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AutoNews
IAA Nfz. : Streescooter präsentiert Concept Zeitgeist
Elektromobiltät auf Kurzstrecken

  • Weltpremiere auf der IAA Nfz. in Hannover
  • "Concept Zeitgeist" zeigt weg in die postindustrielle Fahrkultur
  • Das erste nachhaltige und kosteninnovative Kurzstrecken-Auto der Welt
  • Bezahlbare Mobilität
 




Short Distance Vehicle (SDV)


Die StreetScooter GmbH präsentiert auf der Internationalen Auto-Ausstellung in Frankfurt mit "Concept Zeitgeist"eine völlig neue Fahrzeugklasse. Das Forschungskonsortium, an dem über 80 Firmen beteiligt sind, beansprucht für sich damit eine neue Fahrzeugklasse geschaffen zu haben: Das Short Distance Vehicle (SDV).

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Ein Elektro-Auto, reduziert auf das Wesentliche

Während die meisten anderen E-Mobil-Modelle, die derzeit rund um den Globus entstehen, konventionelle Fahrzeuge auf lange Distanz ersetzen wollen, stellt "Concept Zeitgeist" bewusst "nur" eine Ergänzung dar - eine neue, preisgünstige Mobilitätsklasse, die mit einer maximalen Reichweite von 120 Kilometern über 90 Prozent aller PKW-Tagesfahrleistungen erreicht.
Im Kampf um Marktanteile kommt es zu einem neuen Glaubenskrieg um Reichweite. Während die einen glauben, dass nur mit einer Rennreiselimousine mit Elektromotor die Rettung des Weltklimas zu bewerkstelligen ist, sind wir explizit von den Vorteilen eines Kurzstreckenfahrzeugs als Ergänzung überzeugt: weil es nicht so viel kostetund den Einstieg in ein modales Mobilitätsmodell ist. Während alle von mehr Reichweite reden, konzentriert sich StreetScooter auf den tatsächlichen Bedarf: und das sind statistisch errechnet pro Kopf vierzig Kilometer. Viele Fahrzeuge legen nie mehr als 100 Kilometer zurück. In einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes stuften sich von den insgesamt 35,7 Millionen Erwerbstätigen 30,3 Millionen als Berufspendler ein. Davon fuhren 48,1 Prozent höchstens zehn Kilometer zur Arbeitsstätte.16,4 Prozent fuhren mehr als 25 Kilometer bis zur Arbeitsstätte, nur 4,9 Prozent mehr als 50 Kilometer.

Die Fokussierung auf Kurzstrecken ermöglicht Einsparungen beim Gewicht, der Motorleistung und bei der Ausstattung, erfordert aber massive Kosteninnovationen bei gleichzeitiger Erfüllung der
Sicherheitsanforderungen. Denn der Preis darf nicht zu Lasten der Sicherheit gehen. Von der leichten Karosserie bis zur umweltfreundlichen Batterie steckt das E-Auto voller Innovationsökonomie. Mit dem SDV schafft StreetScooter eine neue, bezahlbare Preisklasse.


Wohin die automobile Reise geht

Das "Concept Zeitgeist" wird im Flottengeschäft eingesetzt werden. Das heißt, das Fahrzeug wird an den jeweiligen Verwendungszweck des Auftraggebers angepasst. Somit besetzt die Entwicklungsgesellschaft von "Concept Zeitgeist"- die StreetScooter GmbH - eine interessante Nische im mittleren Stückzahlenbereich von jeweils einigen tausend Fahrzeugen pro Jahr, die der Validierung der Technologien dient.


Bis 2020 sollen eine Millionen Elektrofahrzeuge allein auf deutschen Straßen zumindest lokal emissionsfrei unterwegs sein. Doch die bisher hohen Anschaffungskosten von E-Autos erweisen sich als Bremse für den Technologiewandel. Um die Klimaziele der EU pünktlich zu erreichen (130 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer bis 2015) muss aber schnell eine kritische Masse an E-Fahrzeugen mobilisiert werden. StreetScooter will jedoch keine "Ex und Hopp"-Fahrzeuge sondern
nachhaltig produzierte E-Fahrzeuge auf Europas Straßen bringen. Dazu zählen nicht
nur die Nutzung ökologisch erzeugten Stroms, sondern auch nachhaltige Materialien
und Produktionsprozesse.

