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AutoTest
Katze mit Ladeabteil - Jaguar XF-Sportbrake im Kurztest
Eine schöne Alternative zu Touring, Avant und Co

  • Oberklasse-Kombi von Jaguar in einem ersten Test
  • Der britische Edelkombi verfügt über einen Laderaum von bis zu 1.675 Liter
  • Luftfederung serienmäßig
  • Ab sofort zu Preisen zwischen 48.550 Euro und 56.550 Euro erhältlich
 


Erstkontakt: Der Sportkombi Jaguar XF Sportabrake startet noch im November 2012


Die Kombikatze Jaguar XF-S schon gefahren

Kombis sind wieder im Trend und das insbesondere in Deutschland. Dies macht sich auch Jaguar zu Nutze und bietet nun eine Katze mit Ladeabteil an. Der XF Sportbrake rollt zu Preisen ab 48.550 Euro seit dem 24. November zu den Händlern. Wir haben den 4,96 Meter langen Angreifer bereits an der Ostsee nahe Lübeck gefahren.

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Direkte Wettbewerber des neuen Kombi - neudeutsch Sportbrake - sind der BMW 5er Touring und Audi A6 Avant. Gerüchte über eine Kombi-Variante des Jaguar XF kursierten schon seit 2009. Ohne Studie zogen die Briten im Frühjahr gleich die Serienversion ins Rampenlicht. Nun erfolgt die Markteinführung. Das hier - nicht wie sonst üblich - ein Spannungsbogen genutzt wurde hat eventuell einen schlichten Grund. Kombis sind bei Jaguar nicht unumstritten und harmonieren nicht direkt mit der DNA der Marke Jaguar. Der zwischen 2004 und 2009 gebaute X-Type Estate spalte seinerzeit die Gemüter der Jaguar-Fans in das Lager der Ablehner und die der wohlwollenden Kombi-Toleranten.

Jaguar XF-S: Zum Lifestyle addiert sich Nutzwert


Jaguar weiterhin auf der Überholspur - von Krise keine Spur!

Die neuen Jaguar-Modelle wie den XF und den XJ, aber auch die Erschließung neuer Absatzmärkte machen die britische Tata-Tochter zu einer Erfolgsstory mit grandiosem Comeback. Auf dem chinesischen Markt gelang Jaguar zusammen mit Land Rover im vergangenen Jahr eine beachtlicher Markterfolg mit einer Absatzquote von 17 Prozent seines weltweiten Verkaufsvolumens. Um es zu verdeutlichen: Noch vor 3 Jahren betrugen die Absätze im Reich der Mitte lediglich knapp ein Prozent zum Gesamtumsatz bei. Absoluter Topseller in Deutschland ist die XF Limousine, die in den ersten zehn Monaten seine Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 27 Prozent steigern konnte und im Oktober bei uns eine Quote von 71 Prozent aller Jaguar-Verkäufe ausmachte. Nie zuvor verbuchte Jaguar mehr Bestellungen auf ein neues Modell. Mit dem nun gelaunchten Sportkombi XF Sportbrake dürfte der Grundstein für weiteres Wachstum der Nobelmarke gelegt sein.


Britischer Edelkombi

Die Unterschiede zur Limousine sind im Handling nicht gravierend. Kein Wunder, denn die
Kombivariante von Jaguar ist bis zur B-Säule mit der Limousine identisch und besitzt auch den gleichen Radstand. Ab der B-Säule folgt eine dynamisch gezeichnete Dachlinie und steilem Heck. Zusammengefasst übernimmt der Sportbrake alle Primärtugenden der XF-Limousine vom britischen Ambiente bis hin zu Agilität sowie dynamischem Handling und erweitert sie um die Stärken wie Variabilität und Raumangebot.
Für den britischen Edelkombi sprechen neben dem größeren Platzangebot - wie knapp fünf Zentimeter mehr Kopffreiheit im Fond - und eine stimmige und gefällige Linie. Die flache Dachreling betont die langgezogene, nach hinten abfallende Dachlinie des Fahrzeugs. Die Gürtellinie steigt zum Heck des XF Sportbrake nach hinten hin an. Die für einen Jaguar typisch-elegante Seitenfenster-Graphik wird durch eine hochglanzpolierte Chromleiste dezent betont. Das Kombiheck wird durch ein recht schmales Fenster in der Heckklappe gekennzeichnet. Die Gehäuse der waagerechten Rückleuchten beherbergen LED-Einsätze für das Brems-, Rück- und Blinkerlicht. Der Eindruck von fließenden Übergängen wird durch glänzend schwarz eingefärbte D-Säulen noch verstärkt. Die Designer ließen sich hier von Luxus-Yachten inspirieren.


Very british: Das Interieur punktet mit gediegenem Ambiente


Die schlicht gezeichnete Heckansicht wird durch eine durchgehende Chromspange geprägt. Die Heckklappe verfügt über eine Zuziehautomatik. Gegen Aufpreis ist eine in unserem Testwagen verbaute vollautomatische Öffnungs- und Schließfunktion erhältlich.

