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AutoTest
Fahrbericht Kia Picanto Spirit 1.1
Der Kleine aus Korea mit europäischer Anmutung

  • Modelljahr 2010 deutlich gereift
  • 48kW/ 65 PS Benziner mit Fünfgang-Handschalter
  • Fünftürig und hohe Variabilität
  • Ausstattung Spirit zu Preisen ab 11.950 Euro
 


Im Test: Kia Picanto Spirit 1.1 Modelljahrgang 2010

Umfassende Überarbeitung hat dem Kleinwagen gut getan


Kleinwagen im sogenannten A-Segment liegen weiter im Trend. Auch nach dem Auslaufen der Abwrackprämie hat sich die Nachfrage hin zu den kleineren PKW verschoben. Der Kia Picanto gehört seit seinem Start im Jahr 2004 zu den Bestsellern der koreanischen Marke.

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Mehr Pep, Dynamik und weniger Kanten

Der überarbeitete Modelljahrgang 2010 des Picanto verfügt über eine sportlichere Optik, neue Komfortelemente und zeichnet sich durch einen reduzierten Kraftstoffverbrauch aus. Mit geglätteter Front und neuem Heckleuchtendesign geht der kleine Fünftürer nun deutlich modischer und attraktiver auf Kundenfang. Unter dem Blech hat sich nicht so viel getan. Darauf kommen wir noch später. Der 5-Türer ist in den Versionen Attract, Vision und der vomn gestesteten Variante Spirit erhältlich. Der Einstiegspreis in der Basisausstattung Attract startet bereits ab 8.690 Euro.

In der höchsten Ausstattungsversion "Spirit"sind Front- und Heckschürzen in Schwarz anstatt in Wagenfarbe


Wir hatten ausführlich Gelegenheit den Picanto in der gehobenen Ausstatung Spirit einem ausgiebigen Test zu unterziehen. Äußerlich ist der Modelljahrgang 2010 in der von uns gefahrenen Ausstattung an den markanten schwarzen Front- und Heckschürzen, die im Kontrast zu den serienmäßig in Wagenfarbe lackierten Stoßfängern stehen, zu erkennen. Neu ist zudem der leuchtend frische Farbton "Lemon" als eine von 9 weiteren verfügbaren Karosseriefarben.


Neu ist auch der Farbton "Lemon" als eine von 9 weiteren verfügbaren Karosseriefarben

Sportlicher im Auftritt

Kam die erste Generation des Picanto noch sehr auffällig daher, so hat der aktuelle Jahrgang das Zeug dazu - sich dem Status eines Kleinwagen zum Trotz - über seine Optik in den Mittelpunkt zu drängen. Die markant ums Eck gezogenen Scheinwerfer gefallen hier ebenso wie die Gitteroptik der großzügig dimensionierten Lufteinlässe.


Optisch zeigt sich der Picanto des Modelljahrgang 2010 deutlich weiterentwickelt


Schöne Felgen und ein Heck, bei dem die Größe der Leuchten ebenfalls prägend sind tun ihr übriges. Ein großes Lob gilt den Designern und Technikern für die gefundene Lösung so große Türen in ein an sich sehr kompaktes Auto zu integrieren. '

Neu ist das aus dem Kia Soul übernommene Dreispeichenlenkrad sowie ein Ablagefach unter dem Sitz


Interieur

Die inneren Werte des neuen Picanto sind ebenfalls deutlich aufgewertet worden und brauchen sich nicht zu verstecken. Zwar wird großzügig Gebrauch vom schwarze Kunststoff gemacht. Aber dieser erfüllt die klassenüblichen Ansprüche. Die Armaturenträgerabdeckung mit Oberfläche in Gänsehautoptik wirkt sogar durchaus hochwertig, die Stoffe der Sitze ebenfalls. Im Cockpit erwartet die Picanto-Fahrer ein betont ergonomisches Lenkrad, das schon im neuen Kia Soul zum Einsatz kommt. Zu den praktischen Neuerungen zählen darüber hinaus das Ablagefach unter dem Beifahrersitz, der neue Schlüssel mit Fernbedienung für die Zentralverriegelung (beides Serie in Spirit) sowie die optional angebotene Klimaautomatik (für Spirit, im Paket mit Sitzheizung vorn). Drei Dosenhalter dienen als Auffangbecken für allerlei Kleinzeug. Die Bedienung der wenigen Schalter ist intuitiv und gelingt auch weniger versierten Fahrern auf Anhieb. Lenkrad, Schalthebel, Pedale und Zündschloss sind gut positioniert, das gilt auch für das gutklingende und serienmäßig mit MP3-fähigem CD-Player ausgerüstete Radio sowie den Schalter der Heckscheibenheizung, der etwas
abgesetzt von der restlichen Lüftungsbedienung liegt. Das in den Ausführungen Attract und Vision optionale CD-Radio verfügt über einen USB-Eingang und iPod-Direktanschluss. In der von getesteten Version Spirit ist das serienmäßige Radio bereits mit einem USB- und AUX-Anschluss kombiniert.

