KurzTest
Die
neue Generation des Porsche Carrera 4 sowie Carrera 4S im
Kurztest
Nach dem überarbeiteten Carrera folgen nun die Allradversionen
C4 und C4S
- Neues Multifunktions-Lenkrad
und Navigationssystem mit Touchscreen
- Neue 3,8-Liter-Boxer
auch die Allradler
- 911 Carrera 4 mit
345 PS; 911 Carrera 4S mit 385 PS
- Ab Oktober im Handel
- Preise beginnen für
den Carrera 4 bei 89.577,- Euro
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Der zweite Streich folgt
zu gleich
Kurz nach der Modellpflege
für die heckgetriebenen Varianten Carrera und Carrera
S überarbeitete Porsche jetzt auch die Allradversionen
der 997er Baureihe der Sportwagenikone und Evergreens 911,
der nach üblichen Drehbuch immer ein wenig später
- in diesem Fall im Oktober 2008 - nachgereicht wird.
Übrigens wird dieses Jahr vermutlich mit dem Targa
noch eine weitere modellgepflegte Variante des 911 folgen.
Wir durften auf Einladung von Porsche die neue Allradvarianten
in der Nähe von Berlin auf einem ehemaligen sowjetischen
Flughafen ausgiebig erproben und auch den enorm hohen Grenzbereich
sicher erfahren. Die riesige ehemaligen Sowjet-Startbahn
des Michelin Driving Centers ist eines der grössten
zusammenhängend geteerten bzw. betonierten Flächen
der Welt. Neben der 4500 Meter langen und knapp 100 Meter
breiten Startbahn stehen dort genügend Flächen
für Fahrten auf gewässertem Beton- und Kunststoffbelag
zur Verfügung, um bei künstlich herbeigeführten
"winterlichen" Straßenverhältnissen
die Leistungsfähigkeit eines Allradsystems zu demonstrieren.
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Schon gefahren
Optisch unterscheiden sich die Allradversionen nur minimal
von ihrem heckgetriebenen Carrera-Brüdern, die wir
erst
kürzlich vorstellten. So tragen die vorderen Lufteinlässe
eine anthrazitfarbene Optik. Dem geschulten Blick werden
die um 44 Millimeter weiter ausgestellten hinteren Radhäuser
auffallen. Vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber wesentlich
auffälliger ist das schmale, rote Leuchtstreifenband,
das die Rücklichter aller Carrera-Allradversionen nun
über eine neue Reflektorblende zwischen den LED-Heckleuchten
harmonisch miteinander verbindet. Dieses Leuchtband hat
einen historischen Bezug zu der schon damals so genannten
G-Serie von 1974. Alle neuen Carrera-Modelle verfügen
sereinmäßig über Bi-Xenon-Scheinwerfer und
ein neues LED-Tagfahrlicht. Darüber hinaus bietet Porsche
ein dynamisches Kurvenlicht als Option an.

Porsche
911 Carrrera 4: Von vorne kaum von der heckgetriebenen Carrera-Variante
zu unterscheiden
Traktion per elektronisch gesteuerte Lammellenkupplung
Bereits die beiden heckgetriebenen Porsche 911 Carrera verfügen
über ein extrem hohes Mass an Grip und Traktion. Dennoch
gibt es eine Klientel, die lieber den Allradversionen mit
dem Sicherheitsplus bei Regen, Eis und Schnee vertraut.
Bisher gab gut die Hälfte der Kunden den allradgetriebenen
911ern den Vorzug. Rechnet man den 911 Turbo noch mit dazu,
treibt dieser den Allrad-Anteil sogar auf 55 Prozent. Mit
dem überarbeiteten 911 Carrera 4 der 997er Baureihe
hält nun auch das intelligente Allradsystem des 911
Turbo Einzug in die allradgetriebenen Carrera-Modelle. Anstelle
der mechanischen Visco-Lamellen-Kupplung kommt eine elektronisch
gesteuerte Lammellenkupplung zum Einsatz, die wesentlich
schneller auf Schlupf reagiert. Sollten die Hinterräder
nicht in der Lage sein die Kraft auf den Asphalt zu übertragen
bzw. auf rutschigem Untergrund an Haftung verlieren, wird
die Antriebskraft blitzschnell und innerhalb von maximal
0,1 Sekunden an die Vorderachse weitergeleitet. Das verbessert
nicht nur entscheidend die Traktion, sondern auch deutlich
die Fahrsicherheit. So ist der Geradeauslauf bei hohem Tempi
noch stabiler. In schnellen Kurven schieben Carrera 4 und
Carrera 4S dagegen brav über die Vorderräder.
