibt’s
ein neues Kombi-Instrument und ein Dreispeichen-Sportlenkrad.
Nicht zu vergessen die optionale Direktlenkung. Überhaupt
wurde der Innenraum gründlich entstaubt und optisch kräftig
aufgewertet. Mit der neuen Leder-Ausstattungsfarbe "Gullwingrot"
will Mercedes an die Innenausstattung des legendären Flügeltürers
300 SL erinnern. Knapp zusammengefasst: Der SLK wird noch
sportlicher. Dies gilt auch für die Fahreigenschaften. Aber
dazu gleich mehr.

Fahrerprobung
in Südfrankreich
Media Interface mit Plug
and Play für den iPod
Beim Interieur haben die Designer
nur behutsam Hand angelegt. Die Neuerungen des Interieurs
erkennt man u.a. am Dreispeichenlenkrad, an den Instrumenten
mit verstärkter Tiefenwirkung sowie an der optisch beruhigten
Mittelkonsole. Am Lenkrad wurden die Bedientasten umgestaltet.
Die Zifferblätter der Instrumente sind neu beringt worden.
Alle SLK haben nun "NTG 2.5" an Bord. Die Abkürzung
steht für "Neue Telematik Generation". Die Spitzenausführung
"Comand APS" hat nicht nur eine superschnelle
Festplattennavigation, sondern kann auf der 20 Gigabyte
großen Platte vier Gigabyte Musik speichern. Zum Vergleich:
Dies sind etwa 1.000 Musiktitel. Außerdem gibt es ein Lesegerät
für Speicherkarten, serienmäßig Bluetooth und die erwähnte
Sprachsteuerung, die auch SMS-Texte vorlesen kann. Serienmäßig
ist jetzt ein "Media Interface" im Handschuhfach
mit Anschlüssen für USB und iPod. Damit liefert ein iPod
nicht nur einfach Musik für die Lautsprecher - er kann auch
über die Bedienoberfläche des Audiosystems bedient werden.
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Kein blindes
Rumfummeln also mehr im überfüllten Handschuhfach, wenn
man eine Wiedergabeliste ändern will. Es verspricht
bei geschlossenem wie auch bei geöffnetem Dach satten
raumfüllenden Surroundklang. |
| Im neuen
SLK ist nun auch das Sprachbediensystem "Linguatronic"
erhältlich, das bereits in der der C-Klasse überzeugen
konnte. Audiophile Fahrer und deren Gäste werden das
als Sonderausstattung erhältliche harman kardon Logic7
Soundsystem genießen. |
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Der
Innenraum wurde dezent überarbeitet
Drehzahlkur zur Leistungssteigerung
für den V6
Unter der Haube arbeiten nun stärkere und doch sparsamere
Motoren. Mercedes möchte damit die Fahrfreude erhöhen, das
Portemonaie und die Umwelt aber schonen. Mit vier Motoren
wird der SLK nun angeboten. Zum eine wäre da der 4-Zylinder-Kompressor
als SLK 200, mit zwei V6 als SLK 280 und SLK 350 und dem
gut bekannten V8 als SLK 55 AMG. Besonders viel Aufmerksamkeit
haben die Ingenieure dem 3,5-Liter-V6 zuteil werden lassen.
Aus unverändert 3498 Kubikzentimetern Hubraum schöpft der
Sechszylindermotor nun 224 kW (305 PS) bei 6500 Umdrehungen
pro Minute. Das sind 24 kW (33 PS) mehr als beim Vorgängertriebwerk.
Auch das Drehmoment wurde dezent gesteigert (plus 10 Nm)
und beträgt nun 360 Newtonmeter bei 4900 Umdrehungen pro
Minute. Erreicht wurde dieses Ergebnis durch die Anhebung
des Drehzahllimits auf 7200 Umdrehungen pro Minute; darüber
hinaus durch eine höhere Verdichtung, ein neues Saugrohr
sowie umfangreiche Modifizierungen am Ventiltrieb. Der V6
bringt nicht nur mehr - er klingt nun endlich so wie er
schon immer hätte klingen sollen. Kernig und sportlich.
Die Sounddesigner haben ganze Arbeit geleistet und ihm endlich
die kräftige Akustik eines Sportmotors mitgegeben. Deutlich
hörbar ist dies vor allem im Schubbetrieb. Und dank der
Motorsteuerung, die in Kombination mit der optionalen 7-Stufen-Automatik
beim Zurückschalten tüchtig Zwischengas gibt. Dabei bläst
er wunderschöne Fanfaren und wird vom Leisetreter zum Frontmann
der Fahrfreude. Dank Hochdrehzahlkonzept begnügt sich der
V6 mit 9,5 Liter (–1,1 l) Super Plus auf 100 Kilometern.
