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AutoTest
Kia Soul Spirit 1,6 CVVT
Kantiger Crossover mit Sexappeal

  • Vielseitiger Crossover mit mutig gezeichneten Designakzenten
  • Kleiner Benziner mit 126 PS Leistung und 6,5 Liter Verbrauch
  • CO2-Emission: 156 g/km (Euro 4)
  • Ab 18.950 Euro
   


Der neue Kia Soul 1.6 CVVT im Fahrbericht


Bullig und kantig geformte Karosserie

Die kantige Kreuzung aus Van und SUV sieht ein wenig nach Abenteuer aus, doch das beschränkt sich auf den Großstadt-Dschungel. Der Kia Soul ist ein normaler Fronttriebler ohne jegliche Offroad-Ambitionen. Das Besondere des Soul liegt aber nicht in seiner Alltagstauglichkeit, sondern in seinem Design. Es fällt schwer Autos zu finden, die direkt mit dem Soul vergleichbar sind, denn das Soul-Design ist einfach zu speziell.

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Diese Einzigartigkeit hat den Koreanern inzwischen auch schon den "Red Dot Design Award" eingebracht. Mit seinem ausgefallenen Kasten-Design und zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten möchte der neue Kia Soul die Herzen insbesondere junger Autokäufer im Sturm erobern.

Mit dem neuen kompakten Soul möchte Kia zur Designermarke werden

 

Der Crossover-Würfel möchte vor allem im Revier der kleinen Pseudo-Geländewagen wildern, die mehr und mehr die Innenstädte bevölkern. Die äußere Erscheinung steht dabei im Mittelpunkt. Der Soul ist ein Crossover-Modell, das Elemente eines Minivans mit denen eines SUV kombiniert. Der von Ex-VW Designer Peter Schreyer entworfene Lifestyle-Koreaner soll der Marke Kia per jugendlich-frischem und frechen Aussehen mit einem Hauch von Retrodesigne zu einem deutlich trendigerem Image verhelfen. Wir haben den neuen Koreaner in der Version 1.6 CVVT einem ausführlichen Fahrbericht unterzogen.


Design mit Auszeichnung


Der mutig gezeichnete Kia Soul nimmt wenig Rücksicht auf Konventionen. Der Fronttriebler hat mit einem Sports Utility Vehicle nur die Grundform und die rechte große Bodenfreiheit gemein. Eine höher gelegte Karosserie, mehr Ecken und Kanten sowie markant gezeichnete Kotflügel verleihen dem Koreaner dennoch echten Offroad-Look. Besonders auffällig ist die kantige Außenhaut des Fronttrieblers, wobei er sich durch die fast horizontal verlaufende Dachlinie und ein beinahe senkrecht abfallendes Heck auszeichnet. Die Front ist wuchtig gestaltet und hat große, treu blickende Schweinwerfer sowie eine schmale Kühlergrillnase über einem großen Lufteinlass. Die Heckklappe ist rechteckig gehalten und wird von schmalen, senkrecht stehenden Rückleuchten eingerahmt. Zum richtigen Trendmobil mutiert der Soul in der von uns gefahrenen höchsten Ausstattungslinie "Spirit" dank 18-Zoll-Leichtmetallrädern, einer Dachreling sowie Zierstreifen quer über das Fahrzeug.

Steiles Heck und viele Lademöglichkeiten


Wie ein Quader auf Rädern

Der gerade einmal 4,11 Meter lange Soul bietet dank langem Radstand und einer Höhe von 1,66 Metern (samt Dachreling) vier bis fünf Insassen viel Bein- und Kopffreiheit für ein Auto dieser Klasse. Mit 4,11 Metern Länge ist der Soul eigentlich der Kompakt-Klasse zuzuordnen.

  Platz im Inneren bietet er aufgrund der Höhe von 1,61 Metern fast so viel wie ein Mittelklasse-Fahrzeug. Die wuchtigen Stoßfängern und die recht große Bodenfreiheit assozieren zu einem Geländewagen. Weit öffnende Türen erleichtern den Einstieg in das Crossover-Modell.