Dagegen genügt schon ein kleiner Gasstoß damit
das Fahrzeug nahezu neutral durch die Biegung zieht.
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Ab
Oktober 2008 auf allen Vieren: Coupé und Cabrio als
Carrera 4 und Carrera 4S
Porsche 911 Carrera 4 =
vier mal vier
Im Vergleich zum zweiradgetriebenen Carrera 2 wiegt das
neue Allradsystem gerade mal 55 Kilo mehr. Dies sind nur
3 Kilo mehr als die vorherige Visco-Lamellen-Kupplung auf
die waage brachte. Der neu entwickelte 3,6-Liter-Basis-Boxer
mit Benzin-Direkteinspritzung und 345 PS hat damit nur wenig
Mehrarbeit und treibt den 911 souverän an. Der Allradantrieb
ist vollständig elektronisch geregelt und bringt die
jeweils richtige Leistung an die richtige Achse. Dies geschiet
in einem bereich von null bis 100 Prozent. Das serienmäßigen
Sperrdifferenzial unterstützt die den allradantrieb
noch zusätzlich. Trotz des gewaltigen Vortriebs lässt
sich auf diese Weise das bremsende Schieben über die
Vorderräder vermeiden. Die Allradantrieb-Sportwagen
verfügen serienmäßig über ein sportliches
Handschaltgetriebe mit sechs Gängen. Als Alternative
steht das neue Doppelkupplungsgetriebe PDK zur Wahl, das
mit kürzeren Schaltzeiten und weniger Kraftstoffverbrauch
die bisherige Wandlerautomatik Tiptronic S ablöst.
Wir hatten gelegheit beide Getriebvarianten zu erproben.
Um es vorwegzunehmen: Das automatische PDK-Getriebe harmoniert
hervorragend mit dem 911er. Es verfügt über sieben
Gänge, die ohne Zugkraftunterbrechung elektrohydraulisch
gewechselt werden. Während es im Automatikmodus sanft
und ruckfrei arbeitet, erfolgt die Gangwahl im manuellen
Betrieb mit sehr schnellen Schaltzeiten und ohne die sonst
für Automatikgetriebe typische Zugkraftunterbrechung.
Auf "Sport Plus"-Stellung - die nur für den
Einsatz auf der Rennstrecke gedacht ist - setzt die Automatik
die Gänge noch schneller und direkter hinein. Der
Charakter des Carrera verändert sich deutlich in Richtung
"brutal-direkt": Lenkradbewegungen und Gasgeben
werden deutlich direkter umgesetzt. Der Motor hält
immer eine höhere Drehzahl bereit und schaltet schneller
mit deutlichem Ruck nach oben sowie mit Zwischengasstößen
nach unten. Das unterbrechungslose und damit auch rucklose
Hochbeschleunigen wird im Modus "Sport Plus" zugunster
mehr Sportlichkeit ausser Kraft gesetzt.
Was man von außen nur
sieht, spürt der Fahrer unmittelbar: Durch den Allrad-Antrieb
glänzen C4 und C4S mit ausgeglichenem Vortrieb in Kurven
bis in den Grenzbereich, absolut stabilem Geradeauslauf
bis zur Höchstgeschwindigkeit sowie verbesserter Traktion
auch auf wenig griffiger Fahrbahn.
Neue Boxer-Motoren mit mehr
Leistung aber deutlich weniger Verbrauch
Bei den Allrad-Modellen ist
Porsche technisch endlich auf der Höhe der Zeit und
kombiniert höhere Leistung mit niedrigerem Verbrauch.
Je nach Modellvariante bieten die Sportwagen damit dem Hersteller
zufolge bis zu 8,5 Prozent mehr Leistung, 12,9 Prozent weniger
Verbrauch und 15,4 Prozent weniger CO2-Emissionen. So hat
der 3,6-Liter-Motor um 20 auf 345 PS zugelegt. Gleichzeitig
verbraucht das Carrera-Coupé mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe
(PDK) laut Herstellerangeben nur 10,1 Liter auf 100 Kilometer.
