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AutoTest
Daihatsu Copen: Der kleinste Roadster der Welt im Fahrbericht
Micro-Roadster bereitet viel Fahrspass

  • Copen Abschiedsmodell in limitierter Auflage
  • 1.3-Liter-Vierzylindermotor mit 64 kW (87 PS)
  • 850 kg Leergewicht sorgen für Agilität und regen Fahrspaß
  • 6 Liter Verbrauch
  • Ab 18.900 Euro
 


Daihatsu Copen wird noch bin Mitte 2011 als Neuwagen verkauft

 

COmpacct und OPEN

Seine Karriere begann der Daihatsu Copen als Concept Car auf der Tokio Motor Show im Herst 1999. Die zweisitzige Roadster-Studie eines Kleinwagens, der sich auf Knopfdruck öffnet, avancierte sofort zum Show-Star und rückte in den Mittelpunkt des Besucherinteresses. Die Produktion des offenen Kleinstwagens begann dann im Jahre 2002. Das Kunstwort Copen steht übrigens für kompakt (compacct) und offen.

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Final Edition: 60 Abschieds-Sondermodelle des sympathischen Roadsters

Durch Verzicht auf Pfunde und Ausmaße schuf der Copen Daihatsu eine Nische im Roadster-Segment. Zum Preis von 18.900 Euro gibt es nun das Abschiedsmodell, das durch eine exklusive Perleffektlackierung in den Farben "Stahlgrau", "Silber"und "Dunkelgrün" besticht. Darüber verfügt das Sondermodell über ein CD-Radio mit USB-Anschluss und Fußmatten im speziellen Design des Sondermodells. Der Preisvorteil soll bei rund 1.000 Euro liegen. Wir haben den kleinen Bonsai-Roadster bevor er sich verabschiedet nochmal ordentlich unter die Lupe genommen.

Klappdach: Bis auf die Handentruiegelung vollautomtisch in nur 20 Sekunden auf oder zu

 

Das nur 3,40 lange und 1,25 Meter hohe Cabrio steht im A-Segment bisher absolut ohne direkte Wettbewerber da und ist nach wie vor eine echte Ausnahmeerscheinung. Das gilt nicht nur für die Abmessungen, sondern auch und vor allem für den Fahrspaß.


Neben dem Mini-Cabrio Dahaitsu Copen fühlen sich selbst die kleinsten Autofahrer groß



Der Daihatsu Copen wurde im Jahr 2004 auf den deutschen Automarkt eingeführt. Anfänglich war der Daihatsu Pkw bis Ende 2005 etwa nur als Rechtslenker lieferbar. Dies war dem Markterfolg nicht förderlich und sicherlich ein Kardinalfehler seitens der Vermarktung. Erst nach und nach sprach sich herum welche inneren Qualitäten diesen kleinen Roadster auszeichnen, wie zum Beispiel das versenkbare Hardtop aus Aluminium, sowie die unschlagbaren Abmessungen 340 x 148 x 125 cm.



Optisch polarisierender Micro-Roadster

Das Design des Daihatsu sticht aus der Masse hervor. Auffällig zu allererst die geringen Abmessungen. Um das Design zu verstehen, muss die Herkunft des Fahrzeugs betrachtet werden. Im Heimmatmarkt Japan wird der kleine Roadster dort wegen seiner geringen Außenmaße steuerlich bevorzugt und von der sonst obligatorischen Parkplatznachweispflicht ausgenommen. Front und Heck sind nahezu gleich gestaltet und wirken auch bei der Gestaltung der Scheinwerfer und Rückleuchten wie gespiegelt. Lediglich der große Heckspoiler stört die Symmetrie. Ansonsten ist der Wagen trotz seiner Niedlichkeit gut gelungen. Und wirkt trotz nahezu unveränderter Bauart auch nach 10 Jahre noch lange nicht altbacken.