Über zwei optionale Pakete läßt sich die Optik noch nachschärfen. Das "Aerodynamic-Pack" besteht aus einem tiefer heruntergezogenen Frontstoßfänger mit schwarzer Kühlergrilleinfassung, Seitenschwellern sowie einer modifizierten Heckschürze und einem vergrößerten Dachheckspoiler. Beim "Black-Pack" werden alle sonst in Chrom gehaltenen Partien der Karosserie schwarz gefärbt. Mit 4,96 Meter ist der Kombi exakt 5mm länger und wegen der serienmäßigen Dachreling, zwei Zentimeter höher als die Limousine. Das Mehrgewicht für den Kombi beträgt 67 Kilo. Weil die Dachlinie erst deutlich später abfällt, gibt's auf der Rückbank aber 48 Millimeter mehr Innenhöhe.

Der Laderaum läßt sich über das Umklappen der hintere Sitzbank per Zughebel im Kofferraum auf 1.675 Liter vergrößern

 

Interieur

Aus Sicht des Fahrers bleiben dem Sportbrake die typischen XF-Tugenden erhalten. Auch der Sportbracke punktet mit einem ruhigen und stilsicher gestalteten Cockpit sowie guter Verarbeitung, übersichtlichen Rundinstrumenten sowie dem typischen, aus der Mittelkonsole ausfahrenden Automatik-Wählrad. Die Bedientasten gefallen durch ein mattschwarzes Finish in "soft-touch"-Anmutung sowie eine Beleuchtung in einem weichen Phosphor-Blau. Das Metallic-Aurora-Finish für die Mehrheit der Zierelemente wird um Paneele in Aluminium oder Holz ergänzt. Die gut konturierten Vordersitze sind bequem und geben viel Halt.


Über zwei Hebel im Heck klappen die Fondsitzlehnen um. So entsteht eine völlig ebene Laderaumlänge von 1,97 Metern, die Breite beträgt etwas mehr als einen Meter. Der Laderaum läßt sich über das Umklappen der hintere Sitzbank (Verhältnis 40:60 per Zughebel im Kofferraum) auf 1.675 Liter vergrößern. Zum Vergleich: In einen Audi A6 Avant passen 565 bis 1.680 Liter. In dem neuen BMW 5er Touring passen 560 bis zu 1670 Liter. Das Ladeabteil der Mercedes E-Klasse T-Modell ist dagegen deutlich größer mit 695 bis 1.950 Liter.


Zu den Bestwerten im Segment gehört die Ladelänge von umgeklappt 1,97 Meter. Die Breite geben die Engländer mit 1,064 Meter an. Die Praxistauglichkeit des Laderaums wird zusätzlich durch ein System von Laderaumschienen erweitert. Serienmäßig an Bord sind zwei Alu-Laderaumschienen. Sie erlauben das schnelle Montieren von optionalen Netzen oder längs verschiebbaren, flexiblen Halteleisten. Die für ein schnelles und sicheres Beladen benötigte längs verschiebbare Halteleiste ist allerdings nur gegen einen Aufpreis von 212 Euro erhältlich. Unterhalb des Laderaumbodens befinden sich in einem Fach zusätzliche 28 Liter, sofern das Tyre Repair System geordert wurde. In einem zusätzlichen Fach kann die abnehmbare Anhängerkupplung untergebracht werden. Der XF Sportbrake verfügt über eine Anhängelast von 1.850 Kilo. Automatisch wird mit der Montage die Anhängerspurstabilisierung aktiviert.


Anhängerkupplung

Ein wichtige Aspekt bei der Zielgruppe sind auch die ganz speziellen Transporter-Tugenden wie die optionale Anhängerkupplung in werkseitiger Erstausrüstung zum Aufpreis für 1.150 Euro inklusive Anhängerstabilisierung mittels Fahrdynamikregelung. Die Anhängelast beträgt maximal 1.850 Kilo.


Antrieb ausschliesslich mit Selbszündern

Motorseitig bedient sich der Kombi bei den bewährten Diesel-Aggregaten der Limousine. Jaguar bietet - einmalig in seiner Firmengeschichte - ein Modell ausschließlich mit Selbstzündern an. Den Einstieg markiert der neue Vierzylinder-Twin-Turbodiesel 2.2D mit 147 kW (200 PS) und Start-Stopp-System. Bereits dieser Basisdiesel sorgt für guten Vortrieb und kann man sich über die neue 8-Gang-Automatik freuen, die mit sehr harmonischen und schnellen Schaltvorgängen aufwarten kann. Den Verbrauch im Drittelmix nach NEFZ gibt der Hersteller mit 5,1 Litern Diesel pro hundert Kilometer an. Dies entspricht einer CO2-Emssion von 135 g je gefahrenen Kilometer. Auf unserer kurzen Testfahrt fiel der Verbrauch anderhalb Liter höher aus. Meinem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmeter liefert der 2.2D schon aus niedrigen Drehzahlregionen eine sehr ansprechende Fahrdynamik. Den Paradesprint von null auf hundert erledigt der Sportkombi in 8,8 Sekunden. Eine weitere Beschleunigung endet erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 214 km/h. Jaguar schätzt den Anteil des 2,2-Liter-Diesel auf mehr als die Hälfte aller Bestellungen des XF-S.





