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AutoTest
Sportkombi im Test: Jaguar XF Sportbrake 2.2l Diesel
Raubkatze mit Ladeabteil

  • Edel-Laster im Test: Jaguar XF Sportbrake
  • 2,2 Liter Diesel mit 147 kW (200 PS) und 420 Newtonmeter Drehmoment
  • 8-Gang Automatik: Verbrauch im Drittelmix (ECE) 5,1 Liter Diesel
  • Sehr hochwertige Materialauswahl und Verarbeitung bis ins Detail
  • 3-Jahresgarantie ohne Kilomterbegrenzung
  • Zu Preisen ab 48.550 (brutto)
 


Jaguar XF-Sportbrake 2.2 l Diesel im Fahrbericht

 

Ein Jaguar als Kombi!

Die britisch-indische Nobelmarke Jaguar ist auf der Überholspur und eilt mit seiner Schwestermarke Land Rover von Rekord zu Rekord. Nun geben sich die Briten mit dem XF Sportbrake auch besonders vielseitig. Sportliche Kombimodelle erleben aktuell eine Renaisance. Mercedes tauft sein schön gezeichnetes Kombi-Coupé seines CLS-Modells "Shooting Brake".


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Jaguar kombiniert beides als "Sportbrake". Wir hatten den Jaguar XF Sportbrake bereits einem Kurztest unterzogen und nun Gelegenheit im Rahmen eines ausführlichen Fahrberichts zu überprüfen, ob der XF Sportbrake das Potenzial besitzt der etablierte Kombi-Konkurrenz in der oberen Mittelklasse das Fürchten zu lernen. Wir zeigen auf was der Edel-Kombi aus Großbritannien beherrscht und was nicht. Wir fuhren den praktischen Briten mit dem 200 PS starken 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel und Achtgangautomatik. Schon dieses Basistriebwerk wußte zu überzeugen.

Jaguar XF Sportbrake: Eine gefällige Linie mit ausgewogenen Proportionen



An und für sich erinnern sich die Jaguar-Verantwortlichen nur ungern an ihren ersten Versuch im Kombisegment Fuß zu fassen. Der X-Type mit Ladeabteil floppte vor einem Jahrzehnt grandios. Trotz gefälliger Erscheinung erhielt der erste Jaguar-Kombi im harten Wettbewerbsumfeld der europäischen Mittelklasse keinen beachtlichen Kundenzuspruch. Aber die Zeiten ändern sich. Eine Klasse höher sind die Chancen beim XF Sportbrake deutlich besser.




Ausdruck automobiler Individualität - Kapitel Optik und Design

Das Erscheinungsbild des XF Sportbrake ist innovativ und in seinen Proportionen auf den Betrachter stimmig und sehr gelungen. Der Auftritt ist angenehm unaufgeregt und ohne jegliche Effekthascherei. In gewisser Eeise wirkt der Jaguar XF Sportbrake vertraut, als gäbe es den elegante Mehrzweck-Jaguar bereits lange im Markt. Neben dem größeren Platzangebot vermag der praktische Jaguar vor allem über seine harmonische Linienführung zu überzeugen. Es gelang den Designern die Proportionen ausgesprochen harmonisch auszutarieren und sämtliche markentypischen Elemente perfekt zu integrieren. Wir sind in der Redaktion sogar der Ansicht, dass der Sportbrake mit seinem gelungenen Heckabschluss optisch gelungener daherrollt als die leicht coupégeneigte XF-Limousine. Der große Kombi erstreckt sich über fast fünf Metern Länge und ist kein vordergründiger Blender.

 

Eine deutliche Erhöhung des Nutzeniveau erfährt der XF Sportbrake über seine große Heckklappe - gegen Aufpreis elektrisch betrieben - mit viel Ladevolumen dahinter. Der Stauraum des Sportbrake beträgt je nach Position der Rücksitze zwischen 550 und beachtlichen 1.675 Litern. Mit Ersatzrad sind es 40 Liter weniger. Die höhere Dachlinie macht sich nicht nur bei der Beladung, sondern auch im Fond bemerkbar. Ebenso beachtlich ist die maximale Zuladung von bis zu 580 Kilogramm. Hierzu wurde die Hinterachse mit adaptiven Dämpfern versehen, um diesen schönen Kombi auch die tauglichkeit eines Lastesel zu verleihen.


