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AutoTest
City-SUV: Toyota Urban Cruiser 1,4l D-4D 4x2 Life
Der frontgetriebene Urban Cruiser 2011 im Test

  • Neue Nische der Subkompakt-SUV
  • Auf Basis der zweiten Generation des Yaris
  • 2WD für die meisten Nutzungshintergründe ausreichend
  • Gute Fahrleistungen und geringer Verbrauch
  • Ab 16.950 Euro; Testwagenpreis ab 21.600,- Euro

 


Im Test der Toyota Urban Cruiser 1,4l D-4D 4x2 Life

Der City-SUV


Im Test der Toyota Urban Cruiser als Vertreter der neuen Spezies der Stadt-SUVs. Offroad-Fähigkeiten sind nicht unbedingt notwendig. Wir haben den Urban Cruiser in der Version 1,4l D-4D 4x2 in der Ausstattung Life gefahren. Also in der etwas günstigeren und verbrauchsärmeren allradfeien Variante.


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Optik mit Offroad-Flair

Die Optik des Urban Cruiser verleugnet nicht, dass er eher ein Aspalt-Cowboy denn ein echter Offroader ist. Eine robuste Optik, kompakte Abmessungen und agile Fahrleistungen im Kleinwagensegment sowie aber nur wenig mehr Bodenfreiheit als konventionelle PKW und relativ kleine Räder sind Indizien für seine Vorliebe zu städtischem Revier. Eine hohe Gürtellinie, ausgestellte Türschweller und ausgeformte Radhäuser akzentuieren den kraftvollen Auftritt. Optisch ist dem robusten Kompaktwagen eher die Designsprache eines "City-SUV" zu eigen, um eine urbane Käuferschicht als direkte Zielgruppe solcher zunehmend beliebter werdenden Crossover anzusprechen.

 

Das Design des Urban Cruiser verkörpert den Kundenwunsch nach einem sehr kompakten, praxisorientierten Fahrzeug, das sich dennoch klar von dem Großteil der Mitbewerber abhebt. In schwarz gehaltene Komponenten des unteren Karosseriebereichs wie der vordere und hintere Unterfahrschutz verleihen dem Urban Cruiser den erwünschten Offroad-Flair. Der stadttaugliche Urban Cruiser versprüht stilistisch Robustheit die insbesondere den Anhängern von SUV-Optik erfreuen dürfte. Vielen Käufern verlangen gar keine waschechten Offroad-Fähigkeiten und begnügen sich mit diesen Soft-Facts die Stabilität und Geländegängigkeit rein visuell transportieren. Die Bodenfreiheit fällt mit 16 Zentimetern bescheiden aus, obwohl er noch etwas hochgesetzt wurde. Dafür bringt er einen Unterbodenschutz vorn und hinten mit. Plastik- verkleidungen sollen Radläufe und Stoßfänger vor Beschädigungen schützen. Seit Frühjahr 2009 ist der Urban Cruiser auch in Deutschland zu haben.


Mini-Offroader mit nur 1,1 Tonnen Gewicht und hoher Alltagstauglichkeit

 

Interieur

Das Interieur wird durch den im Innenraum reichlich verbauten Kunststoff dominiert. Die Verabeitung ist allerdings durchweg gut. Dunklere Alufarbene Applikationen in Titan-Optik an der Armaturentafel, der Türinnenverkleidung und am Lenkrad sorgen für optische Auflockerung. Sorgfältig integrierte Übergänge zu den konkav ausgeformten Türverkleidungen dienen sowohl dem Komfort als auch dem Insassenschutz. Es klappert und knarzt nichts. Der Urban Cruiser ist sicherlich kein überragendes Raumwunder. Dafür bleibt er mit 3,93 Metern recht kurz, was aber im städtischem Umfeld mit einer kurzen Stellfläche belohnt wird. Auch das Gewicht von nur 1,1 Tonnen zeugt nicht von schwerem Offroader.