Ein Elektromotor erreicht einen Wirkungsgrad von 80 bis 90 Prozent

Eines hat ein Elektroantrieb einem Verbrennungsmotor voraus: die Traktion ist
besser. Die Energie kommt viel schneller auf den Boden. Ein Elektromotor erreicht einen Wirkungsgrad von 80 bis 90 Prozent. Beim Verbrennungsmotor sind es 20 bis 30 Prozent. Der Motor läuft einfach heiß, die Energie verwandelt sich in Wärme. Zum Vergleich: Um die Beschleunigung eines Verbrennungsmotors mit 100 PS zu toppen, reicht ein Elektromotor mit 30 PS. Bei Verbrennungsmotoren bleibt also viel Energie auf der Strecke. Doch diesen Nachteil machen sie schnell wieder wett, finanziell.

Denn Elektrofahrzeuge kosten auch viel mehr. 30 Prozent der Herstellungskosten
entfallen allein auf die Antriebstechnik. Das will die Wittenstein AG aus Igersheim
ändern. Der Spezialist für mechatronische Antriebsysteme will einen effizienten und kostengünstigen Elektromotor für das Fahrzeug „Concept Zeitgeist“ entwickeln. Elektromotoren sind elektromechanische Energiewandler. Die Kraftwirkung wird mittels elektrischer Ströme über elektrisch hervorgerufene Magnetfelder erzeugt. Das funktioniert physikalisch bedingt nicht reibungslos. Energieverluste entstehen sowohl durch den elektrischen Strom in den Wicklungen mit ihren elektrischen Widerständen, das sich permanent ändernde Magnetfeld und auch durch mechanische Reibung. Die Verluste sind also abhängig von der Ausführung des Motors im Detail. Die Herausforderung der Motorkonstruktion liegt darin, Verluste und erforderliche Betriebseigenschaften zu optimieren. Die Betonung liegt dabei auf "erforderliche" Betriebseigenschaften - denn diese können ganz unterschiedlich definiert sein. Neue Definitionen bedeutet aber das Infragestellen von bestehenden "Spezifikationen" und zuvor herangezogenen oder relevanten "Normen."Denn es sind immer wieder überzogene Spezifikationen, die Teile in der Autoherstellung verteuern. Der Einbau eines Serienmotors, der einer gängigen Norm
entspricht und 180 Stundenkilometer erreicht, in ein Fahrzeug, das für maximal 105 Stundenkilometer ausgelegt ist und nur in Europa unterwegs ist, wäre daher reine Ressourcen-Verschwendung. Wenn dieser serienmäßige Elektromotor, der optional für den Weltmarkt produziert wird, dann auch noch wüstentauglich ist, so wird deutlic, dass diese "Spezifikation" in unserer Klimazone verzichtbar ist.

Ebenso eine zu schnelle Beschleunigung. Anders gesagt: die Ingenieure fahnden nach dem richtigen Betriebspunkt für ein Elektrofahrzeug in unseren Breitengraden. Die Programmierer der Gesellschaft für Industrieforschung mbH (GIF) in Alsdorf haben genau dieses Problem auf dem Schirm.

Die Ingenieure von GIF entwickeln eine Software für das Steuermodul um den
Energiefluss zu regeln. Jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor jüngeren Datums,
hat so ein Motorsteuergerät, das den optimalen Betriebspunkt anpeilt und das
Zusammenspiel von Motor und Getriebe regelt. Stotternde Motoren, ruckartiges
Bremsen stellt solche Fahrsoftware ab. Bei einem Elektrofahrzeug gilt es diesen
Betriebspunkt erst zu finden. Denn noch verfügen die Forscher noch über sehr
wenige Erfahrungswerte. Die vorhandenen Erfahrungen auf das Fahrzeug "Concept Zeitgeist" zu übertragen, macht keinen Sinn. Denn dieses Fahrzeug wird ganz anders als alles, was bisher auf dem Markt zu haben ist. Daher müssen die Forscher bei GIF bei Null anfangen: eine eigene Software programmieren, die genau zum Profil des Fahrzeugs „Concept Zeitgeist“ passt.

 


Ziel der StreetScooter GmbH ist es, die nachhaltige Mobilität made in Germany und in Europa voran zu bringen, als Partner der Automobilindustrie. Die privatwirtschaftlich finanzierte Forschungsinitiative mobilisiert daher alle Innovationskraft im Wettlauf mit China. Denn dort erfolgt die Produktion von staatlich subventionierten E-Fahrzeugen mit schmutzigem Kohlestrom. Die StreetScooter GmbH will es nicht so weit kommen lassen, dass günstige E-Fahrzeuge aus China
an Modellen aus Deutschland und Europa vorbeiziehen und hier Arbeitsplätze gefährden. Die StreetScooter GmbH kann nach der IAA direkt durchstarten - der erste Auftrag ist bereits unterschrieben: Gemeinsam mit der Deutschen Post wird das Forschungskonsortium ein vollkommen neues, emissionsfreies Zustellfahrzeug entwickeln, das die Welt noch nicht gesehen hat.

 



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Weitere Informationen unter:

www.streetscooter.eu

 

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