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Staatsoper Hannover
Die Zauberflöte
Große Oper in zwei Aufzügen (1791)
  • Wolfgang Amadeus Mozart
  • Große Oper in zwei Aufzügen (1791)
  • Text von Emanuel Schikaneder
  • Premiere am 15. Februar 2008
 

 

  Nach über 17 Jahren bekommt Hannover am 15. Februar wieder eine neue Zauberflöte. Die junge Regisseurin Elisabeth Stöppler wird Mozarts opus magnum in Szene setzen; mit Andreas Spering konnte ein renommierter Gastdirigent mit ausgewiesener Erfahrung in der Alten Musik für die musikalische Leitung der Produktion gewonnen werden.



Gleichsam heiß geliebt wie belächelt

"Die Zauberflöte" - stets ebenso heiß geliebt wie belächelt und vernichtend kritisiert - ist seit ihrer Uraufführung 1791 im Wiener Freihaustheater auf der Wieden ein Werk, das radikal polarisiert. Extreme Gegensätze treiben auch als innerer Motor dieses zwischen Singspiel, opera buffa, opera seria, Aufklärungstheater und Zauberoper changierende Unikum an. Zwei Welten stehen sich diametral gegenüber: Die eine, patriarchale, hat sich mit Sarastro an der Spitze dem Licht und der taghell-rationalen Aufklärung verschrieben.

 

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Die andere, die Sphäre des Unbewussten, Dunklen, emotional Zügellosen, Irrationalen, vertritt das untergehende, matriarchale System der Königin der Nacht. Im Spannungsfeld dieser Pole und gegensätzlichen Entwürfe von Gesellschaft und Leben muss sich die nächste Generation positionieren: Tamino, auf der Suche nach sich selbst, dem Leben und der Liebe. Doch der jugendliche Held, der einst auszog, um die Welt zu entdecken, endet als kümmerliche Marionette. Immer wieder zum Schweigen verpflichtet, wird er mundtot in eine der beiden Gesellschaften – in Sarastros männlich-rationale – aufgenommen, von dieser regelrecht aufgesogen, blind deren Regeln befolgend, einer eigenen, kritischen Identität beraubt. Doch Mozarts opus summum ist mehr als der äußerliche Dualismus zweier gegensätzlicher Welten: Nach den existentiellen Gefühlen und Leidenschaften nachspürenden Da-Ponte-Opern begibt sich auch der Mozart der "Zauberflöte" auf die Suche nach Menschlich-Allzumenschlichem. Denn keine der Figuren erschöpft sich in einer schwarz-weißen Polarität: Sarastro, der vermeintlich aufgeklärte, humane Herrscher, regiert mit harter Hand ein Heer von Sklaven. Die Königin der Nacht schwankt zwischen Liebe und Hass, zwischen mütterlichen Gefühlen und Instrumentalisierung der Tochter. Der naive, plappernde Naturbursche Papageno hat mit dem Wunsch nach dem Besitz einer Frau in der Ehe die Bürgerlichkeit längst internalisiert. Und der vermeintlich äußerlich wie innerlich hässliche Monostatos wird bei seinem von Sarastro bestraften Tun letztlich auch nur von dem Bedürfnis nach Liebe geleitet. Kaleidoskopartig deckt Mozart mit jeder Figur Widersprüche des Lebens, der menschlichen Natur auf. Und wenn auch nicht am Schluss des Werkes, so blitzen doch an unterschiedlichsten Stellen immer wieder Momente der Utopie durch: im Instrument der Zauberflöte, in Paminas und Papagenos "Mann und Weib und Weib und Mann reichen an die Gottheit an" und in der ebenso klar gefassten wie irrational berührenden Musik Mozarts.

 

 

Musikalische Leitung: Andreas Spering
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühne und Kostüme: Kathrin Brose
Chor: Dan Ratiu
Dramaturgie: Dorothea Hartmann

Sarastro: Albert Pesendorfer
Tamino: Marco Jentzsch
Sprecher/1. Priester/2. Geharnischter: Tobias Schabel
2. Priester/1. Geharnischter: Ivan TurÅ¡iÄ?
Die Königin der Nacht: Ekaterina Lekhina
Pamina: Dorothea Maria Marx
1. Dame: Kelly God
2. Dame: Barbara Senator
3. Dame: Okka von der Damerau
Drei Knaben: Mitglieder des Knabenchors Hannover
Papageno: Frank Schneiders
Papagena: Ania Wegrzyn
Monostatos: Jörn Eichle

 

Einführungsmatinee: Sonntag, 2. Februar 2008, 11 Uhr, Laves-Foyer

Staatsoper Hannover - Zauberflöte
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

Termine in der Übersicht:
15.02. Freitag 19:30 (Premiere)
17.02. Sonntag 18:30
26.02. Dienstag 19:30
07.03. Freitag 19:30
15.03. Samstag 19:30
30.03. Sonntag 18:30
03.04. Donnerstag 19:30
09.04. Mittwoch 19:30
06.05. Dienstag 19:30
23.05. Freitag 19:30
29.05. Donnerstag 19:30
01.06. Sonntag 16:00
15.06. Sonntag 18:30


Weitere Infos:
www.oper-hannover.de


 




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