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AutoTest
Vantastisch: Der Chevrolet Orlando 1.4 Turbo LTZ MT im ausführlichen Fahrbericht
Siebensitziger Kompaktvan mit neuem Turbobenziner von Opel

  • Chevrolet Orlando im Fahrbericht
  • 1,4-Liter-Turbobenziner mit 103 kW (140 PS) mit max. Drehmoment 220 Nm
  • Verbrauch 6,2 Liter im Drittelmix; CO2-Emission 144 g/km
  • Basispreis ab 18.990 Euro; 1.4T ab der Komfortlinie LT zu Preisen ab 23.195 Euro
  • Testwagenpreis mit 6-Gang Handschalter ab 26.895,00
 


Im Test der kompakte Van Chevrolet Orlando mit neuem 1.4 Liter Turbo von Opel


Der Chevy Orlando erhält einen genügsamen Turbobenziner

Das Auto ist immer noch Reisemittel Nummer eins für den Urlaub. Aber auch im Alltag empfiehlt sich für Familien ein geräumiger Van. Wir haben den Chevrolet Orlando einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Der Chevrolet Orlando, ein 4,65 Meter langer Siebensitzer, ist nach einer Stadt in Florida benannt, kommt aber gar nicht aus Amerika, sondern wird von General Motors in Korea montiert. Seine Entwicklung und Auslegung ist gezielt auf europäische Vorlieben ausgerichtet.

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Chevrolet ist die volumenstärkste Marke des amerikanischen Automobilkonzerns General Motors. Die Marke Chevrolet ist strategisch neu ausgerichtet worden. Neben der GM-Tochter Opel kämpft auch Chevrolet - preislich etwas niedriger positioniert - um die Gunst der Kunden im Massenmarkt. Die GM Tochtermarke des weltweit agierenden Mutterkonzerns GM hat sich mit erschwinglichen Fahrzeugen und guter Qualität auch in Deutschland schnell etablieren können. In den letzten sieben Jahren launchten die Amerikaner ein gutes Dutzend Modellreihen auf dem deutschen Markt und werden somit inzwischen auch als breit aufgestellter Hersteller wahrgenommen. Nicht ohne Grund erfreut sich Chevrolet auch in Europa enormen Absatzsteigerungen.


Familienvan im SUV-Look: Der siebensitzige Chevrolet Orlando

 

Bislang gab es nur zwei Motoren für den siebensitzigen Van mit der bulligen Optik. Zum einen den genügsamen 2,0-Liter-Diesel mit 120 kW (163 PS) sowie als Benziner einen relativ durstigen und betagten 1,8-Liter-Vierzylinder mit 104 kW (141 PS). Kein Wunder also, dass sich bisher nahezu Zweidrittel der Käufer für den Selbstzünder entschieden haben. Mit Einführung des 2013er-Modells ist der Familien-Van mit einem neuen, leistungsstarken 1.4-Liter-Turbobenziner erhältlich. Der neue sparsamer Benziner aus dem Opel-Regal könnte das Orderverhältnis Benziner/Diesel zugunsten des neuen Turbo-Benziners ändern. Der bei Chevrolet neue Ecotec-Motor in unserem Testwagens ist kein Unbekannter und bereits aus diversen Opel-Modellen bekannt. Doch auch beim Orlando sorgt das effiziente Aggregat für sparsames und flottes vorankommen. In unserem kürzlichen Fahrbericht des Chevrolet Cruze konnte der neue Benziner bereits voll überzeugen. Harmoniert dieser Motor auch im großen und deutlich schwereren Orlando? Zur Modellpflege 2013 gehören noch einige weitere serienmäßige Neuerungen, die wir in unserem Test vorstellen.

