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Ratgeber
Per HDTV gestochen scharf fernsehen

 
  • Die Zukunft des Fernsehens hat begonnen: HDTV ist bereits Realität
  • Trotz gewisser Schnittstellenprobleme schon sehr "sehenswert"
 

HDTV (High Definition Television) ist das neue Schlagwort

Der neue Qualitätsstandard HDTV startet nun endlich auch bei uns in Deutschland durch. Spätestens seit der Fußball-WM 2006 sind hochauflösendes Fernsehen HDTV (= High Definition TV) und das Qualitätssiegel "HD ready "in aller Munde" - leider noch nicht in aller Auge. Während der Fussball-Weltmeisterschaft konnten Fans mit der richtigen Teschnikausstattung und Premiere-Abo am Fernseher jeden einzelnen Grashalm erkennen. Wer auf Plasma, Beamer, LCD oder Rückpro-TV prächtige Bilder erleben möchte, kommt am HDTV nicht vorbei. Doch der Verbraucher ist stark verunsichert ob der Aussagen wie "HDTV-kompatibel" und "HDTV-tauglich" auch auf nicht geeigneten Geräten prangten. Selbst die beiden vom europäischen Branchenverband EICTA initiierten Logos, HD ready und HDTV, sagen nichts über die Bild- und Tonqualität der damit gelabelten Wiedergabegräte aus. Denn in welcher Qualität der Fernseher oder Beamer die Formate 720p und 1080i dem Verbraucher entgegenwirft, wird mit "HD ready" leider nicht ausgesagt.

Mit der Anschaffung eines Fernsehgerätes mit dem "HD Ready"-Prädikat hat man zwar schon den ersten Schritt gemacht, mit einem hochauflösenden Bildschrim ist es allerdings noch nicht getan: Damit das HD-Signal auch vom Sender auf den heimischen Fernseher gelangt, benötigt man derzeit gleichzeitig eine Satellitenschüssel und einen dazu gehörenden Empfänger.



Auflösung Bis zu fünfmal höher als beim PAL-Standard

Der große Vorteil von HDTV liegt in der hohen Auflösung, die bis zu fünfmal höher als beim PAL-Standard ist (siehe Tabelle). Dieser verfügt lediglich über eine vertikale Auflösung von 576 sichtbaren Zeilen und maximal 720 Linien (horizontal) mit 50 Hz Bildwiederholrate. Gesendet wird im sogenannten Halbbildverfahren, auch als Interlaced-Modus bezeichnet. Für HDTV sind zwei Auflösungsvarianten für die Praxis relevant: 1080i ( Auflösung 1920 x 1080 Pixel im Interlaced-Modus) und 720p (1280 x 720 Bildpunkte im Progressive-Scan-Modus). HDTV ist eng mit dem Breitbildformat 16:9 verbunden (1920:1080 und 1280:720 ergeben jeweils 1,78:1).


PAL 720p 1080i
Vertikale Auflösung 576 Zeilen 720 Zeilen 1080 Zeilen
Horizontale Auflösung 720 Linien (max.) 1280 Linien 1920 Linien
Bildpunkte gesamt (max.) 414.720 921.600
(2,2 x höher als PAL)
2.073.600
(5 x höher als PAL)
Bildwiederholung interlaced progressive interlaced
Bildformat 4:3 (1,33:1) 16:9 (1,78:1) 16:9 (1,78:1)


















Die Gütesiegel "HD Ready" und "HD TV"


Im Januar 2005 wurde vom Verband der europäischen Hersteller von Informations- und Kommunikationstechnik (EICTA) das Gütesiegel "HD ready" vorgestellt, welches die HDTV-Fähigkeit von Ausgabegeräten sicherstellt. Das Label soll dem Verbraucher beim Gerätekauf als Orientierungshilfe dienen, damit er ein Modell wählen kann, was auch wirklich die Anforderungen für HDTV-Empfang erfüllt. Fernsehgeräte bzw. Beamer, welche das Gütesiegel tragen, müssen über folgende Ausstattungsmerkmale verfügen:

 

HD ready-Logo für Fernseher und Beamer
Quelle: www.eicta.org

Minimalanforderungen für das HD Ready -Logo
 
  • Gerät im Breitbildformat 16:9
  • minimale native vertikale Auflösung mit 720 Zeilen
  • YUV-Eingang und
  • DVI- oder HDMI-Eingang, Kopierschutz HDCP muß unterstützt werden.
  • Fähigkeit, HDTV in den Auflösungen 720p (=1280x720) /1080i (=1920x1080) bei 50 und 60 Hz darzustellen
 

