AutoNews
Mit der Kraft von zwei Herzen: VW Golf
TwinDrive
Plug-In-Hybrid
im Teststadium
- Teil eines neuen
Flottenversuchs mit bis zu 20 TwinDrive-Modellen
- Bis 2012 laufender
Großversuch
- Test von Lithium-Ionen-Technologie
unter repräsentativen Einsatzbedingungen
- Im reinen Elektrobetrieb
mit ca. 60 kW (82 PS) eine Reichweite von rund 50
KM
- Längere Strecken
werden mit einem Verbrennungsmotor (102 PS) zurückgelegt
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VW
Golf TwinDrive
Die Zukunft des Autos wird - das zeigt sich immer klarer
- offenbar elektrisch
W hat im Rahmen eines von
der deutschen Bundesregierung initiierten Großprojektes
einen Golf mit echtem Hybridantrieb vorgestellt. Doch ganz
anders als bei herkömmlichen Hybrid-Fahrzeugen fährt
der Golf TwinDrive entweder mit Elektro- oder mit Dieselmotor
- und nicht mit beidem gleichzeitig.
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Die Zukunft des Autos ist,
das wird immer klarer, offenbar elektrisch. Einen Ausblick
auf das ressourcenunabhängige, leise und idealerweise
emissionsfreie Autofahren gibt VW mit dem Golf TwinDrive,
der an der Steckdose aufgeladen wird.
Der Golf TwinDrive bietet
im reinen Elektrobetrieb mit ca. 60 kW (82 PS) eine Reichweite
von rund 50 Kilometern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit
von 120 km/h, was für den täglichen Bedarf vieler
Pendler bereits ausreichen könnte. Nach 50 Kilometern
muss er für vier Stunden an eine normale 220-V-Steckdose,
um die Lithium-Ionen-Akkus aufzuladen. Oder man fährt
einfach mit Dieselantrieb weiter. Der bereits bekannte 2-Liter-TDI
leistet 122 PS. So kann man etwa in der Stadt emissionsfrei
fahren, für längere Strecken aber konventionell
unterwegs sein. Um dabei möglichst wenig Sprit zu verbrauchen,
verfügt der TwinDrive über eine Start-Stopp-Automatik,
eine Bremsenergie-Rückgewinnung und eine intelligente
Antriebssteuerung.
Acht kWh Strom und 2,5 Liter
Kraftstoff
Bei ersten Fahrten von Potsdam
nach Berlin verbrauchte der Golf laut VW (hochgerechnet
auf 100 km) acht kWh Strom und 2,5 Liter Kraftstoff. Ein
Start-Stopp-System und die Nutzung der Bremsenergie (Rekuperation)
sind natürlich Bestandteil des Konzepts. Die Start-Stopp-Automatik
soll künftig natürlich schnellstmöglich auch
in die Technik der Serienfahrzeugen übernommen werden.
Auf vier Jahre angelegtes
Projekt
Ziel des groß angelegten Projekts ist es, die Testflotte
mit regenerativ erzeugtem Strom (via Wind-, Wasser- und
Sonnenkraft) anzutreiben. Hierzu wird unter anderem die
Serienentwicklung von Hochleistungsbatterien forciert. Ab
2010 soll eine Testflotte von etwa 20 Fahrzeugen über
einen Zeitraum von zwei Jahren unterwegs sein. Volkswagen
möchte dabei die Alltagstauglichkeit der Li-Ion-Batterie
und der sonstigen Komponenten testen. Das Ziel ist klar
- am Ende soll ein bezahlbares und zuverlässiges Auto
stehen, das vollständig elektrisch betrieben wird.
Dem Verbrennungsmotor nämlich räumt Europas größter
Autobauer keine großen Zukunftschancen mehr ein. "Die
Gegenwart des Automobils ist ohne hocheffiziente Benzin-
und Dieselmotoren nicht denkbar, sagt Winterkorn. "Die
Zukunft aber, das ist sicher, wird den emissionsfreien Elektromotoren
gehören - betankt an der Steckdose." Der sogenannte
"Flottenversuch Elektromobilität" wird von
insgesamt acht deutschen Kooperationspartnern aus Forschung
und Wirtschaft durchgeführt.
Deutschland sei nicht nur
einer der wichtigsten Autoexporteure, sondern auch weltweit
der führende Produzent bei Anlagen zur Nutzung erneuerbarer
Energien. Deutschland könne aus Sicht der Bundesregierung
zukünftig nicht nur die Autos liefern, sondern auch
die Energietechnik, um diese nachhaltig zu betreiben.


Projektpartner
Der im Projekt federführenden Volkswagen AG stehen
dabei der Energieversorger E.ON sowie GAIA und Evonik /
Li-Tec für Batterietechnologie zur Seite. Aus dem Bereich
der Forschung bringen die Fraunhofer Gesellschaft, das Heidelberger
Ifeu, das Institut für Verkehrsforschung der DLR und
die Westfälische Wilhelms-Universität Münster
ihr Know-how ein. Das Bundesumweltministerium will das Konsortium
bei dem auf vier Jahre angelegten Projekt mit voraussichtlich
15 Millionen Euro unterstützen.

Der Strom zur "Betankung"
soll regenerativ erzeugt werden
Dier energieerzeuggung soll soll vornehmlich via Wind-,
Wasser und/oder Sonnenkraft erzeugt werden. Um den Elektroantrieb
künftig flächendeckend nutzen zu können,
muss auch erst die Infrastruktur angepasst werden. So ist
die Installation zahlreicher Steckdosen erforderlich. Beispielsweise
müssen öffentliche und private Parkplätze
und Parkhäuser mit Steckdosen ausgestattet werden,
um eine Vielzahl von Lademöglichkeiten zu schaffen.
Als Voraussetzung für dieses Szenario sind Lithium-Ionen-Batterien
mit hoher Energiedichte, langer Lebensdauer und einer Schnellladeeignung
notwendig. So könnte der Verkehr in den Großstädten
schrittweise von Verbrennungs- auf Elektromobilität
umgestellt werden.
Weitere Informationen unter:
www.volkswagen.de
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