
Die flache Dachlinie
schränkt allerdings etwas den Sitzkomfort im Fond
ein und so geht es naturgemäß etwas enger zu als
in der Limousine oder im Variant. Doch auch groß
gewachsene Personen finden noch genügend Platz
und auch an der Kniefreiheit gibt es nicht wirklich
etwas auszusetzen. Ausserdem erleichtern die hinteren
Türen den Zustieg gegenüber einem echten Coupé.
Allerdings ist der CC ein reiner Viersitzer, statt
einer konventionellen Rückbank gibt es zwei bequeme
Einzelsitze. Familienväter, die hinten drei Passagiere
chauffieren wollen, werden deshalb auch weiterhin
mit der Limousine vorlieb nehmen müssen.

Innenraum mit
Premium-Atmosphäre
Für Fahrer und Beifahrer
bleibt beim Einsteigen zwischen Sitzoberkante
und der Dachunterkante nur ein kleiner Durchstieg,
der im ersten Moment gewöhnungsbedürftig ist und
eher an einen Sportwagen als an einen Viertürer
erinnert. Ist ersteinmal der Platz hinter dem
Lenkrad eingenommen, kann man sich über ein großzügiges
Raumangebot freuen. Die Sportsitze unseres CC
sind elektrisch vielfach einstellbar und bieten
einen ausgezeichneten Seitenhalt. Gegenüber der
Limousine wurden die Instrumente neu gezeichnet
und die Mittelkonsole umgestaltet.

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Metall-Zierteile
wie gebürstetes Aluminium und weiche Lederpolster
sorgen für ein edles Wohlfühl-Ambiente. Die verwendeten
Materialien sind allesamt hochwertig und sauber
verarbeitetet. Allerdings hätte man die Anzahl
von sieben, in ihrer Oberfläche unterschiedlichen,
Kunststoffen in den Türverkleidungen und des Armaturenträgers
reduzieren können. Das dicke Multifunktionslenkrad
liegt angenehm in der Hand und die klassisch-schönen
Rundinstrumente gut im Blick.
Weniger gut ist der Blick nach hinten durch die
flache und ungünstig geschnitte Heckscheibe. Zum
sicheren Rangieren sollte deshalb bei der Ausstattung
nicht auf den Parksensor verzichtet werden, oder
noch besser, wie bei unserem Testwagen, gleich
der Parklenkassistent "Park Assist"
inkl. ParkPilot mitbestellt werden, der das rückwärtige
Einparken komplett für den Fahrer übernimmt.

Technische Ausstattung
aus der Oberklasse
Das der CC zum kleinen
Phaeton avanciert zeigen auch die anderen Assistenzsystemen
die zur aufpreispflichtigen Ausstattung unseres
Testwagens gehören. Dazu gehört die adaptive Fahrwerks-regulierung
DCC. Auf Knopfdruck in der Mittelkonsole lassen
sich die Dämpfer nach den Kategorien sportlich,
komfortabel oder normal abstimmen. Die Normalposition
wird fast allen Fahrsituationen gerecht und bietet
auf längeren Strecken einen überzeugenden Reisekomfort.
Die große Limousine gleitet fast so komfortabel
und leise über Landstraßen und Autobahnen wie
man es sonst nur von Fahrzeugen der Oberklasse
gewohnt ist.
Nur bei wirklich
schlechten Straßenverhältnissen wie Kopfsteinpflaster
kommt die Komforttaste zum Einsatz. Das macht
dann nicht nur einen akustischen Unterschied,
sondern der CC wird auch spürbar sanfter aufgefangen.
Die sportliche Einstellung eignet sich besonders
in Kombination mit der optionalen 18 Zoll Bereifung.
Das Fahrwerk stellt sich straff ein und schnelle
Kurven werden wie auf Schienen durchfahren. Für
zusätzliche Sicherheit sorgt die Fahrspurhilfe
"Lane Assist", die für einen kaum spürbaren
Eingriff in das Lenkverhalten sorgt, wenn man
unbeabsichtigt über die Mittellinie oder den Randstreifen
gerät. Das Gegenlenken erfolgt so dezent, dass
nur ein leichter Widerstand zu spüren ist.
Zusätzlich werden
Annehmlichkeiten wie Abstandstempomat, Einparkhilfe
oder der Anhaltewegs-verkürzung "Front Assist"
angeboten. Die restliche Serien- und Komfortausstattung
entspricht weitgehend dem der Limousine und des
Variants.
Für die Reise in
den Urlaub mit vier Personen eignet sich auch
der große Kofferraum. 532 Liter fasst der Laderaum,
der sich hinter der leicht aufschwingenden Kofferraumklappe
verbirgt. Zusätzlich lässt sich die Rückbank umklappen,
wenn lange Gegenstände transportiert werden müssen.
Die Zuladung von maximal 490 Kilogramm wird durch
die hohe Ladekante etwas erschwert.
Motorisierung
Die Motorenpalette
für den Passat CC reicht vom 1.8 Liter Vierzylinder
TFSI mit 160 PS bis hin zum 300 PS starken 3.0
Liter V6-Ottomotor mit Allradantrieb.
Die beste Abstimmung
bietet der 170 PS starke 2.0 TDI den es serienmäßig
mit 6-Gangschaltung und optional mit dem Direktschaltgetriebe
gibt. Obwohl das DSG noch mehr Fahrkomfort verspricht
waren wir auch mit dem leicht zu schlatenden manuellen
Getriebe in unserem Testwagen sehr zufrieden.
Schaltwege wie im Sportwagen und hoher Schaltkomfort
erleichtern den Verzicht auf die Automatik.

