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AutoTest
Ford Focus ST Turnier im Ersteindruck
Motorengeräusche werden gesondert ins Fahrzeuginnere übertragen

  • Sport-Kombi Focus ST mit Leder-Sport-Paket im Kurztest
  • Downsizing: Neuer Vier- statt Fünfzylinder kann überzeugen
  • "Sound Composer" sorgt für die richtige Klangkulisse
  • 2 Liter ecoBoost mit 184kW (250 PS)
  • Grundpreis Testwagen (brutto): 29.900 Euro; Testwagenpreis 35.990
 


Schon gefahren: Im Kurztest die 250 PS starke Sportversion ST des Focus Turnier


Der wilde Kombi

Was für die Wolfsburger das Kürzel "GTI" ist, bildet beim Ford Focus der "ST" . Das Kürzel steht bei den Kölnern für das sportliche Spitzenmodell der Baureihe. Gut ein Jahr nach Markteinführung der neuen Focus-Generation reicht Ford nun das Sportmodell ST nach.

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Seit Juni 2012 wird im Ford-Werk in Saarlouis der Focus ST für den weltweiten Export produziert. Erhältlich ist der neue Ford Focus ST in den beiden Karosserieformen Limousine und Kombi. Die günstigere Fließheck-Variante ist zu Preisen ab 27. 950 Euro erhältlich, während für die Kombi-Version Turnier noch einmal 950 Euro investiert werden müssen.

Die Sportlichkeit Focus ST unterstreichen die Kölner weniger mit Optik als im Interieur mit einer entsprechenden Geräuschkulisse


Fortschritt oder Rückschritt?

Downsizing zum Einhalten der Emissions- und Verbrauchsrichtlinien machen auch vor sportlichen Modellen keinen Halt und so hielt unter der Haube des neuen ST ein Vierzylinder mit 184 kW (250 PS) Einzug. Ein Drehmoment von 360 Newtonmeter stemmt der 2 Liter Eco-Boost Vierzylinder auf die Vorderachse. Im Juni 2012 lief die Produktion für den neuen Ford Focus ST in Saarlouis an. Um die Sportlichkeit des Modells zu "betonen", rüstet Ford den Focus ST mit einem "Sound-Composer" aus. Wir hatten nun Gelegenheit den Ford Focus ST Tunier während einer kurzen Ausfahrt zu testen. Sind die "vier" statt "fünf" Zylinder" ein gravierender Rückschritt oder ist der Fahrspass erhalten ggf. sogar verbessert worden?


Focus ST Turnier zeigt sich zumindest von hinten als besonders potent


Sonderstellung im Marktsegement der sportlich-kompakten Kombis

Auch der neue ST ist wieder ein klassischer "Wolf im Schafspelz" und bittet zum direkten Duell gegen den VW Golf GTI. Gerade in der Version als Turnier zeichnet ihn als einziger in dieser Klasse sein Alleinstellungsmerkmal aus, familienkompatiblen Nutzwert mit Fahrspass zu kombinieren. Sein Rivale Golf GTI und ähnliche Vertreter in diesem Segment gibt es bisher nicht in einer praktischen Kombi-Version. Dies räumt dem ST Turnier eine Sonderstellung ein. Ein Auto, das einen hohen Nutzwert im Alltag besitzt, aber dennoch über genügend Überhol-Prestige zum Beanspruchen der linken Spur auf der Autobahn für sich beansprucht. Und dies alles möglichst umweltfreundlich und zu einem moderaten Anschaffungspreis. Die optische Differenzierung fällt dezent aus. An der Front fällt nur die etwa weiter nach unten gezogene Spoilerlippe auf, sowie der ST Schriftzug, was im Rückspiegel nicht von allen sofort erkannt werden dürfte. Ganz anders gibt sich das Heck mit dem in der Schürzenmitte platzierten Endrohr in der Form einer liegenden Acht.


Innen differenziert sich der ST deutlich selbstbewusster

 

Innen differenziert sich der ST deutlich selbstbewusster: Neben einem griffigen Lenkrad und Zusatzinstrumente auf dem Armaturenbrett, sondern selbst die Hinterbänkler sitzen dann auf stärker konturiertem Recaro-Gestühl.