Das Cokpit des Urban Cruiser: Viel Kunststoff, aber eine gute Ergonomie, Design und Verarbeitung überzeugen

 

Die Plattform teilt sich der Urban Cruiser mit dem Toyota Yaris. Auch die Ausstattung des Urban Cruisers orientiert sich großteils am Angebot des Yaris. Cupholder und großzügige Ablagen sind reichlich vorhanden. Die Sitze des Cruisers sind gut gepolstert, bequem und bieten sogar ein wenig Seitenhalt. Einzig die zu kurzen Beinauflagen und fehlende Stufen für die Einstellung der Rücklehne geben Anlass zur Kritik. Das Innenraumdesign ist gelungen und die Verarbeitung sehr ordentlich. Im Fond geht es beim Cruiser bauartbedingt relativ eng zu. Dafür ist das Ladevolumen von 314 Litern - bei umgeklappter Rückbank werden es 1.253 Liter - für die Abmessungen ein ausgezeichneter Wert, der für eine hohe Alltagstauglichkeit spricht. Beim dem von uns gefahrenen Fronttriebler lassen sich die im Verhältnis 40:60 geteilten Rücksitze längs verschieben und mit nur einem Handgriff nach vorne umklappen, wobei sich die Sitzflächen automatisch absenken.

Das Ladevolumen von bis zu 1.253 Litern (umgeklappt) sprechen für eine hohe Alltagstauglichkeit


Die wenigen Funktionen und die überaus schlichte, klare Gestaltung sind übersichtlich und logisch angeordnet und erleichtern dem Fahrer damit die Orientierung für ein schnelles zurechtkommen. Tachometer und Drehzahlmesser teilen sich ein Rundinstrument mit gegenläufig rotierenden Zeigern. Weniger gut hat uns die eingeschränkte Rundumsicht bedingt druch die niedrigen Seitenscheiben und den breiten C-Säulen gefallen. Gerade bei Stadtfahrten mit viel Verkehr ist die mangelnde Sicht von Nachteil.


Der vordere und hintere Unterfahrschutz verleihen dem Urban Cruiser die nötige SUV-Optik


Fahreigenschaften

Der Toyota Urban Cruiser ist mit einer äußerst torsionssteifen, kompakten MacPherson Vorderachse mit L-förmigen Querlenkern ausgerüstet, die hohen Federungskomfort mit minimaler Wankneigung und dynamischen Handling-Eigenschaften in Einklang bringt. Die kompakte und leichte Torsionslenker-Hinterachse mit integriertem Stabilisator vereint ein außergewöhnlich raumsparendes Konzept mit erstklassigem Fahrkomfort und sicheren Fahreigenschaften auch bei hohem Autobahntempo. Dank der elektrischen Servolenkung EPS mit variabler Lenkunterstützung lässt sich der Urban Cruiser auch in der Stadt stets spielend leicht und präzise navigieren. Bei steigendem Tempo reduziert das ESP gut dosiert die Lenkkraftunterstützung, um durch erhöhte Haltekräfte dem Fahrer ein präzises, der Fahrsituation entsprechendes Lenkgefühl zu vermitteln. Das Lenksystem benötigt im Unterschied zu herkömmlichen hydraulischen Servolenkungen nur dann Energie, wenn auch tatsächlich eine Lenkunterstützung erforderlich ist, und trägt auf diese Weise zu einer Verringerung des Kraftstoffverbrauch bei.