Beim weiterhin 231 PS starken SLK 280 wurde der Verbrauch
um 0,4 Liter auf 9,3 Liter gesenkt.
Der Kompressor im Einstiegsmodell
SLK 200 K bietet jetzt mit 135 kW (184 PS) ein Leistungsplus
von 21 PS und benötigt bei einem Durchschnittsverberauch
laut Hersteller im Drittelmix von 7,7 Liter nunmehr genau
einen Liter weniger auf hundert kilometer. Unverändert bleibt
der 265 kW/360 PS starke 5,5-Liter-V8-Motor des SLK 55 AMG.
Neue Direktlenkung wirkt
Wunder
Dank neuer Lenkung, höher drehendem V6-Motor und fetterem
Sound wird der SLK endlich zum Roadster mit Biss. Eine wichtige
Rolle für den Wandel im Fahrgefühl spielt eine unscheinbare
Zahnstange im Lenkgetriebe, deren Wellenbild asymmetrisch
aussieht. Die Direktlenkung basiert auf der Parameterlenkung
und arbeitet rein mechanisch. Ganz ohne Elektronik kommt
die neue Direktlenkung aus und variiert die Übersetzung
des Lenkgetriebes. In der Mittellage, also wenn man geradeaus
fahren möchte, sei die Lenkung sehr indirekt. Große Bewegungen
am Lenkrad haben nur eine kleine Wirkung auf die Räder.
Mit zunehmendem Einschlag wächst die Übersetzung, und das
Auto reagiert spürbar direkter. So lassen sich Kurven ohne
Kurbeln sportlich erfahren.
Den Vorteil spürt man schon
beim Abbiegen oder Einparken und natürlich erst recht auf
eng gewundenen Serpentinen. Der SLK durcheilt auch enge
Radien so agil und handlich, als hätte er 200 Kilo abgespeckt.
Die Direktlenkung ist leider nur optional und es gibt sie
außer beim AMG-Modell für 300 Euro Aufpreis.
Wer das Sportliche mag, wird
auch gern mit dem härter abgestimmten Fahrwerk leben, zumal
es zwar stramm, aber nicht unkomfortabel arbeitet. Bemerkenswerter
ist vor allem der Sound, den der SLK beim rasanten Beschleunigen
liefert. Das Repertoire reicht vom unterkehligen Blubbern
über ein sonores Brummen bis zum lauten Brüllen bei Vollgas.
Uns bereitete der SLK rund um Nizza und Monaco mit seinen
vielen Tunneln auf der Küstenstrasse besonders viel Spaß.
Fazit: Der neue SLK,
der am 5. April in Deutschland seinen Marktauftritt erleben
wird, ist nicht mehr nur sportiv; sondern richtig sportlich
geworden. Trotz mehr Leistung. Bei den Preisen für den überarbeiteten
SLK belässt es Mercedes maßvoll fast beim Alten. Die Preise
für die Vier- und Sechszylindermodelle steigen um rund 600
Euro gegenüber der aktuellen Version. Der SLK 200 K ist
ab 36.503 Euro erhältlich, der SLK 280 kostet ab 41.858
Euro, der SLK 350 ab 46.975 Euro. Der SLK 55 AMG ist mit
69.049 Euro rund 900 Euro teurer als bislang.
| Technische
Daten Mercedes SLK 350 mit Handschaltung |
| Hersteller: |
Mercedes |
| Karosserie: |
Roadster |
| Motor: |
V6-
Benzindirekteinspritzer |
| Hubraum: |
.3498
ccm |
| Leistung: |
305
kW (224 PS)bei 6500 U/min |
| Drehmoment: |
360
Nm bei 4900 U/min |
| Von 0 auf
100: |
5,4
s |
| Höchstgeschwindigkeit: |
250
km/h (abgeregelt) |
| Verbrauch
(ECE): |
9,5
Liter |
| CO2-Ausstoß: |
227
g/km |
| Kraftstoff: |
Super |
| Kofferraum
(umgeklappt) |
208
Liter(geschl. Dach 300 Liter) |
| Leergewicht
|
1.485
kg |
| Zuladung
|
315
kg |
| Länge |
4.103
mm |
| Breite |
1.788
mm |
| Höhe |
1.298
mm |
| Preis brutto: |
ab
46.975,- Euro |

Weitere Informationen unter: www.mercedes.de
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Feinschliff
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