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HannoverEvent
Macbeth
Oper von Giuseppe Verdi

  • Melodramma in quattro atti (1847)
  • Premiere am 30. Januar 2010
   

Libretto von Francesco Maria Piave, Ergänzungen von Andrea Maffei, nach The Tragedy of Macbeth (1606)von William Shakespeare in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Macbeth mordet den Schlaf. Seinen eigenen und den der anderen. Ein unstillbares inneres Begehren treibt ihn, ein Begehren nach der absoluten Macht, nach dem Königsthron von Schottland. Die Prophezeiung der Hexen hat dieses Begehren nicht erst wecken müssen, die schamlos bösen Wesen haben lediglich benannt, was längst vorhanden war. In dem Moment jedoch, in dem der Wunsch gesprochenes Wort ist, drängt er zur Verwirklichung. Und damit bricht sich eine unaufhaltsame mörderische Dynamik Bahn. Macbeth bringt König Duncan um, und auch Banco, der zu viel weiß, muss aus dem Weg geräumt werden. Gemeinsam mit seiner Frau bildet Macbeth ein sich komplementär ergänzendes Täterpaar, dessen Motor nichts anderes ist als innere Leere. Liebe scheint es in dieser Verbindung nicht zu geben, sexuelles Verlangen entsteht nur beim Gedanken an die Macht. Doch der private Zustand des Paares wird zum politischen: Der Terror, den Macbeth und die Lady verbreiten, greift in immer weiteren Kreisen um sich, bis das ganze Land davon erfasst ist. Am Ende liegt die Welt zerbrochen, "tutto è finito". Macbeth hat nicht nur den Schlaf gemordet, sondern auch die Zukunft.

"Macbeth ist mir lieber als meine anderen Opern", hatte Giuseppe Verdi bereits 1847, im Jahr der Komposition, seinem Schwiegervater Antonio Barezzi gestanden. Tatsächlich hat er sich mit diesem Werk innerhalb seines frühen Schaffens in einer Entschiedenheit artikuliert, die einem künstlerischen Durchbruch gleichkommt. Bereits in den heftigen Auseinandersetzungen mit dem Librettisten Francesco Maria Piave, dessen Arbeit Verdi zutiefst kritisierte, hatte er seine Anschauungen genauer formuliert als je zuvor. "Poche parole, stile conciso." - "Wenig Worte, knapper Stil", lautete seine lapidare Forderung nach Klarheit von schärfster Brutalität. Die direkte Expressivität, der ungeschliffene Ausdruck, den Verdi für den Macbeth-Stoff suchte, gipfelte in der berühmten Äußerung: "Ich will, dass die Lady hässlich ist, mit rauher, erstickter, hohler Stimme. Es darf absolut nicht gesungen werden." Ein Plädoyer zugunsten der ungeschönten, authentischen Darstellung, das sich nicht auf eine bloße ästhetische Stellungnahme reduziert, sondern den Inhalt der gesamten Oper umreißt: In Macbeth zielt Verdi auf den Abgrund im Menschen. Folgerichtig verlieren auch die Hexen ihren Status als Fabelwesen und werden zur Personifikation des verdrängten Bösen. Verdi entlässt den Menschen nicht aus seiner Verantwortung, nein, er benennt den Urheber der self-fulfilling prophecy: Das Individuum selbst ist es, das sich sein Schicksal strickt.

 

Regieteam

Musikalische Leitung Lutz de Veer
Inszenierung Frank Hilbrich
Bühnenbild: Volker Thiele
Kostüme: Olaf Habelmann
Dramaturgie: Sylvia Roth


Besetzung

Macbeth: Brian Davis / Stefan Adam
Banco: Tobias Schabel / Young: Myoung Kwon / Shavleg Armasi
Lady Macbeth: Brigitte Hahn
Kammerfrau der Lady Macbeth/2.Erscheinung: Anke Briegel / Vera Balzer
Macduff, schottischer Edler: Latchezar Pravtchev / Young-Hoon Heo
Malcolm, Duncans Sohn: Ivan Tursic / Bogdan Secula
Arzt/Diener/Mörder/Herold/1.Erscheinung: Young Myoung Kwon / Peter Michailov


Staatsoper Hannover - Macbeth
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

Termine in der Übersicht:

Termine
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30.01. Sa 19:30
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Weitere Infos:
www.oper-hannover.de

 



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