AutoTest Die Neuauflage
des Kia Sorento im Fahrbericht Die
zweite Generation des beliebten SUV mit
bärenstarkem Turbo-Diesel
Im
Test: Sorento 2.2 CRDi 4WD Spirit
Bärenstarker
Vierzylinder-Diesel mit 197 PS und
unter 7 Litern Verbrauch
Chassis
mit selbsttragender Karosserie und
Einzelradaufhängung
Neuauflage
größer, leichter und
sparsamer
Zu
Preisen ab 38.290,- Euro
Die
neue Generation des kompakten Geländegängers
Kia Sorento im ausführlichen Fahrbericht
Die zweite Generation des Kia Sorentomit neue Technik und neuer Optik
Kia legt den Sorento nach über sieben
höchst erfolgreichen Jahren komplett
neu auf. Die zweite Generation des Kia Sorento
verspricht mehr Platz und deutlich höheren
Komfort. Sein Europa-Debüt gab der
neue Sorento auf der IAA 2009 in Frankfurt.
Anzeige:
Die zweite
Generation des Sorento
Es war insbesondere der Sorento, der die
koreanische Marke Kia zu Anerkennung und
Bekanntheit führte. Mit dem Allradler
trafen die Koreaner den Nerv der Zeit. Über
45 000 Sorento sind zwischenzeitlich auf
deutschen Straßen unterwegs. Kia hat
sich fest virgenommen die komplett neu entwickelte
zweite Generation des Sorento wieder zum
Bestseller zu machen. Wir fuhren den neuen
Mittelklasse-Allradler mit dem neuen 2,2-Liter-Turbodiesel
mit Biturboaufladung. Dieser liefert ein
bärenstarkes Drehmoment von 421 Nm
ab und leistet 197 PS.
Selbsttragende
Karosserie statt Leiterrahmen-Aufbau: Mit
der zweiten Generation des Sorento nimmt der
koreanische
Hersteller Kia endgültig Abschied von
rustikaler Geländetechnik und setzt auf
Onroad-orientierte SUV-Technik
Abschied
von rustikalen Bauart
Der neue Sorento wirkt auf uns deutlich
eleganter als der Vorgänger. Der Nachfolger
erhielt eine neue Optik mit markanteren
Gesichtszügen und einem Kühlergrill
im neuen Kia-Familiendesign mit "Tiger-Nase".
Aber die wichtigste
Änderung steckt unter dem Blechkleid.
Der Leiterrahmen hat ausgedient und musste
einer selbsttragenden Karosserie weichen.
Dies reduziert das Gewicht je nach Antriebsart
um bis zu über 215 Kilogramm. Das neu
konzipierte Fahrwerk bietet statt einer
Mehrlenkerverbundachse nun Einzelradaufhängungen
vorn und hinten. Der koreanische Mittelklasse-Allradler
hat an Größe gewonnen und an
Gewicht verloren.
Die
Rückleuchten - hier optional in LED -
sind kräftig gewachsen
Zwar bleibt
die Breite bleibt nehzu unverändert
der Radstand schrumpfte geringfügig
auf 2,70 Meter. In
der Länge hat der Sorento jedoch um
zehn Zentimeter auf 4,69 Meter zugelegt
und bietet nun optional Platz für drei
Sitzreihen und bis zu sieben Passagieren.
In der Höhe schrumpfte der Koreaner
um fünf Zentimeter auf 1,76 Meter.
Deutlich dynamischer schaut der neue SUV
in die Welt, mit schmalen, weit nach hinten
gezogenen Scheinwerfern bis weit in die
Kotflügel hinein. Mit einem cW-Wert
von 0,38 soll der neue Kia Sorento nun auch
deutlich windschnittiger geworden sein.
Die Nebelscheinwerfer wurden in angedeutete
Lufteinlässe mit schwarzem Hintergrund
platziert. Die reduzierte Dachhöhe
aufgrund der selbsttragenden Karrosserie
sorgt für eine schmalere Fensterlinie.
Als markanten Designstil verfügt auch
der neue Sorento über eine breite C-Säule.
Das Heck wird
dominiert durch die neu gezeichneten Rückleuchten
in LED-Technik. Die Heckscheibe wird von
einem kleinen Dachkantenspoiler überdacht,
die Heckschürze integriert einen angedeuteten
Unterfahrschutz. Eine Dachreling sorgt für
zusätzliche Transportkapazität.
es gibt aber auch punkte an denen der neue
Kia abgespeckt hat: Die zulässige Anhängelast
sank von maximal 3,5 auf nur noch 2,8 Tonnen.