Der 2.0 TDI bietet
spontanen Durchzug bereits von unten heraus. Sein
maximales Drehmoment von 350 Nm liegt zwischen
1750 - 2500 Umdrehungen pro Minute. Der Schub
der 170 PS ist ausreichend, um standesgemäß unterwegs
zu sein. Was auf dem Papier nicht spektakulär
erscheint, erweist sich im Alltag als mehr als
ausreichend. Mit dem stärksten Turbo-Diesel beschleunigt
unser CC kraftvoll in 8,6 Sekunden von 0 auf 100
km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von
227 km/h. Dabei wirkt er angenehm elastisch und
laufruhig. Unser erzielter durchschnittlicher
Praxis-Verbrauch von 6,3 Litern liegt zwar über
dem von Volkswagen angegebenen Wert, ist aber
für die gebotenen Fahrleistungen akzeptabel.
| Technische
Daten: VW Passat CC 2.0 TDI 170 PS 6-Gang
"Sportline" |
| Motor |
4-Zylinder-Dieselmotor
Common Rail |
| Hubraum |
1968
ccm |
| Max.
Leistung |
125
kw (170 PS) 4200 U/min |
| Max.
Drehmoment |
350
Nm 1750 - 2500 U/min |
| Antrieb |
Front |
| Getriebe |
6-Gang-Schaltgetriebe |
| Höchstgeschwindigkeit |
227
km/h |
| Beschleunigung
0 - 100 km/h |
8,6
sec |
| Kombinierter
Verbrauch im Test |
6,3
Liter Diesel |
| Tankinhalt |
70
Liter |
| Abgasnorm
/ CO2 Emission |
Euro
5 / 146 g/km |
| Länge
Breite Höhe |
4799/1855/1417
mm |
| Leergewicht |
1473
kg |
| Zuladung |
497
kg |
| Kofferraumvolumen |
532
Liter |
| Preise |
ab
32.775 Euro |
Die Preise für den
von uns getesteten Passat CC "Sportline"
mit dem 170 PS starken 2.0 TDI beginnen bei 32.775
Euro. Die Serienausstattung beinhaltet das Nötigste,
was von einem Fahrzeug dieser Klasse zu erwarten
ist. Extras, die das Fahren noch komfortabler
machen, lässt sich Volkswagen gut bezahlen. So
liegt der Komplettpreis unseres Testwagens, mit
großem Navigations-system, Nappa Lederausstattung
und Parklenkassistent bei über 48.000 Euro. Ein
stolzer Preis für einen VW, aber durchaus angemessen
für ein großes Comfort-Coupé.
| Fazit:
Nie war ein Passat emotionaler |
|
Das "Comfort-Coupé" besticht nicht
nur durch sein aufregendes Äußeres, sondern
auch durch seine inneren Werte. Fahrwerk,
Lenkung, Motor und Getriebe sind gewohnt souverän
und über jeden Zweifel erhaben. Hoher Fahrkomfort
und sehr gute Verarbeitung gehören zu den
besonderen Stärken. Einschränkungen gibt es
nur bei den auf 4 begrenzten Sitzplätzen und
der nach hinten schlechten Sicht. |