Besser kann ein Vierzylinder kaum klingen


Mit seinen vier downgesizten Zylindern tritt der neue Hobby- und Freizeitsportler zweifelsfrei ein schweres Erbe an. Der Fünfzylinder aus den ST und RS Modellen der Vorgängergeneration bot mit viel Hubraum enorme Fahrleistungen und bezahlbaren Fahrspaß. Dem neuen 2-Liter Motor steht ein Zylinder und ein halber Liter weniger Hubraum zur Verfügung. Das hindert ihn aber nicht daran mehr Leistung als sein Vorgänger zu entwickeln.


Ein schöner Nebeneffekt ist die Verbrauchsreduktion. Die EcoBoost-Technologie macht es möglich und sie macht Spaß. Einer der bisherigen Erfolgsfaktoren war der beachtliche Klang. Es war nicht zuletzt der Sound, den viele Fahrer am Focus ST schätzten. Beim Leistungsabruf und starker Beschleunigung öffnet sich ein elektronisch gesteuertes Ventil. Das Motorgeräusch gelangt dann über ein spezielles Resonanzsystem des "Sound Composer" unmittelbarer und direkt in die Fahrgastzelle.

Sport-Kombi mit hohem Nutzwert


Eine Membrane verstärkt die Motorengeräusche und leitet sie lastabhängig in Richtung Armaturenbrett. das Verhalten ist ähnlich einer Klappenauspuffanlage, sodass in niedrigen Drehzahlregionen oder Lastbereichen ein niedriger Motorgeräuschpegel durchaus ruhige Unterhaltungen ermöglicht. Der neue ST klingt atemberaubend - aber halt doch völlig anders. Etwas dezenter und zurückhaltender dringt beim neuen Focus ST der über den Sound Somposer beeinflußte Klang in den Innenraum. Die Abstimmung ist gelungen ohne synthetisch zu wirken. Bei ruhiger Fahrweise klingt der Motor völlig zurückhaltend. Erst bei kräftigen Leistungsabruf wird es im Fahrzeuginnern laut. Weder untertrieben, noch maßlos übertrieben klingt der Ford Focus relativ perfekt abgestimmt. Besser kann ein Vierzylinder kaum klingen.

Recaro-Gestühl vorne und hinten



Reichlich Kraft und guter Klang

Die Kombination aus EcoBoost-Technologie und der Borg-Warner Turbo haben mit den 1,4 Tonnen leichtes Spiel. Dass die Leistung nicht nur auf dem Papier steht, spürt der Fahrer deutlich: Nach kurzem Luftholen stemmt der aufgeldene Vierzylinderbrachiale 360 Nm Drehmoment
auf die Vorderachste und prescht den 1,4 Tonnen schweren Focus ST mit unnachgiebigem Fortbewegungswillen nach vorn. Die Kraft kommt, wenn zuweile auch mit dezentem Gummiabrieb, fast verlustfrei über die Vorderräder auf den Asphalt. Den Paradesprint von null auf hundert erledigt der neue ST Tunier in 6,5 Sekunden und unterbietet seinen Vorgänger damit um eine halbe Sekunde. Die Beschleunigung endet auf Wunsch erst bei 248 km/h Spitze. Der aufgeladene EcoBoost erweist sich als äußerst drehfreudig, obwohl die Leistung schon bei 5.500 U/min ansteht, dreht der Motor auch gerne über 6.000 Umdrehungen pro Minute. Der Direkteinspritzer mit variabler Ventilsteuerung und Turboaufladung hängt über den gesamten Drehzahlbereich angenehm am Gas und lässt keine Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit aufkommen. Der Motor beherrscht den zweiten Teil seines Namens (Boost). Mit dem Eco ist es allerdings nicht ganz so weit her. Der Verbrauch soll laut Herstellerangaben kombiniert (Nach NEFZ) 7,2 Litern betragen. Dies entspriucht einer CO2-emission von 169 g/km. Während der Testrunde genehmigte sich der Focus deutlich über 10 Liter/100 km. Mit extrem zurückhaltendem Gasfuß ließ sich der Verbrauch allerdings auch knapp unter acht Liter drücken.


