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HannoverEvent
Der Ring der Nibelungen - Götterdämmerung
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend (1876)

  • Oper von Richard Wagner
  • Premiere am 12. Juni 2011 - Liveübertragung auf NDR Kultur
  • 3 Akte - Text vom Komponisten
  • Dritter Tag: Götterdämmerung
  • Ab 16 Jahren
   


Regisseur Barrie Kosky - Bild Staatsoper Hannover

Der Ring des Nibelungen

Siegfried und Brünnhilde vereint! Der Beginn des vierten Abends der Tetralogie gäbe allen Anlass, auf ein positives Ende zu hoffen: Ohne voll und ganz um seine Unheil stiftende Macht zu wissen, befindet sich Siegfried im Besitz des Ringes und hat obendrein seine Liebe zu Brünnhilde entdeckt, der er eben jenen Ring als Unterpfand seiner Liebe schenkt. Aus dem Fluch beladenen Machtsymbol ist ein Symbol der Liebe geworden.

Doch Brünnhildes Liebe kann den unbedarften, abseits jeglicher Zivilisation in der Obhut eines seltsamen, verbitterten Sonderlings Aufgewachsenen nicht gegen die Bosheit einer von Machtgier und Neid korrumpierten Welt schützen, in deren Intrigen-Netz sie selbst sich schließlich verstrickt.

Am Ende ist Siegfried tot, Walhall brennt, Wotan und Brünnhilde löschen sich selber aus. Die Trümmer gescheiterter Hoffnungen scheinen unausweichlich zur Auflösung der bestehenden Welt zu führen.

Wagners opus magnum

Mit der Götterdämmerung sind wir am Ende von Wagners opus magnum angelangt, und doch in mancherlei Hinsicht auch am Anfang. Denn für Wagners Konzeption der gesamten Tetralogie war Siegfrieds Tod, so der ursprüngliche Titel der Götterdämmerung, Keimzelle und Ausgangspunkt: Erst im Laufe der Arbeit am Text dieses Werks entstand der Plan, auch die opulente Vorgeschichte bis hin zum Raub des Rheingoldes in drei weiteren Opern zu erzählen. Trotz dieser Planänderung hat sich jedoch in der Götterdämmerung viel vom ursprünglichen Vorhaben, einen nicht unerheblichen Teil der Handlung in zahlreiche zum Teil retrospektive Erzählungen zu verlagern, erhalten. So beginnt die Oper nicht nur mit einem ausführlichen "Was bisher geschah" der drei Nornen, auch innerhalb des Werkes wird - mehr als in den anderen drei Teilen der Tetralogie -immer wieder Vergangenes aufgerollt und von Geschehenem berichtet: Gunther erfährt von Siegfried und Brünnhilde zum ersten Mal durch die Erzählungen seines Halbbruders Hagen, Waltraute schildert ihrer Schwester Brünnhilde die Endzeitstimmung Wotans (der in der Götterdämmerung persönlich überhaupt nicht mehr erscheint), Siegfried wird zum wehrlosen Opfer Hagens, weil er sich in Erinnerungen an seine eigene Vergangenheit verliert - bis hin zum berühmten Trauermarsch, in dem das Orchester in die Rolle
des Erzählers schlüpft, um noch einmal das Schicksal des Wälsungen-Geschlechts aufzurollen, an dessen Ende Siegfrieds Tod steht.

Die Götterdämmerung endet auf der Bühne mit einem Bild der totalen Zerstörung

Brünnhildes langer Schlussmonolog ist der End- und Zielpunkt eines Entwurfs, der die bis dahin geltenden Regeln einer Dramaturgie des Musiktheaters aus den Angeln zu heben scheint. Wie der innere Verfall der im Ring des Nibelungen vorgestellten Welt immer unaufhaltsamer voranschreitet, so scheint auch die Handlung in ihrer Erzählweise immer brüchiger zu werden. Es sind die Versatzstücke der Vergangenheit, die wie ein Fluch auf der Gegenwart lasten und den Handlungsspielraum immer mehr einengen. So bietet am Ende – wie so oft bei Wagner - nur die totale Vernichtung einen Ausweg: Mit der Auslöschung der lastenden Vergangenheit ist der Gegenwart zumindest die Chance einer Zukunft gegeben.


"Der Ring des Nibelungen" an der Staatsoper Hannover!

Ein Ring, der unendliche Macht verheißt, aber von seinem Schöpfer mit einem gefährlichen Fluch beladen wurde; drei Rheintöchter, die sich zu den Klängen einer Phantasiesprache im Wasser tummeln; zwei Riesen, die eine gigantische Burg für das Geschlecht der Götter errichtet haben und alsbald in einen tödlich endenden Streit geraten um jenen machtvollen Ring ... Was für den unbefangenen Leser nach Tolkiens Herr der Ringe klingen mag, stammt in Wirklichkeit von Richard Wagner und ist mindestens ebenso fantasiereich und durchdacht. Und außerdem noch um die eindrucksvolle Musik Richard Wagners bereichert.

Der anfänglich scheinbar paradiesische Urzustand, im ersten Teil der Tetralogie, Das Rheingold, erweist sich bald als trügerisch: Das Verhalten der als erstes die Bühne bevölkernden Figuren ist von Eitelkeit, Neid und Aggressivität gekennzeichnet und führt so zum traumatischen »Urknall« der Geschichte vom Ring des Nibelungen: der Verfluchung der Liebe durch den Nibelungen Alberich, Grundbedingung für die Erlangung maßloser Macht mit Hilfe des besagten Ringes. Am Ende der Oper steht ein Brudermord: Aus Gier nach dem Ring erschlägt der Riese Fafner seinen Bruder Fasolt.

Von nun an gilt auch Wotans ganzes Streben der Wiedererlangung des Rings. Doch sein in Die Walküre, dem zweiten Teil der Tetralogie, verfolgter Plan scheitert: Er muss den eigenen Sohn opfern und die rebellisch gewordene Tochter bitter bestrafen.


Regieteam

Musikalische Leitung Wolfgang Bozic
Inszenierung Barrie Kosky
Bühne Klaus Grünberg
Kostüme Klaus Bruns
Chor Dan Ratiu
Licht Klaus Grünberg
Dramaturgie Ulrich Lenz
Sprachbetreuung Carola Rentz

Besetzung

Siegfried Robert Künzli
Gunther Brian Davis
Alberich Frank Schneiders
Hagen Albert Pesendorfer
Brünnhilde Brigitte Hahn
Gutrune Kelly God
Waltraute Monika Walerowicz / Khatuna Mikaberidze
1.Norn Julie-Marie Sundal
2.Norn Mareike Morr
3.Norn Dorothea Maria Marx
Woglinde Karen Frankenstein / Carmen Fuggiss
Wellgunde Mareike Morr
Floßhilde Julie-Marie Sundal

Statisterie der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Mit freundlicher Unterstützung der NORD/LB (Hauptsponsor), der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Stiftung Staatsoper Hannover und der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V.

Staatsoper Hannover - Götterdämmerung R. Wagner
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:

Termine in der Übersicht:

12.06. So 16:00
18.06. Sa 16:00
03.07. So 16:00


Weitere Infos:
www.oper-hannover.de

 


 

Staatsoper Hannover: Der Ring des Nibelungen - "Siegfried". Oper von Richard Wagner. Premiere am 17.04.2011. Weitere Termine am 15. und 21.05. sowie am 30.06.2011....


 


Staatsoper Hannover: Die Walküre;
Neuinszenierung von Richard Wagners "Rer Ring der Nibelungen"; Weitere Termine am 18., 20. und 24.06.2010...




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