 

Das Raumgefühl fällt zwar erstmal relativ großzügig aus. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass sich größere Personen ab 1,80 Meter erstmal eine optimale Sitzposition hinter dem Lenkrad über den höhenverstellbare Fahrersitz und das ebenfalls in der Höhe verstellbare Lederlenkrad suchen müssen. Die Sitze sind hinten nicht unbequemer als vorn. Leider gibt es hinten zu wenige Ablagen, Fächer in den Türen fehlen gänzlich. Für einen Kleinwagen ist der Picanto f ür den Transport von mehr als zwei Personen (möglichst ohne Gepäck) gut gerüstet. Der Einstieg durch die hinteren Türen gestaltet sich recht bequem. Wenn dann noch das Platzangebot für die Passagiere in Relation zur Außenlänge gesetzt wird, imponiert der Koreaner noch mehr.

Umgeklappt bietet der Picanto ein maximalen Stauraum von bis zu 868 Litern


Eher bescheiden fällt der Stauraum mit einem Fassungsvermögen von gerade mal 127 Litern. Das reicht gerade mal für einen aufrechten Koffer kleinerer Baugröße um diesen aufrecht zwischen Rücksitzlehne und Heckklappe zu stellen. Falls das nicht reichen sollte läßt sich die asymmetrisch geteilte Lehne in der Neigung verstellen. Von stark geneigt über leicht angewinkelt bis zu aufrecht. Für mehr Gepäck lassen sich Rückbank und Rücksitzlehnen geteilt umlegen. Das geht blitzschnell und in Sekunden von der Hand. So wird der Picanto im Handumdrehen zum kleinen IKEA-tauglichen Lastenesel mit bis zu 868 Litern Stauraum. Die Heckklappe öffnet für groß gewachsene Menschen nicht weit genug, die Ladekantenhöhe von etwas über 68 Zentimetern geht dagegen in Ordnung.


Langhubiger 1,1-Liter-Vierzylinder in Dreiventil-Technik mit 65 PS

Motor

Angetrieben wird Picanto von einem 1,1-Liter-Vierzylinder. Der Dreiventiler mobilisiert 48 kW (65 PS) und erzeugt bei niedrigen 2800 U/min bereits ein maximales Drehmoment von 97 Nm. Bei hohen Drehzahlen wird das Aggregat relativ laut, beim Beschleunigen wirkt er zuweilen zäh. Diese Leistung reicht für eine Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 15,1 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 154 km/h (Automatik 144 km/h). Immerhin soll der Motor mit 4,9 Liter Normal auskommen. in unserem Test lag der Durchschnittsverbrauch bei 6 Litern. Insbesondere bei schneller Autobahnfahrt wird der ansonsten sparsame Motor mit einem Verbrauch von knapp 7,5 Litern zum Schlucker. Die Fünfgangschaltung operiert leichtgängig und ausreichend exakt.

Alternativ bieten die Koreaner auch in dieser Klasse einen Selbstzünder an: Der 75 PS starke CRDi verfügt nur über drei Zylinder und übertrifft dem 1,1 Liter Benzinmotorisierung bei der Höchstgeschwindigkeit um 8 km/h.