Die hohe Gürtellinie und die fast senkrecht stehenden Scheiben erzeugen ein angenehmes Raumgefühl.
Heckpassagiere können sich über einen vergleichsweise großen Fußraum freuen, die Kopffreiheit erinnert an Vans und SUVs. Die Sicht vom erhöhten Fahrersitz aus nach vorn ist gut, zumal derFahrer die vordere Kante der Motorhaube erkennen kann. Nur die Sicht nach hinten wird durch die breiten C-Säulen und ein recht kleines Heckfenster deutlich eingeengt.

Interieur

Die Gestaltung des Innenraums ist gelungen. Die drei Rundinstrumente liegen gut im Blick, die Mittelkonsole ist optimal platziert. Das Lenkrad ist in der Höhe verstellbar, die Instrumente sind auf das Wesentliche beschränkt und ebenso groß wie klar gestaltet. Die Bedienung der wenigen Schalter und Tasten gelingt problemlos. Das Raumgefühl großzügig.

Auch die Sitzposition passt und die Bedienung ist intuitiv. Beeindruckend ist das vielfältige Angebot an praktischen Ablagen. In der Mittelkonsole sitzt neben dem Zigarettenanzünder und zusätzlichen 12 Volt-Anschluss eine USB-Buchse. Kia hat hier ein Fahrzeug für eine Zielgruppe konstruiert wurde, die sich gern mit Handy, iPod und sonstiger Elektronik austoben. Das zeigt sich auch an der LED-Mood-Beleuchtung, die sich im Soul per Knopfdruck in verschiedene Modi aktivieren lässt. Die Boxen im Fußraum schimmern dann rötlich oder blinken im Takt der Musik.

Das Interieur kommt peppig und modern gehalten daher

Der Kofferraum bietet ein Stauvolumen von 340 Litern, der sich auf 1258 Liter erweitern lässt. Zudem bietet der Soul eine Menge Ablagemöglichkeiten. Die maximale Zuladung beträgt nur 435 kg. Die Überhänge des Soul sind sehr kurz (Fahrzeuglänge 4,1 Meter bei 2,5 Metern Radstand) und der Wendekreis relativ klein, so dass sich das Auto leicht einparken lässt.


Viel Hartplastik - aber mit angenehmer Optik und guter Verarbeitung


Fahreigenschaften


Trotz des hohen Fahrzeugaufbaus weist der Soul in scharf gefahrenen Kurven nur eine geringe Wankneigung auf. Die Federung ist straff - evtl. sogar ein klein wenig zu straff - ausgelegt. Die Lenkung empfanden wir als direkt und nicht zu leichtgängig. Das Fahrwerk ist insgesamt ausgwogen und zeigt allenfalls Schwächen bei Querfugen. Im Grenzbereich reagiert der Wagen gutmütig untersteuernd. Der Wendekreis mit 10,50 Meter für einen Kleinwagen vergleichsweise groß.



Ein pfiffiges Vielzweckmobil in der Vollton-Farbe Vanilla Shake

Motor

Aktuell stehen zwei Motoren zur Wahl. Sowohl der Diesel als auch der von uns gefahrene Benziner schöpfen aus 1,6 Liter Hubraum 93 kW (126 PS). In unserem Test hinterlässt der 1,6-Liter Benziner einen nicht ganz perfekten Eindruck. Der Benziner erfreut vor allem durch seine Laufruhe, lässt jedoch beim kräftigeren Tritt auf das Gaspedal etwas an Spritzigkeit vermissen.


