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AutoTest
Kia Optima 1.7 CRDi Spirit im ausführlichen Fahrbericht
Neue Konkurrenz für den Passat!

  • Neue Mittelklasse-Limousine Optima tritt die Nachfolge des Magentis an
  • 1.7 CRDi mit 136 PS
  • Testwagen mit Premium-Paket und Sechsstufen-Automatik
  • Gute Allround-Eigenschaften
  • Neuer Material- und Qualitätslevel sowie Design beeindrucken
  • Preis Testwagen 36.010 Euro (brutto)
 


Im Test der Kia Optima 1.7 CRDi Spirit


Neuer Qualitätslevel


Der Magentis-Nachfolger Optima bietet viel Auto zu Preisen ab 25.000 Euro. Mit der neuen koreanischen Mittelklasse möchte Kia unter anderem den VW Passat kräftig unter Druck setzen. Anders als das Zwillingsmodell Hyundai i40, der als Kombi startete, ist der Kia Optima zunächst nur als Limousine zu bekommen.

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Auf Augenhöhe

Vor ein paar Jahren hatte die Koreaner noch kaum ein europäischer Hersteller auf der Rechnung. Wer kennt es nicht das kultige Youtube-Video "Do scheppert nix" von der IAA 2011 auf dem VW-Lenker Prof. Dr. Martin Winterkorn den Hyundai i30 adelt. Ob der neue Kia Optima ebenfalls die hohen Erwartungen erfüllt, zeigt dieser Fahrbericht. Wir haben das Schwesternmodell des Hyundai i40 ausgiebig getestet und sind, soviel sei schon vorweg verrraten, schwerauf begeistert. Die einstmals unbekannten Fernöstler aus der Billigecke, haben sich in wenigen Jahren stetig und ehrgeizig an die Spitze gearbeitet. Kia ist im Konzernverbund mit Hyundai der viertgrößte Autobauer der Welt.

Kia Optima: Gutes Design auf knapp 4,9 Metern Länge



Volkswagen fürchtet den Konzern um Kia und Hyundai zwischenzeitlich mehr als den einstigen Erzrivalen Toyota. Im vergangenen Jahr verkauften die Koreaner weltweit knapp 6 Millionen Fahrzeuge. Bemerkenswert ist vor allem die Geschwindigkeit mit der sich Kia weiterentwickelt. Nach dem Kleinwagen- und Kompaktsegment wagten die Koreaner Ende letzten Jahres den nächsten konsequenten Schritt und bringen mit dem Optima einen vollwertigen Passat-Konkurrenten mit einem für Kia völlig neuen Qualitätslevel an den Start. Der Optima tritt die Nachfolge des Kia Magentis an. Das Design des 4,85 Meter langen Optima stammt vom Kia-Designchef Peter Schreyer, der bereits Fahrzeuge wie den ersten Audi TT oder Golf IV verantwortlich zeichnete. Dem Designchef gelang mit dem Optima eine Limousine zu zeichnen, die mit neuem Markengesicht und ihrer prägnanten Front, den muskulös-sehnigen Übergängen und der fließenden Seitenlinie und samt stämmigen Heck stilistisch eine sehr stimmige Optik geschaffen. Das Design braucht sich nicht nur hinter den europäischen Wettbewerbern zu verstecken sondern übertrifft sogar einige Wettbewerber hinsichtlch der optischen Wertigkeit.

 

Größe zählt doch

Die lange Motorhaube in Verbindung mit kräftigen Proportionen und einer sanft abfallenden, coupéartigen Dachlinie stehen dem Kia Optima gut zu Gesicht. Mit einer Länge von 4,85 Metern überragt der Korreaner den VW Passat in der Länge um satte acht Zentimeter. Außerdem ist der Optima breiter als der Wolfsburger und fährt auch mit einem längeren Radstand. Dementsprechend üppig ist das Platzangebot im Innenraum. Einzig die Kopffreiheit im Fond gibt Anlass zur Kritik. Die Kofferraumgröße verspricht mit einem Fassungsvermögen von 505 Litern durchaus Praxistauglichkeit. Aber die vergleichsweise hohe Ladekante und die kleine Ladeluke, erschweren das Beladen mit sperrigem Gepäck deutlich. Die Rückbank läßt sich zwar im Verhältnis 60:40 umklappen. Eine verbleibende Stufe im Ladeboden in Verbindung mit der sehr kleinen Durchreiche schränken die Nutzbarkeit aber ebenfalls ein. Ohnehin muss gut aufgepasst werden, was man wie im Kofferraum verstaut. Zum einen ragen die Lautsprecher aus der Hutablage znverkleidet in den Kofferraum und zum anderen ist der Deckel nicht verkleidet. Der Ladeboden besteht lediglich aus einer dünnen schlecht fixierbaren Filzmatte. Guten Sichtverhältnissen nach hinten steht die abfallende Coupéform im Weg. Ein Problem vieler Limousine in dieser Klasse.

