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AutoTest
Citroen DS4 HDi 165 Sport Chic im Fahrbericht
Sportlich-agiler Crossover

  • Kompakter Crossover im Test
  • e-HDi 165 mit 163 PS und einem ECE-Verbrauch von 5,1 Litern
  • Weiterer Vertreter der DS-Linie kann im Test überzeugen
  • Im Test die Topausstattung SportChic (ab 28.400 Euro)
  • Testwagenpreis 31.380 Euro
 


Citroen DS4 HDi 165 Sport Chic


"Déesse", die Göttin

Die Buchstaben der DS-Linie von Citroen soll an automobile Legenden der 60er Jahre anknüpfen. Um möglichst viel Glanz der vergangenen Zeit auf seine Automobile heutiger Zeit zu projezieren, belebt Citroën das alte Modellkürzel wieder und offeriert zu jeder aktuellen Baureihe eine "DS"-Version. Diese solleb sich durch eigenständiges Design, ungewöhnliche Ausstattungsdetails sowie mehr Exklusivität und Chic von der Normalversion differenzieren. Gelingt der Bezug zur automobilen Individualität der 60er und 70er Jahre immer noch?

 

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Der Markterfolg der DS-Linie gibt den Franzosen recht. Wir haben den kompakten Citroen DS4 einem ausführlichen Fahrbericht unterzogen. Der frontgetriebene Citroën DS4 HDi 165 wird mit einem 163 PS (120 kW) starken 4-Zylinder Dieselmotor angeboten. Während die DS seinerzeit in der oberen Mittelklasse bis Oberklasse positioniert war, handelt es sich beim Citroen DS4 um ein Fahrzeug der Kompaktklasse.

Der kaschierte Griff in Höhe der C-Säule suggeriert statt Fünftürer ein sportliches Coupé

 

Direkte Wettbewerber des extrovertierten Bruders des braven Citroen C4 sind die gehobenen Vertreter der Kompaktklasse wie Mercedes-Benz A-Klasse, Audi A3, Alfa Romeo Giulietta, Ford Focus oder auch der MarktführerVW Golf. Um gegen die etablierte Konkurrenz bestehen zu können setzen Die Franzosen gezielt auf den Trend zum Crossover. Deren Optik verleiht der DS4 nicht nur einen visuellen Anreiz, sondern ermöglicht ganz nebenbei auch eine erhöhten Sitzposition, die sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreut.


 

Neuzeit-DS mit Zusatznummer 4

Ein optischer Trick verleiht dem DS4 seinen besonderen Charme und Charakter: Die hinteren Türen sind durch die prägnante Chromumrandung der abgedunkelten Scheiben und den kaschierten Griff in Höhe der C-Säule gut kaschiert und suggerieren statt Fünftürer ein sportliches Coupé. Verstärkt wird der Effekt durch die abfallende Dachlinie und die muskulös betonten Radausschnitte. In der von uns gefahrenen Topausstattung SportChic wird das Fahrzeug mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen bestückt. Unser Testwagen rollte auf besonders kleidsamen 19-Zoll Leichtmetallrädern. Da das Fahrwerk gegenüber dem C4-Modell um etwa 40 Millimeter angehoben ist, verschafft diese Kombination dem Auto einen athletischen und dynamischen Auftritt.

Der DS4 überrascht hier mit einer haptischen Premium-Anmutung der Oberflächenmaterialien


Interieur

Das Ambiente der DS4 zeugt von einer gediegenen Atmosphäre der Gegensätzlichkeiten. Die in kontrastrierenden Farben gestalteten Abdeckungen und Verkleidungen verleihen dem Fahrzeuginnenraum eine besondere Note. Der DS4 überrascht hier mit einer haptischen Premium-Anmutung der Oberflächenmaterialien. Die kühle Wohnlichkeit erzielen die Franzosen über die Haptik weicher Oberflächen und das farbliche schwarz/grau Finish. Weitere edle Akzente werden gezielt durch Chrom-Applikationen gesetzt. Zum Teil haben es die Franzosen auch geringfügig übertrieben. Die gleichzeitige Verwendung von glatten, genarbten, geriffelten und mit dem DS-Zeichen modellierten Flächen wirkt zuweilen schon aufgesetzt.

