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AutoNews
Google Car - Der Suchmaschinenkonzern arbeitet am eigenem Auto
SmartCar ohne Lenkrad

  • Der weltgrößte IT-Konzern Google entwickelt ein Fahrzeug
  • Autonom fahrendes Roboter-Taxi
  • Fahrzeug von Grund auf neu konzipiert
  • Shring-Gedanke mit "benutzen" statt "besitze"n
 


Fahrzeug in Spielzeugauto-Optik: Google plant ein eigenes, selbstfahrendes Auto - Bildquelle Google

Sieht so das Fahrzeug der Zukunft aus?

Der Suchmaschinenspezialist Google wagt sich an die Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs. Google will mit autonomen Autos die Straßen erobern und hat dazu nun sein erstes eigenes Fahrzeug vorgestellt. Der IT-Spezialist aus Mountain View arbeitet bereits seit Jahren an der Technologie für selbstfahrende Autos.


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Im Bereich des autonomen Fahresn hat Google bisher mit Autoproduzenten wie VW und Toyota kooperiert. Die Systeme wurden dazu bisher in konventionelle Fahrzeuge etablierter Hersteller implementiert. Auch die Naviagtionslösung Google-Maps und Waze dürfte im Smartphone-Bereich zu den beliebtesten Apps gehören.Nun haben die Kalifornier einen ersten Fahrbaren Prototypen eines selbst fahrenden Fahrzeugs über einen Blogeintrag vorgestellt.Viele Experten haben erwartet, dass es nur eine Frage der Zeit sei bis IT-Riesen wie Google oder Apple sich daran Wagen ein eigenes Fahrzeug auf die Beine zu stellen. Der Elektroantrieb dürfte neben der autonomen Fahrzeugsteuerung in der Autobranche einen Game-Changer darstellen und viele Neueinsteiger anlocken.


YouTube Der erste Prototyp des selbst fahrenden Autos von Google

 


Ein erster Prototyp ist schon fertig

Google verfolgt die Idee kleiner zweisitziger Elektro-Fahrzeuge, die auf Lenkrad und Pedale verzichten. An einem ähnlichen Projekt hatte sich schonmal GM mit Segway vergeblich versucht. Wir berichteten. Google plant hierzu vorerst 100 Versuchträger zu bauen um die Tauglichkeit nachzuweisen. Eine Voraussetzung wir das vollautonome Fahren sein. Ob das die Autozukunft sein wird, wird sich erst noch beweisen müssen. Zur Sicherheit sollen die ersten Prototypen noch über konventionelle Steuer-Elemente verfügen. Die Fahrzeuge sollen über viel Beinfreiheit verfügen. Ein großes Display im Cockpit zeigtneben der Uhrzeit und Lufttemperatur die voraussichtliche Ankunftszeit an. Zum Losfahren wird nach Zielingabe ein Knopf gedrückt. Die ersten Protypen hätten noch wenig Komfort für die Insassen, räumte Projektchef Urmson ein. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf rund 40 Kilometer pro Stunde gekappt.


Das Google Car ist geboren

Bis zur Marktreife plant Google noch mehrere Jahre ein. Der erste Prototyp erinnnert unwillkürlich an eine Mischung aus Smart und Tata Nano. Das autonom fahrende GoogleCar wird eher ein fahrendes Roboter-Taxi als ein "Auto" im Sinne heutiger Bauart sein. Das Fahrzeug ist vor allem mit Sensoren bestückt sein, die alle relevanten Umgebunsgfaktoren erfassen, die einen Einfluss auf den Verkehr haben könnten. Die Fahrzeuge sind dabei viel weiter vorausschauend als es ein menschlicher Fahrer sein könnte. Die Fahrzeuge präsentieren sich innen karg. Es gibt zwei Sitze, einen Start-/Stop-Button und ein Display, auf dem man die Route verfolgen kann. Das war es.


Selbstfahrendes Auto ohne Steuer und Bremse vorgestellt

Google ist auch beleibe nicht der einzige Hersteller oder Zulieferer der daran forscht. Neben Bosch und conti als zulieferer arbeiten auch der VW-Konzern, BMW und Mercedes an ähnlichen Lösungen. Immer mehr Hersteller sind zuversichtlich, automatisiertes Fahrlösungen in den kommenden fünf bis zehn Jahren als Sonderausstattung für Serienfahrzeuge aufnehmen zu können. Die ersten Vorboten sind aktuelle Assistenzsysteme wie Spurhalteasistenten mit aktiven Lenkreingriffen oder Notbremsfunktionen bis hin zu erweiterten Tempomaten. Expertenmeinungen zu folge werden die nächsten 10 bis 15 Jahre mehr technologische Veränderungen beim Auto bringen als die letzten 80 Jahre zusammen. Die Zukunft hat hier gerade erst begonnen. Eine interessante Studie der US-Unternehmensberatung PWC zeigt auf, dass ein Grundsockel an verfügbaren Roboter-Taxis in den USA 99 Prozent der typischen PKW-Fahrten überflüssig machen könnte. Damit deutet sich an, dass die Share-Economy des Internet - in der nicht mehr der physische Besitz als solches zählt, sondern der Zugang und die Verfügbarkeit viel wichtiger sind - sich auch auf das Auto übertragen könnte. Google-mitbegründer und CEO Larry Page hatte schon vor Monaten betont: "Los Angeles besteht zur Hälfte aus Parkplätzen und Straßen". Per Car-Sharing lassen sich Autos deutlich effizienter einsetzen. Da Google noch eine entsprechende Expertise zum Bau von Fahrzeugen fehlt, hat sich der Konzern hierfür eine Reihe von Partnerfirmen rekrutiert. U.a. der Tuningspezialist Rinnspeed aus der Schweiz bringt seine Erfahrung aus vielen seiner extrovertierten Studien in das Google-Projekt ein. Mit einem Marktstart des Google Car wird indes frühestens zum Ende dieses Jahrzehnts gerechnet.

 





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Weitere Informationen unter:

www.google.de

 

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