 

Interieur Kia Optima Spirit: Quantensprung in Materialauswahl, Qualität und Verarbeitung

 

Design, Materialauswahl sowie deren Haptik und Verarbeitung sind überzeugend. Die Bedienungsergonomie generell und der Festplattennavigation im Besonderen sind vorbildlich. Alle Schalter sitzen selbsterklärend da wo sie erwartet werden. Nichts auszusetzen gibt es auch bei Sitzposition, Ergonomie und Bedienung. Fahrersitz und Lenkrad lassen in allen Richtungen auf die jeweiligen bedürfnisse anpassen.


Das Cockpit ist sehr gut ablesbar



Die Instrumente sind gut ablesbar und die Tasten und Drehräder in der Mittelkonsole logisch angeordnet. Das Cockpit ist wie früher bei BMW leicht fahrerorientiert. Desweiteren sorgen ein Freisprechmodul mit Bluetooth-Unterstützung, ein elektrisches Sonnendach und sogar eine Sitzheizung im Fond für einen optimalen Komfort. Die Frontsitze sind auf Wunsch vollklimatisiert. Trotz der flachen Linie können auch hinten auch große Menschen bequem reisen. Die Beinfreiheit ist groß bemessen. Bessere Platzverhältnisse bieten nur wenige Wettbewerber, wie der in dieser Kategorie unschlagbare Skoda Superb.



Motor

Der von uns gefahrene 1,7-Liter-Diesel leistet 100 kW (136 PS)und wuchtet 325 Newtonmetern zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen pro Minute auf die Kurbelwelle. Dies sorgt für passable Fahrleistungen ohne Anfahrtschwäche. Der Optima 1.7 CRDi ist damit zwar ausreichend, wenn auch nicht sonderlich kräftig, motorisiert. Mit 12,0 Sekunden für den Paradesprint auf hundert Stundenkilometer und einer Höchstgeschwindigkeit von 197 km/h muss er sich im direkten Wettbewerbsumfeld dann doch häufig geschlagen geben. Mit dem Diesel beschleunigt der Kia Optima mit Handschaltung in 10,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und knackt gerade eben die 200-km/h-Marke. Mit der sanft schaltenden Sechsstufenautomatik konsumiert der Optima im Drittelmix nach NEFZ 6,0 Liter Dieseltreibstoff je 100 Kilometer. Unser Testverbrauch bei flotter Fahrweise betrug knapp 7,5 Liter. Das geht in Anbetracht der abgerufenen Fahrleistung, Größe und Gewicht der Limousine voll in Orndung. deutlich weniger benötigt der Optima mit Handschalter und der aufpreispflichtigen Start-Stopp-Automatik. Hier beträgt der Verbrauch im Drittelmix nach NEFZ nur 4,9 Liter auf 100 Kilometer. Dies entspricht einer CO2-Emission von128 Gramm pro Kilometer. Ohne Start-Stopp beträgt der Verbrauch mit 5,1 Liter marginal mehr. Für die Automatik bietet Kia derzeit noch keine Start/Stopp-Automatik an. Wahrscheinlich ist, daß diese später auch für die Automatikschaltung in der Aufpreisliste zu finden sein wird. Verbesserungsfähig sind nach unserem empfinden Laufkultur und Motordämmung des Selbstzünders.


Der 136 PS- Diesel ist etwas knurrig

In Kürze folgen zum Sommer 2012 ein Zwei-Liter-Benziner mit 125 kW/170 PS und eine Hybridversion (150-PS-Benziner plus 40 elektrische PS), die in den USA bereits auf dem Markt ist. Das 260 PS starke Topmodell bleibt vorerst den USA vorbehalten. Der schnellen Einführung des fertig entwicketen Kombi stehen die begrenzten Produktionskapazitäten und der große Markterfolg der Limousine gegenüber.