Ein Highlight sind die in zwei Farbtönen und drei Sättigungsstufen verstellbare Beleuchtung der drei runden Hauptinstrumente

 

Vorne weit und hell, hinten eng und dunkel: Die bis weit oben ins Dach hinein gezogene Frontscheibe wird bis zur Höhe des Rückspiegels durch einen Steg geteilt, in dem sich die Leitungen für Regensensor und abblendbaren Innenspiegel befinden. Die 220 Volt Steckdose (bei SportChic Serienausstattung) in der Mittelkonsole ist auf jeden Fall praktisch. Weitere Highlights sind die in zwei Farbtönen und drei Sättigungsstufen verstellbare Beleuchtung der drei runden Hauptinstrumente, ein Fahrersitz mit zweifacher Memory- und Massagefunktion für die Lendenwirbel und diverses mehr. Das Platzangebot ist Innenraum ist nicht üppig, aber ausreichend für eine Familie bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Das Premium-Hifi-System mit Denon-Lautsprechern klingt ordentlich. Das Navigationssystem eMyWay erwies sich während unserer Testfahrten als ausgereift. Das Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar. Das Nachtdesign sorgt für eine gut illuminierte Informations-Vielfalt und ein angnehmes Ambiente.

 

 

Das Ladeabteil über dem Reserverad fasst knapp 360 Liter. Wem ein Reifen-Reparaturset genügt, der darf sich über ein Fassungsvermögen von 385 Litern freuen. Die Rücksitz-Lehnen umgelegt, erweitert sich das Volumen auf 1.021 Liter. Die Ladekannt fällt mit 80 Zentimetern relativ hoch aus. Der Citrien DS4 möchte sich nicht den praktischen Attrubuten unterordnen. Ihn zeichnen ein rel. enger Einstieg, mäßige Bein- und Kopffreiheit sowie eine nicht optimale Sicht nach hinten aus. Ein weitwerer Kritikpunkt sind die starren Fenster im Fond. Viele kleine Unzulänglichkeiten mit den wir uns in der Redaktion aber noch arrangieren konnten und dem Zuspruch zum DS4 keinen Abbruch taten.

 

Das Volumen des Kofferraum läßt sich druch umlegen der Rücknak auf bis zu 1.021 Liter erweitern

 


Motor

Schon knapp über Leerlaufdrehzahl schiebt der Zweiliter-Turbodiesel den Citroen nachrücklich und vehement nach vorne. Mit dem Motor stellen die Franzosen einmal mehr ihre Dieselkompetenz unter Beweis. Dem Motor lassen sich hohe Leistungsreserven bei moderatem Verbrauch attestieren. Weder Vibrationen noch Arbeitsgeräusche dringen bis zu den Insassen vor. Die Leistung von 120 kW (163 PS) werden souverän entfaltet. Der HDi ist dank eines Drehmoment von 340 Nm ein extrem kräftiges Aggregat, das handfest zupackt Den Paradesprint von null auf hundert Stundenkilometer erledigt der DS4 gemäß Werksangaben in nur 9,5 Sekunden. Die Beschleunigung endet auf Wusch erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 212 km/h. Das Aggregat harmonisiert mit einem gut schaltbaren, passend abgestuften Sechsganggetriebe. Ab sofort ist der HDi 165 übrigens auch mit einer 6-Gang-Automatik erhältlich. Den Paradesprint von null auf 100 km/h erledigt unser handgeschalteter Testwagen in weniger als 9,5 Sekunden. Die Beschleunigung endet auf Wunsch erst bei 212 km/h. Auch in den oberen Gängen überzeugt der Diesel dabei mit Durchzug. Dem Motor lassen sich hohe Leistungsreserven bei moderatem Verbrauch attestieren. Die Werksangaben versprechen einen ECE-Verbrauch von 5,1 Liter Diesel pro hundert Kilometer. Dies entspricht einer CO2-Emission in Höhe von 134 g pro gefahrenem Kilometer. Das Getriebe ist sauber abgestuft, leichtgängig und präzise zu handhaben. Zudem hilft eine Schaltpunktanzeige dabei, den optimalen Zeitpunkt zum Gangwechsel zu finden. Im Drittelmix konsumierte unser Testwagen im Schnitt nur 6,0 Liter Diesel. In Relation zur Fahrweise und abgerufenen Leistung ein extrem niedriger Verbrauch. Weder Vibrationen noch Arbeitsgeräusche dringen bis zu den Insassen vor. Auch in den lang übersetzen oberen Gängen überzeugt der Diesel dabei mit Durchzug. Dazu gesellen sich eine wunderbar direkt arbeitende Lenkung. Der Selbtszünder erweist sich als angenehm kultiviert. Der Geräuschpegel im Innenraum des DS4 bleibt angenehm leise.




