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AutoNews
ADAC: Der Hochdachkombi Mercedes Citan fällt beim Crashtest durch
Nur 3 von 5 Punkten beim Test nach Euro NCAP-Norm

  • ADAC testet Mercedes Citan nach Euro-NCAP
  • Nur drei von fünf möglichen Sternen beim Euro-NCAP Crashtest
  • Große Schwächen und Sicherheitsmängel beim Kastenwagen
  • Fußgängerschutz ebenfall unzureichend
  • Weitgegehn baugleich mit dem Renault Kangoo
 


Mercedes Citan beim ADAC beim NCAP-Crashtest

Nur drei von fünf möglichen Sternen beim Euro-NCAP Crashtest für den Citan

Der Automobilclub ADAC veröffentlichte heute die ernüchternen Testergebnisse seines Crashtest. Der Mercedes Citan sei wegen erheblicher Schwächen und Sicherheitsmängel in dem Crashtest gemäß Euro-NCAP regelrecht durchgefallen.

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Der vor allem bei Familien und Dienstleistungsunternehmen beliebte Familienauto aus Stuttgart offenbart erhebliche Schwächen und Sicherheitsmängel. Der vom Renault Kangoo derivierte Mercedes Citan erreichte lediglich drei von fünf möglichen Sterne nach Euro NCAP-Norm. Der nun problembehaftete Hochdachvan dürfte die geplante Wachstumsstrategie von Mercedes massiv beeinträchtigen. Daimler plante europaweit jährlich bis zu 35.000 Einheiten des Frankreich-Imports abzusetzen. Für Mercedes könnte sich die Kooperation mit Renault in dem strategisch wichtigen Wachstumsbereich als Debakel erweisen. Die Schwaben vermarkten den vom Kangoo abgeleiteten Citan seit Herbst vergangenen Jahres unter ihrer eigenen Premiummarke.

 

Drei glanzlose Sterne

Das schwache Ergebnis überrascht. Denn der schwäbische Hochkombiist weitgehend baugleich mit dem Renault Kangoo. Der Technikspender von Renault konnte 2008 beim Crashtest immerhin 4 Punkten erzielen. Der Crashtest des Renault Kangoo im Jahre 2008 war noch vor der Umstellung auf die strengeren Vorgaben aus dem Euro-NCAP-Ranking. Die vergangenen fünf Jahre wurden demnach nicht genutzt die bereits 2008 identifizierten Problembereiche nachzubessern oder sich auf das neuen und strengere Crashtest-Reglement gemäß Euro-NCAP einzustellen.

Große Schwächen und Sicherheitsmängel offenbarte der Citan laut ADAC vor allem beim Frontalcrash und Pfahlaufprall sowie bei der Ausstattung für die aktive Sicherheit. Beim Pfahlaufprall wird mit 29 km/h, der seitliche Anprall an einen Baum oder ein ähnliches Hinternis simuliert. Die Crashtest-Experten des Clubs bemängelten beim Insassenschutz hier vor allem die zu harten Strukturen im Armaturenbrett, von denen eine hohe Verletzungsgefahr für Fahrer und Beifahrer im Brustbereich ausgeht. Ein weiteres Risiko stellen die fehlenden Gurtwarner beim Beifahrer und auf der Rückbank dar. Darüber hinaus verfing sich sowohl beim Seiten- als auch beim Pfahlaufprall der elementar wichtige Kopfairbag an der B-Säule und war damit weitgehend nutzlos. Zumindest die Fahrgastzelle erwies sich beim Crashtest als weitestgehend stabil.

Fußgängerschutz ebenfall unzureichend

Unzureichend gestalteten sich auch die Ergebnisse in Fußgängerschutz: Offenbar wurden von den Konstrukteuren nur Teilbereiche des Stoßfängers und hintere Bereiche der Motorhaube im Sinne der Verkehrssicherheit entschärft. Deutlich zu aggressiv zeigten sich die Vorderkante und viele Randbereiche der Motorhaube.

Das Gesamtergebnis von nur 3 Punkten setzt sich aus den folgenden Einzelwertungen zusammen: Der Van erhielt beim beim Insassenschutz für Erwachsene 74 % (4-Sterne). Beim Kinderschutz erreichte der Citan immerhin 69 % sowie beim Fußgängerschutz 56 %. Bei den Sicherheitsausstattungen - u.a. fehlender Gurtwarner und kein Tempobegrenzer - versagte der Mercedes Citan mit einer Wertung von nur 33 % (3-Sterne).


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Weitere Informationen unter:

www.adac.de/crashtest


 

In Kooperation mit Renault: Der neue Mercedes Citan rollt im Herbst 2012 zu den Händlern...

 


 

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