Die Torsionslenker-Hinterachse mit integriertem Stabilisator vereint ein raumsparendes Konzept mit erstklassigem Fahrkomfort


Downgesizter 1,4-Liter-Dieselmotor

Mit zwei Motorisierungen geht der Urban Cruiser ins Rennen um die Käuferschaft. Der Benziner mit 1,33 Litern Hubraum ist nur mit Fronantrieb zu haben. Unser Testwagen hat mit einem 1,4 Liter Diesel allerdings mit 66 kW (90 PS) weniger Leistung, dafür aber ein höheres maximales Drehmoment in Höhe von 205 Newtonmeter zwischen 1.800 und 2.800 Umdrehungen pro Minute. Der 1,4-Liter D-4D Dieselmotor wird sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb angeboten und wurde für den Einsatz im Urban Cruiser intensiv überarbeitet. in der von uns gefahrenen frontgetrieben Variante begnügt sich der Urban Cruiser im EU-Fahrzyklus mit 4,5 Litern auf 100 Kilometer.


Downgesizt: Der moderne 1,4 Liter Turbo-Diesel mit 90 PS


Dies entspricht einer CO2-Emission von 118 g/km. In der Allrad-Variante liegt der Verbrauch geringfügig erhöht bei 4,9 Litern auf 100 Kilometer. Das entspricht CO2-Emissionen von 130 g/km. Unser Testverbrauch mit hohem Autobahnanteil betrug dagegen deutlich über 6 Liter. Was aber in Anbetracht der abgerufenen Fahrleistung voll in Ordnung geht. Der Motor ist mit seinen 90 PS zwar keine Ausgeburt an Sportlichkeit. Es genügt aber vollkommen das vier Meter kurze Auto mehr als angemessen zu motorisieren. Der downgesizte 1,4-Liter-Motor ist zuweilen auch ein rauer Geselle. Insbesondere bei untertouriger Fahrweise wäre mehr Durchzugskraft wünschenswert. Es handelt sich bei dem Aggregat dennoch um einen hochmodernen Selbstzünder. Der Common-Rail-Turbodiesel mit Ladeluftkühler ist serienmäßig mit einem Partikelfilter sowie mit einer modernen piezo-elektrischen Einspritz-Technologie ausgestattet. Die Einspritzventile sollen doppelt so schnell ansprechen wie bisherige konventionelle Magnetventile. Dadurch lässt sich Dieselkraftstoff noch dosierter in den Brennraum injezieren. Somit lassen sich zur Optmierung des Verbrennungsprozess innerhavb eines Zyklus mehrere Einspritzvorgänge für ein noch spontaneres Ansprechverhalten bei gleichzeitig reduziertem Verbrauch ermöglichen. Der Motor erfüllt bereits die Euro 5- Norm. Auch das eigens für den 1,4-Liter D-4D Dieseltriebwerk entwickelte manuelle 6-Gang-Getriebe trägt dank seines lang übersetzten sechsten Gangs entscheidend zur hohen Effizienz und zum geringen Kraftstoffverbrauch bei. Aussßerdem bietet das neue Getriebe präzise und geschmeidige Gangwechsel an. Eine Start-Stopp-Automatik, die den Motor bei Stillstand des Fahrzeugs und ausgekuppelten Gängen automatisch abstellt, ist nur dem Benziner vorbehalten.



Die hochgezogene Front wirkt bullig und dient auch dem Fußgängerschutz


Ausstattung und Extras

In der Basisausführung umfasst die Ausstattung des Urban Cruiser bereits ABS, elektronische Bremskraftverteilung EBD, Bremsassistent, ESP, Antriebsschlupfregelung TRC, elektrische Fensterheber vorn, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, CD-/MP3-Audiosystem mit 6 Lautsprechern eine in Länge und Neigung einstellbare Lenksäule, höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische Servolenkung EPS, Optitron-Anzeigen, Schalt-Anzeige, 16-Zoll-Stahlräder, Dachspoiler, Außenspiegel in Wagenfarbe mit integrierten Blinkern.