Crossover-Design: Siebensitziger Van mit bulliger Optik

Der seit Anfang 2011 ist der bullige Van in Deutschland erhältlich. Der Chevrolet Van mit dem charakteristischen Bowtie-Logo auf dem Kühlergrill überzeugt mit einer markanten Optik, die auch in Deutschland ihre Wirkung nicht verfehlt. Die funktionale Gestaltung des Fahrzeugs und die zum Ausdruck kommende unkonventionelle Formensprache sind für das Familienwagensegment außergewöhnlich.Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus SUV und Van. Dies hebt den Chevrolet Orlando deutlich von den typischen kastenförmigen Familien-Vans ab. Neben dem Design ist die Geräumigkeit und Variabilität ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. damit sollten sich zweifelsfrei die Trasportbedürfnisse auch von größeren Familien abdecken lassen. Seien es nun Kinderwagen, Spielzeug oder Sonnenschirm.

Im Cockpit Übersichtliches Display mit blauen Rundinstrumenten

 

Interieur

Längere Fahrten stellen im Orlando kein Problem dar. Die Windgeräusche sind auch bei hohen Tempi kaum wahrnehmbar. Die Sitze sind auch in den hinteren Reihen ausreichend bequem. Das Ambiente des Interieur gibt kein Grund zur Beanstandung. Dank der zahlreichen Kunststoffelemente und schmückenden Chromleisten empfanden wir die Anmutung durchaus als hochwertig. Wenig zu beanstanden gab es für sie bei der Anmutung des Innenraums. In der von uns gefahrern Spitzenausttatung mit Lederbestuhlung sowieso. Der Orlando braucht sich hier auch nicht hinter den Mitbewerbern verstecken. Die Materialien sind haptisch sauber verarbeitet und sehen wertig aus, auch wenn viel Hartkunststoff die Mittelkonsole dominiert. Bequeme Sitze auch in den hinteren Reihen und geringe Windgeräusche sind hingegen gute Voraussetzungen für lange Strecken.

Geräumige, gut konturierte Sitze in der von uns gefahrenen Vollausstattung

 

Ein besonderes Feature ist der hochklappbare Deckel der Bedieneinheit des Radios. Hinter ihm befindet sich nicht nur ein USB-Anschluss, sondern auch ein tiefes Ladefach, in dem sich einiger Kleinkram verstauen lässt.Auf den Fahrer wartet zudem zwischen den verschachtelt angeordneten Instrumenten ein kleines Display, das den Benzinverbrauch der einzelnen Ausstattungselemente anzeigt. Da sind dann auch schnell Komponenten wie das Gebläse oder die Klimaanlage wieder abgeschaltet.

Bei umgelegten Sitzen entsteht eine ebene Ladefläche. Auch der Beifahrersitz kann nach vorne umgeklappt werden

 

Der Orlando verfügt serienmäßig über sieben Sitze. Allerdings ist ihre Anordnung nicht besonders variabel. Zwei Sitze befinden sich hinter der Hinterachse und sind einzeln aufklappbar: Für den Einstieg nach hinten kann man die mittlere Sitzreihe nach vorne klappen. Bei Nutzung als Siebensitzer schrumpft der Kofferraum auf sehr kleine 89 Liter und durch die extrem kurze Laderaumlänge passen nur kleine Gegenstände in den Kofferraum. Die Rückenlehnen und kopfstützen der hinteren Sitze reichen fast bis an die Heckscheibe. Bei Nichtbenutzung können die Sitze sechs und sieben flach in den Kofferraumboden versenkt werden.

 

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Die Sitzreihe davor kann nicht verschoben werden. Sie wird einfach nach vorne gegen die Vordersitze geklappt. Bei herunter geklappter dritter Sitzreihe ergibt sich eine ebene, normal große Ladefläche. Die mittlere Sitzreihe ist ebenfalls asymmetrisch (im Verhältnis 1/3 rechts, 2/3 links geteilt) umklappbar, so dass eine ebene, durchgehende Ladefläche mit insgesamt 1487 Litern die meisten Alltagsbedürfnisse erfüllen kann. Eine praktische Änderung brachte der Modelljahr 2013 mit: Die Beifahrersitzlehne jetzt serienmäßig zur Verlängerung der ebenen Ladefläche flach umgelegt werden. Mit 4,65 Meter ist der Orlando länger als die Konkurrenten Opel Zafira und VW Touran, letzterer hat trotzdem mit 1989 Litern deutlich mehr Laderaum