Knuffig und gut verarbeitet: Der Daihatsu Copen

 

Interieur mit enger Sportwagenatmosphäre

Die Platzverhältnisse sind wie nicht anders zu erwarten sehr knapp bemessen. Aber wer so ein Auto kauft wird diese sportlich berachten. Der Einstieg erfordert ein gewisses Maß an Gelenkigkeit. Danach geht es auf engem Raum durchaus bequemer zu. zu. An Klaustrophobie darf der Fahrer nicht leiden. Der Innenraum ist ansprechend gestaltet. Schön gezeichnete Instrumente versorgen den Fahrer mit allen wichtigen Informationen und die Materialien überzeugen in Optik und Haptik. Die Cockpitverkleidung täuscht auf angenehme Weise weiches genarbtes Leder vor, besteht aber überraschender Weise aus Hartplastik. Der Tacho wird von zwei angeschnittenen Rundinstrumenten flankiert. Links ist der Drehzahlmesser und rechts die Tank- sowie die Temperaturanzeige positioniert. Zwei kleine Netztaschen in den Türinnenseiten und eine hinter den beheizbaren Ledersitzen sowie das Fach zwischen Fahrer und Beifahrer müssen als Ablagen reichen. Die Kofferraum- und die Tankentriegelung sind aus Platzgründen im Fach unter der kleinen abschließbaren Mittelarmlehne untergebracht.

Das Interieur versprüht Sportlichkeit

 

Frischluftvergnügen kotet Kofferraum

Mit zwei simplen Handgriffen die beiden Schnappverschlüsse entriegelt. Der Rest geht automatisch über den Schalter in der Mittelkonsole. In nur 20 Sekunden öffnet sich das Aluminium-Klappdach und verstaut sich samt Heckscheibe im Kofferraum, den in der neuen Generation ein kecker Heckspoiler ziert. Zwischen wieder geschlossener Heckklappe und Fahrgastzelle klafft anschließend allerdings eine Lücke. Damit der Verdeckmechanismus nicht durch äußere Einflüsse in Mitleidenschaft gezogen wird, muss der Fahrer noch eine schwarze Kunststoffabdeckung dazwischen stecken, die im Kofferraum mitgeführt wird. Vom Kofferaum sollte man nicht allzuviel erwartet. Gepäckraum ist schon übertreiben. Das Volumen sinkt von 210 Litern im geschlossenen Zustand auf quasi nicht vorhandene zahnbürstenkonforme 14 Liter. Bei geschlossenem Dach recht es für eine Golftasche oder sogar eine Getränkekiste.




Open-Air-Genuss ist für großgewachsene Mitteleuropäer nur bedingt empfehlenswert. Die Sitzhöhe lässt sich leider nicht korrigieren und dementsprechend schnell ragt der Kopf mehr oder weniger über die obere Frontscheibenkante dem Fahrtwind entgegen.
Dank optisch schön gelöstem Acryl-Windschott zwischen den Kopfstützen bleibt der Innenraum bei hochgefahrenen Seitenscheiben weitestgehend zugfrei.



Das Windschott aus Acrylglas verhindert wirkungsvoll Turbulenzen im Inneraum



Starker Motor im Verhältnis zu Gewicht und Größe

Das Copen wird in Europa mit dem bewährten 1,3-Liter-4-Zylindermotor mit 64 kW (87 PS) ausgeliefert. Der kleine Vierzylinders wuchtet ein Drehmoment von 120 Newtonmeter erst ab 4.400 Umdrehungen/Minute auf die Kurbelwelle. Der Motor hat dennoch leichtes Spiel mit dem kleinen Roadster und sorgt für Fahrspass pur. Den 87 PS steht ein Leergewicht von gerade einmal 850 Kilogramm gegenüber. So ausgestattet, ist der kleine Daihatsu Copen Pearl immerhin 180 km/h schnell. Der 1,3-Liter-Benziner lässt den Kleinwagen in 9,5 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Der Verbrauch im Drittelmix beträgt 6,0 Liter auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 140 g/km entspricht. Wir hatten den Wagen wirklich gefordert. Und der Testverbrauch betrug deutlich unter 7,5 Litern. Das Fahrzeug hängt herrlich am Gas und wirkt auch bei höheren Geschwindigkeiten erfreulich elastisch. Es gibt wohl nur wenige Fahrzeuge, die mit solch relativ bescheidener Motorisierung derartige Fahrleistungen vollbringen. Übertragen wird die Kraft über eine 5-Gang Handschaltung, die sich wie das Auto als "kurz und knackig" beschreiben läßt.