In jeder Ausführung ist der Urban Cruiser serienmäßig mit 7 Airbags aus gestattet: Frontairbags für Fahrer und Beifahrer, einem Fahrer-Knieairbag, zwei vorderen Seitenairbags sowie zwei Kopfairbags ausgestattet. Erhöht wird die Sicherheit auch durch aktive Kopfstützen auf den Vordersitzen. Diese sollen das Risiko eines Schleudertraumas bei einem Heckaufprall minimieren. In einem solchen Fall bewegen sich die Kopfstützen von Fahrer und Beifahrer automatisch nach vorn und oben, um die Köpfe der Insassen abzustützen.



Toyota Urban Cruiser: Modernes SUV-Fahrgefühl in zeitgemäßer Form

Neue Ausstattungslinie "Life"

Toyota hat die Ausstattungslinien des Urban Cruiser erst kürzlich überarbeitet. Früher hießen die höheren Ausstattungen der Frontantriebsvariante "Town" und "Town+". Seit Ende 2010 lauten die Ausstattungslinien - unabhängig ob Front- oder Allradgetrieben - "Life" und "Club". Während der 2WD-Diesel nicht mehr in der höchsten Ausstattungslinie angeboten wird, ist die namenslose Basisausstattung nun auch für den 4WD-Diesel bestellbar. Der Kunde erhält durch die Modellüberarbeitung zu 2011 eine größere Wahlmöglichkeit bei dem aufpreispflichtigen Extras. Das neue Dual-Bluetoothfähige DVD-Navigationssystem ist bereits in der von uns getesten mittleren Version "Life" bestellbar und nicht mehr der höchsten Ausstattungslinie vorbehalten. Über die Basisausstattung hinaus zeichnet sich die Ausstatungsstufe Life durch 16 Zoll-Leichtmetallräder mit mattierter Oberfläche, ein CD-Audiosystem mit Aux-Anschluss und kabelloser Blutetooth-Schnittstelle, elektrischen Fensterhebern in allen Türen, Türgriffe in Wagenfarbe Nebelscheinwerfer, Funktions-Lederlenkrad und lederbezogenem Schaltknauf aus.

Technische Daten Toyota Urban Cruiser 5-Türer 1,4l D-4D 4x2 Life
Hersteller: Toyota
Karosserie: Subkompakter City-Offroader
Motor: 4 Zylinder Reihe Turbodiesel
Hubraum: 2.179 ccm
Leistung: 66 kW (90 PS) bei 3.800 Upm
Drehmoment: 205 Nm bei 1.800 - 2.800 Upm
Antriebsart: 2-Rad-Frontantrieb
Getriebe: 6-Gang Handschaltung
Von 0 auf 100 11,7 s
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Verbrauch (ECE) 4,5 Liter
CO2-Ausstoß mit Automatik 118 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Kofferraumvolumen

340 bis 1.244 Liter

Länge/Breite/Höhe/Radstand 3.930/1.725/1.525/2.460 mm
Dachlast: 70
Tank 42 Liter
Gesamtgewicht / Zuladung 1.250 / 390 kg
Wendekreis 11,80 m
Max. Anhängelast gebremst 800 kg
Basis-Preis brutto: ab 21.600 Euro,-


Fazit: Toyota bedient mit dem Urban Cruiser wachsende Kundenwünsche nach umweltgerechter Mobilität und besetzt damit eine bisher noch wenig besetzte Nische. Ist das der ökologisch korrekten SUV auf den wir alle warten? Der kleine City-Offroader überzeugt zumindest durch einen geringen Kraftstoffverbrauch und niedrige CO2-Emissionen und glänzt zugleich mit gutem Handling und agilen Fahrleistungen. Der Urban Cruiser erfüllt die Bedürfnisse seiner Zielgruppe weniger mit Offroad-Technik, denn mit eigenständiger, stilvoller und robuster Optik. Der Preis den Toyota für den kompakten Sports Utility Vehicle verlangt, ist allerdings ausgesprochen happig und könnte einem nachhaltigen Markterfolg deutlich im Wege stehen.



Toyota Urban Cruiser


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Weitere Informationen:


www.toyota.de


 



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