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AutoTest
Very sparsam: Der Jaguar XF 2.2D im Test
Der effizienteste Raubkatze aller Zeiten

  • Jaguar XF 2.2 D mit sparsamen Vierzylinder-Diesel
  • Downsizing in der Oberen Mittelklasse mit 5,4 Litern Verbrauch (NEFZ)
  • Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF
  • Top-Materialien und Verarbeitung, gute Fahrleistungen
  • Preise ab 44.900
 


Genügsame Raubkatze: Die Jaguar-Limousine XF 2.2D im ausführlichen Fahrbericht

Eine echte Sparkatze


Der neue Jaguar XF 2.2 D mit sparsamen Vierzylinder-Diesel markeirt seit Mitte 2011 den Einstieg in die noble Jaguar-Welt. Grund genug für uns den neuen Einstiegs-Jag zu testen.
Im Test zeigt der neue Jaguar, wie gut er sich mit seinem 190-PS-Antrieb behaupten kann.Wir werden prüfen, ob es der neuen Raubkatzen-Basis sogar gelingen kann, im Terrain von Audi A6 und BMW5er zu wildern.

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Seit die indische Tata-Group bei Jaguar das sagen hat, geschiet viel positives bei Ihren britischen Töchtern. Die Marken Jaguar und Land Rover werden emotional wieder aufgeladen und die Technik sowie Design sukzessive aktualisiert. Mit dem Engländern ist wieder zu rechnen im
Premium-Segment. Eine Marke muss sich ihr Image aufwändig erarbeiten. So dauert es noch etwas bis es sich rumgesprochen hat dass die Qualität und Alltagseigeschaften dieser Marken sich wieder fahren lassen können.

Das Facelift tat dem XF sichtlich gut

 

Formvollendete Eleganz und luxuriöse Innenausstattung

Die Automarke Jaguar war bisher nicht mit Attributen wie Sparsamkeit und erstklassige Verbrauchswerte belegt. Viel mehr waren dies rassige Eleganz, Interieurs aus Leder und Edelhölzern sowie Fahrdynmik und Agilität. Dies düfte sich nun mit dem neuen Jaguar XF 2.2. D nachhaltig ändern. Um den Einstieg zu erleichtern bietet Jaguar den Jaguar XF mit einem sehr effizienten 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel samt serienmäßiger Achtgang-Automatik. Die Sportlimousine beeindruckt mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,4 Litern auf 100 Kilometer und bleibt - soviel sei bereits verraten - dennoch Raubkatze.

Sportlimousine: Die elegante Karosserie des Jaguar mit coupéhafter Dachlinie verfehlt nicht ihren optischen Reiz

 

Der 190 PS starke Jaguar XF 2.2 D beginnt ab 44.900 Euro. Vom Preis liegt er damit aussttaungs-bereinigt deutlich unter BMW, Audi und Mercedes. Eine aktuelle Mercedes E 220 CDI mit 170 PS und Siebengang-Automatik kostet deutlich mehr und umfasst noch nicht mit der bei Jaguar serien-mäßigen Voll-Lederausstattung. Der Jaguar XF ist eine imposante Erscheinung auf knapp fünf Metern Länge. Seine repräsentative Statur hat nach dem jüngsten Facelift deutlich an Kontur und sportlicher Proportionalität gewonnen. Insbesondere an den neu modellierten Bi-Xenon-Scheinwerfern mit J-förmigen LED-Tagfahrlicht wirkt der XF nun nicht mehr so stattlich wie bisher. Die elegante Karosserie des Jaguar mit coupéhafter Dachlinie verfehlt nicht ihren optischen Reiz. Am Vorderbau sorgen seit dem Facelift dreieckige seitliche Luftaustrittschlitze zu einer noch sportlicheren Optik. Das Facelift hat der Optik generell sehr gut getan. Fortschritte wurden auch bei der Aerodynamik erzielt: mit einem cW-Wert von 0,29 setzt der neue XF dem Wind noch weniger Angriffsfläche entgegen. Ebenfalls gelungen ist die neue elektrische Ent- und Verriegelungsfunktion des Kofferraums. Für den Kenner läßt sich das Einstiegsmodell - auch im Stand und wenn kein Modellschriftzug am Heck prangt - am ovalen rechtsseitigen Endrohr erkennen.


Rücklichter in moderner LED-Technik


Interieur

Der Innenraum mit britischer Noblesse für Liebhaber moderner Architektur stellt noch immer den Benchmark an schlichter Eleganz. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Für das typische Jaguar-Ambiente sorgen edle Bondgrain und besonders weiche Softgrain-Lederpakete in Kombination mit Edelholz-Paneelen in Piano Black Finish. Der Kofferraum verfügt über 540 Liter Fassungsvermögen und die Rücksitzlehnen über eine Skidurchreiche. Sollte mehr Stauraum
benötigt werden läßt sich durch geteiltes umklappender Kofferraum um bis zu 420 Liter erweitern.