Luxus
auf koreanisch: Im Detail präsentiert
sich der Sorento deutlich hochwertiger als
bisher
Interieur
mit viel Platz für bis zu sieben Personen
Insbesondere im Interieur möchte die
Koreaner den neuen Sorento renoviert wissen.
Die Wettbewerbssituation ist eine deutlich
andere als vor 8 Jahren. Verarbeitung und
Materialauswahl im Sorento-Cockpit sind
deutlich hochwertiger als im Vorgängermodell.
Die Optik und Haptik der verarbeiteten Materialien
kann überzeugen. Die
bequemen Sitze unseres Testwagens sind mit
braunem angenehm-softigem Leder bezogen
und bieten genügend Seitenhalt. Braun
sind auch die Holzapplikationen an der Armaturentafel.
Obwohl der Radstand um einen Zentimeter
auf 2,70 Meter verkürzt wurde, verfügen
alle fünf Sitzplätze über
genügende Platzverhältnise Im
Fond herrschen genügende Raumverhältnisse
für Kopf und Knie. Zwei aus dem Ladeboden
schwenkenden Zusatzplätze können
den Kia Sorento auf Wunsch zum Siebensitzer
machen. Die
Stühle können in den Kofferraumboden
geklappt werden. Um die dritte Reihe zu
erreichen, werden in der Mittelreihe die
äußeren Sitze zweifach nach vorn
geklappt.Beim Fünfsitzer gibt es unter
einer Klappe im Kofferraum einen zusätzlichen
Stauraum. Beim Fünfsitzer beträgt
der maximal nutzbare Stauraum von 531 bis
zu 1.582 Liter, das Kofferraumvolumen beim
Siebensitzer beträgt 111 bis zu 1.546
Liter. Werden die Sitzmöbel umgeklappt,
wofür nur wenige Handgriffe nötig
sind, ergibt sich ein Stauraum mit ebener
Ladefläche.
Der maximal nutzbare
Stauraum beträgt bis zu 1.582 Litern
Drei Rundinstrumente
versorgen den Fahrer mit allen notwendigen
Informatioenn. Die Instrumente hinter dem
Vierspeichen-Lenkrad stecken in Zylindern
und leuchten farbig dreidimensional. Die
hoch aufstrebende Mittelkonsole nimmt das
Radio mit großem Flachbildschirm und
fast allen Bedienelementen auf. Zu den weiterern
Optionen zählen die in unserem Testwagen
verbaute Lederausstattung, Infotainmentsysteme,
eine Rückfahrkamera ((350 Euro) deren
Bild im Innenspiegel angezeigt wird, eine
Panorama-Glasschiebedach (900 Euro) und
ein schlüsselloses Zugangssystem. Auf
ein großes Navi ab Werk müssen
Sorento-Kunden noch wenige Wochen bis Mitte
2010 gedulden.
Das serienmäßige
Ausstattungsniveau ist bereits ab Werk sehr
üppig: Klimaanlage, Audio-System mit
USB und Ipod-Anschluss, Bordcomputer und
Aluräder sidn Standard. Die Sicherheit
erhöhen sechs Airbags und ESP sind
ebenfals aufpreisfrei ab werk vorhanden.
Hochmoderner
kraftvoller Diesel
Nahezu 90
Prozent aller Sorento-Kunden in Europa entscheiden
sich für einen Selbstzünder als
Motor. Der 2,2 Liter große Diesel
wurde komplett neu entwickelt. Wir fuhren
den 145 kW (197 PS) starken Commonraildiesel
mit Biturbo-Aufladung und sind voll des
Lobes. In Kürze soll auch eine etwas
günstigere auf 150 PS leistungsreduzierte
Variante zur Auswahl stehen.
Mit
seinem wuchtigen Drehmoment hat der 2,2-Liter-Diesel
mit dem knapp zwei Tonnen schweren Allradler
wenig Mühe
Mit seinem
wuchtigen Drehmoment hat der 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel
mit dem knapp zwei Tonnen schweren Allradler
wenig Mühe. Das für Dieselmotoren
relativ leise Triebwerk zieht kraftvoll
von unten durch und beschleunigt den Koreaner
in nur 9,6 Sekunden von null auf 100 km/h.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt
190 km/h. Die Modernisierung wirkt sich
positiv auf den Verbrauch aus. So hat sich
der Kia Sorento 2.2 CRDi 4WD wärend
unserer Testfahrten mit 8,5 Litern begnügt.