 

Interieur - ungewöhnliche Lasten stilgerecht befördern

Im Innenraum geht es gediegen zu. Das Ambiente wird dem Jaguars Luxus-Anspruch voll gerecht. Innen ist der Sportbrake ist aus Fahrersicht analog dem XF gestaltet. Angefangen vom stilsicher aufgebauten Cockpit mit übersichtlichen Rundinstrumenten sowie dem typischen, aus der Mittelkonsole ausfahrenden Automatik-Wählrad, bis über die gute Materialauswahl samt exzellenter Verarbeitung. All dies verhält sich identisch zur XF-Limousine. Leider leidet zuweilen die Bedienung unter den extravaganten Lösungen. Haptik und Verarbeitung kann - spätestens seit dem XF-Facelift 2011 - mit den deutschen Wettbewerbern mithalten. Für das Interieur wird eine Vielzahl an Lederfarben, Kontrastnähten und Holzsorten angeboten.




Ein altes Thema wird wieder aktuell: Um Basisfunktionen wie die Sitzheizung zu aktivieren, muss der Bediener durch nicht sehr logisch gestaletet Menüs hangeln. BMW hat hier bereits eine Lernkurve hinter sich. Einen Webzugang oder eine Echtzeit-Verkehrsanzeige bieten die Engländer nicht an. Viele oberklasse-verwöhnte Fahrer werden solche Features vermissen, wenn sie diese bei den Wettbewerbern einmal zu schätzen gelernt haben. Beim Ladeabteil präsentiert sich ein glattflächiges Kofferraum mit serienmäßig verlegten Schienen samt Streben zur Ladungssicherung. Die Fondlehnen im Jaguar XF Sportbrake fallen per Zug am Hebel vom Gepäckraum aus und sorgen für eine vorbildlich ebene Ladefläche.


Das Rollo fährt beim Öffnen entlang der D-Säule nach oben, ein Trennnetz ist nicht im Angebot. Im Fond genießen Insassen erstaunlich viel Beinfreiheit und im Vergleich zur Limousine fast fünf Zentimeter mehr Kopffreiheit. Auch der Mittelplatz kann trotz relativ breiten Mitteltunnel genutzt werden.


 


Motor

Als Antrieb bieten die Briten ausschließlich Dieselmotoren mit Achtgangautomatik. Der Jaguar XF Sportbrake ist ausschließlich für Europa und so müssen die Benziner aktuell noch außen vor bleiben. Schon der von uns gefahrene 2,2-Liter-Vierzylinder mit 200 PS überzeugt mit genügend Durchzugsstärke und angemessenen Elan. Ist der blinkende Startknopf erstmal gedrückt und der Motor gestartet, schnurrt der 2,2 Liter große Vierzylinder-Turbodiesel angenehm leise los, nachdem zuvor noch - großes Kino - sich alle Belüftungsklappen im Armaturenbrett öffnen. Je nach Wunsch lässt er den Kombi mit 450 Newtonmetern gelassen und sparsam dahingleiten. Bei Bedarf stellt er bei enstsprechendem Leistungsabruf genügend Kraftreserven zur Verfügung. Überdies verrichtet der Diesel seine Arbeit sehr effizient: Im Test genügen ihm knapp 7 Liter je 100 Kilometer. Neben der seidenweich schaltenden achtstufigen ZF-Automatik hilft ein Start-Stopp-System, den Verbrauch zu reduzieren. Die Achtgang-Automatik schaltet seidenweich, aber aufgrund relativ langen lang übersetzten hohen Gänge zum Teil relativ häufig. Den paradesprint von null auf hundert Stundenkilometererledigt der XF Sportbrake in knapp unter 9 Sekunden. Die Beschleunigung endet auf Wunsch erst bei der Höchstgeschwindigkeit von 214 km/h.


Den XF Sportbrake gibt es nur mit Selbtzünder. Neben dem hier gezeigten Vierzylinder-Turbodiesel mit 147 kW (200 PS) stehen noch zwei V6-Dieselmotoren mit 177 kW (240 PS) bzw. 202kW (275 PS) zur Auswahl.


Fahreigenschaften mit Niveauregulierung an der luftgefederten Hinterachse

Nicht nötig ist Nachhilfe beim Handling: Die unauffällig und ausreichend exakt arbeitende Lenkung dirigiert den hinterradgetriebenen Sportbrake geschmeidig dahin, wohin er soll, heiße Dynamikwallungen verkneift sich der 1,9-Tonner ebenso wie träges Dahinwabern. Er vermittelt ausreichend Rückmeldung, ohne seinen Piloten je zu treiben.