Der durchzugsstarke Selbstzünder HDi 165 mit 163 PS konnte im Test überzeugen

 


Fahrverhalten

Das Fahrwerk überzeugt - völlig unfranzösisch - mit einer gewissen Härte. Eine straffe Federung und präzise Lenkung bereiten echten Fahrspass. Als Rettungsanker sind exzellente Bremsen, ein Notbremsassistent sowie ein sauber abgestimmtes ESP verbaut. das fröhliche Treiben.ein steht bereit Um die Bewegungsenergie wieder einfangen zu können, ist die DS4 vorn mit bis zu 340 Millimetern großen, belüfteten Scheibenbremsen bestückt. Auf den breiten 18-Zoll-Rädern wirkt der Fronttriebler gleichermaßen agil und fahrsicher, sticht mit Verve und wenig Seitenneigung in jede Kurvenkombination.

Das Gesicht beeindruckt mit großem Lufteinlass, dem auffälligen verchromten Doppelwinkel des Citroen-Logos als oberer Grenze, auffälligen Nebelleuchten und weit in die Seite hineingezogenen Scheinwerfereinheiten.



Ausstattungen und Preise

Von Preiszurückhaltung ist beim DS4 nicht viel zu spüren. Der DS4 hat seinen (gehobenen) Preis. Den Einstieg markiert der 120-PS-Benziner, der in der Basisausstattung Chic zu Preisen ab 20.700 Euro erhaltlich ist. Der von uns gefahrene 163 PS starke Top-Diesel mit der mittleren Ausstattung Sport ist zu Preisen ab 27.000 Euro erhältlich. Im höchsten Ausstattungsniveau SportChic werden für den HDi weitere 1.500 Euro Aufpreis fällig. In der Extrem-Konfiguration unseres Testwagens klettert der Preis danna auch schnell mal auf 3xxxx Euro treiben. Lücken weist der DS4 dann ausstattungsseitig kaum noch auf. Das Fahrzeug verfügt über eine gediegene Lederausstattung, und Toter-Winkel-Assistent mit, hat Nebelscheinwerfer und Abbiegelicht, Alu-Pedalerie, CD-Audio-System und Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Berganfahrhilfe. Die Topausstattung Sport Chic bietet zudem eine Einparkhilfe mit Parklückenabtatster, der erkennt, ob die Lücke groß genug ist, sowie zweifarbige Ledersitze und einen Assistenten für den toten Winkel. Optional stehen außerdem mitlenkende Bi-Xenon-Scheinwerfer und ein Spurhalteassistent zur Verfügung: Beim Verlassen der Spur vibriert es - nicht im Lenkrad - sondern à la française unter dem Sitz.

Dem DS4 ist eine gelungene Architektur mit der entscheidenden Prise Extravaganz zu eigen



Technische Daten Citroen DS4 5türer HDi 165 SportChic
Hersteller: Citroen
Karosserie: Fünftürig
Motor: Commonrail-Diesel
Hubraum: 1.997 ccm
Leistung: 120 kW (163 PS)
Drehmoment: 340 Nm/ab 2.000 UPM
Von 0 auf 100: 9,3 s
Höchstgeschwindigkeit: 212 km/h
Verbrauch (ECE) 5,1 Liter
CO2-Ausstoß PDK 134 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Kofferraum (Liter) 385 Liter/ 1.021 Liter (umgeklappt)
Gesamtgewicht 1.395 kg
Zuladung 485 kg
Abmessungen (Länge x Breite x Höhe) in m 4,28 x 1,81 x 1,53
Basis-Preis Ausstattungsvariante brutto: 28.650,- Euro
Testwagenpreis 31.830,- Euro



Sonderlackierung in Perlmutt-Weiß

 

Fazit: Nicht nur für den frankophonen Autoliebhaber

Die Crossover-Optik samt erhöhter Sitzposition sind die besondere Kennzeichen des DS4. Das Auto "la voiture" ist sicherlich keine neue Göttin (Déesse) - aber verfügt über die Avantgarde, die wir von Citroen immer noch erwarten. Die komfortable und umfangreiche Ausstattung sowie das ausgezeichnete Handling dank sehr guter Fahrwerksabstimmung machen den Franzosen zu einer Option im gehobenen Segment der Kompakten. Wer die gewissen Unzulänglichkeiten - wie zum Beispiel die starren Fenstern im Fond - tolerieren kann, für den ist der DS4 eine echte Alternative. Der Luxus-Kompakte verfügt über das Potenzial mit einem derzeit einzigartigen Mix aus viertürigem Coupé, Steilheckfahrzeug und SUV-Elementen seinen Besitzern viel Freude zu bereiten. Der wichtigste Punkt dürfte für viele Käufer zweifelsohne sein, sich mit dem Fahrzeug ein Stück weit vom klassischen Kompaktklasse-Allerlei wohltuend abheben zu können. Einzig sein relativ hoher Preis dürfte vielen Autokäufern die Lust am DS4 etwas dämpfen.


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Weitere Informationen unter:

www.citroen.de


 



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