Anzeige:




_______________







Staatsoper Hannover
Die Walküre
Neuinszenierung von Richard Wagners "Rer Ring der Nibelungen"

  • Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend (1876)
  • Text vom Komponisten
  • Oper von Richard Wagner // Der Ring des Nibelungen
  • Premiere: Sonntag, 23. Mai 2010
 

 

 

Die Walküre - Oper von Richard Wagner
Erster Tag der Tetralogie Der Ring des Nibelungen

Ein Sturm tobt. Erschöpft von seiner Flucht sucht Siegmund Schutz im Hause Hundings, muss nach der Heimkehr des Hausherrn aber feststellen, dass er ausgerechnet bei seinem Verfolger Zuflucht finden wollte. In Hundings Frau jedoch entdeckt er nicht nur seine verloren geglaubte Schwester Sieglinde, sondern auch eine neu aufkeimende, alle moralischen Schranken brechende Liebe.


Anzeige:



 

 

Dies kann die selbst ernannte Hüterin von Ehe und Moral, Fricka, nicht gut heißen. Und so folgt auf die überschwängliche Befreiung Sieglindes aus der quälenden Beziehung mit ihrem Mann Hunding ein bissiges Streitgespräch zwischen Wotan und Fricka, aus dem Fricka am Ende als Siegerin hervorgeht: Den Plan ihres Gatten, in Siegmund einen außerhalb von Wotans Regelsystem stehenden, freien Helden zu erschaffen, der den Ring wieder gewinnen könnte, ohne dass Wotan vertragsbrüchig würde, entlarvt Fricka als Selbstbetrug. Denn niemand anderes als Wotan selbst hat diesen Helden aufgezogen, unterrichtet und ihm obendrein noch ein mächtiges Schwert zugespielt. Zornig und zähneknirschend muss Wotan Frickas Forderung, den Ehebruch und die inzestuöse Liebe Siegmunds und Sieglindes zu sühnen, nachgeben.

Doch beeindruckt von Siegmunds Entschlossenheit, nicht von seiner ungewöhnlichen Liebe zu Sieglinde zu lassen, widersetzt sich Brünnhilde dem Befehl des Vaters und unterstützt gegen dessen Anweisungen Siegmund im Kampf gegen Hunding. Ihr Verrat wird hart bestraft: Schlafend und ihrer Göttlichkeit entledigt wird sie zum wehrlosen Opfer männlichen Begehrens.

Der Sturm, den das Vorspiel zu Die Walküre so eindrucksvoll schildert, tobt nicht nur in der Natur, sondern auch unter Hundings Dach. Fast wie ein Strindbergsches Beziehungsdrama erscheinen weite Teile von Wagners Walküre: Ein Fremder lässt die unterdrückte Glücklosigkeit der Beziehung zwischen Hunding und Sieglinde aufbrechen: »Nicht bringst du Unheil dahin, wo Unheil im Hause wohnt!« Von erbitterten Machtkämpfen ist hingegen die Ehe zwischen Wotan und Fricka gekennzeichnet.

Vom berühmten Walkürenritt mit seinen neun Walküren einmal abgesehen, ist Die Walküre im Grunde ein Kammerspiel, in dem die Beziehung zwischen Mann und Frau zumeist in Zweier- und Dreierkonstellationen durchdekliniert wird: Siegmund, Sieglinde und Hunding; Wotan und Fricka; Siegmund und Sieglinde und schließlich Wotan und Brünnhilde. Und wie schon in Das Rheingold sind Götter wie Menschen erneut Unbehauste: Der Schutz suchende Siegmund muss erkennen, dass Hundings Hütte nicht nur ihm keinerlei Schutz bietet, sondern auch den darin Hausenden eher ein Gefängnis denn ein Ort der Geborgenheit ist. Wotans Streit mit Fricka wird nicht etwa unter dem schützenden Dach des in Das Rheingold so feierlich bezogenen Walhall geführt, sondern irgendwo, zwischen Hier und Dort. Der einzige Moment der Ruhe in diesem Drama der Gehetzten scheint der Augenblick zu sein, in dem die von der Flucht erschöpfte Sieglinde in Schlaf fällt, beschützt vom liebenden Bruder. Aber es ist nur die Ruhe vor dem neuerlichen Sturm, der schließlich Siegmunds (und Hundings) Tod bringt und sich erst beruhigt, als Wotan die eigene Tochter mit einem Kuss in den strafenden Schlaf versenkt.


 

Regieteam

Musikalische Leitung Lutz de Veer / Wolfgang Bozic
Inszenierung Barrie Kosky
Bühnenbild Klaus Grünberg
Kostüme Klaus Bruns
Dramaturgie Ulrich Lenz
Besetzung

Siegmund Vincent Wolfsteiner
Hunding Albert Pesendorfer
Wotan Robert Bork
Sieglinde Kelly God
Brünnhilde Brigitte Hahn
Fricka Khatuna Mikaberidze
Helmwige Arantxa Armentia
Gerhilde Nicole Chevalier / Karen Frankenstein
Ortlinde Carmen Fuggiss
Waltraute Monika Walerowicz
Siegrune Mareike Morr
Roßweiße Julia Faylenbogen
Grimgerde Valentina Kutzarova
Schwertleite Sandra Fechner

 


Staatsoper Hannover - Die Walküre
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

Termine in der Übersicht:

23.05. So 16:00
30.05. So 16:00
18.06. Fr 18:00
20.06. So 16:00
24.06. Do 18:00


Weitere Infos:
www.oper-hannover.de


 


Staatsoper Hannover: Mozarts Zauberflöte. Weitere Termine der Oper in zwei Aufzügen am 07., 15. sowie 30. März und am 03., 09. April; 06., 23., 29. Mai.; 01., sowie 15. Juni.....


 



Opernball 2008: "La dolce vita!" Zum 15. Mal verwandelt sich das Opernhaus am 22. und 23. Februar in einen leuchtenden Tanzpalast...


 



Staatsoper Hannover: Don Carlo - Opera in quattro atti (1867/1884) von Giuseppe Verdi.
Weitere Termine am 03. sowie 06. Februar 2008...


 




Oper Hannover:
Sinfonie in einem Satz (1951/ 53) am 07. und 08. Okt. 2007 mit Werken von von Bernd Alois Zimmermann, Frank Martin und Johannes Brahms; Dirigiert von Generalmusikdirektor Wolfgang Bozic...




________________________