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Staatsoper Hannover
Der Ring des Nibelungen - Siegfried
Oper von Richard Wagner

  • Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend (1876)
  • Text vom Komponisten
  • Zweiter Tag: Siegfried
  • Drei Akte
  • Premiere von "Siegfried" am 17. April 2011
  • Die Premiere wird live übertragen auf NDR Kultur
 

 


Inszenierung Barrie Kosky

Tetralogie: "Der Ring" geht weiter mit Siegfried

Fernab jeglicher Zivilisation wächst Siegfried zwischen Werkbank und Küche in der Obhut des Nibelungen Mime auf, der ihm »Vater und Mutter zugleich« ist. Doch von einer unbestimmten Unruhe getrieben, ahnt der Heranwachsende, dass irgendetwas nicht stimmt an seinen äußeren Lebensumständen. Seinem vermeintlichen Vater und dessen übertriebener Mütterlichkeit begegnet er mit Misstrauen und zunehmender Abscheu. Gewaltsam entwindet er dem Widerstrebenden das Geheimnis seiner wahren Identität: Siegfried ist der Sohn des im Kampf getöteten Siegmund und der bei seiner Geburt verstorbenen Sieglinde.


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Mime freilich verfolgt mit seiner zum großen Teil geheuchelten Bemutterung durchaus eigennützige Interessen, soll Siegfried doch Fafner, den Besitzer des Nibelungenhortes, töten und Mime so den Ring beschaffen, der unermessliche Macht verheißt. Den tatendurstigen Zögling lockt er zur Ausführung seines Plans mit der Aussicht auf wilde Abenteuer, bei denen er auch etwas bis dahin völlig Unbekanntes kennen lernen könnte: die Angst. In seiner naiven und ungestümen Art gelingt Siegfried das, was Mime so oft vergeblich versuchte: Aus den Stücken von Siegmunds Schwert »backt« Siegfried eine neue Waffe! Während er »das Eisen zu Brei brennt«, braut Mime ihm ein Getränk, das Siegfried nach vollbrachter Tat töten soll. Ohne sich der Tragweite seines Tuns oder der Bedeutung des erbeuteten Schatzes bewusst zu sein, tötet Siegfried Fafner und kommt Mimes List zuvor, indem er auch diesen kurzerhand umbringt. An nichts und niemanden mehr gebunden, macht er sich auf zu neuen Abenteuern und trifft nicht nur auf ein anderes menschliches Wesen, sondern lernt in der Tat etwas ihm bis dahin völlig Unbekanntes kennen: Liebe und Begehren.


Mit Siegfried ist Wagner im Verlauf seiner Tetralogie bei der Generation der Enkel angelangt

Frei und unabhängig soll er sein, der strahlende Held, der für Göttervater Wotan die Kohlen aus dem Feuer holen, sprich: den verfluchten Ring wiedererlangen soll. Aber zu viel Abgeschiedenheit ist möglicherweise nicht die allerbeste Voraussetzung für einen strahlenden Helden. Denn was in der Obhut des schrullig-skurrilen Mime in totaler Isoliertheit heranwuchs, ist ein ahnungsloser »Freak«, der Skrupel nicht zu kennen scheint, weil er sie schlichtweg von niemandem gelernt hat. Als er schließlich seinem Großvater Wotan gegenüber steht – ohne sich dessen jedoch bewusst zu sein –, begegnet er diesem mit derselben Ungerührtheit, mit der er auch seinen ebenso listigen wie lästigen Ziehvater Mime aus dem Weg geräumt hat. In der beinahe tragischen Figur Mimes aber zeigt sich abermals, wie Wagner kurioserweise gerade mit der Verwendung antisemitischer Klischees seine spannendsten und mitunter vielschichtigsten Charaktere schafft. Das schon in den ersten beiden Teilen der Tetralogie mehrfach angeklungene Motiv der Unbehaustheit und der Heimatlosigkeit hingegen bekommt in dem mit aller Gewalt aus dem als Lüge entlarvten »elterlichen« Hause in die Welt hinausdrängenden Titelhelden ein weiteres Gesicht.



 

Regieteam

Musikalische Leitung Wolfgang Bozic
Inszenierung Barrie Kosky
Bühne Klaus Grünberg
Kostüme Klaus Bruns
Dramaturgie Ulrich Lenz
Licht Klaus Grünberg
Sprachbetreuung Carola Rentz

Besetzung

Siegfried Robert Künzli
Mime Johannes Preißinger
Wanderer Béla Perencz
Alberich Frank Schneiders
Fafner Albert Pesendorfer
Erda Julie-Marie Sundal
Brünnhilde Brigitte Hahn
Stimme eines Waldvogels Ania Vegry / Hinako Yoshikawa

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der NORD/LB (Hauptsponsor), der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Stiftung Staatsoper Hannover und der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V.


Staatsoper Hannover - Siegfried
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

Termine in der Übersicht:

17.04. So 16:00
20.04. Mi 18:00
30.04. Sa 16:00
15.05. So 16:00
21.05. Sa 16:00
30.06. Do 18:00


Weitere Infos:
www.oper-hannover.de


 



Staatsoper Hannover: Die Walküre;
Neuinszenierung von Richard Wagners "Rer Ring der Nibelungen"; Weitere Termine am 18., 20. und 24.06.2010...


 

Staatsoper Hannover: Falstaff - Commedia lirica von Giuseppe Verdi (1893) als musikalisches Weltheater. Premiere am 29. Januar 2011. Weitere Termine am 19. April, 7. und 26. Mai 2011


 



Staatsoper Hannover: Die Liebe zu den drei Orangen; Komische Oper von Sergei Prokofjew in deutscher Sprache. Weitere Termine am 05.03. und 02.04.2011...


 





Staatsoper Hannover: Ballett von Jörg Mannes - Stirb du, wennst kannst - Ein Wiener Totentanz; Uraufführung am 19. März 2011. Weitere Termine am
10. und 28.04. sowie 01., 08. und 13.06.2011..




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