Fahreigenschaften mit Fahrspaß

Für den europäischen Wettbewerb haben die Koreaner das ursprünglich für den US-Markt besonders komfortabel ausgelegte Fahrwerk deutlich straffer ausgelegt. Auch Bremsen und Lenkung erhielten eine Euro-Anpassung an hiesige Gewohnheiten und Vorlieben. Die Europäisierung merkt man dem Optima an. Seine ausgewogenen Fahreigenschaften mit gutem Handling offenbaren keine allzugroßen Mängel. Trotz 18-Zoll-Rädern rollt der Kia Optima vorbildlich ab, federt und dämpft kurze wie lange Unebenheiten straff weg. All dies ohne seine Insassen darüber mehr als notwendig zu infomieren. Lenkung, Agilität und Handling bereiten durchaus Fahrspaß. Querdynamisch setzt das ESP allzu forschen Treiben schnell ein Ende.


Zubehör und Extras

Der von uns in der Topversion knapp 34.000 Euro teure Kia wird in drei Ausstattungsvarianten angeboten. Schon die Basisausstattung umfasst Klimaautomatik, Tempomat und Multifunktionslenkrad. Dazu gibt es die übertragbare, sieben Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer geltende Garantie. Sollte demnach ein Fahrzeug innerhalb der ersten sieben Jahre wieder verkauft werden, gilt die verbleibende Garantiezeit auch für den Nachbesitzer. Das Topmodell Kia Optima Spirit ab 33.090 Euro beinhaltet Räder in 18-Zoll, Navigation und Elf-Kanal-Soundsystem, Xenonlicht, Rückfahrkamera, Einparkassistent, schlüssellosem Zugang sowie Tempomat. Für knappe 1.200 Euro kommen noch Panoramadach und Fondsitzheizung dazu, Sechsgangautomatik für 1.190 Euro sowie Metallic-Lackierung (580 Euro) ergänzen das Angebot. Die optionale Spritsparautomatik bietet auf Tastendruck Parameter wie die der Gasannahme auf Effizienz zu trimmen.


Preise Sonderausstattung des Testwagen (in Euro - netto)
Ausstattung in etwa der Serienausstatung SPIRIT
Preis der Version
33.090,-
Sonderausstattung
P2-Premium Paket
1.190,-
Sechsstufen Automatik
1.150,-
Metalliclackierung
580,-
Endpreis des Testfahzeugs brutto
36.010.-

 


Technische Daten Kia Optima 1.7 CRDi Automatik
Hersteller: Kia
Karosserie: Limousine 5-sitzig
Motor: 4 Zylinder Turbo-Diesel 16V
Hubraum: 1.685 ccm
Leistung: 100 kW (136 PS)
Drehmoment: 325 Nm bei 2.000 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute
Steuerung: Var. Ventilsteuerung mit Tassenstößeln
Getriebe: 6-Stufen Automatik
Von 0 auf 100 12,0 s
Höchstgeschwindigkeit: 197 km/h
Verbrauch (ECE) 6,0 Liter
CO2-Ausstoß mit Automatik 158 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Kofferraumvolumen 505 Liter
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4.845/1.830/1.455/2.795 mm
Lenkung Elektronisch unterstützt, geschwindigkeitsabhängig
Tank 70 Liter
Gesamtgewicht / Zuladung 1.581 bis 1.1659 / 391 bis 469 kg
Wendekreis Maxi 10,7 bis 11,2 m
Max. Anhängelast gebremst 1.300 kg
Basispreis in Version Spirit brutto: 33.090 Euro
Testwagenpreis brutto: 36.010 Euro





FAZIT: Eine technisch einwandfreie Limousine in reizvollem Design zu einem attraktiven Preis

Eine top gezeichnete Limousine trifft auf hochwertige und gut verarbeitete Materialien im Innenraum; Der Passat-Konkurrent überzeugt in den meisten Diszplinen. Sei es der Antrieb, Fahrkomfort, Bedienung, Verarbeitung, Qualität oder Platzangebot. Weitere Pluspunkte sind ein ausgewogen abgestimmtes Fahrwerk mit präziser elektromechanischer Lenkung und ein insgesamt angenehm niedriges Geräuschniveau. Von den Reifen und dem Fahrwerk an sich ist ebenso wenig zu hören wie von anderweitigen Störgeräuschen.


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Weitere Informationen unter:

www.kia.de


 

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