Der kleine Vierzylinder hatte reichlich Mühe mit dem Kia Soul



Der kleine Vierzylinder sollte eigentlich leichtes Spiel mit dem 1,2 Tonnen schweren Soul haben, doch es will mit reichlich Drehzahlen gefüttert werden. In der City schlägt sich der Motor noch wacker, ab Landstraßentempo wird es ziemlich zäh.
Dies liegt zu einem Teil auch an der Getriebeabstimmung. Vor allem die lang übersetzten oberen beiden Gänge des Fünfganggetriebes rauben dem bis dahin recht quirligen Aggregat die Puste. An Steigungen hilft da nur fleißiges Runterschalten und die Drehfreude des mit variablen Einlasszeiten ausgestatteten Motors. Verzichtet man auf Sprinteinlagen, überzeugt der Treibsatz mit seinem kultivierten Lauf und genügsamen Durst. Der Verbrauch während unserer testfahrten betrug knapp 7 Liter bei flotter Fahrweise. Zur Kraftübertragung dient ein angenehm und präzise schaltbares Fünfganggetriebe.

Technische Daten Kia Soul 1.6 Spirit CVVT
Hersteller: Kia
Karosserie: Fünftürig
Motor: Benziner 1.6 CVVT mit variabler Ventilsteuerung
Hubraum: 1200 ccm
Leistung: 51 kW (69 PS)
Drehmoment: 156 Nm/ab 4.200 UPM
Von 0 auf 100 11,0 s
Höchstgeschwindigkeit: 177 km/h
Verbrauch (ECE) 6,5 Liter
CO2-Ausstoß PDK 154 g/km
Kraftstoff: Superbenzin
Schadstoffklasse Euro 4
Kofferraumvolumen 340 Liter bis 818 Liter
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4,11 Meter/1,76 Meter/1,61 Meter/2,55 Meter
Gesamtgewicht 1.245 bis 1.329 kg
Wendekreis 10,5 Meter
Basis-Preis brutto: ab 18.950 Euro,-


Aufpreisplichtige Extras


Die Preise des Basis-Soul starten ab 14.980 Euro. Allein elf Farbvarianten stellt Kia zur Wahl. An Bord sind dann serienmäßig unter anderem eine 112-Watt-Audioanlage mit CD-Radio und elektrische Fensterheber. Die Sicherheitsausstattung ist ebenfalls umfangreich und enthält neben sechs Airbags auch serienmäßig den Schleuderschutz ESP sowie aktive Kopfstützen. Beeidruckend die Vielfalt der optionalen Extras. Ob leuchtende Schriftzüge in den Sitzbezügen oder Fahrradträger, alles ist möglich.
Heute selbstversändliche Ausstattungsdetails wie Klimaanlage, Nebelscheinwerfer oder Fernbedienungstasten am Lenkrad bekommt man erst bei höherwertigen Ausstattungen. Andersfarbige Innenausstattungen oder Stylingpakete sind nur in der von uns gefahrenen Top-Version Spirit (ab 18.950 Euro) zu haben. Für 1.440 Euro extra gibt es ein Schiebedach, zusätzliche Boxen plus Verstärker und eine Rückfahrkamera des US-Zulieferers Gentex mit Display im Innenspiegel. Für die Außenhaut stehen neben ausgefallenen Farben auch verschiedene Muster zum Bekleben zur Verfügung. Ebenfalls ein Blickfang sind die optional erhältlichen Felgen mit floralem Speichendesign.


Der von Ex-VW Designer Peter Schreyer mutig gezeichnete Koreaner nimmt wenig Rücksicht auf bestehende Konventionen

Fazit: Kias Soul ist ein Kontrapunkt in einer vorwiegend rundlich-dynamisch geprägten Designlandschaft. Der Soul basiert auf einer völlig neuen Plattform, die insbesondere ein Manko aufweist: Es gibt sie nicht mit Allradantrieb. Alles in allem gibt sich der Soul als ein praktisches Alltagsauto, ist leicht, kompakt sowie technisch auf der Höhe der Zeit. Als auffälliger Kleinwagen wird er durch seine großzügigen Abmessungen und die hohe Sitzposition nicht nur die junge Kundschaft, sondern durchaus auch gerade ältere Autofahrer als Zielgruppe ansprechen können.

 

Weitere Informationen unter:

www.kia.de


 



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