Wer spürbar sportlicher unterweg sein möchte, der kann den Jaguar XF Sportbrake mit dem seidenweich laufenden 3,0-Liter-V6-Diesel-Aggregat mit doppelter Aufladung und 177 kW (240 PS) oder in der S-Version mit 202 (275 PS) ordern. Der stärkste Jaguar XF Sportbrake beschleunigt in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Drehmoment der Topmotorisierung beträgt hier brachiale 600 Nm. Übertragen wird die Kraft traditionell auf die Hinterräder. Beide Sechszylinder sind dennoch sparsam und begnügen sich trotz sportlicher Leistungscharakteristik mit einem kombinierten Verbrauch von jeweils 6,2 Liter auf hundert Kilometer. Dies entsprihct einer CO2-Emission von 163 g/km.
Später soll es als Topmotorisierung den 5,0-Liter-V8-Benziner mit 385 beziehungsweise in der Kompressorausführung als XFR mit 510 PS geben. Alle Motoren sind mit einer Achtstufen-Automatik und dem Jaguar Intelligent Stop/Start-System gekoppelt

Fahreigenschaften

Jaguar verbaut im XF Sportbrake serienmäßig an der Hinterachse die selbstnivellierende Luftfederung anstelle einer konventionellen Schraubenfederung der XF Limousine. Die Luftfederung an der Hinterachse - die je nach Beladung das Niveau anpasst - garantiert eine hohe Fahrdynamik insbesondere auch bei voller Beladung.

Jaguar gelang ein guter Kompomiss aus Agilität und Dynamik auf der einen Seite sowie Komfort und erhöhte maximale Zuladung auf der anderen Seite. Die gelungene Abstimmung der Luftfederung verleiht dem Jaguar ein sicheres und stabiles Fahrverhalten . Dem Sportkombi läßt sich zudem ein guter Abrollkomfort trotz straffer Grundabstimmung sowie eine direkte und guten Straßenkontakt vermittelnden Lenkung attestieren. Der Sportbrake fühlt sich nicht nicht nur auf kurvenreichen Landstraßen wohl, sondern läßt sich auch in der Stadt auf der Autobahn ein angenehmer Gleiter.


Mit dem neuen XF Sportbrake erfüllt Jaguar endlich die Wünsche der Kunden nach einem Kombi

Preise und Ausstattung

Für die Kombiversion verlangen die Briten jeweils 2.650 Euro mehr als die vergleichbare LimousineDer Jaguar XF Sportbrake ist für den 2.2 D zu Preisen ab 48.550 Euro erhltlich. Der 3.0 Liter Diesel ist ab 52.550 Euro und der 3.0 Liter Diesel S ab 56.550 Euro erhältlich. Der Jaguar XF Sportbrake rollt seit wenigen Tagen zu den Jaguar Vertragspartnern in Deutschland erhätlich.

Technische Daten Jaguar XF Sportbrake 2.2 Diesel
Hersteller: Jaguar
Karosserie: Fünftüriger Sportkombi
Motor: Vierzylinder-Diesel
Hubraum: 2.179 ccm
Leistung:

147 kW (200 PS)

Getriebe 8-Gang ZF autom.
Drehmoment: 450 Nm bei 2000 U/min
Antriebsart Heckantrieb
Von 0 auf 100: 8,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h
Verbrauch (ECE) 5,1 Liter
CO2-Ausstoß 135 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Leergewicht/zul. Gesamtgewicht 1.824 kg / 2.390 kg
Kofferraum 550 - 1.675 Liter
Anhängelast (ungebremst) 750 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4.966/1.939/1.480/2.909 mm
Tankinhalt 70 liter
Testwagenpreis Life: Ab 48.550,- Euro




Am Heck des neuen Jaguar XF Sportbrake fällt die silberne Querspange auf

FAZIT: Ein praktischer und trotzdem waschechter Jaguar

Jaguar hat alles richtig gemacht und mit dem XF Sportbrake droht den etablierten Kombis wie BMW 5er Touring und Audi A6 Avant nun mächtig Konkurrenz zu erwachsen. Schick war der XF schon immer, nun entwickelt sich die Raubkatze in der Kombiversion auch zum praktischen Familien- und Freizeitgefährt. Dem Lifestyle-Faktor ist dies nicht abträglich. Jaguar gelingt der Spagat zwischen sportlicher Auslegung, Alltagstauglichkeit und Fahrkomfort. Und es ist zu erwarten, dass die Briten sich Dank einer hohen Eroberungsquote sich völlig neue Kundenkreise erschließen werden.

Commercial-Video: Der Jaguar XF-S soll die "Life-Balance" optimieren

 


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Weitere Informationen unter:

www.jaguar.de


 




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