 

 
HD TV-Logo für Empfangsgeräte
Quelle: www.eicta.org

Im März 2006 folgte das Logo "HD TV", welches Empfangsgeräte kennzeichnet. Dazu zählen Settop-Boxen, DVD-Recorder, DVD-Player und Fernseher mit integriertem HDTV-Empfänger. Bei Geräten mit HD TV-Logo ist sichergestellt, dass diese HDTV-Signale verarbeiten und an ein HDTV-fähiges Ausgabegerät weiterleiten können. Es gelten folgende Minimalanforderungen für labelfähige Geräte:

Minimalanforderungen für das HD TV-Logo
 
  • Gunterstützte Auflösungen: 720p (=1280x720) oder 1080i (=1920x1080) bei 50 Hz
  • bei Sat-Empfängern: DVB-S und DVB-S2
  • unterstützte Datenkompressionsverfahren: MPEG 4, MPEG 2
  • bei Kabel-Empfängern: DVB-C mit 256 QAM
  • Anschlüsse: YUV-Eingang oder DVI- oder HDMI-Eingang, digitaler Audioausgang
  • HDCP wird empfohlen ist aber nicht Bedingung wie beim HD-ready-Logo.
 



Erste Angebote an HDTV-Inhalten


Um mit seinem HDTV-fähigen Equipment aber auch Fernstehne in allerhöchster Qualität schauen zu können, wäre ein Abo beim Pay-TV-Sender Premiere angebracht. Nebem dem Sport gibt es bei Premiere auch ein Film- und Thema-Kanal im Angebot. Darüber hinaus ist es auch möglich, die hochaufgelösten Inhalte einiger über Satellit ausgestrahlter Sender wie Pro7 HD, Sat 1 HD, Anixe TV oder anderen zu empfangen.

Nicht nur fürs Fernsehen, sondern auch für Gamer

Für anspruchsvolle Gamer ist es sowieso keine Frage: Die hochaufgelösten Spiele auf der neuen Microsoft-Konsole Xbox 360, aber auch auf Sonys angekündigter Playstation 3 kommen erst auf einem entsprechenden TV-Gerät so richtig zur Geltung!

Selbstverständlich lassen sich auch digitale Fotos auf dem HDTV-Fernseher in voller Pracht betrachten. Bis allerdings die ersten Spielfilme auf den DVD-Nachfolgern HD-DVD oder Blue-Ray abgespielt werden können, dauert es voraussichtlich noch bis Ende dieses Jahres. Wer aber heute bereits selber Ferien-Videos mit einer HD-Kamera aufzeichnet, kann diese Filme in höchster Qualtität auf einem HD-Ready-Fernseher betrachten - was bestimmt mehr Vergnügen bereitet als auf dem Computerbildschirm.

Schnittstellen-Wirrwar

Die neuen genormten Schnittstellen für digitales hochauflösendes Fernsehen ist die HDMI_Schnitstelle. Ebenfalls verbeitet ist die die DVI-schnittstelle. Sie sorgen für einen verlustfreien Transport der digitalen Video-Daten vom Receiver zum Fernsehgerät und bringen optimale Bildergebnisse für HDTV. Der integrierte Kopierschutz HDCP verhindert die Erstellung von digitalen Kopien. Die Entschlüsselung findet erst im Videoausgabegerät statt. Deshlab muß dieses über eine digitale Schnittstelle mit integriertem HDCP-Kopierschutzdekodierung verfügen, welche über HDMI oder DVI mit HDCP gewährleistet ist. Ältere Videoausgabegeräte, deren DVI-Schnittstelle über kein HDCP verfügt, werden entsprechend kodierte Filme nicht darstellen können, der Bildschirm bleibt schwarz. Prinzipiell können HDTV-Bildsignale auch über den analogen Komponentenausgang ausgegeben werden, da dieser aber über keinen Kopierschutz verfügt, werden Übertragungen mit Kopierschutz entweder gar nicht oder nur in niedrigaufgelöster PAL-Qualität dargestellt werden können.