Die beim Sportbrake serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse sichert auch bei Zuladung das passende Niveau. Je die Sechzylinder-Motoren lassen sich optuional gegen Aufpreis Adaptivdämpfer hinzuordern, die für bekömmlichen Federungskomfort sorgen sollen. So bleibt zwar das Fahrverhalten des Testwagens auch unter Ausnutzung der maximalen Zuladung von 443 Kilogramm weitgehend unverändert. Dafür zeigt sich das Fahrwerk tendenziell eher von der sportlich-harten als einer komfortabel-luxurösen Seite.
Querrillen werden zuweilen nicht immer souveräner ausgebügelt und an die insassen weitergereicht. Der Fahrkomfort leidet damit auf schlechten Straßen zugunsten einer hohen Zuladung. Das Fahrverhalten des immerhin 1,9 Tonnen schweren Jaguar XF 3.0d S Sportbrake zeigt sich dynamisch. Die Lenkung ist wie bei der Limousine tendenziell etwas zu leichtgängig ausgelegt. Sie passt aber gut zur Grundabstimmung des Kombis.


 

Preise und Ausstattung

Der Sportbrake mit dem Vierzylinder ist der Jaguar XF Sportbrake für 48.550 Euro zu haben, womit er sich ausstattungsbereinigt preislich knapp unterhalb des BMW Fünfer Touring platziert, der als 520d bereits zu Prreisen ab 44.050 Euro erhältlich ist. Dafür gehören beim britten im Gegensatz zum Bayern bereits Automatik, Bixenon, Lederpolster und das Soundsystem zum Serienumfang. Die Ausstattungsliste bietet zwar einige Möglichkeiten der kostenpflichtigen Aufwertung. Adaptives Fahrwerk (nur für Sechzylinder-Diesel) und Sport-Interieur-Paketlassen sich für 6.600 Euro ordern. Das Angebot an Assistenten ist überschaubar. Über Rückfahrkamera, Totwinkelwarner, ESP und Fernlichtassistent hinaus sind allerdings nicht viele weitere digitale Helferlein möglich. Was wir in einem Kombi der Oberklasse vermisst haben sind Features wie einen Webzugang oder eine Echtzeit-Verkehrsanzeige.



FAZIT: Ein Jaguar darf auch praktisch sein

Der Jaguar mit Ladeabteil ist ein gutes Angebot und technisch auf der Höhe der Zeit, wenn man mal von fehlenden Assistenzsystemen absieht. Für viele Kunden dürfte der Jaguar eine willkommene Alternative zu dem deutschgeprägten Angebot der Kombis mit Oberklasse-Ambitionen sein. Der elegante Mehrzweck-Jaguar ist kein vordergründiger Blender, sondern wartet mit handfesten Kombi-Vorteilen auf. Kritik möchten wir an der Bedienungsfreundlichkeit - neudeutsch Userexperience - des Navigationssystems üben, dessen Steuerung über den serienmäßigen Berührungsbildschirm Gewöhnung und Kompromissbereitschaft verlangt. Das System erweist sich in der zeitkritischen Bedienung während der Fahrt als zu unperformant und in der Menüführung noch immer nichtlogisch. Ansosten hat uns der Sportbrake gerade über seine hohe Alttagstauglichkeit begeistert. Neben dem laufruhigen, aber durchzugsstarken Motor gibt es Pluspunkte für die gute geformten und bequemen Ledersitze sowie das griffige Lederlenkrad mit Bedienelementen für die wichtigsten Systeme.





Technische Daten Jaguar XF Sportbrake 2.2 Diesel
Hersteller: Jaguar
Karosserie: Fünftüriger Sportkombi
Motor: Vierzylinder-Diesel
Hubraum: 2.179 ccm
Leistung:

147 kW (200 PS)

Getriebe 8-Gang ZF autom.
Drehmoment: 450 Nm bei 2000 U/min
Antriebsart Heckantrieb
Von 0 auf 100: 8,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h
Verbrauch (ECE) 5,1 Liter
CO2-Ausstoß 135 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse Euro 5
Leergewicht/zul. Gesamtgewicht 1.824 kg / 2.390 kg
Kofferraum 550 - 1.675 Liter
Anhängelast (ungebremst) 750 kg
Länge/Breite/Höhe/Radstand 4.966/1.939/1.480/2.909 mm
Tankinhalt 70 liter
Testwagenpreis Life: Ab 48.550,- Euro



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Weitere Informationen unter:

www.jaguar.de


 
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