Verbesserungen auch beim 911 Carrera 4S mit 3,8-Liter-Motor:
Dort stieg die Leistung um 30 auf 385 PS, während sich
der Gesamtverbrauch beim Carrera 4S Cabriolet mit PDK auf
10,7 Liter pro 100 Kilometer reduzierte. Möglich macht
dies die neue Motoren-Generation mit Benzin-Direkteinspritzung
(DFI). Die neuen Boxer sind nicht nur stärker, leichter
und sparsamer als ihre Vorgänger, sondern schaffen
locker die zukünftigen EU5-Grenzwerte. Auch das PDK
kann im Alltag maßgeblich zu einer Verbrauchsreduzierung
beitragen: Wer den Gasfuß zügelt, kann aufgrund
es hohen Drehmomentns der neuen Bentzindirekteinspritzer
schon ab 60 km/h im sechsten Gang im Verkehr mitfliessen.
Auf Landstraßen lässt sich durch eine niedertourige
unterwegs ist kann den Verbrauch unter 10 Liter drücken.


Für Kunden, die den Ampelsprint
schätzen, bietet Porsche zusätzlich zum PDK die
Sonderausstattung Sport Chrono Plus inklusive der Beschleunigungsautomatik
Launch Control an. Dies klingt nach Cape Canaveral und Weltraumfahrt.
und so ähnlich ist dies auch. Schnellstmögliche,
schlupffreie Anfahrt aus dem Stand und Gangwechsel im Rennstreckenmodus
ermöglichen, eine brachiale Beschleunigung nah an den
Werten des aktuellen Turbo.

Neues Porsche Communication Management (PCM) nun mit Touchscreen
Ein neues Porsche Communication Management (PCM) mit berührungsempfindlichem
Bildschirm verbessert die Bedienung der teils optionalen
Navigations-, Informations- und Audio-Systemen. Außerdem
ist es Bluetooth-, USB- und iPod-fähig. Endlich klappt
der schnelle problemlose Anschluss eines iPod oder USB-Sticks.
Auf unserer Testfahrt genossen wir Musik vom eigenen USB-Stick,
der sich blitzschnell - sozusagen plug&play - anschliessen
liess. Das neu abgestimmte Bose-Sound-System in 5.1 verwandelte
den Innenraum des 911er in ein Konzertsaal.
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| Technische
Daten Porsche 911 Carrera 4 Cabriolet (997/2) |
| Hersteller: |
Porsche |
| Karosserie: |
Cabrio |
| Motor: |
Sechszylinder-Boxer
Benzindirekteinspritzer |
| Hubraum: |
3800
ccm |
| Leistung: |
254
kW (345 PS) |
| Drehmoment: |
390
Nm/4400 UPM |
| Von 0 auf
100: Handschalter/PDK bei LC |
5,2
s/4,8 s |
| Höchstgeschwindigkeit: |
284
km/h |
| Verbrauch
(ECE): Handschalter/PDK |
10,6/10,1
Liter |
| CO2-Ausstoß:
Handschalter/PDK |
237/249
g/km |
| Kraftstoff: |
SuperPlus |
| Leergewicht:
Handschalter |
1.555
kg |
| Zuladung
|
375
kg |
| Preis brutto: |
ab
100.525 ,- Euro |
Fazit: Technisch setzt
die Erneuerung der allradgetriebenen Carrera-Modelle in
Form von Benzin-Direkteinspritzung und Doppelkupplungsgetriebe
deutliche Glanzlichter. Hinzukommt der geniale neue Allradantrieb
mit elektronischer Steuerung (PTM). Das System verbindet
den Porsche-typischen Fahrspaß mit noch mehr Fahrstabilität,
Traktion und agilem Handling. In den Handel kommen die Allradler
ab dem 25. Oktober. Die Preise des Carrera 4 beginnen bei
89.577,- Euro. Das Carrera 4 Cabriolet sowie der Carrera
4S kosten 100.525 Euro. Für das Carrera 4S Cabriolet
muss man bereit sein mindestens 111.473,- Euro zu investieren.
Weitere Informationen unter:
www.porsche.de
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