Der Motor: 87 PS Vierzylinder


Fahreigenschaften und alte Roadster-Herrlichkeit


Aufgrund seines geringen Leergewichts von 850 Kilo legt der kleine Roadster ein äußerst temperamentvolles Fahrverhalten an den Tag. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung ist gut und direkt abgestimmt. Das Lederlenkrad von Momo liegt gut in der Hand. Sehr gut gefallen hat uns vor allem das sehr straff ausgelegte Sportfahrwerk (Magna Steyr) des kleinen Fronttrieblers. Die Stabilisatoren vorn und hinten erweisen sich als wirksam und dämpfen die Seitenneigung. Die Bodenfreiheit beträgt nur 105 Millimeter und es sollten deshalb allzugroße Fahrbahnunebenheiten vermeiden werden. Durch den kurzen Radstand von 2,23 Metern läßt sich das Fahrzeug auch leichtfüßiges Tänzeln durch sehr enge Kurven bewegen. Lastwechsel sollten - dem ansonsten gutartigen Fahrverhalten zum Trotz - nicht übertrieben werden. Der Schleuderschutz ESP ist für den Fronttriebler weder für Geld noch gute Worte erhältlich.

 


Den Spoiler wirkt wie beim alten Audi TT aufgesetzt

Technische Daten Daihatsu Copen Top S
Bauart Micro-Roadster, zweisitzig
Motor 1,3-DVVT-Motor, DOHC 16 Ventile
Hubraum 1298 ccm
Max. Leistung 64 kW (87 PS) bei 6000 U/min
Max. Drehmoment 120 Nm bei 4400 U/min
Getriebe 5-gang manuell
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Beschleunigung 0 - 100 km/h 9,5 s
Kombinierter Verbrauch im Test 6,0 Liter Benzin
Tankinhalt 40 Liter
Abgasnorm / CO2 Emission Euro 5/ 139 g/km
Länge/Breite/Höhe 4,520 / 1830 / 1680/ 2790 mm
Leergewicht 850 kg
Zuladung 190 kg
Bereifung 165/50 R15 auf 4,5 x 15 Aluminiumfelgen
Kofferraumvolumen 14 bis 210 Liter
Wendekreis 9,2 Meter
Grundpreis ab 18.900 Euro (Final Edition)



Daihatsu Copen Abschiedsmodell


Fazit: Parklückenfreundliche 3,40 Meter Fahrspaß

Die Toyota-Tochter Daihatsu bezeichnet sich selbst gern als Kleinwagenspezialist. Auf den kleinen Micro-Roadster Copen trifft dies trefflich zu. Dieser Wagen ist toll, bereitet herrlichen Rodster-Fahrspass und es ist schade, dass der Vertrieb dieses Fahrzeugs zu Mitte 2011 eingestellt wird. Die Final-Edition des Copen mit einem Preisvorteil von rund 1.000 Euro wird sich sicherlich gut absetzen lassen und wir sind uns sicher, dass dieser kleine Japaner einen gewissen Klassiker-Status erhalten wird. Wir hatten übrigens wenige Fahrzeuge, welche die Blicke der anderen Verkehrsteilnehmer im positiven Sinne so auf sich zogen. Zum Abschied von unserer Redaktion ein leises Sayonara.



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Weitere Informationen:

www.daihatsu.de


 

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