Der kleine aufgeladene 1,4 Liter Motor mobilisiert bereits ab 1.800 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 200 Nm

Kleiner enorm potenter Turbo für den Siebensitzer

Ein neuer Turbo-Benziner des deutschen Herstellers macht den Orlando zum sparsamen Van. Wir waren wirklich überrascht: Der Orlando bewegt sich mit dem neuen Turbobenzinaggregat ausgesprochen agil für seine Klasse und Gewicht. Der Motor ist in Kombination mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe stets mit Start-Stopp-System bestückt. Mit einer Leistung von 103 kW (140 PS) bewegt sich der aufgeladene und downgesizte 1,4-Liter fast auf identischem Niveau wie das noch im Angebot befindliche 1.8-Liter-Ottoaggregat. Dank Turbounterstützung ist der kleine 1,4 Liter deutlich kultivierter hinsichtlich Kraftentfaltung uns Spritverbrauch. Bereits ab 1.800 Umdrehungen mobilisiert der spontan hochdrehende und akustisch jederzeit präsente Turbo sein maximales Drehmoment von 200 Nm. Das verleiht dem 4,65 Meter langen und fast 2,2 Tonnen schwerem Fahrzeug eine kaum für möglich gehaltene Agilität.

Der Kompaktvan ist mit 4,65 Metern Länge und 1,63 Metern Höhe eine stattliche Erscheinung

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 Stundenkilometer. Der durchschnittliche Verbrauch beträgt im Drittelmix nach NEFZ laut Herstellerangaben 6,2 Liter pro 100 Kilometer. Dies entspricht einer CO2-Emission von 144 g pro gefahrenen Kilometer. Unser Testverbrauch variierte je nach Fahrweise bis zu 2,5 Liter über den Herstellerangaben. Dies ist aber der Größe und dem Gewicht des Fahrzeugs geschuldet. Wer sparen will, kann die Econ-Taste nutzen. Aktiviert man sie, werden das Ansprechverhalten und die Leistungsabgabe der Klimaanlage reduziert, was auch dem serienmäßigen Start-Stopp-System zugutekommt. Es kann so länger - bis minus fünf Grad – seine Arbeit verrichten.


Für eine gelungene eigenständige Optik sorgt die weit nach hinten gezogene Dach-Reling

Agiles, sicheres Fahrverhalten

Der Orlando verhält sich deutlich deutlich agiler und sportlicher als wir gedacht hätten. Die präzise reagierende, elektrisch unterstützte Servolenkung reagiert erstaunlich direkt, was gut zum Charakter des Orlando passt. Er verfügt über ein bis in den Grenzbereich neutrales Fahrverhalten. Die sportlichen Eigenschaften gehen jedoch zu Lasten des Komforts. Die Kombination aus straff ausgelegter Federung und den optionalen 18-Zoll-Rädern informiert die Insassen akribisch über den jeweiligen Strassen-Zustand. Der sportliche Eindruck ist sicherlich auch der präzisen und serienmäßigen Sechsgang-Schaltung geschuldet, mit der der Orlando serienmäßig ausgeliefert wird. Die kräftig zubeißenden und standfesten Bremsen machen den Orlando zu einerm sicheren Van.

Preise und Extras

Das Einstiegsmodell bildet dabei der 1,8-Liter-Benziner mit einer Leistung von 104 kW (141 PS), der für 18.990 Euro zu haben ist. Für das Spitzenmodell, dem 2.0TD AT mit 2-Liter-Turbodiesel, Automatikgetriebe und 120 kW (163 PS) Leistung werden 29.740 Euro aufgerufen. Komplett neu im Angebot ist der von uns gefahrene 103 kW (140 PS) starke Chevrolet Orlando 1.4 MT, der mit einem 1,4-Liter-Benziner-Turbo ausgestattet ist. Der neue Motor ist ab der mittleren Komfortlinie LT zu Preisen ab 23.195 Euro erhältlich und ist damit rund 1.700 Euro günstiger als der vergleichbar ausgestattete Diesel. Für Fahrer mit geringeren jährlichen Laufleistungen dürfte der Turbo daher ein interessantes Angebot sein