Gediegenes Club-Ambiente mit viel Leder

 

Ein außergwöhnliches Schauspiel bietet sich dem Fahrer beim Anlassen des Motors: Die Lüftungsdüsen schlagen einen Salto während der zentrale Getriebe-Bedienregler in der Mittelkonsole ausfährt. Die Skalierung der Instrumente könnte im Jaguar XF allerdings etwas deutlicher ausfallen. Das wenig intuitive Bediensystem mit dem berührungssensiblen Bildschirm ist nach kurzer Eingewöhnungszeit aber gut bedienbar. Bis auf die Grundbedürfnisse wie Klimatisierung finden sich die meisten Elemente in Unter-Menüs, wobei sich nicht alle Funktionen direkt auf Anhieb finden lassen. Für Komfort im Innenraum sorgt dagegen das Infotainment-System mit Bluetooth-Schnittstelle sowie iPod, MP3- und USB-Anschlüssen. Die Top-Anlage von Bowers & Wilkins sorgte während unserer Testfahrten für eine klangvolle Untermalung. Die nach hinten abfallende Dachlinie führt dazu, dass die Fondpassagiere wenig Kopffreiheit genießen.

Die geteilte Rücksitzbank läßt sich bei Bedarf ganz umklappen.

 

Motor und Getriebe: Selbstzünder mit 450 Newtonmeter Drehmoment

Das drehomentstarke Aggregat erweist sich als durchweg laufruhig und kultiviert. Auch wenn der zurückhaltenden Motorenwahl eines Selbstzünders mit nur vier Zylindern ein gewisser Eco-Gedanke zugrunde liegt. Die Werte können auch in der Praxis überzeugen: Er schöpft aus 2,2 Litern Hubraum eine Leistung von 140 KW (190 PS) und stemmt ein maximales Drehmoment von 450 Nm auf die Kurbelwelle. Ab 2.000 Umdrehungen steht auch genügend Drehoment zur Verfügung. Im unteren Drehzahlbereich zeigt sich der kleine 190 PS starke Selbstzünder Antritt ein wenig behäbig. Sowie die vollen 450 Newtonmeter vollumfänglich an der Hinterachse zur Verfügung stehen, geht es dank doppelter Turboaufladung recht flott voran.


Das einseitige rechte Endrohr verrät die Einstiegsmaschine


Es dringen angenehm wenige Vibrationen des Vierzylinder-Diesel in den Innenraum. Mit einem einem kleinwagentauglichen Durchschnittsverbrauch von 5,4 Litern auf 100 Kilometer und CO2-Emissionen von nur 149 Gramm pro Kilometer arbeitet der Vierzylinder-Motor in Kombination mit dem ZF-Achtstufen-Automatik-Getriebe ausgesprochen effizient und beschleunigt die Limousine laut Herstellerangaben in nur 8,5 Sekunden von 0 auf 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 Kilometer pro Stunde. Unser Testverbrauch betrug mit 6,5 Litern zwar deutlich mehr als die Herstellerangabe. Geht aber in Anbetracht der Fahrzeuggröße und abgerufenen Fahrleistung voll in Ordnung. Einen maßgeblichen Beitrag zur Effizienz trägt die Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF bei. Jaguar hat diese spezifisch auf den Einsatz im XF abstimmen lassen. . Die Automatik läßt sich über Schaltwippen am Lenkrad jederzeit auch manuell beeinflußen. Die Achtgang-Automatik im XF überzeugt durch seidenweiche Schaltvorgänge und arbeitet äußerst präzise und sanft - allerdings gibt sie sich im Sport-Modus zuweilen etwas zäh und wird ihrem Namen nicht wirklich gerecht. Dennoch bereitet es Spaß vor Kurven manuell herunterzuschalten. Perönlichen Vorlieben wie die eines querdynamischen Tatendrangs lassen sich hier voll auskosten. Die neue Sportlimousine verfügt auch bereits über eine Stopp-Start-Automatik, die innerstädtisch zur Reduktion des Treibstoffverbrauch beiträgt.


Der laufruhige Selbstzünder stammt vom PSA-Konzern


Fahrverhalten

Der leichtgängigen und dennoch präzisen Lenkung ist es zu verdanken, dass der schwerere Jaguar XF trotz riesigen Wendekreises ein gutes Handling behält. Der sparsamste Jaguar aller Zeiten überzeugt nicht nur durch seine vorbildlichen Verbrauchswerte, sondern auch durch sportliches Fahrverhalten. Auch bei abgeschaltetem ESP will das Heck einfach nicht so richtig um die Ecke kommen.


