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Staatsoper Hannover
Ein Maskenball (Un ballo in maschera)
Oper von Giuseppe Verdi
  • Premiere am 14. September 2013
  • Oper in drei Akten (1859)
  • Text von Antonio Somma
  • Nach einem Libretto von Augustin Eugène Scribe
  • In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

 

 

 

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Verstellung, die Unterdrückung echter Gefühle, der Mummenschanz, der die Tragödie immer wieder in die bedrohliche Groteske umschlagen lässt, bestimmen ein Werk, dessen Titel eher zu einer Operette passen würde.

" Der Maskenball", in dessen Rahmen das Drama am Schluss der Oper seinen blutigen Höhepunkt findet, ist aber lediglich Fortsetzung und Symbol eines Geschehens, in dem die Protagonisten wie Schauspieler ihre gesellschaftliche Rolle spielen, hinter ihrer Maske aber mit ihren persönlichen Konflikten isoliert bleiben.


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Bereits das Vorspiel deutet mit seiner fast collageartigen Kombination unterschiedlicher musikalischer Charaktere auf eine Welt, in der die Widersprüche, in denen die Menschen gefangen sind, zu keiner Versöhnung finden. Liebe und Vertrauen sind keine Garanten mehr, um vor Verrat und Betrug zu schützen. Die unerfüllte und verbotene Liebe Riccardos, des Gouverneurs von Boston, zu Amelia, der Frau seines engsten Vertrauten Renato, steht in Konflikt zur Liebe zu seinem Freund, der Riccardo bei dessen nächtlichem Treffen mit Amelia vor den Attentatsplänen von Verschwörern schützt und dabei entdeckt, dass die verhüllte Dame, die er in Sicherheit bringen soll, seine eigene Frau ist. Von Eifersucht und Rachegefühlen getrieben, schließt sich Renato, der sich betrogen glaubt, den Verschwörern an und wird zum Mörder seines Freundes. Erst der sterbende Riccardo offenbart Renato die Unschuld Amelias und seine unverbrüchliche Treue. Verdi schrieb seinen "Maskenball" ("Un ballo in maschera") 1857 ursprünglich als Auftragswerk für das Teatro San Carlo in Neapel. Die Vorlage lieferte ein Libretto von Eugène Scribe, das schon 1833 von Auber vertont wurde. Im Zentrum stand dabei das Attentat auf den schwedischen König Gustav III. bei einem Maskenball im Jahre 1792. Obwohl die Komposition schon fast fertig war, konnte der Text nicht die Zensur passieren, die am Thema eines Attentats auf ein Staatsoberhaupt Anstoß nahm. Verdi widersetzte sich allerdings allen Änderungswünschen, die das Geschehen in eine ferne Vergangenheit verlegen wollten, zog das Stück zurück und bot es dem Teatro Apollo in Rom an. Doch auch hier hatte die päpstliche Zensur Einwände, und so wurde die Handlung schließlich ins ferne Boston verlegt und der schwedische König in einen britischen Gouverneur verwandelt. Wenn dies alles auch gegen Verdis Widerstand geschah, so rührt der Wechsel des Schauplatzes doch nicht an den Kern der Oper, in der es eben nicht allein um politische Machtfragen geht. Der politische und gesellschaftliche Rahmen ist hier vielmehr ein sinnentleertes Gerüst, in dem sich die Figuren orientierungslos und traumwandlerisch bewegen. Die persönlichen Gefühle finden keine Heimat mehr in diesem Rahmen. Die Anonymität der Maskerade ist die einzige Form, in der sich die Menschen in diesem oft als opéra comique maskierten Melodramma begegnen können.



 

Leitungsteam

Musikalische Leitung Mark Rohde
Inszenierung Olivier Tambosi
Bühne Bengt Gomér
Kostüme Carla Caminati
Licht Claus Ackenhausen
Choreographie Grazyna Przybylska-Angermann
Choreinstudierung Dan Ratiu
Dramaturgie Klaus Angermann

Besetzung

Riccardo Rafael Rojas
Renato Stefan Adam
Amelia Brigitte Hahn
Ulrica Julie-Marie Sundal
Oscar Ania Vegry
Silvano Francis Bouyer
Samuel Per Bach Nissen
Tom Daniel Eggert
Ein Richter / Diener Amelias
Vladi Slobinov

Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

 

Staatsoper Hannover - Masekenball
WO: Oper Hannover - Opernplatz 1
Ticket
Telefonischer Kartenverkauf
Telefon (0511) 9999-1111

Kassenöffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 - 19.30 Uhr
Sa: 10 - 14 Uhr (Opernhaus 10 - 18 Uhr)
Wann:


Termine in der Übersicht:

14.09.13 Sa 19:30
21.09.13 Sa 19:30
24.09.13 Di 19:30
03.10.13 Do 18:30
19.10.13 Sa 19:30
01.11.13 Fr 19:30
21.11.13 Do 19:30
29.11.13 Fr 19:30
22.12.13 So 16:00
02.05.14 Fr 19:30
28.05.14 Mi 19:30
31.05.14 Sa 19:30
13.06.14 Fr 19:30

Weitere Infos:
www.oper-hannover.de


 

Staatsoper Hannover:Eugen Onegin; Oper von Peter I. Tschaikowsky. Premiere am 14. April 2013 im Opernhaus. Weitere Termine am 17. und 28.04.13 sowie 04., 09., 12., 17., 25. Mai und 02., 12. und 19. Juni 2013...


 

Staatsoper Hannover: Orest - Oper von Manfred Trojahn. Das Werk wurde Ende 2011 in Amsterdam uraufgeführt und im Jahrbuch 2012 der Opernwelt zur "Uraufführung des Jahres" gekürt. Premiere am 8. Februar 2013 im Opernhaus Weitere Vorstellungen am 01., 06., 15., 22., 24. März sowie am 16. April 2013....




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