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HannoverEvent
Eugen Onegin
Oper von Peter I. Tschaikowsky

  • Lyrische Szenen in drei Akten (1879)
  • Libretto vom Komponisten und Konstantin Schilowsky nach dem
  • Versroman von Alexander Puschkin
  • In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Premiere am 14. April 2013 im Opernhaus
  • Öffentliche Generalprobe am Fr den 12.04.13 um 18:30 im Opernhaus
   

Für die kleine Bühne konzipiert

Den jungen Aristokraten Eugen Onegin, wohlhabend und tadellos ausgebildet, führt es aufs Land. Seine Verachtung gegenüber der Landbevölkerung schlägt in Neugierde um, als ihn sein Freund Lenski in den Kreis der Familie Larin mitnimmt. Zwischen den Töchtern Olga und Tatjana und den zwei Männern entspinnt sich ein Spiel aus Liebe und Abweisung. Lenskis Zuneigung zu Olga kränkt Onegin, der gleichsam zu Tatjanas Liebesidol wird.

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Doppelt harsch ist seine Reaktion: Er weist das Mädchen ab, seinen Freund erschießt er wie einen Verräter im Duell. Die emotionale Kehrtwende bringt ihm schließlich nur Unglück: Zu spät entflammt er bei einem Wiedersehen für Tatjana, die, längst selbst verheiratet, ihrer Liebe entsagt.

 

Ingo Kerkhof ist inzwischen als Regisseur für Schauspiel wie Oper gleichermaßen bekannt und an der Staatsoper Hannover ein regelmäßig eingeladener Gast. In der Spielzeit 2011/2012 inszenierte er hier Strauss' und Hofmannsthals »Ariadne auf Naxos«, dem gingen die Mozart-Produktionen »Die Hochzeit des Figaro« und »Die Entführung aus dem Serail« sowie Rossinis »Italienerin in Algier«, Cavallis »La Calisto« und Monteverdis »L'Orfeo« voraus. Er inszenierte unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Landestheater Linz, der Oper Köln sowie am Theater am Neumarkt in Zürich.

 

Für die kleine Bühne habe Tschaikowsky nach eigener Aussage seine Oper »Eugen Onegin« nach dem Versepos Alexander Puschkins konzipiert, für die bescheidenen Mittel eines Konservatoriums, so wie es bei der Uraufführung 1879 mit Graduierten des Moskauer Konservatoriums am Maly-Theater geschah. Sie laufe Gefahr, in Größe, Wucht und Pathos dargestellt und damit missverstanden zu werden. In der Tat ist die Geschichte der Oper in Russland von einem monumentalen Kompositions- und Aufführungsstil geprägt und war seit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert eng mit dem Kalkül und dem Repräsentationsbedürfnis der Herrscher verknüpft. Ironischerweise wurde auch »Eugen Onegin« wenige Jahre nach der ersten Aufführung zur großen russischen Oper stilisiert. Durch Dirigenten wie Mahler und Toscanini wurde sie auch im Ausland zur beliebtesten russischen Oper neben »Boris Godunow« von Mussorgsky. Dabei ist die zwischen 1825 und 1833 erschienene Vorlage von Alexander Puschkin ein Meisterwerk des feinen, subtilen Tons, verhält sich der Erzähler dort doch teils in vorsichtiger, teils deftig-ironischer Distanz zu seinem gelangweilten, dandyhaften Helden aus der Aristokratie. Tschaikowskys lyrische Szenen variieren diesen Blickwinkel: die Figuren erscheinen hier zurückgenommener und es obliegt vor allem dem Orchesterpart, tiefergehende Einsichten in ihr Seelenleben freizulegen. So reicht die Wiederaufnahme des Motivs aus Tatjanas Brief-Arie, um Eugens plötzlich aufflammende Liebe für sie aus einer Erinnerung an die junge Frau heraus zu erklären - gleich dem Geschmack der Madeleine in Marcel Prousts Roman »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«. Tatjanas Entschluss, sich Onegin zu versagen, wird musikalisch mit demselben Verhängnis-Motiv verknüpft, das zuvor Lenski anhaftete: Wie bei diesem ist der Untergang der jungen Frau von ihrer Beziehung zum Titelhelden ausgelöst, denn selbst im Moment der selbstbestimmten Entscheidung - nämlich sich nicht Onegins sprunghafter Liebe hinzugeben – ist die junge Frau paradoxerweise Opfer Onegins. Sie wählt ein Leben ohne Liebe, und so vollzieht sich die Tragödie in dieser Oper lautlos, im Verzicht. Es ist die leise Grausamkeit des Alltags, des Privatlebens, die in diesem Kammerspiel portraitiert wird.


Leitungsteam

Musikalische Leitung Ivan Repušic'
Inszenierung Ingo Kerkhof
Bühne Anne Neuser
Kostüme Stephan von Wedel
Choreographie Wesley D'Alessandro
Choreinstudierung Dan Ratiu
Dramaturgie Miriam Konert

Besetzung

Gremin Shavleg Armasi
Tatjana Sara Eterno
Olga Julie-Marie Sundal
Eugen Onegin Adam Kim
Filipjewna Almuth Herbst
Larina Khatuna Mikaberidze
Lenski Philipp Heo
Triquet Tivadar Kiss
Vorsänger Marek Popinski /
Vladi Slobinov Ein Hauptmann
Peter Michailov Saretzki
Jong-Soo Ko
Gillot Bogdan Secula

Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover





Staatsoper Hannover - Eugen Onegin - Oper von Peter I. Tschaikowsky
WO: Opernhaus
Ticket Telefonischer (Rest)Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

12.04.13 Fr 18:30 Öff. Generalprobe
14.04.13 So 18:30
17.04.13 Mi 19:30
28.04.13 So 16:00
04.05.13 Sa 19:30
09.05.13 Do 18:30
12.05.13 So 18:30
17.05.13 Fr 19:30
25.05.13 Sa 19:30
02.06.13 So 18:30
12.06.13 Mi 19:30
19.06.13 Mi 19:30


Weitere Infos:
www.oper-hannover.de

 

 



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