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Staatsoper Hannover
Stirb du, wennst kannst
Ein Wiener Totentanz - Ballett von Jörg Mannes

  • Jörg Mannes, ein Wiener in Norddeutschland
  • Uraufführung am 19. März 2011
 

 

 

Wien und das Morbide

Jörg Mannes, ein Wiener in Norddeutschland, hat seiner Heimatstadt schon vor vielen Jahren Lebwohl gesagt. Es geht ihm gut im Exil, und doch bleibt da eine seltsame Verbundenheit. Jetzt macht er sich auf in »sein« Wien voller Widersprüche und Abgründe. Jörg Mannes schöpft nicht nur aus seiner Erinnerung, sein distanzierter Blick trifft auch das Heute und das Morbide seiner Heimatstadt. Klischee und Realität verbrüdern sich. Schönheit und Todessehnsucht reichen sich die Hände. Glück und Fatalismus wiegen sich im Walzer.

 

 

"Der Wiener ist ein mit sich unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann."

Hermann Bahr

 


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Der Wiener gilt - nicht zuletzt in seinem eigenen Urteil - als nie zufrieden und immer grantelnd. Ständig mischt er sich ein, und doch hält er sich aus allem raus. "Wie komm denn i dazu? Es zahlt sich ja net aus! Tun S’ Ihnen nix an!", das waren schon für Arthur Schnitzler die "Kennworte des Wieners". Die alten Werte hält er hoch, wer anders ist, macht sich verdächtig. Wolfgang Ambros legte den Finger in die Wunde, als er Anfang der 1970er schaut ma so vadächtig aus" - aber der war nicht der Mörder, sondern das Opfer.

Man ist rückwärts gewandt, weshalb sich manches nur langsam und vieles gar nicht bewegt. "In Wien hat sich seit hundert Jahren nichts verändert, nur der Kaiser kommt nicht mehr", konstatiert Fritz Molden. Trotzdem scheint oberflächlich betrachtet alles prächtig, gesund, blühend, Erfolg versprechend, denn Wien putzt sich gern heraus. Bei näherem Hinsehen aber steckt in allem bereits der Verfall. Hinter jeder prachtvollen Fassade lauern Morbidität und Verkommenheit. Die Spiegel erblindet, die Schnitzereien zerfressen, die Stuckaturen verdreckt - heruntergekommene Eleganz, wohin man auch schaut. Die Vergänglichkeit ist überall greifbar, und böse Lieder lassen den Zentralfriedhof hoch leben, wo die Toten feiern und um die Wette saufen, wo die Schrammeln spielen und Hans Moser das "Fiakerlied" anstimmt. Schlimmer als das Leben kann der Tod auch nicht sein, und vielleicht ist er sogar lustiger? Sicher ist nur: "Es wird ein Wein sein, und mir wern nimmer sein ..."


 

Regieteam

Musikalische Leitung Toshiaki Murakami / Stefan Klingele
Choreographie Jörg Mannes
Bühne Hermann Feuchter
Kostüme Silke Fischer
Dramaturgie Brigitte Knöß
Licht Claus Ackenhausen
Choreographie Assistenz Monica Caturegli

Solistin
Julie-Marie Sundal / Julia Faylenbogen

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Ballett der Staatsoper Hannover

 


Staatsoper Hannover - Stirb du, wennst kannst
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

Termine in der Übersicht:

19.03. Sa 19:30
22.03. Di 19:30
10.04. So 18:30
28.04. Do 19:30
01.06. Mi 19:30
08.06. Mi 19:30
13.06. Mo 16:00


Weitere Infos:
www.oper-hannover.de


 




Staatsoper Hannover: "Alles, was du brauchst, ist Liebe" - das Motto des Opernballs 2011 am 25. und 26. Februar 2011...


 

Staatsoper Hannover: Die Entführung aus dem Serail Singspiel in drei Aufzügen (1782) von Wolfgang Amadeus Mozart. Weitere Termine am 16. Januar 2011, 30. März 2011, 10. und 29. Juni 2011 und am
08. Juli 2011...




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