Aufgeladener 2 Liter EcoBoost-Vierzylindermotor mit 250 PS


Fahreigenschaften


Das Fahrwerkssetup ist gut aber nicht perfekt abgestimmt: Der Focus ST soll alltagstauglich sein. Den Entwicklern gelang dabei ein relativ guter Kompromiss. Der Komfort kam dabei durchaus nicht zu kurz. Trotz großer Räder in 18-Zoll spricht die Feder-/Dämpfer-Abstimmung auch auf kurze Stöße dezent an. Einen Teil tragen dazu auch die bequemen - extremen Seitenhalt bietenden - Recaro-Sitze bei. Der Ford Focus ST reagiert auf kleinste Kommandos, lenkt agil ein und zuckt bei der Gaswegnahme in zu schnell gefahrenen Kehren zuweilen auch schon mal mit dem Heck. Im Großen und Ganzen sollte der Focus ST aber noch als "von Jedermann" gut beherrschbar gelten.

Technische Daten Ford Focus ST Turnier mit 185 kW 250 PS

Hersteller: Ford
Karosserie: Sportkombi
Motor: 2 Liter Ecobbost - Vierzylinder, Turbo, vorn quer
Hubraum: 1.988 ccm
Leistung Benzinmotor: 184 kW (250 PS)
Drehmoment Benzinmotor: 360 Nm bei 2.000 - 4.500 U/min
Getriebe: 6-Gang Handschalter
Von 0 auf 100 6,4 s
Höchstgeschwindigkeit: 248 km/h
Verbrauch (ECE) 7,2 Liter
CO2-Ausstoß 169 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Kofferraumvolumen (nach VDA-Norm) 476 Liter / 1.516 Liter
Länge/Breite/Höhe/Radstand in mm 4.566/1.823/1.505/2.648 mm
Leergewicht / Zuladung 1.310 kg / 470 kg
Zulässige Dachlast 60 kg
Grundpreis des Testfahrzeugs ab 29.900 ,- Euro
Testwagenpreis 35.990 ,- Euro

 

Preise und Extras

Die Sportberstuhlung ist im Grundpreis von 27.950 Euro enthalten wie das Styling-Paket mit angedeutetem Heckdiffusor und Zusatzinstrumente auf dem Armaturenbrett (für Öltemperatur, Öl- und Ladedruck). Die Serienausstattung umfasst desweiteren Klimaanlage, Sportfahrwerk und eine elektronische Differenzialsperre. Als aufpreispflichtige Sonderausstattungen werden unter anderem Xenon-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten und Lederpolster angeboten. Der Basispreis unseren Testwagen betrug 29.900 Euro und war allerlei Extras auf 35.990 Euro aufgewertet worden. U.a. sind die das ST-Komfort-Paket (590 Euro), Fahrerassistenzpaket II (1.200 Euro) sowie Winterpaket für 350 Euro, Räder mit roten Bremssattel (350 Euro), Dachspolier ST-Design (300 Euro), Bi-Xenon-Scheinwerfer (960 Euro), Türkantenschutz (75 Euro), Navigation mit Rückfahrkamera (1.610), Ford-Soundsystem (350 Euro), Sonderfarbe "Colorado-Rot" (150 Euro), Geschwindigkeitsregelanlage (190 Euro).



FAZIT: Focus ST als Kombi - Endlich "kann" man auch Kübel für die Pflanzsaison mit 250 km/h nach Hause fahren

Zu einem moderaten Aufpreis von 950 Euro Aufpreis kombiniert der Focus - Dank enormen Schub - großen Fahrspaß und hohe Agilität mit bis zu 1.516 Liter Kofferraumvolumen. Den Entwicklern gelang ein guter Kompromiss aus Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit. Der Focus ST ist kein reinrassiger Sportler, sondern eher einer von der Sorte die kann, wenn sie möchte, aber nicht muss. Es glingt ihm familienkompatiblen Nutzwert mit Fahrspass zu kombinieren. Sein Rivale Golf GTI und ähnliche Vertreter in diesem Segment gibt es bisher nicht in einer Kombi-Version. Dies räumt dem ST Turnier eine Sonderstellung ein. Kurzum: Der Focus ST Turnier ist ein Auto zum Schnellfahren zu einem moderaten Preis ab 28.900 Euro. Dies macht den Kölner Boliden t
rotz deutlich höherer Leistung kaum teurer als ein Golf GTI.


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Weitere Informationen unter:

www.ford.de


 

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