Sicherheit

Auch wenn die angebotenen Assistenzsysteme im Vergleich zum Wettbewerb überschaubar bleiben. Viele elektronische Helferlein sind serienmäßig im Jaguar bereits integriert und erhöhen in entscheidenden Bereichen die Sicherheit des XF. Neben der zweistufigen Stabilitätskontrolle (ESP heisst bei Jaguar DCS) über Kurvenbremssteuerung und Motordrehmomentregelung bis zu Understeer Control Logic, die bei einsetzendem Untersteuern durch gezielten Eingriff in das Motormanagement und Bremssystem für eine Erhöhung des Grip auf der Vorderachse sorgt. Das Bremssystem verfügt außerdem über den Ntfall-Bremsassistenten (EBA) der bei einem abrupten lupfen des Bremssystems den Hydraulikdruck in den Bremszylindern leicht erhöht. Bei einer etwaigen Notbremsung kann dies den Bremsweg um entscheidende Meter reduzieren. Zu einer weiteren Erhöhung der Sicherheit trägt die radargeführte Überwachung des Toten Winkels-Systems, das sprachgesteuerte Navigation- und Telefonsystem, vordere und hintere Parksensoren, eine Rückfahrkamera, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie ein Reifdenruckkontrollsystem bei.



Extras und Preise

Luxus und Sonderausstattungen gibt es im Jaguar XF reichlich. Auch wenn die Serienausstattung bis hin zu Leder sehr umfangreich ist. Bis auf ein Glasschiebe- und Hubdach verfügt unser Testwagen nahezu über die komplette Sonderausstattung. Angefangen vom Sport- und Aerodynamikpaket, für das Interieur inklusive beheizbaren und klimatisierten Ledersportsesseln, ein 1.200 Watt Premium Soundsystem von Bower & Wilkins, lederbezogene Armaturen und Paneele in Klavierlack, Festplattennavi, Einparkhilfe inklusive Rückfahrkamera sowie adaptives Kurvenlicht. etwas zurückhlatender istder Jagur im Angebot von Assistenzsystemen.

Das Einstiegsmodell kostet im Grundpreis 44.900 Euro (brutto). Ein extrem fairer Preis in Anbetracht der umfangreichen Serienausstatung. Ein weiterer indirekter Kostenpunkt fällt beim XF 2.2 D angenehm moderat aus: Die Versicherungseinstufung HP 20/ VK 28/ TK 24 ist rel. günstig für eine Limousine der oberen Mittelklasse. Soll der XF wie unser Testwagen als als sogenannter Weihnachtsbaum ausgestattet über sämtliche Extrsa verfügen, kostet er dann auch schnell knapp 74.000 Euro. Das britische Sparen besticht manchmal auch durch ihr Understatement.

Technische Daten Jaguar XF 2.2D
Hersteller: Jaguar
Karosserie: Stufenheck-Limousine 5 türig
Motor: Turbo-Diesel
Hubraum: 2.179 ccm
Leistung: 140 kW (190 PS)
Drehmoment: 450 Nm bei 2.000 UPM
Getriebe Automatik 8-Gang von ZF
Von 0 auf 100: 8,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Verbrauch (ECE) 5,4 Liter
CO2-Ausstoß 149 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Leergewicht/zul. Gesamtgewicht 1.745 kg / 2.320kg
Kofferraum (nach VDA-Norm) 540 bis 960 Liter
Länge/Breite/Höhe 4.961/1.877/1.460 mm
Tankinhalt (nutzbar) 64 Liter
Preise ab : Ab 44.900,- Euro


Jaguar gelang eine sehr stimmige Komposition

FAZIT: Der sparsamste Jaguar aller Zeiten ist noch immer eine Raubkatze

Die steilen Erneuerungs-Karriere der britischen Traditionsmarke Jaguar dürfte der XF 2.2D einen weiteren Schub verleihen. Der Einstiegs-Jaguar besticht neben seiner Sparsamkeit vor allem auch durch seine formvollendete Eleganz und luxuriöse Innenausstattung. Die Verarbeitungs-Akribie im Innenraum, der moderne Diesel samt gut abgestimmter ZF-Automatik ergeben eine sehr stimmige Komposition. Auch ein Porsche Panamera läßt sich zwischenzeitlich mit einem Selbstzünder ordern. Es spricht nichts gegen einen Turbodiesel in der Oberklasse. Auch nichts gegen einen Vierzylinder-Bi-Turbodiesel. Dass genau dieser Antrieb in dem Jaguar XF äußerst attraktiv sein kann, beweist unser Fahrtest. Die 190-PS sind dank bärigem Drehmoment vollkommen ausreichend und absolut zeitgemäß. Überzeugend auch die 3-Jahres Garantie ohne Kilometerbegrenzung sowie eine 6-Jahres-Garantie gegen Korrision.


Jaguar XF 2012 - Promo

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Weitere Informationen unter:

www.jaguar.de


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