Gelungen präsentiert sich die Heckansicht

Fahrwerk

Das Fahrwerk des Picanto ist komfortabel abgestimmt und ohne große Makel. Er leistet sich keine allzugroßen Schwächen. Der Picanto bietet für einen recht leichten Kleinwagen eine erstaunlich
komfortable Feder-Dämpfer-Abstimmung. Im Grenzbereich gibt sich der Picanto als harmloser Untersteuerer. Die Federung ist für die Preisklasse überraschend ausgewogen abgestimmt und bietet verhältnismäßig guten Fahrkomfort. So gibt sich der Kleinste von Kia in Kurven leicht untersteuernd. Auf Lastwechsel reagiert er gutmütig. Für die Lenkung würden wir uns etwas mehr Präzision wünschen. positiv sind der Wert von nur 2,8 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag
Gerade in der Stadt kommt soetwas wie ein angenehmes Go-Kart-Feeling auf.

 

Ausstattung und Sicherheit

Der Picanto verfügt serienmäßig über Seitenaufprallschutz in allen vier Türen sowie über vier Airbags: Zwei vorne sowie zwei seitlich in den Rückenlehnen der Vordersitze. Aktive Sicherheit bieten unter anderem die relativ guten Sichtverhältnisse, das agile Fahrverhalten, die präzise Lenkung und die gut zupackenden Bremsen. So sind an allen vier Rädern Scheibenbremsen (vorn innenbelüftet) montiert. Für eine sichere Entschleunigung ist das Bremssystems mit ABS mit EBD (elektronischer Bremskraftverteilung) ausgerüstet. Leider fehlt beim Picanto serienmäßig das elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Dieses bleibt für die Picanto-Varianten Vision und Spirit aufpreispflichtig und wird mit 400 Euro berechnet. Das Basismodell ist nicht mit ESP zu haben. Neben den drei Ausstattungslinien Attract, Vision und Spirit wird Kleine künftig auch mit einem Sportpaket zu haben sein. Für 200 Euro trägt der kia Picanto dann einen silbern lackierten Tankdeckel, Sportpedale, schwarze Scheinwerferhintergründe und einen Lederschaltknauf. Hinzu kommen eigenständige Schürzen vorn und hinten mit neuen Nebelscheinwerfern und vergrößertem Kühlerschlund.

Technische Daten Kia Picanto Spirit 1.1
Hersteller: Kia
Karosserie: Fünftürig
Motor: Benziner 1.1
Hubraum: 1086 ccm
Leistung: 48 kW (65 PS) bei 5.500 UPM
Drehmoment: 94 Nm/ab 2.800 UPM
Von 0 auf 100: Handschalter 15,1 s
Höchstgeschwindigkeit: 154 km/h
Verbrauch (ECE) 4,8 Liter
CO2-Ausstoß PDK 114 g/km
Kraftstoff: Benzin
Schadstoffklasse Euro 4
Gesamtgewicht 929 kg
Zuladung je nach Ausstattung bis zu 421 kg
Preis: ab 11.950 Euro,-



Fazit: Der Kia Picanto ist ein Kleinwagen, der in dieser Klasse ein überzeugendes Raumangebot mit sehr guter Variabilität bietet. und nebenbei bietet der preiswerte Koreaner aktuell eines der günstigsten Möglichkeiten, einen Neuwagen zu fahren. Dieser Kleinstwagen stellt nicht nur Minimalisten zufrieden. So klein und knuffig der Picanto außen wirkt, so groß ist er innen. Mit einer Aussenlänge von 3495 Millimetern unterbietet der Picanto den im Fond weniger geräumigen BMW Mini um gut zehn Zentimeter und übertrifft ihn in der Variabilität deutlich. Während die direkten Wettbewerber wie VW Fox, Toyota Aygo oder Citroen C2 mit nur drei Türen daherkommen und preislich höher positioniert sind, bietet der preiswertere Picanto zwei Zustiege mehr. Die Modellflege zum Modelljahrgang 2010 hat dem kleinen Koreaner sichtlich gut getan. Das Niveau im Kleinwagensegment ist deutlich gestiegen. Allerding auch die Erwartungen.



Dynamische Seitenansicht und 5 Türen

Picanto bleibt ein Erfolgstyp

Zu haben ist der überarbeitete Kia Picanto in der Version Attract ab 8.690 Euro, die Ausstattungsvariante Vision kostet ab 9.290 Euro und die Variante Spirit startet zu Preisen ab 11.950 Euro.


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Weitere Informationen:

www.kia.de



 

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