Empfangsprobleme durch Kopierschutz

Zur Zeit wird nur der Spielfilm-Kanal von PREMIERE mit HDCP-Kopierschutz ausgestrahlt. Hierbei wird dann der Komponentenausgang deaktiviert. Der Empfang bei aktiviertem Kopierschutz bereitet zur Zeit noch einige Schwierigkeiten: Durch Umschalten auf den Kanal kann es beim Handshake zwischen Receiver und Bilsausgabegerät zu Geräteabstürzen kommen, Manchmal tritt starkes Bildrauschen auf und bei einigen Gerätekombinationen bleibt der Bildschirm einfach schwarz, obwohl Receiver und Fernseher HDTV-tauglich sind. Gerätehersteller versuchen diese Probleme herstellerübergreifend durch Softwareupdates in den Griff zu bekommen.



Das brauchen Sie, wenn Sie HDTV sehen wollen


1. Satellitenschüssel

Einzelne Kabelanbieter haben zwar in eng begrenzten Gebieten HDTV im Angebot (z.B. Ish, Kabel BW), der flächendeckende Empfang wird noch eine Weile auf sich warten lassen. Da HDTV über Satellit ausgestrahlt wird, brauchen Sie einen Spiegel, der das digitale, hochaufgelöste Fernsehsignal empfangen kann. Aufgrund der benötigten Bandbreite macht die Übertragung über DVB-T (DVB-T 1.0) gegenwärtig keinen Sinn.

2. HDTV-Receiver

Er sorgt dafür, dass die digitalen Daten in ein für den Fernseher lesbares Signal umgewandelt wird. Für den Empfang von HDTV braucht es einen entsprechenden Receiver. (Zur Zeit vier Anbieter von HDTV-Receivern: Phillips, Humax und Pace).

Da für die Ausstrahlung von HDTV-Signalen das neue Videokompressionsverfahren MPEG-4/H.264 und der neue Übertragungsstandard DVB-S2 zum Einsatz kommen, brauchen Sie für den Empfang spezielle HDTV-Empfänger, die für die neuen Techniken ausgerüstet sind. Zusätzlich müssen die Settop-Boxen über einen HDMI-Ausgang verfügen, über den das signal verschlüsselt übertragen wird. Die HDTV-Receiver empfangen neben Pay-TV auch alle frei verfügbaren Programme und zwar sowohl für HDTV, wie auch für Programme in PAL-Standardauflösung (SDTV).

Über eine Common Interface-Schnittstelle (kurz CI genannt) können SmartCards aufgenommen werden.

3. Fernseher

Nur Fernseher oder Projektoren, die mit dem HD Ready-Logo ausgestattet sind, eignen sich wirklich für die eindrükliche Wiedergabe des HDTV-Bildes. Mindestauflösung wären 1280 x 720 Pixel und einer Schnittstelle, über die entsprechende Videosignale eingespeist werden können: YUV-Eingang bzw. digitale Schnittstelle DVI (inkl. HDCP) und/oder HDMI. Außerdem muß die Steuerelektronik des Gerätes die eintreffenden Bildsignale verarbeiten und darstellen können. Insbesondere bei LCD- und Plasmafernsehern gibt es schon eine umfassende Produktpalette.

4. HD-DVD

Natürlich können Sie HDTV auch von der "Scheibe" sehen. Sie benötigen dafür aber einen HD-DVD-Player der HD-DVD's abspielen kann.
Seit März/April verkauft Toshiba in Japan und den USA die ersten HD-DVD-Player, mit denen der Zuschauer Spielfilme in hochauflösendem Format erleben kann. Allerdings wird es noch ein paar Monate dauern wird, bis solche Geräte auch auf dem deutschen Markt verfügbar sind.

5. Programmzugang ggf. über Abo

Da hochaufgelöste Freeangebote noch rar sind ist das HD-Package vom Pay-TV-Sender Premiere angebracht.



Free-TV-Angebot weitet sich aus

Neben Sat1 und Pro7 sendet der neue HDTV-Kanal ANIXE HD unverschlüsselt über die Orbitalposition 19,2 Grad Ost. Die Empfangsparameter sind: Transponder 119; Frequenz 12,72175 GHz; Horizontal; Symbolrate 22 Msymb/s; FEC 2/3. Der Spielfilm- und Unterhaltungskanal wird im hoch auflösenden Standard HDTV in DVB-S2 und MPEG-4 AVC gesendet. Der Ton dazu läuft im Mehrkanaltonverfahren Dolby Digital 5.1.



Weiterführende Links:
www.hdtvforum.org
www.premiere.de
www.anixehd.tv
www.eicta.org


 

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