Bei ruhiger Fahrt vermeldet der serienmäßige
Bordcomputer tatsächlich Werte im 6
bis 7 Liter-Bereich an. Der Hersteller git
den Verbrauch mit 6,6 Liter Diesel auf 100
Kilometer im Drittelmix an. Dies entspricht
einem C02-Ausstoß von 174 g/km. Optional
läßt sich das manuelle Sechsgang-Getriebe
gegen Aufpreis in Höhe von 1135 Euro
gegen eine Sechsstufen-Automatik austauschen.
Das manuelle 6-gang Schaltgetrieb in unserem
Testwagen war päzise zu schalten und
im sechsten Gang lang übersetzt.
Fahreigenschaften
Der neue Kia-SUV eignet sich auch als Reiselimousine
für lange Strecken. Das Fahrwerk schluckt
Bodenunebenheiten komfortabel weg und meldet
nur kurze Stöße in das Fahrzeuginnere.
Die Dämmung von Motor und Fahrwerk
ist gut gelungen. Für eine sportliche
Fahrweise ist die Lenkung leider zu indirekt
abgestimmt. Dennoch ist der Sorento genügend
agil und es läßt sich mit ihm
recht dynamisch unterwegs sein. Das
Handling des Kia Sorento hat sich klar zur
Vorteil entwickelt. Die Karroserieneigung
in scharf gefahrenen Kurven wurde gegenüber
dem Vorgänger deutlich reduziert. Dazu
tragen insbsondere der niedrigere Schwerpunkt,
das geringere Gewicht sowie das Fahrwerk
mit Einzelradaufhängung bei. Die gelungene
Gesamtabstimmung erlaubt eine erheblich
flottere Fahrweise als bisher. Dabei bleibt
der Sorento mit leichter Tendenz zum Untersteuern
auch bei höheren Kurventempi stets
gut beherrschbar.
Technische
Daten Kia
Sorrento Spirit 2.2 CRDi 4WD
Hersteller:
Kia
Karosserie:
Geländewagen
Motor:
4-Zylinder-Turbo-Diesel
- Euro 5
Ventile
pro Zylinder
4
Getriebe
6-Gang
Handschalter
Hubraum:
2199
ccm
Leistung:
145
kW (197 PS) bei 3.800 U/min
Drehmoment:
421
Nm bei 1850 bis 2500 U/min
Von
0 auf 100: Allrad
9,6
s
Höchstgeschwindigkeit:
190
km/h
Verbrauch
(ECE):
6,6
Liter
CO2-Ausstoß:
174
g/km
Kraftstoff/Tankinhalt
Diesel/
70 Liter
Kofferraum
nach VDA
528
bis 1582 Liter (umgeklappt)
Leergewicht
1.835-1.9919
kg
Wendekreis
10,88
m
Länge
4.685
mm
Breite
1.885
mm inkl. Seitenspiegel
Höhe
1.755
mm
Preis
brutto:
ab
36.570,- Euro
Allradantrieb
mit neuen Features
Den Sorento gibt es nun für Großstadtcowboys
in der abgespeckten Ausführung mit
einem günstigeren Frontantrieb (2WD).
In unserem Testwagen war mit einem permanenten
Allradantrieb (4WD) ausgetattet. Dieser
verteilt die Kraft elektronisch zwischen
Vorder- und Hinterachse. Bei normaler Fahrt
auf Asphalt werden nur die Vorderräder
mit Kraft versorgt. Wenn es vorn keine Bodenhaftung
mehr gibt, schickt die Elektronik bis zu
50 Prozent nach hinten. Per Knopfdruck kann
die Verbindung auch gesperrt werden, um
auf glattem Untergrund besser voranzukommen.
Ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h geht
der Antrieb wieder in den Automatik-Modus
über. Zu den neuen Features sowohl
vom 4WD als auch vom 2WD gehören eine
Berganfahr- und eine Bergabfahrhilfe. Letztere
ermöglicht bei starkem Gefälle
eine kontrollierte Abfahrt.
Fazit:
Die neue Sorento-Generation will an
die Erfolge des ersten Modells anknüpfen.
Den großen SUV-Modellen blässt
aktuelle kräftig der Wind entgegen.
Dennoch bringt der neue koreansiche
Mittelklase-SUV alle ingridenzien
für einen erfolg mit. Das ehemalige
Dickschiff wurde zur Neuaflage erheblich
modernisiert. Das SUV ist gekonnt
gezeichnet und wurde deutlich schöner,
geräumiger und dennoch sparsamer
und schneller. Dabei gewann der Sorento
sogar noch an Komfort und ist obendrein
günstiger - v.a. günstiger
als die direkten Wettbewerber - geworden.
Kia
ist selbstbewusst und gewährt
nun fünf statt drei Jahre Vollgarantie
ohne Kilometerbeschränkung sowie
zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung
statt bisher sechs.
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