Mit dem Orlando möchte Chevrolet die etablierten Wettbewerber wie VW Touran/Sharan, Renault Scenic/Espace herausfordern

Die drei Ausstattungslinien beginnen mit der Ausstattung "LS" die serienmäßig u.a.bereits ESP, sechs Airbags, Klimaanlage sowie elektrisch verstellbaren Spiegel umfasst. Die mittlere Ausstatung LT beinhaltet darüberhinausgehend u.a. eine automatische Klimaanlage, Leichtmetallfelgen in 16 Zoll, Parksensoren, Lederlenkrad und Radiobedienung am Lenkrad. Die von uns gefahrene Topausstattung "LTZ" erweitert die Extras um Leichtmetallfelgen in 18 Zoll, Licht- und Regensensor, automatisch abblendbarem Rückspiegel sowie Tempomat.


Großer Familien-Van mit eleganter Fensterlinie und 2,76 Meter langem Radstand


Technische Daten Chevrolet Orlando LTZ 1.4T MT
Hersteller: Chevrolet
Karosserie: Fünftüriger Kompaktvan
Motor: Vierzylinder-Benzinmotor (Ecotec) mit Turboaufladung
Hubraum: 1.685 ccm
Leistung: 103 kW (140 PS) bei 6.000 Umdrehungen pro Minute
Drehmoment: 200 Nm bei 1.850 bis 4.900 Umdrehungen pro Minute
Getriebe: Handschalter 6 Gänge
Antrieb Frontantrieb
Räder Bereifung 235/45 R18
Von 0 auf 100 11,0 s
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Verbrauch (ECE) 6,2 Liter
CO2-Ausstoß mit Automatik 144 g/km
Kraftstoff/Tankvolumen: Benzin / 60 Liter
Kofferraumvolumen 100/958/1.594 Liter
Anhängelast ungebremst 750 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4.652/1.836/1.633/2.760 mm
Leergewicht / Zuladung 1.480 kg / bis zu 460 kg
Wendekreis 11,80 m
Garantie: 3 Jahre; 4. Jahr bis max. 120.000 km Gesamtlaufleistung: 299 Euro; 4. und 5. Jahr bis max. 150.000 km Gesamtlaufleistung: 439 Euro
Testwagenpreis ab: 22.890 Euro

 

Die Lichtsignatur des Orlando erinnert ein wneig an frühere Opel-Modelle

 

FAZIT: Ein siebensitzer Kompakt-Van mit Motorentechnik von Opel

Der neue Chevrolet Orlando 1.4 Turbobenziners konnte im Test angesichts seines beachtlichen Outputs überzeugen. Der kleine Turbo verfügt über ordentlich Dampf und erfreut gleichzeitig mit vergleichsweise niedrigen Verbrauchswerten. Für Fahrer mit kleineren bis mittlerem jährlichen Fahraufkommen vermag der Chevrolet Orlando 1.4 von den Vorzügen eines Benziners überzeugen. Wer einen Familien-Van sucht, der sollte sich auch einmal den Chevrolet Orlando in betracht ziehen. Der Siebensitzer überzeugt nicht nur mit viel Platz, sondern auch mit einer guten Fahrdynamik. Insbesondere der neue Turbobenziner aus dem Opel-Regal macht den Orlando zu einem stimmigen Gesamtpaket. Der kompakte US-Van bietet verdammt viel Fahrzeug für wenig Geld. Das Preis-/leistunsgverhältnis stimmt unabhängig davon, ob der Wagen in der mittleren oder in der uns gefarenen gehobenen Ausstattungsvariante geordert wird. Der Orlando besteht des Preisvergleich zu den Mitbewerbern.

 


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Weitere Informationen unter:

www.chevrolet.de


 

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